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Krokusse vermehren: Brutknollen abnehmen, Samen säen, Ausbreitung fördern

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Krokusse vermehren sich über Brutknollen und Samen, im Garten auch von selbst.
  • Brutknollen frühjahrsblühender Krokusse nimmst du im Sommer nach dem Laubeinzug ab.
  • Junge Krokusse aus Brutknollen können nach 1 bis 2 Jahren erstmals blühen.
  • Aus Samen gezogene Krokusse brauchen bis zu 4 Jahre bis zur ersten Blüte.
  • Nur Brutknollen geben eine Sorte unverändert weiter, Sämlinge mischen die Erbanlagen beider Eltern.
  • Im Rasen sparst du die Krokusstellen beim Mähen aus, bis die Blätter verwelkt sind.
Ein gestreifter Krokus in Lila und Weiß blüht inmitten von Mulch und jungen grünen Blättern
Foto: Dymitr Wesołowski · Pexels License · Quelle ↗

Ein paar Krokusse im Rasen, und mit den Jahren sollen es mehr werden: Dafür musst du keine neuen Knollen kaufen. Krokusse bilden im Boden Brutknollen und setzen Samen an. Am passenden Standort können sie über Jahre Blütenteppiche bilden, wenn sie ungestört wachsen dürfen. Ich nutze beide Wege: An einigen Stellen nehme ich im Sommer gezielt Brutknollen ab, an anderen lasse ich die Krokusse einfach in Ruhe.

Drei Wege zu mehr Krokussen

Krokusse vermehren sich vegetativ über Brutknollen und generativ über Samen. Für dich ergeben sich daraus drei Wege: Brutknollen abnehmen und neu setzen, Samen aussäen oder den Bestand an Ort und Stelle wachsen lassen. Sie unterscheiden sich in der Wartezeit bis zur ersten Blüte und darin, ob eine Sorte unverändert bleibt.

Weg Zeitpunkt Bis zur ersten Blüte Bleibt die Sorte erhalten?
Brutknollen abnehmen Sommer nach dem Laubeinzug (Frühjahrsblüher) können nach 1 bis 2 Jahren blühen ja, gleiche Erbanlagen wie die Mutterpflanze
Aussaat beim Elfenkrokus als grober Richtwert ganzjährig bis zu 4 Jahre nicht garantiert
Bestand wachsen lassen ganzjährig: Laub stehen lassen, Boden in Ruhe lassen je nach Weg der Pflanze bei Brutknollen ja, bei Sämlingen nicht garantiert

Brutknollen sind der schnellere Weg und erhalten deine Sorte, dafür greifst du in einen gewachsenen Horst ein. Die Aussaat verlangt mehr Geduld und liefert Pflanzen, bei denen die Sortenmerkmale nicht garantiert sind. Brutknollen besitzen dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze, Sämlinge kombinieren die Erbanlagen beider Eltern. Wer eine Sorte wie die hellviolette, dunkler gestreifte ‘Pickwick’ behalten will, vermehrt sie deshalb über Brutknollen.

Kurz erklärt

Sortenecht heißt, dass die Nachkommen die Merkmale ihrer Sorte unverändert zeigen. Vegetativ vermehrte Tochterpflanzen besitzen grundsätzlich dieselben genetischen Anlagen wie die Mutterpflanze. Bei Sämlingen mischen sich mütterliche und väterliche Erbteile, deshalb können sie anders aussehen als die Pflanze, von der die Samen stammen.

Aussaatkalender Krokusse (Gartenformen)
GartenkalenderBlüte: Februar, März, April, Oktober, November; Pflanzung: August, September, Oktober, November, DezemberJFMAMJJASONDBlüteBlüte: FebruarBlüte: MärzBlüte: AprilBlüte: OktoberBlüte: NovemberPflanzungPflanzung: AugustPflanzung: SeptemberPflanzung: OktoberPflanzung: NovemberPflanzung: DezemberBlütePflanzung

Brutknollen abnehmen: so teilst du Krokusse

Bei Krokussen heißt Teilen: Du nimmst die Brutknollen ab, die sich im Horst gebildet haben, und setzt sie neu. Ich zerschneide dabei keine Knolle, sondern löse nur, was sich mit den Fingern trennen lässt. Die Anleitung gilt für frühjahrsblühende Krokusse, denn Herbstkrokusse haben einen eigenen Kalender.

