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Botanische Tulpen und Gartentulpen: Unterschiede und welche du wann wählst

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Botanische Tulpen sind die Wildarten, aus denen durch Kreuzung und Auslese die Gartentulpen hervorgingen.
  • Viele Wildtulpen bleiben mit etwa 10 bis 30 cm niedrig und passen in den Beetvordergrund.
  • Wildtulpen brauchen Sonne und einen durchlässigen, im Sommer trockenen Boden, damit ihre Zwiebeln ausreifen.
  • Gartentulpen lassen sich staffeln: Einfache frühe Sorten blühen überwiegend im April, einfache späte als Richtwert bis Anfang Juni.
  • Lilienblütige Tulpen, Darwin-Hybriden und Fosteriana-Tulpen gelten als relativ langlebige Gartentulpen.
  • Pflanzzeit für beide Gruppen ist der Herbst, von Ende September bis Mitte November.
Eine Kaufmanns Tulpe (Tulipa kaufmanniana) mit geöffneten, weiß-gelben Blütenblättern und sichtbaren
Foto: Nennieinszweidrei · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wildtulpe oder Gartentulpe: Die Wahl entscheidet sich weniger an der Blütenfarbe als am Sommer in deinem Beet. Wildtulpen sollen bleiben und sich ausbreiten, dafür brauchen ihre Zwiebeln sommerliche Trockenheit. Gartentulpen bringen viele Blütenformen und bei den späten Sorten deutlich mehr Höhe. Wo der Boden im Sommer feucht bleibt, holst du sie nach der Blüte aus der Erde. Ich schaue deshalb vor jedem Zwiebelkauf nach, welche Stellen ich im Sommer gieße und welche trocken bleiben.

Was sind botanische Tulpen und was sind Gartentulpen?

Botanische Tulpen heißen auch Wildtulpen. Gemeint sind die Tulpenarten selbst, etwa Tulipa tarda, Tulipa turkestanica oder die Wilde Tulpe Tulipa sylvestris. Aus solchen Arten gingen durch Kreuzung und Auslese die Gartentulpen hervor. Sie sind in Klassen eingeteilt, deren Namen oft schon Blütezeit oder Blütenform nennen: einfache frühe Tulpen, Triumph-Tulpen, Darwin-Hybriden, lilienblütige oder gefranste Tulpen.

Kurz erklärt

Bei einer Kreuzung werden die Erbanlagen der Eltern neu kombiniert. Aus den Nachkommen wählen Züchter danach gezielt die Pflanzen mit den gewünschten Eigenschaften aus. Erhalten bleibt eine solche Auslese durch vegetative Vermehrung, denn sie liefert Nachkommen, die genetisch mit der Ausgangspflanze identisch sind.

Worin unterscheiden sich botanische Tulpen und Gartentulpen?

Die Tabelle stellt die Merkmale nebeneinander. Die Werte gelten für die genannten Arten, Sorten und Klassen, nicht für jede Tulpe der Gruppe.

Merkmal Botanische Tulpen (Wildtulpen) Gartentulpen
Entstehung botanische Tulpenarten aus Wildtulpen durch Kreuzung und Auslese
Wuchshöhe viele etwa 10–30 cm, Tulipa sylvestris etwa 20–40 cm einfache späte Tulpen etwa 50–70 cm, ‘Queensland’ etwa 30 cm
Blütezeit Tulipa turkestanica je nach Quelle Februar bis April, Tulipa linifolia und Weinbergtulpe April und Mai einfache frühe überwiegend April, Triumph-Tulpen etwa April und Mai, einfache späte etwa Mai bis Anfang Juni
Blüten Tulipa tarda ungefüllt, Tulipa turkestanica mit mehreren weiß-gelben Blüten einfach, gefüllt, gefranst, lilienblütig, Papageien- und Viridiflora-Formen
Standort sonnig, sandig-humos, durchlässig, im Sommer trocken sonnig, locker, durchlässig, humos
Verblühtes zur Selbstaussaat einige Fruchtstände stehen lassen verblühte Köpfe entfernen
Verwendung Beetvordergrund, sonniger Steingarten, Verwildern Beet und Staudenbeet, Gefäße, Vase

Wie hoch werden Wildtulpen und Gartentulpen?

