Blumen · Blumenzwiebeln & Knollen · Anbau

Knollenbegonien pflanzen: Vortreiben, Pflanztiefe und Pflege für üppige Blüten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Knollen im Februar oder März im Haus wecken; nach dem Angießen treiben sie bei 15 bis 18 °C aus.
  • Die Vertiefung der Knolle zeigt nach oben, denn dort wachsen die Triebe.
  • Ins Freie erst nach Ende der Frostgefahr, üblicherweise ab Mitte Mai; ideal sind Nachttemperaturen ab 10 °C.
  • Pflanztiefe 3 bis 6 cm, Pflanzabstand 25 cm bei einer Wuchsbreite von 20 bis 30 cm.
  • Halbschatten ist der sichere Platz; gieß bei Trockenheit regelmäßig auf die Erde, nicht über das Laub.
  • Vor dem ersten Frost die Knollen aufnehmen und frostfrei lagern, idealerweise bei 7 °C.
Knollenbegonien (Begonia × tuberhybrida) mit orangefarbenen und gelben Blüten in einem Pflanzkübel auf einem Holzsockel im Garten.
Foto: Maja Dumat from Deutschland (Germany) · CC BY 2.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Knollenbegonien blühen von Mai bis Oktober. Ins Freie dürfen sie aber erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, üblicherweise ab Mitte Mai. Wer zum Saisonstart schon Blüten sehen will, weckt die Knollen deshalb vorher im Haus. Ich hole meine im Februar oder März aus dem Winterlager und lege sie zum Antreiben in flache Kisten. Hier findest du jeden Schritt: vom Wecken der Knolle über Pflanztiefe, Ausrichtung und Abstand bis zur Pflege im Sommer und zum Winterquartier.

Knollenbegonien auf einen Blick

Knollenbegonien sind knollenbildende, buschige Stauden mit einer Ruhephase im Winter. Sie sind mehrjährig, aber nicht winterhart. Die Knolle überwintert deshalb frostfrei im Haus und treibt im nächsten Frühjahr wieder aus. Im Sommer wachsen die Pflanzen in Töpfen, Balkonkästen und Blumenampeln, aber auch im Beet.

Merkmal Angabe
Blütezeit Mai bis Oktober
Wuchshöhe 10 bis 40 cm
Wuchsbreite 20 bis 30 cm
Licht Halbschatten; die Empfehlungen reichen von Schatten bis Sonne
Vortreiben Start im Februar oder März; Austrieb nach dem Angießen bei 15 bis 18 °C
Auspflanzen nach Ende der Frostgefahr, üblicherweise ab Mitte Mai; ideal sind Nachttemperaturen ab 10 °C
Pflanztiefe 3 bis 6 cm
Pflanzabstand 25 cm
Winterhärte nicht winterhart
Winterlager frostfrei, idealerweise bei 7 °C
Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Begonia
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist geeignet.

Bodenart

Im Beet auf fruchtbaren Boden achten.

Bodenreaktion

Saure Böden sind geeignet; für die Saatanzucht der Serie Primary wird pH 5,5–6,5 empfohlen.

Substrat

Zum Antreiben feuchtes, sandiges, torffreies Topfsubstrat; nach dem Austrieb einzeln in torffreies Topfsubstrat umsetzen.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für Pflanzgefäße, Blumenampeln und Sommerbeete.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Die Serie Primary in feinem, wasserspeicherndem und gut durchlässigem Aussaatsubstrat vorziehen und gleichmäßig feucht halten; mit Zusatzlicht ist die Aussaat schon von Dezember bis Januar möglich.

Saattiefe

Die angebotenen Sorten auf der Substratoberfläche aussäen und nicht abdecken; Licht ist zur Keimung nötig.

Pflege

Pflege

Bei Trockenheit regelmäßig gießen, Laub möglichst trocken halten. Vor dem ersten Frost Knollen aufnehmen und frostfrei bei idealerweise 7 °C lagern; vor Schrumpfen schützen.

Düngung

Gefäßpflanzen ab vier bis sechs Wochen nach dem letzten Umtopfen bis September alle zwei Wochen kaliumbetont düngen,.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze wächst als knollenbildende, buschige Staude und hat überwiegend eine winterliche Ruhephase.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich als blühende Gefäß- und Ampelpflanze für die Sommersaison.

Aussaatkalender Knollen-Begonie
GartenkalenderVorkultur: Februar, März; Aussaat: November, Dezember; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzAussaatAussaat: NovemberAussaat: DezemberBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberVorkulturAussaatBlüte

Wo stehen Knollenbegonien am besten?

Beim Licht reichen die Empfehlungen für Knollenbegonien von Schatten bis Sonne. Alle Angaben treffen sich im Halbschatten, und genau dort pflanze ich sie. Das gilt für das Beet genauso wie für Kasten und Ampel auf dem Balkon.

