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Aussaat & Anzucht (Grundwissen)

Aussaat und Anzucht: Vorkultur oder Direktsaat, Anzuchterde, Saatgut, Keimbedingungen, Pikieren und Auspflanzen – die Grundlagen im Überblick.

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Junge Gemüse-Sämlinge mit frischen Keimblättern wachsen in Anzuchtplatten im Gewächshaus
Foto: Alfo Medeiros · Pexels License
Historische botanische Tafel: Bohne (Phaseolus vulgaris), Illustration von Carolus Clusius and others
Bohne (Phaseolus vulgaris) · Carolus Clusius and others
Bildnachweis

Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Schale steht auf der Fensterbank, die Erde ist feucht, und trotzdem kommt nichts – oder es kommt etwas, das blass und dünn dem Licht entgegenwächst. Dahinter stehen meist dieselben Fragen: Wohin wird gesät, in welche Erde, wie warm, wie hell, und wann geht es hinaus ins Beet? Auf dieser Seite habe ich das Grundlagenwissen aus meinen Ratgebern zu Aussaat und Anzucht gebündelt – von Vorkultur und Direktsaat über Anzuchterde, Saatgut und Keimbedingungen bis zu Pikieren, Abhärten und Auspflanzen. Die einzelnen Ratgeber vertiefen jedes Thema für einzelne Arten und Verfahren; hier steht das Gerüst, an dem alles andere hängt.

Vorkultur oder Direktsaat: zwei Wege vom Samen zur Pflanze

Am Anfang steht eine Weiche: Du säst direkt an Ort und Stelle ins Beet, oder du ziehst die Pflanzen geschützt vor und setzt sie später aus. Welche Art welchen Weg nimmt, gehört zur einzelnen Kultur; die Abwägung dazu führt der Ratgeber, wie du zwischen Vorkultur und Direktsaat entscheidest.

Für die Vorkultur gelten je Art eigene Fristen. Zucchini und Kürbis werden etwa 4 Wochen vor dem Auspflanzen ausgesät, für Gurken reichen 2 bis 3 Wochen bis zur Pflanzung. Was der Vorsprung bringen kann, zeigt ein Beispiel der Bayerischen Gartenakademie: Im April im Haus vorgezogene Gurken und Bohnen haben nach dem Auspflanzen Mitte Mai, bei geeigneter Witterung, einen Entwicklungsvorsprung und sind weniger durch Schnecken und Bohnenfliegen gefährdet. Bei Tomaten kommt ein weiterer Grund dazu: Die Eigenanzucht ermöglicht meist eine größere Sortenauswahl als der Kauf fertiger Jungpflanzen.

Anzuchterde: Salzgehalt, Bestandteile und torffreie Mischungen

Ein Maß, an dem sich Aussaaterde, Pikiersubstrat und Topferde unterscheiden, ist der Salzgehalt. Bei einer Aussaaterde sollte er unter 0,5 g/l liegen. Beim Pikieren darf der Salzgehalt des Substrats bis zu 1,5 g/l betragen, und Topferde für Kübel und Blumenkästen darf 2,5 bis 3 g/l aufweisen.

Torffreie Erden sind Mischungen: Holzfasern, Rindenhumus, Substratkompost, Kokosfasern und Kokosmark werden kombiniert, um ihre unterschiedlichen Eigenschaften auszugleichen. Torffreie Substrate schonen Moore und vermindern die mit dem Torfabbau verbundenen CO₂-Emissionen. Ob eine solche Mischung als Aussaaterde taugt, prüfst du zusätzlich am Salzgehalt.

Selbst mischen ist möglich, mit einer Einschränkung: Für robuste Jungpflanzen kann eine ungedüngte Mischung aus je 1 Teil Quarzsand, Gartenerde und reifem Kompost verwendet werden. Eine pauschale Empfehlung für empfindliche Aussaaten ist das nicht. Eigenschaften, Bestandteile und die Frage nach Fertigerde oder Eigenmischung vertieft der Ratgeber, worauf es bei der Wahl der Anzuchterde ankommt.

Saatgut: Formen, Vorbehandlung, Keimprobe und Lagerung

Einige Begriffe vorweg. Bio-Saatgut bezeichnet Saatgut, das auf Bio-Betrieben nach Bio-Richtlinien erzeugt wurde. Kalibriertes Gemüsesaatgut wird für die Einzelkornablage meist nach dem Durchmesser sortiert, in Abstufungen von 0,20 oder 0,25 mm. Beim Priming wird der Keimprozess vor der Aussaat aktiviert: Das Saatgut läuft gleichmäßiger und schneller auf, bleibt aber nur begrenzt haltbar.