Der richtige Zeitpunkt

Als Richtwert für das Aufnehmen der Tochterknollen gilt bei frühjahrsblühenden Krokussen der Sommer nach dem Laubeinzug. Bis dahin bleibt das Laub stehen, weil die Pflanzen in dieser Zeit Reserven für die nächste Blüte bilden. Bei Zwiebelpflanzen dauert das Einziehen nach der Blüte im Mittel 6 bis 8 Wochen. Den Ausschlag gibt aber das Laub selbst: Gegraben wird erst, wenn es verwelkt ist.

Marias Erfahrung

Ich stecke zur Blütezeit neben jeden Horst, den ich im Sommer aufnehmen will, einen Holzstab und schreibe die Sorte darauf. So finde ich die Stellen nach dem Laubeinzug wieder und halte die Brutknollen nach Sorten getrennt.

Schritt für Schritt

Leg dir vor dem Graben eine flache Kiste und Etiketten bereit, damit die Knollen nicht durcheinandergeraten. Dann gehst du so vor:

  1. Hebe den markierten Horst mit der Grabgabel großzügig aus, damit du keine Knollen anstichst.
  2. Schüttle die Erde ab und löse die Brutknollen vom Horst.
  3. Sortiere streng: Weiter kommen nur feste, gesunde Knollen ohne weiche Stellen, Krankheitszeichen oder Fraßspuren. Weiche und matschige Knollen entsorgst du.
  4. Setz die Brutknollen gleich wieder ein oder bewahre sie bis zur Pflanzung luftig und kühl auf. Gelagerte Knollen kontrollierst du regelmäßig auf Schimmel oder Fäulnis.
  5. Pflanze die Knollen in frostfreien Boden und gieße sie gründlich an, auch wenn die Erde schon feucht ist.

Das Pflanzfenster frühjahrsblühender Krokusse reicht je nach Anleitung von September bis Dezember, solange der Boden frostfrei ist. Für die Tiefe gilt bei Frühjahrszwiebeln als Faustregel eine Erdabdeckung von etwa der zwei- bis dreifachen Zwiebelstärke. Weil sich die Tiefe nach der Knollengröße richtet, kommen kleine Brutknollen flacher in die Erde als ausgewachsene Knollen. Als Abstand gilt für frühlingsblühende Blumenzwiebeln allgemein die Regel von 2 bis 3 Zwiebelbreiten. Mehrere Knollen an einer Stelle wirken stärker als weit verstreute Einzelknollen, deshalb setze ich die Brutknollen einer Sorte als Gruppe zusammen.

Häufiger Fehler

Brutknollen bis zum Herbst in einer Plastiktüte aufbewahren. In luftundurchlässigen Beuteln bildet sich Schwitzwasser, das Fäulnis begünstigt, und unsachgemäße Lagerung kann zu Penicillium-Befall führen. Ich nehme eine flache Kiste oder eine Papiertüte und stelle sie an einen luftigen, kühlen Platz, getrennt von Äpfeln, deren Reifegas Ethylen einen vorzeitigen Austrieb fördern kann.

Wann blühen die neuen Krokusse?

Junge Krokusse aus Brutknollen können nach 1 bis 2 Jahren erstmals blühen. Ein frisch gesetzter Trupp darf also im ersten Frühjahr noch ohne Blüten bleiben. Ich lasse die Stelle markiert, bis die ersten Blüten erscheinen, damit ich dort nicht versehentlich grabe.

Mythos-Check

„Nach dem Teilen blühen Krokusse nicht mehr.“ So stimmt das nicht. Junge Brutknollen können nach 1 bis 2 Jahren erstmals blühen, eine Pause bei den abgenommenen Knollen ist also normal. Wichtig ist, dass du erst nach dem Laubeinzug gräbst und nur gesunde, feste Knollen weiterpflanzt.

