Gemüsesorten für Anfänger: Welches Gemüse einfach anzubauen ist und wie du startest
- Einfach anzubauen sind Arten, die du direkt ins Beet säst: Radieschen, Möhren, Rote Bete, Erbsen und Buschbohnen.
- Mitte März gesäte Radieschen können je nach Witterung Ende April bis Anfang Mai erntereif sein.
- Buschbohnen säst du ab etwa 10 °C Bodentemperatur, gewöhnlich ab Mitte Mai.
- Buschtomaten müssen nicht ausgegeizt werden, Stabtomaten während des Wachstums alle 1 bis 2 Wochen.
- Eine Zucchinipflanze belegt großzügig geplant etwa 2 m² Beetfläche.
Im ersten Gartenjahr ist schnell zu viel gekauft: ein Stapel Saatguttüten, mehrere Tomatensorten, dazu Paprika für die Fensterbank. Dann stehen im Frühjahr überall Anzuchttöpfe, und im Sommer wollen die Stabtomaten immer wieder ausgegeizt werden. Leichter wird der Start, wenn du Gemüse nach dem Arbeitsaufwand auswählst und nicht nach dem Bild auf der Tüte. Ich gehe neue Kulturen deshalb vor dem Kauf mit drei Fragen durch: Kann ich direkt säen, wie viel Platz braucht eine Pflanze, und welcher Handgriff kommt jede Woche wieder?
Welches Gemüse ist einfach anzubauen?
Einfach anzubauen sind Arten, die du direkt ins Beet säst und die danach wenige wiederkehrende Handgriffe verlangen. Dazu gehören Radieschen, Möhren, Rote Bete, Erbsen und Buschbohnen. Salat und Rucola kommen dazu, wenn du bei Hitze und Trockenheit ans Gießen denkst. Unter den Fruchtgemüsen sparst du dir mit Buschtomaten das AusgeizenAusgeizen ist das Entfernen der Geiztriebe, also der Seitentriebe, die bei Tomaten in den Blattachseln wachsen. Ohne Ausgeizen bildet die Pflanze sehr viel Blattmasse und trägt später Früchte., und Zucchini tragen früh. Beide brauchen allerdings Wärme und Platz. Keine dieser Arten verzeiht jeden Fehler, deshalb nennt die Tabelle auch, worauf du achtest.
| Gemüse | So startest du | Eckwerte | Darauf achtest du |
|---|---|---|---|
| Radieschen | Direktsaat; Sorte ‘Sora’ von März bis September | allgemein etwa 0,5 bis 1 cm tief; ‘Sora’: 1 bis 2 cm tief, vereinzelt auf 3 bis 5 cm in der Reihe bei 15 cm Reihenabstand | Kreuzblütler: zur Vorbeugung gegen Kohlhernie nur alle drei bis fünf Jahre am selben Platz |
| Möhren | Direktsaat, meist April bis Juni | 1 bis 2 cm tief; Reihenabstand etwa 25 cm, in der Reihe nach Tütenangabe vereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. | Keimung bei 10 bis 25 °C in etwa 14 bis 28 Tagen |
| Rote Bete | Direktsaat in Reihen | 30 cm Reihenabstand, nach dem Auflaufen auf 10 cm in der Reihe vereinzeln | vor dem Frost ernten |
| Erbsen | Aussaat im Freien; Schalerbsen Anfang März bis Anfang April, Markerbsen Anfang April bis Ende Juni | Tiefe und Abstand nach Tütenangabe | Wiederanbauabstand eher sechs Jahre |
| Buschbohnen | Direktsaat ab etwa 10 °C Bodentemperatur, gewöhnlich ab Mitte Mai | höchstens 2 bis 3 cm mit Erde bedecken; Horstsaat: 5 bis 10 Körner je Stelle, 25 bis 30 cm in der Reihe, 60 cm Reihenabstand | Wiederanbauabstand vier Jahre |
| Kopfsalat | Sorte ‘Analena’: von März bis Juli vorziehen oder von April bis Juli direkt säen | Samen nur leicht bedecken; 25 cm in der Reihe, 30 cm zwischen den Reihen | Hitze, Trockenheit und enge Pflanzung können Schossen auslösen |
| Rucola | Direktsaat | flach, höchstens 0,5 cm tief | Ernte unter passenden Bedingungen etwa 1 bis 1,5 Monate nach der Aussaat |