Manche Samen brauchen vor der Keimung eine Vorbehandlung. Für gequollene Schwertlilien-Samen wird zur Aufhebung der Keimruhe eine Kältephase von 4 bis 8 Wochen bei 1 bis 5 °C beschrieben. Das ist ein Beispiel und keine Regel für andere Arten; maßgeblich bleibt die Anleitung zu deinem Saatgut.

Achtung

Bei Zucchini und anderen Cucurbita-pepo-Kürbissen solltest du kein eigenes Saatgut für die nächste Aussaat verwenden, wenn Zierkürbisse in der Nähe wachsen. Einkreuzungen können in der Folgegeneration bittere und giftige Früchte verursachen. Bitter schmeckende Kürbisse, Zucchini, Gurken oder Melonen werden sofort ausgespuckt und entsorgt, weil auch Erhitzen die giftigen Bitterstoffe nicht zuverlässig beseitigt.

Zur Lagerung: Für Gemüsesaatgut gelten Temperaturen von 0 bis 10 °C allgemein als günstig, und für Saatgut-Lagerräume wird eine relative Luftfeuchte von etwa 30 % angestrebt. Ob ältere Bestände noch taugen, zeigt eine Probeaussaat: Bei älterem Gemüsesaatgut beurteilst du nach 2 bis 3 Wochen, ob genügend Samen gekeimt sind oder ob dichter beziehungsweise neu gesät werden muss. Das ist eine Hilfe für den Hausgarten und keine Laborprüfung. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber, wie du Saatgut richtig lagerst.

Keimbedingungen: Temperatur, Saattiefe und Abstand

Keimbedingungen sind Artwerte. Ein Beispiel aus der Vorkultur: Für die Keimung von Paprika und Chili sind 25 °C optimal. In der Saatschale werden beide etwa 0,5 cm tief gesät; die Saatrillen liegen etwa 4 cm auseinander und die Samenkörner innerhalb der Rille 2 cm.

Im Beet zählt die Bodentemperatur. Für die Keimung im Saatbeet nennt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Mindestbodentemperatur 5 °C für Möhren und 6 °C für Petersilie, 8 bis 10 °C für Porree und Zwiebeln, 10 bis 12 °C für Bohnen und über 12 °C für Gurken. Ich messe die Bodentemperatur mit einem Einstichthermometer, bevor ich die erste Saatrille ziehe.

Abstände sind ebenfalls Artwerte: Für Radieschen im Beet werden 15 cm Reihenabstand und 5 cm Abstand innerhalb der Reihe vorgesehen; Spinat als Nachkultur wird mit 3 bis 5 cm Kornabstand und mindestens 25 cm Reihenabstand gesät. Weitere Handgriffe zeigt der Ratgeber, wie du die Keimung förderst.

Aussaattermin und Aussaatkalender: Art, Boden und Witterung

Ein Aussaatkalender ordnet Termine nach Arten; ob ein Termin im jeweiligen Jahr passt, hängt an Boden und Witterung. Beispiele für Kalendereinträge: Tomaten werden auf der Fensterbank Mitte bis Ende März ausgesät. Mitte März gesäte Radieschen sind je nach Witterung Ende April bis Anfang Mai erntereif. Für die Aussaat im Beet gelten die Mindestbodentemperaturen aus dem Abschnitt zu den Keimbedingungen.

Zum Kalender gehört auch der Herbst: Ein verlängertes Anbau- und Erntefenster ermöglicht mehr Herbstkulturen, die den Gartenboden bedecken und freigesetzte Nährstoffe aufnehmen; eine Verschiebung aller Aussaattermine folgt daraus nicht. Die Beetbelegung über die Saison planst du im Beetplaner, und die Termine der einzelnen Kulturen stehen im Ratgeber, wann welche Gemüseart gesät wird.

Saatbänder: Aufbau, Vorteil und Grenzen

Saatbänder sind eine eigene Aussaatform, mit einem Vorteil beim Abstand und mit Ansprüchen an Saatbett und Feuchte.