Krokusse aus Samen ziehen

So bilden Krokusse ihre Samen

Bei Krokussen liegt der Fruchtknoten unter der Erde. Nach der Befruchtung schiebt sich die Fruchtkapsel über den Boden und gibt dort bei Reife ihre Samen frei. Ich halte nach der Blüte zwischen den Blättern Ausschau nach den Kapseln und pflücke sie, bevor sie aufgehen.

Substrat und Zeitpunkt

Für die Anzucht aus Samen eignet sich nährstoffarme, humose und durchlässige Aussaaterde. Das Gefäß braucht Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser abläuft. Beim Elfenkrokus ist als grober Richtwert eine Aussaat über das ganze Jahr möglich, die Keimung setzt im späten Winter oder frühen Frühjahr ein. Ich säe in Schalen und beschrifte jede mit Art und Aussaatdatum, weil zwischen Aussaat und erster Blüte viel Zeit liegt.

Wie lange es dauert und wo die Aussaat an Grenzen stößt

Aus Samen gezogene Krokusse können bis zu 4 Jahre bis zur ersten Blüte brauchen. Die Sämlinge vereinen mütterliche und väterliche Erbteile, deshalb sind unveränderte Sortenmerkmale nicht garantiert. Der triploide Safrankrokus wird in der üblichen Gartenkultur über Brutknollen vermehrt und eignet sich nicht für eine gewöhnliche Samenzucht. Wer gezielt zwei Krokusse kreuzt und die Nachkommen anschließend ausliest, betreibt Züchtung. Darum geht es im Ratgeber, wie du durch Kreuzung und Auslese eigene Krokussorten ziehst.

Ausbreitung fördern: Krokusse sich selbst vermehren lassen

Krokusse können sich im Garten selbst über Brutknollen und Samen vermehren. Am passenden Standort bilden sie über Jahre Blütenteppiche, wenn sie ungestört wachsen dürfen. Zusammen heißt das: Für die Ausbreitung an Ort und Stelle musst du nicht graben, sondern den Bestand vor allem in Ruhe lassen. Ausgraben lohnt sich, wenn Knollen an eine neue Stelle sollen.

In Ruhe lassen bedeutet konkret: Das Laub bleibt stehen, bis es verwelkt ist. Sollen sich die Krokusse auch über Samen ausbreiten, entfernst du die verblühten Blüten nicht. Stehen sie in einer Staudenpflanzung, ziehst oder stichst du Unkraut aus, denn Hacken stört dort die Entwicklung des Bestands.

Im Rasen

Im Rasen werden Krokusknollen 8 cm tief gepflanzt. Für eine neue Gruppe hebst du ein Rasenstück an, setzt die Knollen ein und legst die Grasnarbe wieder auf. Bis die Krokusblätter verwelkt sind, sparst du die Stellen beim Mähen aus, damit die Pflanzen Reserven für die nächste Blüte bilden. Ich mähe in dieser Zeit in Bögen um die Krokusinseln herum.

Unter und vor Gehölzen

Krokusse können zwischen und vor Gehölzen in durchlässigem, humosem Boden verwildern. Frühblühende Zwiebelpflanzen können dort blühen, bevor Sträucher und Bäume ihr Laub austreiben. Für ein natürliches Bild streust du die Brutknollen auf der Fläche aus und pflanzt sie dort, wo sie liegen bleiben. Welche Partner in Rasen, Beet und am Gehölzrand zusammenpassen, zeigt der Ratgeber dazu, wie du Krokusse mit Partnerpflanzen und Farben kombinierst.

Im Topf und Balkonkasten

Eine Crocus-chrysanthus-Mischung eignet sich zum Beispiel für Balkonkästen, Kübel und Töpfe und blüht im Februar und März. Für diese Mischung werden etwa 6 cm Pflanztiefe angegeben. Nach der Blüte kann der Topf an einen ungestörten Platz umziehen, an dem das Laub einzieht. Ist es verwelkt, kippst du den Topf im Sommer aus und nimmst die Brutknollen ab wie im Beet. Über Winter stehen getopfte Krokusse kalt, wobei das Substrat weder vernässen noch durchfrieren darf.

