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Axtpflege: Klinge reinigen, schärfen und den Axtstiel ölen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 5 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Nach der Arbeit trockene Erde abbürsten, festen Schmutz mit Wasser und Bürste lösen, Kopf und Stiel trockenreiben.
  • Beim Säubern gleich prüfen: Sitzt der Kopf fest, zeigt der Stiel Risse, ist die Schneide stumpf?
  • Rost mit der Metallbürste entfernen und den Stahl mit einem Öl- oder Fettfilm gegen Korrosion schützen.
  • Einen spröden Axtstiel in Faserrichtung glattschleifen und mit Holzpflegemittel einölen.
  • Mit Leinöl getränkte Lappen können sich selbst entzünden: mit Wasser befeuchtet in einem geschlossenen Metallbehälter aufbewahren.
  • Die Axt trocken lagern, die Schneide im Schutz.

Ich pflege meine Axt direkt nach der Arbeit, solange sie noch am Hackklotz liegt. Dann ist der Schmutz nicht angetrocknet, und ich habe das Werkzeug ohnehin in der Hand. Für eine lange Lebensdauer braucht der Stahl Schutz vor Rost, und der Holzstiel braucht Pflege, sobald seine Oberfläche spröde wird. Den Lappen, mit dem du den Stiel einölst, legst du danach nicht zusammengeknüllt auf die Werkbank: Mit Leinöl getränkte Tücher können sich selbst entzünden.

Was zur Axtpflege gehört

Zur Axtpflege gehören Reinigen, Prüfen, Schärfen, Ölen und ein trockener Platz. Welcher Schritt gerade fällig ist, zeigt dir die Axt selbst.

Bauteil Was du tust Woran du erkennst, dass es nötig ist
Axtkopf Erde abbürsten, Schmutz abwaschen, trockenreiben, einölen oder einfetten Erde, Feuchtigkeit, erste Rostflecken
Schneide gegen das Licht prüfen, nachschärfen stumpfe Stellen glänzen hell
Holzstiel auf Risse prüfen, glattschleifen, mit Holzpflegemittel einölen Oberfläche wirkt spröde oder rau
Sitz von Kopf und Stiel auf festen Sitz prüfen Kopf bewegt sich gegen den Stiel

Die Grundregeln teilt die Axt mit jedem Handwerkzeug: vor der Verwendung auf sichtbare Schäden prüfen, nach der Arbeit reinigen und Mängel vor dem nächsten Einsatz beheben. Was für Scheren, Spaten und Akkugeräte dazukommt, findest du im Überblick, wie du Gartenwerkzeug pflegst, reparierst und lagerst.

Axt nach der Arbeit reinigen

Trockene Erde und Späne bürstest du ab. Fest haftenden Schmutz löst du mit Wasser und Bürste, danach reibst du Kopf und Stiel trocken. Ich wische dabei nur die verschmutzten Stellen feucht ab und stelle die Axt nicht in den Wassereimer, damit der Stiel trocken bleibt.

Kopf, Stiel und Schneide prüfen

Beim Säubern prüfst du gleich mit. Sitzt der Kopf fest auf dem Stiel? Zeigt der Stiel Risse oder Splitter? Ist die Schneide stumpf geworden? Ich fasse dafür den Stiel direkt unter dem Kopf und versuche, den Kopf gegen den Stiel zu bewegen.

Du hast die Axt beim Reinigen ohnehin in der Hand, und ein Mangel soll vor dem nächsten Einsatz behoben sein. Deshalb gehört die Kontrolle ans Säubern und nicht an den Morgen des nächsten Holztags. Vor dem Einsatz schaust du trotzdem noch einmal auf sichtbare Schäden und darauf, ob alles einwandfrei funktioniert.

Häufiger Fehler

Mit lockerem Kopf oder angerissenem Stiel „nur noch schnell“ weiterhacken. Ein Mangel wird vor dem nächsten Einsatz behoben. Lässt er sich nicht beheben, wird der Stiel oder die Axt ersetzt.

Rost entfernen und die Klinge ölen

Rostflecken am Axtkopf entfernst du mechanisch mit einer Metallbürste, am besten vor dem Einlagern. Danach braucht der Stahl einen Öl- oder Fettfilm, der ihn gegen weitere Korrosion schützt. Ich reibe den ganzen Kopf mit einem geölten Lappen ab, auch die Schneide und den Übergang zum Stiel. Mit einem trockenen Tuch wische ich nach, bis nichts mehr tropft und sich in den Kanten kein Öl sammelt.

Die Axt schärfen

Ich prüfe die Schärfe mit Licht statt mit dem Finger. Dafür halte ich die Schneide unter eine Lampe und schaue von vorn auf die Kante. Stumpfe Stellen glänzen als heller Streifen, eine scharfe Kante wirft kaum Licht zurück. Ich schärfe nach Zustand, also dann, wenn diese Probe stumpfe Stellen zeigt.

Vor dem Schärfen reinigst du die Klinge und spannst den Kopf fest ein, damit nichts verrutscht. Trag dabei Handschuhe und nimm eine Feile mit Heft. Folge dem Winkel der vorhandenen Fase, statt einen neuen anzuschleifen. Die Feile schneidet nur auf dem Vorschub, deshalb führst du sie mit gleichmäßigem Druck über die Fase und hebst sie auf dem Rückweg ab. Bearbeite beide Seiten gleich, damit die Schneide mittig bleibt.

Kurz erklärt

Die Fase ist die angeschliffene Fläche, die zur Schneide hin zuläuft. Beim Nachschärfen arbeitest du auf dieser Fläche und behältst ihren Winkel bei.

