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Blumenkellen: Welche Art zu deinem Garten und deiner Hand passt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 6 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die klassische Blumenkelle mit breiter, leicht gewölbter Schaufel deckt die meisten Arbeiten in Beet und Kübel ab.
  • Schmale, spitze Kellen arbeiten zwischen eng stehenden Pflanzen, in kleinen Töpfen und im Steingarten.
  • Zwiebelpflanzer und Kellen mit Tiefenmarkierung helfen beim Setzen in gleichmäßiger Tiefe.
  • Der Griff soll zu Handgröße und Arbeitshand passen, sicher greifbar sein und das Handgelenk gerade halten.
  • Für schweren, steinigen Boden ist die Schlaghacke gebaut, zum Lockern in der Tiefe der Sauzahn.
  • Vor dem Kauf prüfen: fester Sitz von Klinge und Griff, griffige Oberfläche, Ersatzteile und Reparierbarkeit.

Eine Kelle, die nicht zu deiner Hand passt, macht jedes Pflanzloch mühsamer. Der Griff rutscht in der feuchten Hand, das Handgelenk knickt beim Stechen ab, die Klinge ist zu breit für die Lücke zwischen den Stauden. Ich halte deshalb zwei Kellen griffbereit: eine breite fürs Beet und eine schmale für Töpfe und enge Lücken. Die Form der Klinge richtet sich nach deinem Garten, der Griff nach deiner Hand.

Kurz erklärt

Blumenkelle, Pflanzkelle, Gartenkelle und Handkelle meinen im Handel meist dasselbe Werkzeug. Es ist eine kleine Schaufel mit gewölbter Klinge und kurzem Griff, mit der du Pflanzlöcher aushebst, Pflanzen umsetzt und die Erde in Beet und Topf lockerst.

Welche Arten von Blumenkellen gibt es?

Die Arten unterscheiden sich vor allem in Breite und Form der Klinge und in der Länge des Griffs. Welche du brauchst, hängt davon ab, wo du pflanzt und wie eng es dort zugeht.

Klassische Blumenkelle

Die klassische Blumenkelle hat eine breite, leicht gewölbte Schaufel und einen kurzen Griff. Du hebst damit Pflanzlöcher für Setzlinge und Stauden aus, setzt Pflanzen um und lockerst die Erde. Die Wölbung hält die Erde auf der Klinge, während du sie umsetzt. Für allgemeine Arbeiten in Beet und Kübel deckt diese Form das meiste ab.

Schmale, spitze Kelle

Die schmale Kelle läuft spitz zu und passt dadurch zwischen eng stehende Pflanzen. Im Handel heißt sie oft Sukkulentenkelle, denn sie ist für dicht gepflanzte Sukkulenten und kleine Töpfe gedacht. Du setzt damit kleine Pflanzen in enge Lücken, ohne die Nachbarn mit auszuheben. Auch im Steingarten kommst du mit ihr zwischen die Steine.

Kelle mit Tiefenmarkierung

Manche Kellen tragen Markierungen auf dem Blatt, an denen du die Pflanztiefe ablesen kannst. Als Kräuterkelle haben sie oft einen längeren, schmaleren Kopf für tiefere Löcher. Das hilft dir, wenn du viele Pflanzen in gleicher Tiefe setzen willst.

Zwiebelpflanzer

Der Zwiebelpflanzer ist eine Sonderform der Kelle mit langer, schmaler Klinge. Er ist für das Setzen von Blumenzwiebeln gebaut, etwa für Tulpen und Narzissen im Herbst. Wenn du größere Zwiebelflächen anlegst, lohnt er sich neben der klassischen Kelle.

Kelle mit langem oder wechselbarem Stiel

Ein längerer Griff lässt dich aufrechter arbeiten und reicht tiefer ins Hochbeet. Bei feiner Arbeit in Töpfen ist er hinderlich, weil du die Klinge weiter von der Hand entfernt führst. Auswechselbare oder verstellbare Stiele können den Einsatzbereich eines Geräts erweitern und Platz bei der Aufbewahrung sparen.

Der Griff: So passt die Kelle zu deiner Hand

Ein Werkzeuggriff soll zu deiner Handgröße und zu deiner Arbeitshand passen. Er soll sicher in der Hand liegen und beim Arbeiten ein gerades Handgelenk erlauben. Diese Punkte prüfst du, solange die Kelle noch im Laden liegt.

Handgröße

Umfasse den Griff so, wie du beim Pflanzen zufasst. Deine Finger sollen ihn sicher umschließen, ohne dass du nachgreifen musst. Ist der Griff zu dick oder zu dünn, musst du fester zupacken, um ihn zu halten. Griffe mit Fingerrillen passen nur dann, wenn die Rillen dort liegen, wo deine Finger liegen.

Arbeitshand

Wenn du mit links arbeitest, schau genau auf Daumenauflage und Griffform. Sitzt die Auflage nur auf einer Seite, ist der Griff für eine bestimmte Hand geformt. Ein gerader, gleichmäßig runder Griff liegt in beiden Händen gleich.

