Schwarzäugige Susanne gießen: Wasserbedarf nach Phase, Standort und Saison
- Gleichmäßig versorgen, besonders an heißen Tagen; starke Trockenheit und Dauernässe vermeiden.
- Kein fester Gießrhythmus: vorher die Feuchte tiefer in der Erde oder über das Topfgewicht prüfen.
- Beet bei Hitze und Trockenheit durchdringend gießen, etwa 20 bis 25 l/m² auf mehrere Gießgänge verteilt.
- Morgens direkt im Wurzelbereich gießen, Laub trocken lassen, gern mit Regenwasser.
- Im Topf Abzugslöcher frei halten und Untersetzer leeren; im Winterquartier zurückhaltend gießen.

Hängen die Blätter deiner Schwarzäugigen Susanne schlaff am Gitter, liegt der Griff zur Gießkanne nahe. Welke hat aber zwei mögliche Ursachen: TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. oder beginnende Wurzelfäule in zu nasser Erde. Ich prüfe deshalb zuerst die Erde und greife erst danach zur Kanne.
Die Schwarzäugige Susanne, auch Susanna genannt, braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung. Das gilt besonders an heißen Tagen, und dabei soll sie weder stark austrocknen noch dauerhaft nass stehen. Wie oft, wie viel und wie du gießt, hängt deshalb von Wachstumsphase, Standort und Jahreszeit ab.
Was die Schwarzäugige Susanne beim Wasser braucht
Botanisch ist Thunbergia alata eine immergrüne, mehrjährige Kletterpflanze. Sie ist aber nicht winterhart und wird häufig einjährig kultiviert. Sortenwahl, Rankhilfe und Winterquartier behandelt der Ratgeber dazu, wie du die Schwarzäugige Susanne von der Aussaat bis zur Überwinterung kultivierst.
Die Pflanze wächst in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Vor allem im Kübel bestimmen Sonne, Regen und Wind den Gießrhythmus mit. Die wichtigsten Angaben für die Wasserversorgung:
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Feuchtebedarf | frisch, also gleichmäßig feucht ohne starke Trockenheit und ohne Dauernässe |
| Licht | sonnig bis halbschattig |
| Wuchshöhe der ‘Thunbergien Mischung’ | etwa 100 bis 150 cm |
| Blütezeit | Mai bis Oktober |
| WinterhärteWinterhärte, auch Frosthärte genannt, beschreibt, wie viel Frost eine Pflanze verträgt. Winterharte Arten überstehen den Winter im Freien, empfindliche musst du vor dem Frost ernten oder schützen. | nicht winterhart |
| Beet bei Hitze und Trockenheit | etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge |
| Gießrhythmus | kein fester Takt, er richtet sich nach Bodenart, Temperatur und Niederschlag |
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Die Pflanze lässt sich durch Samen vermehren, bei Kultur unter Glas auch durch halbverholzte Stecklinge.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Eine Kletterhilfe anbieten. Im Freiland kein Rückschnitt nötig; unter Glas auf Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Schildläuse achten.
- Düngung
Pflanzen in gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden benötigen meist keine zusätzliche Düngung. Bei Gefäßkultur während des aktiven Wachstums monatlich flüssig düngen.
Lebensform und Verwendung
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.
Wie oft gießen? Erst prüfen, dann gießen
Einen allgemein gültigen Gießrhythmus gibt es nicht. Die Häufigkeit richtet sich nach Bodenart, Temperatur und Niederschlag. Im Topf kommen Gefäßgröße und Gefäßmaterial dazu. Deshalb ersetzt die Feuchteprüfung den Kalender.
Stecke den Finger vor dem Gießen tief in die Erde, beim Topf bis in den unteren Teil des Ballens. Kleinere Töpfe kannst du zusätzlich anheben, denn das Gewicht verrät, ob noch Wasser im Ballen steckt. Bei torffreier Erde ist der Blick in die Tiefe besonders wichtig. Ihre Oberfläche kann schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist. Auch eine dunkle Farbe garantiert bei torffreier Blumenerde keine Feuchte.
Braucht das Beet Zusatzwasser, gießt du durchdringend in größeren Abständen und nicht häufig in kleinen Mengen.
Ich gieße meine Susannen nicht nach Wochentag. Bevor ich zur Kanne greife, stecke ich den Finger in die Erde, hebe die Töpfe kurz an und entscheide erst dann, welche Pflanze Wasser bekommt.
Wie gießen: Zeitpunkt, Stelle und Wasser
Gieß am frühen Morgen direkt auf die Erde im Wurzelbereich. Morgens geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren, und Pflanze wie Boden trocknen tagsüber wieder ab. Trockenes Laub senkt außerdem das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten. Ich setze die Kanne deshalb am Fuß der Ranke an und lasse die Blätter am Gitter trocken. Kübel und Kästen auf dem Balkon gießt du bei Bedarf zusätzlich am Abend, ebenfalls direkt an die Wurzeln.