Herbstblühende Krokusse in Kürze

Herbstkrokusse wie Crocus speciosus und der Safrankrokus Crocus sativus folgen einem anderen Kalender als die Frühjahrsblüher. Sie werden von Ende August bis Mitte September gepflanzt. Wie du Herbstkrokusse teilst und wieder einsetzt, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Achtung

Prüfe vor dem Ausgraben und Vermehren herbstblühender Knollen, ob du wirklich Krokusse vor dir hast und keine Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Bei der Herbstzeitlose sind alle Pflanzenteile giftig, vor allem Samen und Knolle, denn sie enthalten das Alkaloid Colchicin. Ihre Blätter können mit Bärlauch verwechselt werden, und ihr Verzehr kann tödlich enden. Sicher unterscheidest du beide an der Blüte: Krokusblüten haben 3 Staubblätter, Herbstzeitlosenblüten 6.

Welche Krokusse du vermehrst

Frühe Sorten von Crocus chrysanthus und Crocus sieberi blühen im Februar und März, die großblumigen Krokusse der Crocus-vernus-Gruppe im März und April. Beispiele für Sorten sind die gelbe ‘Goldilocks’, die weiß-violette ‘Prins Claus’ und der intensiv violette Elfenkrokus ‘Ruby Giant’. Notiere dir beim Markieren die Sorte, denn nur Brutknollen geben sie unverändert weiter.

Standort und Pflege der jungen Knollen

Krokusse gedeihen sonnig bis halbschattig in lockerem, humosem und durchlässigem Boden ohne Staunässe. Frühblühende botanische Krokusse bevorzugen dabei volle Sonne, Gartenkrokusse vertragen auch Halbschatten.

Frühjahrszwiebeln lagern Nährstoffe ein, solange ihr Laub grün ist; bei gelb werdendem Laub bringt Düngen keinen Nutzen mehr. Für Beete mit frühlingsblühenden Blumenzwiebeln wird alle 2 Jahre im Herbst eine Auflage aus Kompost, Lauberde oder verrottetem Mist empfohlen. Welchen Standort Krokusse brauchen und wie du sie über Wachstum, Blüte und Ruhephase pflegst, liest du im Pflegeratgeber.

Krankheiten und Schädlinge beim Vermehren

Geschwächte oder kranke Pflanzen nimmst du nicht als Ausgangsmaterial, und Werkzeug, das an kranken Pflanzen war, reinigst du vor dem nächsten Einsatz gründlich. Gegen Wühlmausfraß kann ein lückenlos geschlossener Drahtkorb mit etwa 15 mm Maschenweite die Knollen schützen. Was du bei Zwiebeln und Knollen allgemein prüfst, fasst der Überblick zu Krankheiten und Schädlingen bei Blumenzwiebeln und Knollen zusammen.

Vermehrung im Jahreslauf

Zeitraum Was ansteht
Zur Blütezeit im Frühjahr Horste markieren, die du im Sommer aufnehmen willst, Sorte notieren
Nach der Blüte Laub stehen lassen, bis es verwelkt ist; Fruchtkapseln beobachten und pflücken, bevor sie aufgehen
Sommer nach dem Laubeinzug Brutknollen frühjahrsblühender Krokusse abnehmen, sortieren, luftig und kühl lagern
Ende August bis Mitte September Herbstkrokusse pflanzen
September bis Dezember, bei frostfreiem Boden Brutknollen und frühjahrsblühende Krokusse setzen und angießen
Elfenkrokus, als grober Richtwert ganzjährig Aussaat möglich, Keimung im späten Winter oder frühen Frühjahr

Wo die neuen Gruppen hinkommen sollen, kannst du vorab in einem Beetplan einzeichnen. Die Pflanztermine fürs ganze Zwiebeljahr hast du mit dem Pflanz- und Aussaatkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken im Blick.