Kurz erklärt

Bei einem Saatband liegen die Samenkörner zwischen 2 Schichten verrottbaren Trägermaterials. Die Kornabstände sind bereits vorgegeben, was das nachträgliche Vereinzeln zu dicht stehender Sämlinge erspart.

Im Beet stellt das Band Bedingungen. Saatbänder benötigen ein feinkrümeliges Saatbett und festen Bodenkontakt, damit die jungen Wurzeln Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Während der Keimung müssen sie durchgehend feucht bleiben, weil das Austrocknen des Trägervlieses keimende Pflanzen absterben lässt. Den Vergleich mit der Aussaat von Hand zieht der Ratgeber, der Saatbänder und traditionelle Aussaat gegenüberstellt.

Jungpflanzenpflege: Licht, Temperatur und Pikieren

Nach der Keimung richtet sich die Temperatur wieder nach der Art. Kopfsalat für den ersten Frühjahrssatz wird nach der Keimung bei 8 bis 12 °C angezogen. Paprikajungpflanzen werden nach der Keimung bei 18 bis 20 °C weiterkultiviert, und für die helle Weiterkultur von Tomatenjungpflanzen liegen die Empfehlungen je nach Quelle zwischen 16 und 20 °C. Eine Untergrenze gibt es auch: Blumenkohl, Frühkohl, Kohlrabi und Sellerie sollen während der Anzucht nicht unter 14 bis 16 °C stehen, weil sonst vorzeitiges Schossen droht.

Häufiger Fehler

Ein zu dunkles Fenster oder zu hohe Temperaturen nach dem Pikieren. Beides führt zu blassen, dünnen und weichen Jungpflanzen.

Zur Zusatzbeleuchtung mit LEDs liegen nur Versuchswerte für einzelne Sorten und Lampensysteme vor, kein allgemeines Optimum.

Bei Tomaten richtet sich das Pikieren nach dem Entwicklungsstand und nicht nach einer Tageszahl: Pikiert wird nach Ausbildung von Blattpaaren und erkennbarem Zuwachs, einzeln in größere Töpfe mit normaler Pflanzerde. Die Topfgröße steht im Abschnitt zu den Gefäßen, die Handgriffe zeigt der Ratgeber, wie du Jungpflanzen pikierst und danach pflegst.

Abhärten und Auspflanzen: Schritt für Schritt ins Freiland

Zwischen Fensterbank und Beet liegt die Gewöhnung ans Freiland. Selbst angezogene Fruchtgemüse werden bei geeigneter Witterung tagsüber zunächst im Halbschatten und anschließend in der Sonne an Freilandbedingungen gewöhnt. Ich stelle die Kisten dafür morgens in den Halbschatten an der Hecke und hole sie am Abend wieder herein.

Für den Pflanztermin zählt mehr als Frostfreiheit. Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Auberginen und Melonen können auch bei niedrigen Plusgraden im Wachstum stocken; die Pflanzentscheidung muss deshalb einen erwärmten Boden und die tatsächliche Witterung berücksichtigen. Im Beet gehört der Abstand als System dazu, bei Paprika zum Beispiel 40 bis 50 cm Reihenabstand und 40 bis 50 cm Abstand innerhalb der Reihe.

Gießen: Keimschale und Beet getrennt betrachten

In Topf und Schale zählt die Kontrolle vor dem Griff zur Kanne: Bei torffreien oder torfreduzierten Substraten prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte unter der Oberfläche, weil eine trockene Oberfläche nasses Substrat im unteren Topfbereich verdecken kann. Ich stecke dafür einen Finger in die Erde, bevor ich gieße.

Die folgenden Orientierungswerte gelten für Gartenbeete, nicht für Keimschalen: Für gründliches Gießen reichen sie von 10 bis 25 l/m² je Durchgang, wobei für Gemüse bei warmer, trockener Witterung 20 bis 25 l/m² genannt werden. Die Verfahren für Töpfe und Schalen stellt der Ratgeber vor, welche Bewässerungstechniken zu Jungpflanzen passen.

Düngen: Schale und Beet auseinanderhalten

Auch beim Düngen lohnt die Trennung zwischen Anzucht und Beet. Für die Anzucht stehen die Hinweise in den Abschnitten oben: Welche Erde in welcher Stufe passt, ordnet der Salzgehalt aus dem Erde-Abschnitt. Die Eigenmischung für robuste Jungpflanzen bleibt ungedüngt, und Tomaten kommen beim Pikieren in normale Pflanzerde.