Viele Wildtulpen bleiben mit etwa 10 bis 30 cm niedrig. Damit gehören sie in den Beetvordergrund, und sie eignen sich zum Verwildern. Die Wilde Tulpe Tulipa sylvestris wird etwa 20 bis 40 cm hoch. Einfache späte Gartentulpen erreichen als Richtwert etwa 50 bis 70 cm. Die purpurschwarze ‘Queen of Night’ aus dieser Klasse wird bis etwa 60 cm hoch.

Es gibt aber auch niedrige Gartentulpen: Die gefüllte und gefranste ‘Queensland’ bleibt bei etwa 30 cm. Über alle Tulpen reicht die Spanne von 15 bis 80 cm. Weil ‘Queensland’ im Höhenbereich vieler Wildtulpen bleibt, verrät die Höhe allein nicht, zu welcher Gruppe eine Tulpe gehört.

Wann blühen Wildtulpen, wann Gartentulpen?

Tulipa turkestanica bildet mehrere weiß-gelbe Blüten, ihr Blühfenster liegt je nach Quelle zwischen Februar und April. Tulipa linifolia blüht im April und Mai rot. Für die Weinbergtulpe kannst du ebenfalls April und Mai einplanen.

Bei den Gartentulpen blühen die einfachen frühen Tulpen überwiegend im April. Dazu zählen Sorten wie ‘Apricot Beauty’, ‘Flair’ und ‘Purple Prince’. Triumph-Tulpen folgen als Richtwert im April und Mai. Einfache späte Tulpen schließen als Richtwert etwa von Mai bis Anfang Juni an. Auch die Viridiflora-Tulpen mit ihren teilweise grün gezeichneten Blütenblättern gehören zu den spät blühenden Tulpen.

Kombinierst du Zwiebelpflanzen mit unterschiedlichen Blühterminen, verlängerst du die Blütezeit auf kleiner Fläche. So kann die Tulpenzeit mit einer frühen Wildtulpe beginnen und mit einer einfachen späten Gartentulpe Anfang Juni enden. Ausgetriebene Tulpen im Freiland verlieren durch den Austrieb allein ihre Frostverträglichkeit nicht. Offene Blüten kann starker Frost aber schädigen.

Welche Blütenformen gibt es?

Bei den Gartentulpen sind die Formen sehr verschieden. Lilienblütige Tulpen haben zugespitzte, nach außen gebogene Blütenblätter. Papageientulpen fallen durch stark eingeschnittene und gedrehte Blütenblätter auf. Gefranste Tulpen, auch Crispa-Tulpen genannt, tragen feine Fransen am Rand der Blütenblätter. Dazu kommen gefüllte Sorten wie ‘Queensland’ und dunkle Farben wie das Purpurschwarz der ‘Queen of Night’. Von den Wildtulpen in diesem Vergleich blüht Tulipa tarda ungefüllt.

Alle Klassen mit Sortenbeispielen nach Blütezeit, Höhe und Form stellt der Ratgeber über Tulpenklassen und ihre Sorten vor. Einen Überblick, welche Wildtulpenarten zu Stauden passen, findest du im Ratgeber zum Staudenbeet.

Kulturbedingungen im Vergleich

Standort und Boden

Gartentulpen bevorzugen sonnige Plätze mit lockerem, durchlässigem und humosem Boden. Viele Wildtulpen brauchen ebenfalls Sonne, dazu einen sandig-humosen Standort, der im Sommer trocken wird. Die Weinbergtulpe wächst auch in Wiesen und lichten Gehölzen. Bei zu starker Beschattung kann sie aber nur Blätter statt Blüten bilden.