| Zucchini | etwa vier Wochen vorziehen, gewöhnlich ab Mitte Mai auspflanzen | großzügig 200 × 90 bis 100 cm, der größere Wert zwischen den Reihen, also etwa 2 m² je Pflanze; knappere PflanzrasterDas Pflanzraster ist das Abstandsmuster, nach dem du Pflanzen auf ein Beet setzt. Es besteht aus zwei Maßen: dem Abstand zwischen den Reihen (Reihenabstand) und dem Abstand der Pflanzen innerhalb einer Reihe. nennen 60 bis 80 cm Abstand | erste Ernte etwa 4 bis 6 Wochen nach der Pflanzung |
| Buschtomate | Aussaat Mitte bis Ende März auf der Fensterbank, gewöhnlich ab Mitte Mai ins Freie | Boden bei der Pflanzung mindestens 15 °C warm | kein Ausgeizen; im Halbschatten ungeeignet |
| Freilandgurke | Direktsaat gewöhnlich ab Mitte Mai bei mindestens 12 °C Bodentemperatur | etwa 3 cm tief säen | am Rankgitter trocknen die Pflanzen nach Nässe schneller ab |
Vor dem Saatgutkauf klärst du fünf Fragen. Wie viele Arten schaffst du neben dem Alltag? Welche davon säst du direkt ins Beet? Wie viel Platz braucht eine Pflanze? Welcher Handgriff kehrt jede Woche wieder? Braucht die Art eine Rankhilfe?
Die Auswahl ist bewusst klein gehalten. Weitere Einsteiger-Arten aus allen Gemüsegruppen und ihren Anbau stellt ein eigener Ratgeber vor.
Woran erkennst du einfaches Gemüse?
„Einfach“ heißt nicht, dass eine Art alles aushält. Es heißt, dass sie dir wenige Arbeitsschritte abverlangt. Vier Merkmale helfen bei der Auswahl.
Direktsaat statt Anzucht. Vorziehen bedeutet, im Haus zu säen, zu vereinzeln und die Pflanzen an die Sonne zu gewöhnen. Tomaten etwa säst du Mitte bis Ende März auf der Fensterbank und stellst sie gewöhnlich erst ab Mitte Mai ins Freie. Radieschen, Möhren und Buschbohnen keimen dagegen dort, wo sie später stehen.
Niedriger Stickstoffbedarf. Feldsalat, Radieschen und Bohnen stehen beim Stickstoffbedarf in der niedrigen Gruppe, Möhren in der mittleren, Tomaten und Kopfkohl in der hohen. Erbsen und Bohnen können als Leguminosen mithilfe von Wurzelbakterien zusätzlich Luftstickstoff binden.
Wenige wiederkehrende Handgriffe. Stabtomaten geizt du während des Wachstums alle 1 bis 2 Wochen aus, Buschtomaten gar nicht. Stangenbohnen klettern 2 bis 3 m hoch und brauchen eine Rankhilfe, Buschbohnen kommen ohne Gerüst aus. Mit der niedrigen Wuchsform sparst du also jeweils einen Arbeitsschritt: bei der Tomate den Schnitt, bei der Bohne das Gerüst.
Passend zu deinem Licht. Als halbschattig gilt zur Orientierung ein Platz mit bis zu etwa 4 Stunden direkter Sonne. Tomaten sind dort wegen ihres hohen Lichtbedarfs ungeeignet. Salate, Spinat, Erbsen, Buschbohnen, Möhren und Rote Bete kommen dagegen auch für lichten Schatten oder Halbschatten infrage. Sie wachsen bei weniger Licht langsamer, sodass sich die Ernte verzögern kann.
Welche Arten säst du direkt ins Beet?
Radieschen
Radieschen säst du allgemein etwa 0,5 bis 1 cm tief. Einzelne Sorten weichen davon ab, deshalb gilt im Zweifel die Angabe auf deiner Saatguttüte. Säst du Mitte März, können die Knollen je nach Witterung Ende April bis Anfang Mai erntereif sein. Ich säe Radieschen als erste Kultur des Jahres, weil ich an ihnen früh sehe, ob Saattiefe und Bodenfeuchte passen. Zwischen zwei Erbsenreihen passt eine Reihe Radieschen als kurzlebige ZwischenkulturEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht..