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Häufige Fragen

Wie kann man Krokusse am besten vermehren?
Krokusse vermehren sich über Brutknollen und über Samen. Am schnellsten geht es mit Brutknollen, die du im Sommer nach dem Laubeinzug aufnimmst und im Herbst wieder setzt; sie können nach 1 bis 2 Jahren erstmals blühen. Aus Samen gezogene Krokusse brauchen dagegen bis zu 4 Jahre bis zur ersten Blüte. Lässt du einen Bestand am passenden Standort ungestört wachsen, breitet er sich zusätzlich von selbst aus.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Knollenteilung bei Krokussen?
Bei frühjahrsblühenden Krokussen gilt der Sommer nach dem Laubeinzug als Richtwert. Die Blätter sollten dann verwelkt sein, denn bis dahin bilden die Pflanzen Reserven für die nächste Blüte. Die Brutknollen setzt du gleich wieder ein oder bewahrst sie bis zur Pflanzung luftig und kühl auf; das Pflanzfenster reicht je nach Anleitung von September bis Dezember, solange der Boden frostfrei ist. Herbstkrokusse folgen einem anderen Kalender und werden von Ende August bis Mitte September gepflanzt.
Wie unterscheiden sich botanische Krokusse von Gartenkreuzungen bei der Vermehrung?
Ob eine Sorte erhalten bleibt, hängt vor allem vom Weg der Vermehrung ab. Brutknollen besitzen dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze, deshalb vermehrst du eine Gartensorte wie 'Pickwick' über Brutknollen unverändert. Sämlinge kombinieren die Erbanlagen beider Eltern, sodass unveränderte Sortenmerkmale nicht garantiert sind. Beim Standort unterscheiden sich beide Gruppen ebenfalls: Frühblühende botanische Krokusse bevorzugen volle Sonne, Gartenkrokusse vertragen auch Halbschatten.
Stimmt es, dass Krokusse nach der Teilung nicht mehr blühen?
Dauerhaft nicht, aber junge Brutknollen brauchen Zeit: Sie können nach 1 bis 2 Jahren erstmals blühen. Eine Blühpause bei frisch abgenommenen Knollen ist deshalb normal. Damit die Knollen Reserven für die nächste Blüte bilden, bleibt das Laub bis zum Verwelken stehen und gegraben wird erst danach. Weiterpflanzen solltest du nur feste, gesunde Knollen ohne weiche Stellen, Krankheitszeichen oder Fraßspuren.
Wann ist die beste Pflanzzeit für Krokusse in Deutschland?
Für frühlingsblühende Blumenzwiebeln sind September und Oktober günstige Pflanzmonate, bei geeigneter Witterung geht es auch noch im November. Für frühjahrsblühende Krokusse reichen die Herstellerangaben von September bis Dezember, solange der Boden frostfrei ist. Herbstblühende Krokusse kommen früher in die Erde, von Ende August bis Mitte September.
Worin unterscheidet sich die Vermehrung von Krokussen und Herbstzeitlosen?
Krokusse vermehren sich über Brutknollen und Samen, die Herbstzeitlose bildet vor der Sommerruhe eine Tochterknolle. Bei der Herbstzeitlose sind alle Pflanzenteile giftig, vor allem Samen und Knolle, weil sie das Alkaloid Colchicin enthalten. Ihre Blätter können mit Bärlauch verwechselt werden, und ihr Verzehr kann tödlich enden. Sicher unterscheidest du beide an der Blüte: Krokusse haben 3 Staubblätter, Herbstzeitlosen 6.
Welche Rolle spielen Krokusse als Nahrungsquelle für Bienen?
Frühjahrsblühende Krokusse liefern Bienen und Hummeln Pollen und Nektar. Zusammen mit Winterlingen und Schneeglöckchen gehören sie zu den Blühern, die Hummeln und Honigbienen früh im Jahr Nahrung bieten. Vollständig gefüllte Blüten bieten keinen Pollen und nur wenig Nektar, deshalb sind ungefüllte Blüten für Bienen die bessere Wahl. Ein bienenfreundlicher Garten braucht neben Frühjahrsblühern auch ein sommerliches Blütenangebot und Nistplätze.
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