Für beide Gruppen gilt: Anhaltende Nässe begünstigt Fäulnis und Pilzbefall. Tulpen reagieren auf nasse Böden empfindlicher als Narzissen. Sehr schweren Lehm kannst du für Tulpen 45 cm tief aufgraben. Unten kommt eine Dränage aus Schotter oder Kies hinein, darüber lockerer Mutterboden oder Erde mit reichlich eingemischtem Sand. Die allgemeinen Regeln für alle Zwiebelblumen findest du unter Standort und Boden im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Der Sommer entscheidet

Botanische Tulpen brauchen sommerliche Trockenheit, damit ihre Zwiebeln ausreifen. Auch bei Gartentulpen begünstigt eine trockene Sommerphase die reiche Blüte im folgenden Jahr. Gießt du benachbarte Pflanzen im Sommer regelmäßig, können ruhende Tulpenzwiebeln faulen. Setz über Tulpen, die im Boden bleiben, deshalb keine stark wasserbedürftigen Sommerblumen als direkte Nachpflanzung.

An sommertrockenen Standorten dürfen Tulpenzwiebeln im Boden bleiben. In feuchten Lagen gräbst du sie aus, sobald der Blütenstängel eingetrocknet ist. Dann lagerst du sie mitsamt dem einziehenden Laub kühl und dunkel bis zum Herbst.

Daraus ergibt sich die Wahl für deinen Garten. Wildtulpen sollen über Jahre bleiben und sich vermehren, und dafür brauchen sie einen trockenen Sommer. Ins regelmäßig gegossene Beet passen eher Gartentulpen, weil du sie nach der Blüte aufnehmen und bis zum Herbst lagern kannst.

Marias Erfahrung

Ich stecke nach der Blüte zu jeder Tulpengruppe einen Stab. So sehe ich im Sommer, wo ich beim Gießen der Nachbarpflanzen einen Bogen mache und wo ich nicht mit dem Spaten hineinsteche.

Pflanzen: Zeit, Tiefe und Abstand

Für Tulpen einschließlich der Wildtulpen empfiehlt sich die Herbstpflanzung von Ende September bis Mitte November. Bei Tiefe und Abstand hat die Angabe zur Art oder Sorte Vorrang vor der Faustregel.

Tulpe Pflanztiefe Abstand zur Nachbarzwiebel in der Gruppe
Tulipa tarda (Wildtulpe) etwa 8 cm etwa 8 cm
‘Queensland’ (gefüllte, gefranste Gartentulpe) Angabe zur Sorte etwa 10 cm
Tulpen ohne eigene Angabe 10 cm 2–3 Zwiebelbreiten

Fehlt eine Tiefenangabe, liegt über der Zwiebel als Faustregel etwa die zwei- bis dreifache Zwiebelstärke an Erde. Für eine sichtbare Gruppe setzt du mindestens 10 Tulpen zusammen. Die Zwiebel kommt mit der Spitze nach oben ins Loch, danach gießt du die Pflanzstelle gründlich an. Mist, Kompost und andere Dünger gehören nicht direkt ins Pflanzloch.

Den Ablauf Schritt für Schritt beschreibt der Ratgeber, wann und wie du Wildtulpen pflanzt. Die Pflanzfenster weiterer Zwiebelblumen hast du im Kalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken beisammen.

Mini-Checkliste

Gute Pflanzzwiebeln sind trocken, fest und glatthäutig. Weiche, kranke oder angefressene Stellen, Schrumpfung und Schimmel sind Gründe zum Aussortieren. Prüfe Tulpenzwiebeln zusätzlich auf braune Flecken, denn etwa 1 mm große schwarze Dauerkörper darauf können auf Tulpenfeuer hindeuten. Krankheitsverdächtige Zwiebeln kommen nicht ins Beet. Nach Tulpenfeuer oder Grauschimmel wechseln Tulpen auf ein anderes Beet.