Im Beet beginnt die Versorgung mit der Vorbereitung. Zur Frühjahrsvorbereitung von Gemüsebeeten können etwa 3 l Kompost je m² gegeben werden, wenn die Bodenuntersuchung dies erlaubt. Der Wert gilt für das Beet und nicht für die Anzuchtschale. Wann und wie Sämlinge in Topf und Schale gedüngt werden, behandelt der Ratgeber, wie du Sämlinge richtig düngst.

Krankheiten und Schädlinge: vorbeugen und bei Befall eingreifen

In der Anzucht beginnt die Vorbeugung bei der Kulturführung. Für Aussaaten von Zierpflanzen ist beschrieben, was Auflauf- und Umfallkrankheiten vorbeugt: locker säen, gut durchlüften und zu nasse Flächen vermeiden. Davon getrennt ist das Eingreifen bei Befall: Befallene Zierpflanzen werden sofort aus der Anzucht entfernt. Mehr dazu steht im Ratgeber, worauf es bei der Hygiene in der Pflanzenanzucht ankommt.

Im Beet ist das Netz die mechanische Vorbeugung. Kohlkulturen werden direkt nach Saat oder Pflanzung und möglichst über die gesamte Kulturdauer mit einem Schutznetz gegen die Kleine Kohlfliege abgedeckt. Ein Einzelbeispiel aus der Direktsaat: Für den Asiasalat ‘Wasabino’ wird bei warmem, trockenem Wetter ein Kulturschutznetz mit 0,8 mm Maschenweite zum Schutz vor Erdflöhen genannt. Pflanzenschutzmittel gehören nicht auf eine Übersichtsseite; im Hausgarten gilt die Reihenfolge vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen.

Gefäße, Abdeckungen und Gewächshaus

Bei den Gefäßen sind Anzuchttopf und Endgefäß verschiedene Klassen. Während der Jungpflanzenanzucht werden Paprika, Tomaten sowie Haus- und Kastengurken in Töpfe von 8 bis 10 cm Größe gesetzt. Für Fruchtgemüse auf dem Balkon wird dagegen als Endgefäß ein Pflanzgefäß mit mindestens 10 l Volumen und etwa 30 cm Durchmesser empfohlen.

Vlies und Folie dienen der Verfrühung im Beet. Ein leichtes Verfrühungsvlies für Gemüse kann beispielsweise ein Flächengewicht von 17 g/m² haben; das ist ein Beispielwert, keine Mindestqualität. Eine flach aufgelegte Lochfolie braucht zur Belüftung mindestens 500 Löcher je m² bei einem Lochdurchmesser von 1 cm, und bei Kopfsalat wird sie als Faustregel 2 bis 3 Wochen vor der Ernte abgenommen. Bei einem Kleingewächshaus sollte eine Fläche von mindestens einem Viertel der Gewächshausfläche zu öffnen sein. Mehr dazu steht im Ratgeber, wie du Gewächshaus und Frühbeet für die Aussaat nutzt.

Fruchtfolge und Mischkultur: die Aussaat im Beetplan

Was du säst, legt auch fest, was später an derselben Stelle folgen darf. Nach lange stehenden Kulturen wie Herbstkohl, Sellerie, Petersilie oder Stangenbohnen wird vor verwandten Kulturen eine Anbaupause von 3 Jahren eingehalten. Für einen Sonderfall gilt mehr: Auf sandigen Böden mit niedrigem pH-Wert und Kohlherniegefahr sollen 5 Jahre lang keine Kreuzblütler aufeinander folgen. Notiere dir deshalb, welche Pflanzenfamilie wo gestanden hat, bevor du die neue Saison belegst.

Welche Kulturen als Nachbarn zusammenpassen, prüfst du im Mischkultur-Planer. Für gemischte Reihen aus dem Band gibt es einen eigenen Ratgeber, wie sich Saatbänder in der Mischkultur einsetzen lassen.