Im Beet achtest du auf fruchtbaren Boden, der feucht bleibt. Schweren Gartenboden lockerst du für Knollenpflanzen auf, indem du Sand untermischst. Kompost wirkt in beide Richtungen: Er lockert schwere Böden und hilft leichten Böden, Wasser und Nährstoffe zu halten. Ich halte mich bei Gartenboden an die Obergrenze von 2 bis 3 l Kompost je m² und Jahr, damit er nicht mit Phosphat überversorgt wird.

Knollenbegonien bevorzugen saure Böden. Eine Kalkung ist nur sinnvoll, wenn der gemessene pH-Wert unter dem Bereich liegt, der zu Bodenart und Humusgehalt passt. Kalk streust du ins Begonienbeet also nur nach einer Messung, nie auf Verdacht.

Knollen wecken: so treibst du Knollenbegonien vor

Ich beginne im Februar oder März. Zuerst nehme ich jede Knolle in die Hand und drücke leicht darauf. Fest soll sie sein, Knollen mit weichen oder faulen Stellen lege ich beiseite. Dann suche ich die Oberseite: Dort hat die Knolle eine Vertiefung, aus der später die Triebe wachsen.

Häufiger Fehler

Die Begonienknolle wie eine Tulpenzwiebel setzen. Echte Blumenzwiebeln kommen mit der Spitze nach oben in die Erde. Bei der Knollenbegonie zeigt dagegen die Vertiefung nach oben, weil dort die Triebe wachsen.

Zum Antreiben eignet sich feuchtes, sandiges und torffreies Topfsubstrat. Ich fülle es in eine flache Kiste und lege die Knollen mit der Vertiefung nach oben hinein. Bei der Sorte Angelique kommen zum Vortreiben höchstens 2 cm Erde auf die Knolle. Hast du eine andere Sorte, richte dich nach der Angabe auf dem Etikett.

Nach dem Angießen treiben die Knollen bei 15 bis 18 °C aus. Die Kiste steht bei mir hell im Haus, und das Substrat halte ich feucht. Sobald die Triebe zu sehen sind, setzt du jede Knolle einzeln in einen Topf mit torffreiem Topfsubstrat um.

Bevor die Pflanzen ins Freie ziehen, härtest du sie ab. Dafür stellst du sie kühler und lüftest gut, damit sie sich an die Bedingungen draußen gewöhnen. Die Termine fürs Antreiben und Auspflanzen behältst du mit dem Aussaatkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken im Blick.

Mini-Checkliste

Knolle fest und ohne weiche Stellen. Vertiefung nach oben. Feuchtes, sandiges, torffreies Substrat. Nach dem Angießen 15 bis 18 °C. Nach dem Austrieb einzeln umtopfen. Vor dem Auspflanzen abhärten.

Pflanztiefe, Ausrichtung und Abstand

Ins Freie kommen Knollenbegonien erst nach dem Ende der Frostgefahr, üblicherweise ab Mitte Mai. Ideal sind Nachttemperaturen ab 10 °C. Ich richte mich deshalb nicht allein nach dem Datum, sondern schaue, wie kalt die Nächte noch werden.

Die Pflanztiefe liegt bei 3 bis 6 cm. Ob mit Trieben oder ohne: Die Vertiefung der Knolle zeigt immer nach oben. Ich setze die Pflanze ein, fülle Erde auf, drücke sie leicht an und gieße an.

Zwischen zwei Pflanzen lässt du 25 cm Platz. Eine Knollenbegonie wird 20 bis 30 cm breit, bei diesem Abstand wachsen die Nachbarn also ungefähr aneinander heran. Im Beet setze ich sie als lockere Gruppe statt in Reihen und halte den Abstand zu jeder Nachbarpflanze ein. Willst du eine größere Fläche bepflanzen, kannst du die Gruppe vorher mit dem Beetplaner auf dein Beet verteilen.

Knollenbegonien in Topf, Kasten und Ampel

Als Gefäß- und Ampelpflanze schmückt die Knollenbegonie den Balkon in der Sommersaison. Jedes Gefäß braucht ein freies Abflussloch am Boden, damit sich an regenreichen Tagen keine Staunässe bildet. Als Erde nehme ich torffreies Topfsubstrat.

Bei torffreier Erde täuscht die Oberfläche: Sie kann schon trocken sein, während unten im Topf noch Feuchte steht. Ich stecke deshalb vor dem Gießen den Finger tief in die Erde und prüfe auch den unteren Bereich. Weil der Wurzelraum im Gefäß begrenzt ist, musst du Knollenbegonien dort über den Sommer regelmäßig gießen und düngen.