Möhren
Möhren säst du 1 bis 2 cm tief direkt ins Beet, meist von April bis Juni. Bei geeigneten Bedingungen geht es schon ab März. Die Keimung braucht Geduld, etwa 14 bis 28 Tage. Dieser Zeitraum gilt bei 10 bis 25 °C. Ich markiere jede Reihe mit Stab und Schild, damit ich beim Hacken weiß, wo sie liegt. Im Herbst vertragen Möhren leichte Fröste.
Rote Bete
Rote Bete säst du in Reihen und vereinzelst sie nach dem Auflaufen. Der Grund liegt im Saatgut: Neben monogermen Sorten, bei denen aus jedem Korn ein Keimling entsteht, gibt es Sorten mit mehrsamigen Saatknäueln. Nimm für das erste Jahr eine monogerme Sorte, dann stehen die Keimlinge nicht in Büscheln. Geerntet wird vor dem Frost. Danach hältst du auf der Fläche eine vierjährige Pause gegenüber Roter Bete, Mangold und Spinat ein.
Erbsen
Bei Erbsen hängt das AussaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. vom Typ und von der Sorte ab. Schalerbsen kommen von Anfang März bis Anfang April in die Erde, Markerbsen von Anfang April bis Ende Juni. Zuckererbsen folgen ab Ende April. Frühe Erbsen haben ihren größten Wasserbedarf im Mai und Juni und weichen sommerlicher Trockenheit damit teilweise aus. Wenn du nicht auspalen willst, nimm Zuckererbsen, denn du erntest sie mit der Hülse. Bei Markerbsen nutzt du die jungen Samen. Steck beim Säen gleich Reisig dazu, an dem die Ranken Halt finden.
Merk dir den Platz, denn für Erbsen gilt ein empfohlener Wiederanbauabstand von eher sechs Jahren. Ich zeichne das Erbsenstück deshalb jedes Jahr in meine Beetskizze ein.
Buschbohnen
Buschbohnen säst du erst in warmen Boden: ab etwa 10 °C Bodentemperatur, gewöhnlich ab Mitte Mai. Bedecke die Samen höchstens 2 bis 3 cm mit Erde. Für eine Ernte im September kannst du bis Anfang Juli direkt ins Beet säen. Wasser ist besonders während Blüte und Fruchtbildung wichtig, und in dieser Zeit prüfe ich die Bodenfeuchte mit dem Finger, bevor ich gieße.
Buschbohnen sollen weder auf Buschbohnen noch auf andere Hülsenfrüchtler unmittelbar folgen, und Erbsen sind Hülsenfrüchtler. Ein abgeerntetes Erbsenstück ist also kein Platz für die späte Bohnensaat. In der Küche gilt: Samen und Hülsen isst du nur ausreichend gegart, schonendes Dünsten oder Dämpfen ist keine verlässliche Zubereitung.
Was musst du bei Salat und Rucola beachten?
Salat wächst auch im lichten Schatten und lässt sich in Lücken setzen. Die Samen bedeckst du nur leicht mit Erde und befeuchtest sie vorsichtig mit einer Sprühflasche. Empfindlich ist er bei Stress: Bei Hitze, Trockenheit oder zu enger Pflanzung kann Gartensalat vorzeitig schossen. Halte deshalb die Abstände aus der Tabelle ein und gieße in Trockenphasen. Für Sommersätze greife ich zu einer schossfesten Sorte. ‘Analena’ etwa ist ein hitzebeständiger, schossfester Kopfsalat, als trockenheitstolerant gilt er aber nicht. Die Sortenwahl hilft dir also bei Hitze, das Gießen ersetzt sie nicht.
Schossen heißt, dass der Salat einen Blütentrieb in die Höhe schiebt, statt weiter Blätter zu bilden.
Rucola säst du flach, höchstens 0,5 cm tief. Unter passenden Kulturbedingungen erntest du etwa 1 bis 1,5 Monate nach der Aussaat. Nimm für den schnellen Start die einjährige Gartenrauke, denn die mehrjährige Wilde Rauke wächst langsamer.