Nach der Blüte: Köpfe ab oder Samen reifen lassen

Beim Verblühten behandelst du beide Gruppen verschieden. Bei Gartentulpen schneidest du verblühte Köpfe ab, damit die Pflanze ihre Energie in die Brutzwiebeln steckt statt in Samen. Bei Wildtulpen, die sich selbst aussäen sollen, lässt du einige Fruchtstände bis zur Samenreife stehen. Brutzwiebeln sind vegetative Nachkommen und damit genetisch identisch mit der Mutterpflanze. Das Abschneiden stärkt bei Gartentulpen also genau den Nachwuchs, der die Sorte unverändert weiterträgt.

Abgefallene Blütenblätter, die auf dem Laub liegen bleiben, sammelst du ab, weil sie bei Regen faulen können. Tulpen zwischen Stauden, die im Sommer gedüngt werden, brauchen im Herbst und Frühjahr keine zusätzliche Düngung.

Das Laub bleibt bei beiden Gruppen stehen, bis es vergilbt oder braun eingetrocknet ist, damit die Zwiebel Reservestoffe einlagert. Bei Zwiebelpflanzen dauert das Einziehen im Mittel 6 bis 8 Wochen. Mehr zur Pflege nach der Blüte steht im Abschnitt Pflege des Überblicks zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Verwildern und vermehren

Geeignete Wildtulpen können am passenden Standort über Jahre bestehen und sich durch Brutzwiebeln und Samen vermehren. Bei Tulpen blühen Tochterzwiebeln gegebenenfalls erst im zweiten Jahr, Geduld gehört also dazu.

Stärken und Schwächen im Überblick

Beständigkeit

Die Stärke der Wildtulpen ist ihre Dauer. Am passenden Standort können geeignete Arten über Jahre bestehen bleiben und durch Brutzwiebeln und Samen mehr werden. Ihre Schwäche liegt am selben Punkt, denn ohne sommerliche Trockenheit fehlt den Zwiebeln, was sie zum Ausreifen brauchen. Bei zu viel Schatten kann die Weinbergtulpe außerdem nur Blätter bilden.

Mythos-Check

„Gartentulpen verschwinden nach ein paar Jahren.“ Pauschal stimmt das nicht. Lilienblütige Tulpen, Darwin-Hybriden und Fosteriana-Tulpen werden als relativ langlebige, blühfreudige Gartentulpen empfohlen. Eine trockene Sommerphase begünstigt bei Tulpen die reiche Blüte der folgenden Saison.

Die Schwäche der Gartentulpen ist der Aufwand in feuchten Lagen. Dort gräbst du sie nach dem Eintrocknen des Blütenstängels aus, lagerst sie kühl und dunkel und setzt sie im Herbst neu. Dafür kannst du sie auch an Stellen pflanzen, an denen Wildtulpen keinen trockenen Sommer bekämen.

Wirkung und Auswahl

Für Farbflächen und auffällige Formen greifst du zu Gartentulpen. Gefüllte, gefranste, lilienblütige und Papageientulpen gehören zu ihren Formen, und mit frühen, mittleren und späten Klassen staffelst du die Blüte. Wildtulpen wirken anders. Sie bleiben niedrig, passen in den Beetvordergrund und dürfen sich ausbreiten. Tulipa linifolia etwa eignet sich für sonnige Steingärten mit sandig-humosem Boden.

Für Bienen und Hummeln

Die ungefüllten Blüten von Tulipa tarda bieten Insekten im Frühling zusätzliche Nahrung. Vollständig gefüllte Blüten haben dagegen keinen Pollen und nur wenig Nektar. Ist dir das Frühjahrsfutter für Bienen und Hummeln wichtig, wählst du also ungefüllte Tulpen. Bei den Gartentulpen gehören die einfachen frühen Sorten dazu, stark gefüllte Sorten lässt du weg.

Achtung

Die Wilde Tulpe Tulipa sylvestris ist in Deutschland besonders geschützt. Grabe sie nie an Wildstandorten aus, sondern pflanze Zwiebeln aus dem Handel.

Wann wähle ich welche Tulpe?

Ich gehe bei der Auswahl drei Fragen durch. Bekommt der Platz Sonne? Wird dort im Sommer gegossen? Sollen die Tulpen bleiben und sich ausbreiten, oder sollen sie als Farbfläche wirken?