Schwarze Kunststoffkübel in direkter Sonne können sich so aufheizen, dass die Wurzeln Schaden nehmen. Für Plätze mit direkter Sonne nehme ich deshalb helle Gefäße.

Womit passen Knollenbegonien zusammen?

Ich setze Knollenbegonien in Kästen und Beeten lieber in Gruppen als einzeln. Im Ratgeber zur Gestaltung erfährst du, welche Farben und Sorten Knollenbegonien bieten und wie du sie kombinierst.

Gießen und Pflege im Sommer

Knollenbegonien brauchen feuchte Erde. Bei Trockenheit gieße ich regelmäßig und ziele dabei auf die Erde, denn das Laub soll möglichst trocken bleiben. Welke Blüten und gelbe Blätter nehme ich ab, sobald ich sie sehe.

Im Beet hilft eine organische Mulchdecke: Sie beschattet den Boden und vermindert die Verdunstung. Bei feuchter Witterung lege ich aber keine dicke Mulchschicht aus, weil sie dann Schnecken fördert.

Zum Gießen nehme ich Regenwasser aus der Tonne, das schont die Trinkwasservorräte. Wasser von Kupfer- oder Zinkdächern eignet sich dafür nur eingeschränkt. Im Ratgeber dazu zeige ich, wie du Knollenbegonien mit Regenwasser und organischem Dünger ressourcenschonend pflegst.

Wie oft düngst du Knollenbegonien?

Im Gefäß bekommen Knollenbegonien ab vier bis sechs Wochen nach dem letzten Umtopfen kaliumbetonten Dünger. Danach düngst du alle zwei Wochen, bis September. Wann und womit du im Beet düngst und was bis zur Winterruhe gilt, liest du im Ratgeber, wie du Knollenbegonien richtig düngst.

Wenn Knollenbegonien kränkeln

Bei schwachem Blattlausbefall reicht an Zierpflanzen wie der Knollenbegonie häufig ein Wasserstrahl, der die Läuse abspült. Vorher schaue ich, ob Marienkäfer, Florfliegen oder Schwebfliegen schon da sind, denn vorhandene Nützlinge können einen Eingriff überflüssig machen. Was du bei Krankheiten und Schädlingen grundsätzlich prüfst, steht im Abschnitt zu Krankheiten und Schädlingen im Ratgeber für Blumenzwiebeln und Knollen.

Überwintern: so kommen Knollenbegonien durch den Winter

Knollenbegonien sind nicht winterhart, ihre Knollen müssen frostfrei überwintern. Wenn das Laub im Herbst vergilbt, gieße ich weniger. Vor dem ersten Frost nehme ich die Knollen dann aus der Erde.

Beim Ausgraben lockere ich die Erde rund um die Pflanze und hebe die Knolle vorsichtig heraus, damit sie unverletzt bleibt. Lose Erde schüttele ich ab, abgestorbene Triebe entferne ich. Danach kommen die Knollen in eine Kiste ins Winterquartier.

Lagere die Knollen frostfrei, idealerweise bei 7 °C. Dabei dürfen sie nicht schrumpfen. Ich nehme sie im Winterquartier in die Hand und achte darauf, dass sie fest bleiben.

Achtung

Dieser Lagerwert gilt nur für Begonienknollen. Dahlien und Canna haben eigene Temperaturen fürs Winterlager, also prüf für jede Art den passenden Wert.

Hast du Knollenbegonien im Topf, können sie auch im Gefäß frostfrei überwintern. Nach spätestens zwei Jahren topfst du sie dann in frische Erde um. Im Frühjahr geht es mit dem Wecken der Knollen weiter, wie im Abschnitt zum Vortreiben beschrieben.

Marias Erfahrung

Beim Ausgraben schreibe ich die Sorte auf ein Etikett und lege es zur Knolle in die Kiste. Im Februar weiß ich dann, welche Knolle ich gerade wecke.

Knollenbegonien vermehren

Vegetative Vermehrung erzeugt Nachkommen, die genetisch mit der Ausgangspflanze identisch sind. Bei Kreuzungen werden die Erbanlagen der Eltern dagegen neu kombiniert, und du musst die Nachkommen mit den gewünschten Eigenschaften anschließend auslesen. Eine Pflanze, deren Farbe dir gefällt, erhältst du deshalb sicherer über die Knolle als über Samen.

Knollen teilen

Eine große Knolle teile ich erst im Frühjahr, wenn sie beim Vortreiben Triebe gebildet hat. Dann sehe ich, wo die Triebe sitzen, und schneide mit einem sauberen, scharfen Messer so, dass jedes Stück eigene Triebe behält. Die Teilstücke setze ich wie ganze Knollen in torffreies Topfsubstrat.