Gerades Handgelenk

Mach die Stechbewegung trocken nach und schau dabei auf dein Handgelenk. Bleibt es gerade, während die Klinge nach unten zeigt, passt der Winkel zwischen Griff und Klinge zu deiner Haltung. Knickt es ab, probier ein anderes Modell.

Marias Erfahrung

Ich teste eine neue Kelle mit der Hand, mit der ich auch im Beet arbeite: zufassen, einstechen, ausheben. Dabei achte ich darauf, ob mein Handgelenk gerade bleibt und ob ich nachgreifen muss. Passt eins davon nicht, lege ich die Kelle zurück ins Regal.

Griffige Oberfläche

Sicher greifbar heißt auch, dass der Griff hält, wenn deine Hände feucht und erdig sind. Viele Kellen haben dafür einen Überzug aus Gummi oder Kunststoff, der auch bei Nässe Halt gibt. Fahr mit der Hand über den Griff und prüf, ob die Oberfläche griffig ist.

Tipp

Bei bodennaher Arbeit entlasten regelmäßige Positionswechsel und ein Kniepolster deine Knie. Ich knie beim Zwiebelsetzen auf einem Polster und wechsle zwischendurch die Seite.

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Welche Kelle passt zu deinem Garten?

Die passende Form ergibt sich aus dem Ort, an dem du arbeitest, und aus deinem Boden. Die Tabelle ordnet die Arten den typischen Gartensituationen zu.

Wo du arbeitest Passende Kelle Worauf du achtest
Balkon, Kübel, kleine Töpfe schmale Kelle mit kurzem Griff Klinge passt in den Topf, ohne den Rand zu streifen
Gemüse- und Blumenbeet klassische Blumenkelle breite, leicht gewölbte Schaufel, fest sitzender Griff
Staudenbeet schmale, spitze Kelle Arbeit gezielt zwischen den Pflanzen
Hochbeet Kelle mit längerem Griff reicht in die Tiefe, ohne dass du dich weit vorbeugst
Steingarten schmale, spitze, stabile Kelle kommt zwischen die Steine
Zwiebelbeet Zwiebelpflanzer oder Kelle mit Tiefenmarkierung gleichmäßige Pflanztiefe

Boden

Schwere, lehmige Böden verlangen eine breitere, stabile Kelle, deren Griff fest mit der Klinge verbunden ist. In lockerer Erde und in Topfsubstrat kommst du auch mit einer leichten Kelle gut zurecht.

Staudenbeet

In Staudenpflanzungen ziehst du Unkraut gezielt oder stichst es aus, weil flächiges Hacken die Entwicklung der Stauden und den Flächenschluss stört. Wenn du viel zwischen Stauden arbeitest, gehört deshalb eine schmale Kelle in deine Ausstattung, die zwischen die Pflanzen passt.

Vor dem Kauf

Mini-Checkliste

Das prüfst du, bevor du eine Kelle mitnimmst:

  • Griff umfassen: Passt er zu deiner Handgröße und deiner Arbeitshand?
  • Stechbewegung trocken nachmachen: Bleibt das Handgelenk gerade?
  • Griffoberfläche: Hält sie auch mit feuchter Hand?
  • Klinge und Griff: Sitzen sie fest und ohne Spiel?
  • Verarbeitung: Sind Griff und Klingenrand sauber, ohne Grate?
  • Reparierbarkeit: Gibt es Ersatzteile, und lässt sich die Kelle instand setzen?

Wie Material, Haltbarkeit und Entsorgung bei der Wahl zusammenhängen, vertieft der Ratgeber zu umweltfreundlich hergestellten Blumenkellen.

Wann ein anderes Werkzeug besser passt

Eine Kelle hebt Erde punktuell aus und bewegt sie. Für andere Arbeiten im Beet gibt es Werkzeuge, die dafür gebaut sind:

  • Handgrubber: Er dient der feinen Bodenbearbeitung und Beetvorbereitung. Wie tief er arbeitet, hängt von der Zinkenlänge und deinem Druck ab.
  • Sauzahn: Sein sichelförmiger Zinken lockert den Boden schonend in der Tiefe und arbeitet zwischen Gemüsereihen.
  • Schlaghacke: Sie ist für schwere, steinige oder trockene Böden vorgesehen, die Ziehhacke dagegen für leichte, unverkrustete Böden.
  • Gartenrechen: Er ebnet lockere Erde, Kies und Sand ein und bereitet Saatflächen vor.
  • Unkrautstecher: Beim Greif-Unkrautstecher ziehen sich die Stechdorne beim Aushebeln zusammen und umfassen den Wurzelstock. Wurzelunkräuter holst du vollständig heraus, weil zurückbleibende Wurzelstücke erneut austreiben können.
Häufiger Fehler

Die Kelle soll auch verdichteten oder steinigen Boden aufbrechen. Handwerkzeuge setzt du aber nur für ihren vorgesehenen Zweck und den Kraftaufwand ein, für den sie gebaut sind. Für steinigen Boden nimmst du die Schlaghacke, und die Kelle kommt danach fürs Pflanzloch.