Als Gießwasser eignet sich Regenwasser, weil es weich und salzarm ist. Hartes Leitungswasser mit hoher CarbonathärteDie Carbonathärte ist der Teil der Gesamthärte des Wassers, der auf Calcium- und Magnesiumcarbonat zurückgeht. Sie wirkt alkalisch und beeinflusst deshalb den pH-Wert der Topferde, wenn du mit diesem Wasser gießt. kann dagegen den pH-Wert der Topferde anheben. Dann wird Eisen leichter festgelegt und steht der Pflanze schlechter zur Verfügung.
Gießen nach Wachstumsphase
Aussaat und Keimung
Für die Vorkultur der ‘Thunbergien Mischung’ legst du 5 bis 6 Samen in einen Topf. Den passenden Zeitpunkt zeigt dir der Kalender, wann du welche Sommerblumen aussäst. Während der Keimung und unmittelbar danach darf die Saat nicht austrocknen. Trotzdem brauchen Anzuchttöpfe einen Wasserabzug, damit keine Staunässe entsteht. Eine Folienhaube lüftest du täglich und nimmst sie nach der Keimung ab. Luftdicht schließen darf sie nie. Ich feuchte die AnzuchterdeAnzuchterde ist eine nährstoffarme, feinkrümelige Erde für die Aussaat und das Vorziehen junger Pflanzen. Die geringe Nährstoffmenge regt die zarten Wurzeln zum Wachsen an. mit einer Blumenspritze an und prüfe mit dem Finger, ob sie überall gleich feucht ist.
Pikieren und Anwachsen
Nach dem Pikieren schließt du das Pflanzloch seitlich, gießt an und drückst die Erde leicht an. Kommen die jungen Pflanzen in einen Kasten mit Wasserreservoir, gießt du zunächst ganz normal, bis sie eingewurzelt sind. Erst dann unterstützt der Speicher das Gießen, etwa 2 bis 3 Wochen nach der Pflanzung.
Beim Gießen schaue ich auch nach den jungen Trieben. Kürzt du ihre Spitzen, regt das die Verzweigung an, und eine Kletterhilfe sollte früh bereitstehen. Die Grundlagen zu AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung., Unkraut und Rankhilfe stehen im Sommerblumen-Überblick.
Sommer: Wachstum und Blüte
Im Sommer zählt, dass die Versorgung nicht abreißt, an heißen Tagen besonders. Bei Hitze und Trockenheit gießt du Beete durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m². Diese Menge verteilst du auf mehrere Gießgänge. Als tägliche Pauschalmenge ist sie nicht gedacht. Wie du Kübel und Kästen in dieser Zeit gießt, steht weiter unten bei den Standorten.
„In der Blüte weniger gießen, dann blüht sie reicher.“ Die Schwarzäugige Susanne braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung ohne starke Trockenheit, und ihre Blüte reicht von Mai bis Oktober. Eine Durstphase als Blühreiz gehört deshalb nicht zu ihrer Pflege.
Gießen und Düngen
Flüssigdünger gibst du nur auf bereits feuchte Erde, damit die Lösung die Wurzeln nicht schädigt. Welche Dünger sie in welchen Abständen braucht, steht im Ratgeber, wie du die Schwarzäugige Susanne in Beet und Topf bedarfsgerecht düngst. Den artübergreifenden Rahmen zeigt der Überblick, wie du Sommerblumen nach Phase und Bedarf gießt und düngst.
Herbst
Die Blüte reicht bis in den Oktober. Werden die Tage kühler oder regnet es öfter, gießt du seltener, weil die Häufigkeit Temperatur und Niederschlag folgt. Die Feuchteprüfung vor dem Gießen bleibt trotzdem, denn auch im Herbst entscheidet der Ballen. Untersetzer leerst du nach Regen, damit sich an den Wurzeln keine Nässe staut.
Winter im Haus
Winterhart ist die Schwarzäugige Susanne nicht. Überwinterst du sie hell und kühl im Haus, gießt du zurückhaltend. Vor dem Gießen prüfst du die Erde tiefer im Topf, und im Untersetzer bleibt kein Wasser stehen. Wie du das Winterquartier selbst einrichtest, steht im Kulturratgeber zur Art, den ich oben verlinkt habe.
Gießen nach Standort und Gefäß
Im Beet an Zaun und Rankgerüst
Sandiger Boden lässt Wasser schnell durch und speichert wenig, toniger Boden vernässt leichter. Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Wie du den Boden vorbereitest, behandelt der Sommerblumen-Überblick im Abschnitt zu Standort und Boden.