Welches Fruchtgemüse passt ins erste Jahr?
Fruchtgemüse braucht Wärme. Vorgezogene Pflanzen kommen nach dem Abhärten erst nach den letzten Nachtfrösten ins Freie, gewöhnlich ab Mitte Mai. Zum Abhärten stellst du sie zunächst schattig nach draußen und holst sie bei Nachttemperaturen unter 10 °C wieder herein.
Zucchini
Zucchini ziehst du etwa vier Wochen vor dem geplanten Auspflanzen vor. Etwa 4 bis 6 Wochen nach der Pflanzung beginnt die erste Ernte. Großzügig geplant belegt eine Pflanze etwa 2 m² Beetfläche. Frühe Ernte und großer Platzbedarf zusammen heißen: Auf einem kleinen Beet planst du eine einzige Pflanze ein und trägst ihre Fläche zuerst in den Plan ein. Längliche Früchte schneidest du üblicherweise bei etwa 20 bis 25 cm Länge. Der Standort soll warm, sonnig und windgeschützt sein, der Boden humos und nährstoffreich.
Schmeckt eine Zucchini bitter, spuck den Bissen aus und entsorge die Frucht. Die giftigen Cucurbitacine werden auch durch Erhitzen nicht zerstört.
Buschtomaten
Tomaten reagieren empfindlich auf Kälte. Setz sie erst, wenn der Boden mindestens 15 °C warm ist. Bleibt es anhaltend unter 12 °C, können die Blüten abfallen. Nimm für das erste Jahr eine Buschtomate, denn sie muss nicht ausgegeizt werden und eignet sich besonders für Gefäße. Gieße direkt im Wurzelbereich, damit die Blätter trocken bleiben. Zur Vorbeugung gegen Kraut- und BraunfäuleDie Kraut- und Braunfäule, kurz Braunfäule oder Krautfäule, ist eine Pilzkrankheit vor allem an Tomaten und Kartoffeln, ausgelöst durch Phytophthora infestans. Sie verursacht braune Flecken an Blättern, Stängeln und Früchten. stehen Tomaten möglichst weit von Kartoffeln entfernt und unter einem Regendach.
Freilandgurken
Freilandgurken säst du gewöhnlich ab Mitte Mai direkt ins Beet, sobald der Boden mindestens 12 °C hat. Die Samen kommen etwa 3 cm tief in die Erde. Zieh die Pflanzen an einem Rankgitter, dann trocknen sie nach Nässe schneller ab und lassen sich leichter ernten.
Paprika und Auberginen brauchen mehr Wärme und Vorlauf, heb sie dir für das zweite Jahr auf. Wie du die einzelnen Fruchtgemüse im Hausgarten anbaust, zeigt der Ratgeber zum Fruchtgemüse.
Welche Kräuter eignen sich für den Anfang?
Kräuter brauchen wenig Fläche und passen an den Beetrand oder in den Topf. Petersilie säst du 1,5 cm tief an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit lockerem, humus- und nährstoffreichem, gut entwässertem Boden. Dill kannst du ab April direkt ins Beet säen und mit etwas Erde bedecken. Basilikum braucht mehr Wärme: Du ziehst es ab Mitte April in Saatschalen vor und pflanzt es erst ab Mitte Mai aus, wenn kein Nachtfrost mehr droht. Für lichtärmere Plätze eignen sich Petersilie, Schnittlauch, Dill und Minze. Im Topf brauchen Kräuter Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser abläuft. Sobald Petersilie blüht, verwendest du sie nicht mehr in der Küche.
Wie gelingt der Start in den Gemüseanbau?
Günstige Ausgangsbedingungen für ein vielfältiges Gemüsebeet sind ein sonniger Platz und humusreicher, sandiger Lehmboden. Sieht dein Garten anders aus, wählst du die Arten nach dem Platz aus und nicht umgekehrt. Ob der Boden Kompost oder Dünger braucht, zeigt dir eine Bodenuntersuchung mit Düngeempfehlung. Wie du einen Gemüsegarten Schritt für Schritt planst, anlegst und pflegst, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Zeichne dein Beet auf, bevor du säst. Der Beetplan hält fest, welche Gemüseart wann auf welcher Fläche steht, einschließlich Vor- und Nachkulturen. Dafür kannst du dein erstes Beet im Beetplaner einteilen.