Zum Vertiefen: die Aussaat-und-Anzucht-Ratgeber

Das war das Fundament – für jedes Thema findest du hier den vertiefenden Ratgeber:

Anzucht & Aussaat

52 Ratgeber
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Nährstoffarme Anzuchterde: Woran du sie erkennst und wie du sie einsetzt

Lesen →5 Min
Anzuchtschale mit Deckel: So führst du Feuchte, Wärme und Lüftung6 Min→Saatgutbehandlung: Wann du Samen einweichst, anritzt, stratifizierst oder vorkeimst7 Min→Saattiefe: So tief säst du Gemüse, Kräuter und Blumen6 Min→Setzlinge kaufen oder selbst säen: So entscheidest du je Gemüseart8 Min→Keimprobe mit Wasser und Küchenpapier: So testest du, wie gut dein Saatgut keimt5 Min→Pikieren: Wann du Keimlinge umtopfst und was du bei Welke, Pilz oder Mangel tust9 Min→Pikieren leicht gemacht: Wann du Sämlinge umsetzt und wann du es dir sparstLicht für die Anzucht: Wie hell, wie lange und welche Lampe deine Sämlinge brauchenSaatbänder richtig verwenden: das passende Band wählen und Schritt für Schritt auslegenDie richtige Anzuchterde wählen: worauf du beim Kaufen, Mischen und Lagern achtestAussaatkalender für Blumen: Wann du Einjährige, Zweijährige und Stauden sästKeimung fördern: So lässt du Samen schnell und gleichmäßig keimenUnter Glas säen: Gewächshaus oder Frühbeet, was passt zu dir?Samen vorkeimen: drei Methoden und wie du die Keimlinge schonend umsetztPflanzenanzucht von der Saat zur Pflanze: Kalender, Lichtkeimer, StecklingeVom Samen zur Jungpflanze: was Anzuchterde leistet und worin sie sich von Gartenerde unterscheidetTemperatur und Feuchtigkeit in der Anzuchtschale: feucht statt nass, warm je nach ArtTemperatur in der Anzucht: Werte je Phase, Schutz vor Hitze und Kälte, weniger HeizaufwandAnzuchtschale wählen: Material, Form, Wasserabzug und welche Größe zu deiner Aussaat passtGartenabdeckungen: was Vlies, Folie und Netz im Beet verändernFruchtgemüse im Frühbeet: Tomaten, Paprika und Gurken früher erntenAnzuchterde anreichern: Perlit, Vermiculit, Kompost und Dünger richtig zusetzenVertikaler Anbau: So planst du Ebenen, Licht und Wasser für mehr ErnteBlumen aus Samen ziehen: Direktsaat, Lichtkeimer, Kaltkeimer und harte SchalenMischkultur mit Saatbändern: Partner wählen, Reihen planen, Beet pflegenWerkzeug für Saatbänder: Was du zum Lockern, Auslegen und Pflegen brauchstFruchtgemüse im Gewächshaus: Tomaten, Paprika und Gurken ertragreich anbauenSaisonkalender für Hobbygärtner: Was du von Frühling bis Winter säst und erledigstAussaatzeit für Gemüse: Termine je Sorte von Frühjahr bis HerbstDer richtige Zeitpunkt für die Anzucht: vom Märzstart zum eigenen AussaatkalenderDirekt ins Beet säen: Welche Gemüse, Kräuter und Blumen du ohne Vorkultur sästAussaat im Gewächshaus: Saatgut, Heizmatte und gestaffelte SätzeVorkultur oder Direktsaat: So entscheidest du für jede Kultur, von Mais bis MöhreFreilandaussaat: Saatbeet vorbereiten, falsches Saatbett nutzen, Samen vorkeimenHydroponik für Fortgeschrittene: So stellst du System, Nährlösung, Licht und Klima einAnzucht auf der Fensterbank: Fensterlage, Wärme und TrauermückenSaatband oder traditionelle Aussaat: Wann sich welche Methode lohntFrühbeet für die Anzucht: Typ, Standort, Erde und Lüften übers JahrAussaat-Planer erstellen: Schritt für Schritt zu Beetskizze und ZeitplanAussaattechniken im Vergleich: Welche Methode passt zu deinem Garten?Anzucht im Gewächshaus: Lohnt es sich, welcher Typ passt und wie du es einrichtestWann welches Gemüse säen? Tabelle nach Bodentemperatur, Lage und FrostSaatbänder kombinieren: mit Direktsaat, Vorkultur, Mulch, Hochbeet und GewächshausSaisonkalender für den Gemüseanbau: Aussaat, Pflege und Ernte durchs GartenjahrAnzuchtschalen im Gewächshaus: Platz planen mit Regal, Etagen und HöheFruchtgemüse biologisch anbauen: Boden, Kompost, Fruchtfolge und NützlingeVorzucht im Haus: Vom Pflanztermin rückwärts zum eigenen VorzuchtplanHerbstgemüse aussäen: Mit diesen Saatterminen erntest du bis in den WinterBoden für Blumensamen vorbereiten: von der Bodenprobe bis zum feinkrümeligen SaatbettGemüse anziehen: vorziehen oder direkt säen, Schritt für Schritt bis zur JungpflanzeSaatbänder und Bodenpflege: was das Band leistet und wo es passt