Material, Pflege und Arbeitstechnik in Kürze

Material: Edelstahl bekommt seinen Rostschutz von einer Passivschicht, kann an Schwachstellen dieser Schicht aber trotzdem korrodieren. Aluminium ist leicht, weil es eine geringe Dichte hat, und dazu sehr korrosionsbeständig. Welches Material zu deinem Boden passt, vergleicht der Ratgeber dazu, welches Material für deine Blumenkelle taugt.

Pflege: Trockene Erde bürstest du nach der Arbeit ab, festen Schmutz entfernst du mit Wasser und Bürste und reibst die Kelle danach trocken. Rostanfällige Klingen schützt du durch Einölen oder Einfetten, spröde Holzgriffe schleifst du glatt und behandelst sie mit Holzpflegemittel. Wie du Werkzeug pflegst, reparierst und lagerst, fasst der Überblick zur Gartentechnik zusammen.

Arbeitstechnik: Zu nassen Boden bearbeitest du nicht, weil dabei neue Verdichtungen entstehen können. Gemüsesetzlinge gießt du nach dem Pflanzen mit feinem Strahl an, damit der Ballen Kontakt zum umgebenden Boden bekommt. Wie du die Kelle beim Pflanzen, Lockern und Unkrautstechen führst, zeigt der Ratgeber dazu, wie du richtig mit der Blumenkelle arbeitest.

Häufige Fragen

Was ist eine Blumenkelle und wofür brauche ich sie?
Eine Blumenkelle ist eine kleine Schaufel mit gewölbter Klinge und kurzem Griff, im Handel auch Pflanzkelle oder Gartenkelle genannt. Du hebst damit Pflanzlöcher für Setzlinge, Stauden und Blumenzwiebeln aus, setzt Pflanzen um und lockerst die Erde in Beet und Topf. Weil sie klein ist, kommst du damit auch zwischen eng stehende Pflanzen.
Welche Arten von Blumenkellen gibt es?
Die klassische Blumenkelle hat eine breite, leicht gewölbte Schaufel und einen kurzen Griff und deckt die meisten Arbeiten in Beet und Kübel ab. Schmale, spitze Kellen, oft als Sukkulentenkelle angeboten, arbeiten zwischen eng stehenden Pflanzen und in kleinen Töpfen. Kellen mit Tiefenmarkierung und Zwiebelpflanzer mit langer, schmaler Klinge helfen beim Setzen in gleichmäßiger Tiefe. Modelle mit längerem Griff erlauben aufrechteres Arbeiten, etwa am Hochbeet.
Worauf kommt es beim Griff einer Pflanzkelle an?
Der Griff soll zu deiner Handgröße und deiner Arbeitshand passen, sicher in der Hand liegen und beim Stechen ein gerades Handgelenk erlauben. Ein Überzug aus Gummi oder Kunststoff gibt auch mit feuchten, erdigen Händen Halt. Prüfe das vor dem Kauf, indem du den Griff umfasst und die Stechbewegung trocken nachmachst.
Wie unterscheidet sich eine Sukkulentenkelle von einer normalen Gartenkelle?
Die Sukkulentenkelle hat eine schmalere, spitzere Klinge als die klassische Blumenkelle mit ihrer breiten Schaufel. Damit setzt du kleine Pflanzen in enge Lücken und arbeitest in kleinen Töpfen, ohne die Nachbarpflanzen mit auszuheben. Für größere Pflanzlöcher im Beet ist die breite Form praktischer, weil sie mehr Erde je Arbeitsgang bewegt.
Welche Kelle eignet sich für Hochbeet und Steingarten?
Im Hochbeet hilft eine Kelle mit längerem Griff, weil du damit tiefer ins Beet reichst und aufrechter arbeitest. Im Steingarten passt eine schmale, spitze und stabile Kelle, die zwischen die Steine kommt. Zum Hebeln an Steinen ist keine Kelle gebaut, denn Handwerkzeuge setzt du nur für ihren vorgesehenen Zweck ein.
Sind teure Gartenkellen automatisch besser als günstige?
Nein, der Preis allein sagt wenig darüber, ob eine Kelle zu dir passt. Entscheidend ist, dass Klinge und Griff fest verbunden sind, die Verarbeitung sauber ist und der Griff zu deiner Hand passt. Prüfe außerdem, ob es Ersatzteile gibt und ob sich die Kelle instand setzen lässt.
Worin unterscheidet sich eine Pflanzkelle von Rechen und Gartenschere?
Mit der Pflanzkelle hebst du Erde punktuell aus und bewegst sie, etwa für ein Pflanzloch. Mit dem Gartenrechen ebnest du lockere Erde, Kies und Sand ein und bereitest Saatflächen vor. Die Gartenschere schneidet dünnere Zweige und bewegt keine Erde. Im Beet ergänzen sich die drei Werkzeuge, statt sich zu ersetzen.
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