Termine und Abstände. Aussaattermine sind Zeitfenster und keine Stichtage, denn sie verschieben sich mit der Witterung. Zu jedem Abstand gehören drei Angaben: der Abstand in der Reihe, der Reihenabstand und die Wuchsform. Wie du Aussaat, Pflanzung und Abstände über das Gartenjahr planst, erklären die Grundlagen zur Gartenplanung.
Die ganze Saison. Ein Beet wird im Jahr oft mehrfach belegt, deshalb lohnt der Blick auf die ganze Saison. Auch im Sommer kannst du noch einsteigen: Spinat und Feldsalat lassen sich für die Herbstkultur von Anfang August bis Mitte September direkt säen. Den vollständigen Saisonplan findest du ebenfalls in den Grundlagen.
Pflege. Die Pflege besteht im ersten Jahr vor allem aus Hacken, Gießen und Hinschauen. Wenn du flach hackst, entfernst du junge Unkräuter und verminderst Wasserverluste. Wie du Unkraut schon vor der Aussaat vorbeugst und Triebe lenkst, steht dort im Abschnitt zur Pflege.
Gießen. Gieße direkt im Wurzelbereich, damit die Blätter trocken bleiben. Prüfe vorher die Bodenfeuchte, denn Welke kann durch Trockenheit ebenso entstehen wie durch Staunässe.
Ich stecke vor dem Gießen den Finger in die Erde. Bei torffreier Erde im Topf kann die Oberfläche schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist.
Pflanzenfamilien. Merk dir zu jeder Art die Pflanzenfamilie, denn sie ordnet später deinen Beetplan. Radieschen gehören zu den Kreuzblütlern, Erbsen und Bohnen zu den Hülsenfrüchtlern, Rote Bete ist eine Kulturform derselben Art wie Mangold. Arten derselben Familie folgen nicht unmittelbar aufeinander, mehr dazu steht in den Grundlagen bei den Pflanzenfamilien.
Nachbarn im Beet. Mischkultur hilft dir im ersten Jahr vor allem beim Platz, weil kurzlebige Zwischenkulturen geerntet sind, bevor die HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant. groß wird. Dass einzelne Nachbarschaften pauschal schützen oder fördern, ist häufig nicht ausreichend belegt. Wenn du kombinieren willst, kannst du nachschlagen, welche Kulturen als Beetnachbarn infrage kommen.
Möhren und Zwiebeln halten sich gegenseitig die Fliegen fern? Eine verlässliche Abwehr gegen Möhren- oder ZwiebelfliegeDie Zwiebelfliege ist ein der Stubenfliege ähnlicher Schädling, dessen weißliche Maden den Blattgrund junger Zwiebelpflanzen zerstören. Befallene Pflanzen welken, färben sich gelblich-grau und lassen sich leicht herausziehen. bietet diese Nachbarschaft nicht. Wegen unterschiedlicher Wasser- und Nährstoffansprüche ist das Paar auch kein allgemeines Vorbild für Mischkultur.
Typische Fehler. Viele Anfängerfehler haben mit Übereifer zu tun: zu viele Arten, zu enge Reihen, Gießen ohne Blick in den Boden. Wie du typische Fehler im Gemüsebeet erkennst und behebst, zeigt ein eigener Ratgeber. Planungshilfen, die solchen Fehlern vorbeugen, stehen in den Grundlagen zur Gartenplanung.
Wie sieht ein erstes Beet aus?
Mein Vorschlag für das erste Jahr: zwei Reihen Erbsen mit einer Reihe Radieschen dazwischen, daneben Möhren und Rote Bete. Buschbohnen kommen gewöhnlich ab Mitte Mai auf ein eigenes Stück, eine Zucchini an den Rand. Salat setzt du in die Lücken und erntest ihn, bevor er die Nachbarn bedrängt. Das sind sieben Arten, und nur die Zucchini ziehst du vor.
Ich notiere das Kaufjahr auf jeder Saatguttüte und halte im Gartentagebuch fest, welche Sorten gut keimen, sich zügig entwickeln und geschmacklich überzeugen. Aus diesen Notizen stellst du im Winter die Liste für dein zweites Jahr zusammen.

