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Grasnarbe

Die Grasnarbe ist die zusammenhängende Pflanzendecke, die Gräser auf Wiesen, Weiden und Rasenflächen bilden. Ist sie dicht, hält die Fläche Tritt gut aus und Unkräuter finden kaum Platz.

Wie dicht eine Grasnarbe ist, hängt davon ab, wie viele Seitentriebe die Gräser bilden. Fachleute nennen das Bestockung. Bei Gräsern wie dem Deutschen Weidelgras wird sie umso stärker, je intensiver die Fläche genutzt wird. Wird das Gras dagegen nur wenige Male im Jahr geschnitten, bleibt die Narbe eher locker bis lückig; das siehst du gut an den Stoppeln nach dem Schnitt.

Wichtig ist das, weil eine sehr dichte Grasnarbe trittfest und belastbar ist und Unkräuter verdrängt. In Lücken breiten sich dagegen gern Löwenzahn, Ampfer, Vogelmiere oder Gemeine Rispe aus. Solche Lücken entstehen etwa durch Auswinterung, durch Mäuse oder wenn schwere Maschinen die Narbe verletzen und verdichten; geschlossen werden sie mit einer Nachsaat. Gemeint ist mit Grasnarbe übrigens nicht das einzelne Grasbüschel, sondern der ganze Bestand als zusammenhängende Decke.

Beispiel aus dem Garten

Wenn ich auf dem Rasen kahle Flecken entdecke, etwa wo Mäuse gewühlt haben, ist die Grasnarbe dort lückig. Ich säe solche Stellen zeitnah nach und schaue dabei, ob schon Löwenzahn oder Vogelmiere hineinwachsen.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ↗ – Ertrags- und Qualitätsreserven des Grünlandes nutzen, Abschnitt „Auf die Nutzung kommt es an“. Geprüft am .

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