Stecklinge

Auch junge Triebe kannst du als Stecklinge bewurzeln, sie sind ebenfalls genetisch identisch mit der Mutterpflanze. Ich stecke sie in nährstoffarme, durchlässige Anzuchterde und halte sie feucht.

Aussaat

Knollenbegonien sind Lichtkeimer. Du streust die Samen deshalb auf die Oberfläche und deckst sie nicht ab. Als Substrat eignet sich feine, wasserspeichernde und gut durchlässige Aussaaterde, die du gleichmäßig feucht hältst. Gesät wird im November und Dezember. Bis die Samen keimen, können 14 bis 56 Tage vergehen.

Für die Saatserie Primary wird zur Anzucht ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5 empfohlen. Als Saatzeit werden für diese Serie Dezember bis Januar genannt, allerdings unter geschützten Produktionsbedingungen mit Zusatzlicht. Ich ziehe meine Knollenbegonien deshalb aus Knollen und nicht aus Samen.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Eigenschaften von Knollenbegonien für den Garten?
Knollenbegonien sind mehrjährige, knollenbildende Stauden, die von Mai bis Oktober blühen. Sie werden 10 bis 40 cm hoch und wachsen in Töpfen, Balkonkästen, Blumenampeln und im Sommerbeet. Winterhart sind sie nicht: Vor dem ersten Frost nimmst du die Knollen auf und lagerst sie frostfrei, idealerweise bei 7 °C.
Welche Standortbedingungen benötigen Knollenbegonien für optimales Wachstum?
Die Empfehlungen zum Licht reichen von Schatten bis Sonne, am sichersten stehen Knollenbegonien im Halbschatten. Im Beet brauchen sie fruchtbaren, feuchten Boden, der eher sauer ist. In Töpfen und Kästen sorgt ein freies Abflussloch dafür, dass sich nach Regen keine Staunässe bildet.
Wie pflegt man Knollenbegonien richtig während der Wachstumsperiode?
Gieß bei Trockenheit regelmäßig und direkt auf die Erde, denn das Laub soll möglichst trocken bleiben. Im Gefäß beginnst du vier bis sechs Wochen nach dem letzten Umtopfen mit kaliumbetontem Dünger. Danach düngst du alle zwei Wochen, bis September. Bei schwachem Blattlausbefall reicht an Zierpflanzen häufig schon ein Wasserstrahl, der die Läuse abspült.
Welche besonderen Pflegetipps gibt es für Knollenbegonien in Kübeln und Balkonkästen?
Weil der Wurzelraum im Gefäß begrenzt ist, musst du im Sommer regelmäßig gießen und düngen. Jedes Gefäß braucht ein freies Abflussloch, damit an Regentagen keine Staunässe entsteht. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte unten im Topf, weil eine trockene Oberfläche einen noch nassen Wurzelraum verdecken kann. Schwarze Kunststoffkübel in direkter Sonne können die Wurzeln überhitzen, deshalb sind dort helle oder beschattete Gefäße besser.
Stimmt es, dass Begonien nur in alkalischen Böden gut wachsen?
Nein, für Knollenbegonien werden saure Böden empfohlen. Für die Saatanzucht der Serie Primary wird ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5 empfohlen. Kalk gibst du deshalb nicht auf Verdacht, sondern nur, wenn der gemessene pH-Wert unter dem Bereich liegt, der zu Bodenart und Humusgehalt passt.
Wie unterscheiden sich Begonienknollen von anderen Blumenzwiebeln in der Handhabung?
Echte Blumenzwiebeln setzt du mit der Spitze nach oben, bei der Begonienknolle zeigt dagegen die Vertiefung nach oben, weil dort die Triebe wachsen. Frühlingsblühende Zwiebeln pflanzt du vorzugsweise im September und Oktober. Knollenbegonien kommen dagegen erst nach den letzten Frösten ins Freie, üblicherweise ab Mitte Mai. Da sie nicht winterhart sind, nimmst du ihre Knollen vor dem ersten Frost auf und lagerst sie frostfrei.
Welche praktischen Methoden gibt es zur Vermehrung von Begonienknollen?
Willst du eine Pflanze genau erhalten, vermehrst du sie vegetativ, etwa durch Teilen der Knolle, denn so entstehen genetisch identische Nachkommen. Aussäen geht ebenfalls: Knollenbegonien sind Lichtkeimer, ihre Samen streust du auf die Oberfläche und deckst sie nicht ab. Als Aussaatzeit gelten November und Dezember, bis zur Keimung können 14 bis 56 Tage vergehen. Bei Samen aus Kreuzungen werden die Erbanlagen neu kombiniert, deshalb wählst du die Nachkommen anschließend gezielt aus.
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