Pflege & Düngen

3 Ratgeber

Ernten & Lagern

2 Ratgeber

Sorten & Auswahl

4 Ratgeber

Vermehren

1 Ratgeber

Krankheiten & Schädlinge

10 Ratgeber

Wissen & Sonstiges

17 Ratgeber

Häufige Fragen

Wie warm muss der Boden für die Aussaat im Beet sein?
Das hängt von der Art ab. Für die Keimung im Saatbeet werden als Mindestbodentemperatur 5 °C für Möhren und 6 °C für Petersilie genannt, 8 bis 10 °C für Porree und Zwiebeln, 10 bis 12 °C für Bohnen und über 12 °C für Gurken. Miss deshalb die Bodentemperatur, bevor du säst.
Wann säe ich Tomaten auf der Fensterbank aus?
Tomaten werden auf der Fensterbank Mitte bis Ende März ausgesät. Für die helle Weiterkultur der Tomatenjungpflanzen nach der Keimung liegen die Empfehlungen je nach Quelle zwischen 16 und 20 °C. Ein zu dunkles Fenster oder zu hohe Temperaturen nach dem Pikieren führen zu blassen, dünnen und weichen Jungpflanzen.
Wann pikiere ich Tomaten?
Bei Tomaten richtet sich das Pikieren nach dem Entwicklungsstand und nicht nach einer Tageszahl. Du pikierst, sobald sich Blattpaare ausgebildet haben und ein Zuwachs erkennbar ist. Jede Pflanze kommt dann einzeln in einen größeren Topf mit normaler Pflanzerde. Während der Jungpflanzenanzucht werden Tomaten, Paprika sowie Haus- und Kastengurken in Töpfe von 8 bis 10 cm Größe gesetzt.
Welche Erde eignet sich für die Aussaat?
Ein Maß dafür ist der Salzgehalt: Bei einer Aussaaterde sollte er unter 0,5 g/l liegen. Beim Pikieren darf der Salzgehalt des Substrats bis zu 1,5 g/l betragen, Topferde für Kübel und Blumenkästen darf 2,5 bis 3 g/l aufweisen. Für robuste Jungpflanzen kann auch eine ungedüngte Mischung aus je 1 Teil Quarzsand, Gartenerde und reifem Kompost verwendet werden; für empfindliche Aussaaten ist das keine pauschale Empfehlung.
Wie prüfe ich, ob altes Saatgut noch keimt?
Mach eine Probeaussaat. Bei älterem Gemüsesaatgut beurteilst du nach 2 bis 3 Wochen, ob genügend Samen gekeimt sind oder ob du dichter beziehungsweise neu säen musst. Das ist eine Hilfe für den Hausgarten und keine Laborprüfung.
Wie gewöhne ich vorgezogene Pflanzen ans Freiland?
Selbst angezogene Fruchtgemüse stellst du bei geeigneter Witterung tagsüber zunächst in den Halbschatten und anschließend in die Sonne. Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Auberginen und Melonen können auch bei niedrigen Plusgraden im Wachstum stocken. Entscheide über den Pflanztermin deshalb nach erwärmtem Boden und tatsächlicher Witterung.

Gut also, jetzt beginnt die große und fieberhafte Tätigkeit eines jeden, der gesät hat, nämlich das Warten.

Karel Čapek, Zahradníkův rok (Das Jahr des Gärtners), Kapitel ‚Semínka‘ (Samen) (1929) · Übers. samen.de · Beleg
Zuletzt geprüft: Quellen: Fachquellen Aussaat und Anzucht: LWG Bayern (Bayerische Gartenakademie), LfL Bayern, Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Gartenakademie Sachsen-Anhalt, Hortipendium, Austrosaat, BZfE (Bitterstoffe bei Kürbisgewächsen, eigenes Saatgut)