Dein Platz Passende Tulpe Darauf achtest du
Sonniger Steingarten, sandig-humos und im Sommer trocken Wildtulpen wie Tulipa linifolia, auch Kaufmanniana-Tulpen durchlässiger Boden, im Sommer nicht gießen
Beetvordergrund oder Fläche zum Verwildern niedrige Wildtulpen einige Fruchtstände bis zur Samenreife stehen lassen
Wiese oder lichter Gehölzrand Weinbergtulpe bei zu starkem Schatten bildet sie nur Blätter
Staudenbeet, das im Sommer gegossen wird Gartentulpen großblütige Tulpen: 12–15 Zwiebeln je m²; nach dem Eintrocknen des Blütenstängels ausgraben
Grünfläche oder Schaubeet mit Farbwirkung Gartentulpen, von einfachen frühen bis zu einfachen späten Sorten gestaffelt großblütige Tulpen: 40 je m² in Grünanlagen, 60 je m² in Ausstellungsbeeten
Balkonkasten und Kübel niedrige Tulpen, Kaufmanniana-Tulpe ‘Stresa’ im Winter kühl, Substrat weder nass noch durchgefroren
Beet für Bienen und Hummeln ungefüllte Tulpen wie Tulipa tarda oder einfache frühe Gartentulpen stark gefüllte Sorten meiden

Kaufmanniana-Tulpen eignen sich für sonnige Steingärten mit durchlässigem, im Sommer trockenem Boden. Die Kaufmanniana-Tulpe ‘Stresa’ mit johannisbeerroten Blüten und gelbem Rand passt auch in Kübel und in Etagenpflanzungen. Im Gefäß brauchen Tulpenzwiebeln im Winter einen kühlen Platz, damit sie den Kältereiz für die Frühjahrsblüte bekommen. Das Substrat darf dabei weder vernässen noch durchfrieren. Für die Vase schneidest du Tulpen mit einem scharfen Messer, sobald die Blüten vollständig ausgefärbt sind.

Beide Gruppen passen in einen Garten, wenn jede ihren Platz bekommt. Die niedrigen Wildtulpen stehen dann vorn am trockenen Rand, die Gartentulpen im Beet dahinter. Trockene und gegossene Zonen zeichnest du vorher im Beetplaner für dein Gartenbeet ein.

Jetzt dran

Zwischen Ende September und Mitte November kommen Wildtulpen und Gartentulpen in die Erde. Entscheide vor dem Kauf, welche Beetstellen im Sommer trocken bleiben, und plane die Wildtulpen genau dort ein.

Tulpen kombinieren

Narzissen brauchen einen nicht zu trockenen Boden, Wildtulpen dagegen einen sommertrockenen, deshalb planst du beide an getrennten Stellen. Die rot blühende Tulipa praestans ‘Füsilier’ lässt sich mit blauen Traubenhyazinthen zu einem gleichzeitigen Blütenbild kombinieren. Ideen, wie du Wildtulpen mit anderen Frühlingsblühern kombinierst, stehen im Nachbarratgeber, Farbregeln für Gartentulpen unter Tulpenfarben nach der Farbenlehre kombinieren.

Woher kommt die Gartentulpe?

In Persien und im Osmanischen Reich war die Tulpe eine höfische Zierblume, ihre Motive schmückten Keramik und Palastwände. In Leiden widmete sich Carolus Clusius der Züchtung, Erforschung und Systematisierung von Tulpen. Den Weg wie aus Wildtulpen durch Züchtung Kulturtulpen wurden erzählt ein eigener Ratgeber, ebenso welche Rolle die Tulpe in verschiedenen Ländern spielt.