Zum Abziehen nehme ich einen Schleifstein mit grober und feiner Seite und arbeite mit kleinen kreisenden Bewegungen über die Fase. An der Kante entsteht dabei ein feiner Grat. Den ziehe ich auf der feinen Seite ab, indem ich beide Seiten abwechselnd bearbeite. Danach wischst du den Schleifstaub ab und ölst die Klinge ein.

Axtstiel ölen: so pflegst du den Holzstiel

Ein Holzstiel braucht Öl, wenn seine Oberfläche spröde und rau wird. Prüf ihn vorher auf Schäden. Ein Stiel mit Rissen wird nicht eingeölt und weiterbenutzt, sondern vor dem nächsten Einsatz instand gesetzt oder ersetzt.

Glattschleifen

Raue und spröde Stellen schleifst du glatt, immer in Faserrichtung und von grober zu feiner Körnung. Ich stecke die Schneide vorher in ihren Schutz, damit ich beim Schleifen nicht an die Kante komme. Den Schleifstaub wischst du ab, bevor das Öl aufs Holz kommt.

Öl auftragen und abwischen

Ich nehme für den Stiel Leinöl und reibe es mit einem Lappen in Faserrichtung ein. Wo das Holz das Öl schnell aufnimmt, gibst du nach. Was nach dem Einziehen noch glänzend auf der Oberfläche steht, wischst du mit einem sauberen Tuch ab. Die Axt nehme ich erst wieder in Gebrauch, wenn sich der Stiel trocken und nicht mehr klebrig anfühlt, damit der Griff nicht schmiert.

Achtung

Mit Leinöl getränkte Lappen können sich selbst entzünden. Leg sie nach der Arbeit mit Wasser befeuchtet in einen nichtbrennbaren Behälter, den du luftdicht verschließt, zum Beispiel eine Metalldose mit Deckel. Dort bleiben sie, bis du sie weiterverwendest.

Axt richtig lagern

Die Axt kommt sauber, trocken und mit eingeöltem Kopf an ihren Platz. Trocken gehaltenes Holz ist gegen Pilzbefall geschützt, deshalb lagerst du sie in einem trockenen Raum und nicht im Regen. Vor einer längeren Pause bürstest du Rost ab und ölst den Kopf frisch ein. Erst bürsten, dann ölen: So liegt der Film auf dem Stahl und nicht auf losem Rost.

Ich hänge meine Axt im Schuppen an einen Haken, die Schneide steckt im Schutz. Die Hülle kommt erst darüber, wenn Kopf und Hülle trocken sind. Mit freier Schneide lehnt bei mir keine Axt an der Wand, weil dort jemand dagegenstoßen oder sie umwerfen kann.

Sicherheit bei der Pflege

Beim Schärfen und Schleifen arbeitest du mit Handschuhen, festen Schuhen und sicherem Stand, und der Axtkopf liegt fest eingespannt. Welche Schutzausrüstung und Vorsichtsmaßnahmen bei der Arbeit mit der Axt dazugehören, vom Transport bis zur Ersten Hilfe, liest du im Ratgeber dazu, wie du sicher mit der Axt umgehst. Bei einer schweren Verletzung wählst du sofort den Notruf 112.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man eine Axt pflegen und reinigen?
Reinige deine Axt nach Abschluss jeder Arbeit: trockene Erde abbürsten, festen Schmutz mit Wasser und Bürste lösen, Kopf und Stiel trockenreiben. Vor jeder Verwendung prüfst du sie auf sichtbare Schäden und darauf, ob sie einwandfrei funktioniert. Schärfen und Ölen richten sich nach dem Zustand: wenn die Schneide stumpfe Stellen zeigt, Rost ansetzt oder der Holzstiel spröde wird.
Welche Hilfsmittel benötigt man für die Axtpflege?
Zum Reinigen brauchst du eine Bürste, Wasser und ein trockenes Tuch, gegen Rost eine Metallbürste und Öl oder Fett für die Klinge. Zum Schärfen dienen eine Feile mit Heft und ein Schleifstein. Für den Holzstiel nimmst du Schleifpapier und ein Holzpflegemittel. Arbeitest du mit Leinöl, stellst du einen nichtbrennbaren, verschließbaren Behälter für die Lappen bereit, weil sich getränkte Lappen selbst entzünden können.
Welche Schritte sind beim Ölen des Axtstiels zu beachten?
Prüf den Stiel zuerst auf Risse und Schäden, denn ein beschädigter Stiel wird vor dem nächsten Einsatz instand gesetzt oder ersetzt. Eine spröde, raue Oberfläche schleifst du in Faserrichtung glatt und ölst sie anschließend mit einem Holzpflegemittel ein. Was nicht einzieht, wischst du ab. Mit Leinöl getränkte Lappen können sich selbst entzünden, deshalb bewahrst du sie mit Wasser befeuchtet in einem geschlossenen Metallbehälter auf.
Wie lagert man eine Axt richtig?
Lagere die Axt sauber und an einem trockenen Ort, denn trocken gehaltenes Holz ist gegen Pilzbefall geschützt. Vor dem Einlagern bürstest du Rost mit einer Metallbürste ab und gibst dem Stahl einen Öl- oder Fettfilm gegen weitere Korrosion. Die Schneide steckt in einem trockenen Schutz, und die Axt hängt so, dass niemand dagegenstoßen kann.
Warum ist regelmäßige Axtpflege wichtig für die Sicherheit?
Bei der Pflege fällt auf, ob der Kopf locker sitzt, der Stiel Risse zeigt oder die Schneide stumpf ist. Solche Mängel behebst du vor dem nächsten Einsatz, sonst tauschst du Stiel oder Axt aus. Eine Garantie gegen Unfälle ist Pflege nicht: Handschuhe, feste Schuhe und ein sicherer Stand gehören bei der Arbeit mit der Axt immer dazu.
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