SORTENEMPFEHLUNG
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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen botanischen Tulpen und Gartentulpen?
Botanische Tulpen, auch Wildtulpen genannt, sind die Tulpenarten selbst; aus ihnen gingen durch Kreuzung und Auslese die Gartentulpen hervor. Viele Wildtulpen bleiben mit etwa 10 bis 30 cm niedrig und eignen sich für den Beetvordergrund und zum Verwildern. Gartentulpen bieten Formen wie lilienblütige, gefranste oder gefüllte Blüten, einfache späte Sorten werden als Richtwert etwa 50 bis 70 cm hoch. Wildtulpen brauchen außerdem einen sonnigen, durchlässigen und im Sommer trockenen Boden, damit ihre Zwiebeln ausreifen.
Welchen Standort brauchen Wildtulpen im Garten?
Viele Wildtulpen brauchen sonnige Plätze mit sandig-humosem, durchlässigem Boden, der im Sommer trocken wird. Diese sommerliche Trockenheit benötigen botanische Tulpen, damit ihre Zwiebeln ausreifen. Die Weinbergtulpe Tulipa sylvestris kommt auch in Wiesen und lichten Gehölzen vor, kann bei zu starker Beschattung aber nur Blätter statt Blüten bilden. Meide Beete, in denen Nachbarpflanzen im Sommer regelmäßig gegossen werden, denn das kann ruhende Tulpenzwiebeln faulen lassen.
Wie verwildern botanische Tulpen?
Geeignete Wildtulpen können am passenden Standort über Jahre bestehen und sich durch Brutzwiebeln und Samen vermehren. Damit sie sich aussäen, lässt du nach der Blüte einige Fruchtstände bis zur Samenreife stehen. Das Laub bleibt, bis es vergilbt oder braun eingetrocknet ist, damit die Zwiebeln Reservestoffe einlagern. Der Platz sollte sonnig sein und einen durchlässigen, im Sommer trockenen Boden haben.
Wie tief und mit welchem Abstand pflanze ich Tulpen?
Gartentulpen und Wildtulpen pflanzt du im Herbst, von Ende September bis Mitte November. Für Tulpen allgemein gilt eine Pflanztiefe von 10 cm. Die Wildtulpe Tulipa tarda kommt etwa 8 cm tief in die Erde, mit ebenso viel Abstand zur Nachbarzwiebel. Ohne Sortenangabe hilft die Faustregel von 2 bis 3 Zwiebelbreiten Abstand.
Stimmt es, dass Gartentulpen nach wenigen Jahren verschwinden?
Pauschal stimmt das nicht. Lilienblütige Tulpen, Darwin-Hybriden und Fosteriana-Tulpen werden als relativ langlebige und blühfreudige Gartentulpen empfohlen. Eine sommerliche Trockenphase begünstigt die reiche Blüte im folgenden Jahr, regelmäßige Sommerbewässerung benachbarter Pflanzen kann ruhende Zwiebeln dagegen faulen lassen. In feuchten Lagen gräbst du die Zwiebeln deshalb nach dem Eintrocknen des Blütenstängels aus und lagerst sie bis zum Herbst kühl und dunkel.
Woran erkenne ich gute Tulpenzwiebeln beim Kauf?
Pflanzfähige Zwiebeln sind trocken, fest und glatthäutig. Weiche, kranke oder angefressene Stellen, Schrumpfung und Schimmel sind Gründe, eine Zwiebel auszusortieren. Prüfe Tulpenzwiebeln zusätzlich auf braune Flecken mit kleinen schwarzen Dauerkörpern, denn sie können auf Tulpenfeuer hindeuten. Krankheitsverdächtige Zwiebeln kommen nicht ins Beet.
Welchen Boden brauchen Tulpen?
Tulpen brauchen lockeren, durchlässigen und humosen Boden. Anhaltende Nässe begünstigt Fäulnis und Pilzbefall, und Tulpen reagieren empfindlicher auf nasse Böden als Narzissen. Sehr schweren Lehm kannst du für Tulpen 45 cm tief aufgraben und mit einer Dränage aus Schotter oder Kies sowie lockerem Mutterboden oder reichlich eingemischtem Sand vorbereiten. Wildtulpen brauchen darüber hinaus einen Boden, der im Sommer trocken wird.
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