Flaches Hacken unterbricht die Kapillaren im Boden und kann so die Verdunstung vermindern. Ausreichender Pflanzabstand verbessert die Luftzirkulation, sodass die Blätter besser abtrocknen. Den Platz dafür kannst du mit dem Beetplaner für deine Gartenbeete einteilen.
Im Kübel und Balkonkasten
Mehr Erdvolumen im Gefäß bedeutet einen größeren Wasserspeicher. Da die Schwarzäugige Susanne gerade an heißen Tagen gleichmäßig versorgt sein will, gibst du ihr lieber einen großzügigen Kübel als einen knappen. Gieß so, dass die Erde bis zum Topfboden durchfeuchtet ist. Der Überschuss läuft durch die Abzugslöcher ab, und den Untersetzer leerst du danach.
Hat sich ausgetrocknete Erde vom Topfrand gelöst, tauchst du den Ballen ein, bis er wieder benetzt ist. Balkonkästen gießt du in diesem Fall vorsichtig in mehreren Durchgängen. Teilen sich mehrere Pflanzen einen Kasten, hängen alle am selben Wasservorrat. Welche Partner sich anbieten, zeigt der Ratgeber, womit du die Schwarzäugige Susanne im Garten und im Topf kombinierst.
Heb den Kübel direkt nach dem Gießen einmal an. So kennst du das Gewicht eines durchfeuchteten Ballens und merkst später, wenn er leichter wird.
In der Ampel
Hängt die Schwarzäugige Susanne in einer Ampel, gelten dieselben Regeln wie im Topf. Auch die Ampel braucht ein Abzugsloch, damit überschüssiges Wasser abfließt. Ich hebe sie vor dem Gießen von unten kurz an und prüfe so ihr Gewicht. Ist der Ballen ausgetrocknet und vom Rand gelöst, tauchst du die Ampel samt Ballen in einen Eimer Wasser.
Tropfbewässerung und Wasserspeicher
Tropfbewässerung bringt das Wasser gezielt an die Wurzeln und kann Wasser sparen. Achte darauf, dass die Tropfer nicht verstopfen oder verkalken. Für Kübel und herkömmliche Balkonkästen gibt es feuchteabhängige Tropfsysteme, die je nach Substratfeuchte wässern. Bei Kästen mit Wasserspeicher gilt die Reihenfolge vom Anwachsen: erst normal gießen, dann den Speicher arbeiten lassen.
Drainage und Mulch: Wasser halten, ohne es zu stauen
Drainage im Topf
Die Schwarzäugige Susanne braucht ein gut durchlässiges Substrat. Steht Wasser im Topf, können die Wurzeln unter der Staunässe faulen, und die Pflanze kann trotz nasser Erde welken.
Für den Abfluss sorgen drei Dinge: freie Abzugslöcher, ein strukturstabiles Substrat und Platz für das ablaufende Wasser unter dem Gefäß. Strukturstabile Erde speichert Wasser und gibt den Überschuss trotzdem ab. Mineralische Bestandteile wie Bims oder Blähton können diese Struktur unterstützen. Ich stelle Kübel so auf, dass das Wasser unten frei abläuft, und kippe Untersetzer nach Regen aus.
Sind die Abzugslöcher frei? Ist der Untersetzer leer? Hast du die Feuchte tiefer im Ballen geprüft? Ist die Erde beim Gießen bis zum Topfboden durchfeuchtet? Kommt das Wasser morgens direkt an die Wurzeln?
Mulch im Beet
Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und bremst seine Aufheizung. Als dünne Decke schützt sie offenen Boden außerdem vor Verkrustung. Organisches Mulchen trägt zum Humusaufbau bei, und Humus verbessert Wasseraufnahme und Wasserspeicherung des Bodens.
Geeignet ist Grasschnitt von gesundem Rasen ohne Unkrautsamen. Lass ihn anwelken und bring ihn wiederholt in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr bleibt jede Mulchschicht dünn. Ich lege den angewelkten Schnitt locker um den Fuß der Ranke.
Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet. Stroh, Holz und Rinde können beim Zersetzen außerdem Stickstoff im Boden binden.
Zu wenig oder zu viel Wasser? So deutest du die Zeichen
Schlaffe Blätter sind kein sicheres Durstzeichen. Sie können von Trockenstress kommen, aber auch von beginnender Wurzelfäule nach zu viel Nässe. Bei Topfpflanzen kann auch Hitze Welke auslösen. Prüfe deshalb vor dem Nachgießen die Feuchte im Ballen.
| Was du siehst | Mögliche Ursachen | Was du tust |
|---|---|---|
| Welke Blätter, Erde im Ballen trocken | Wassermangel | durchdringend gießen; hat sich der Ballen vom Rand gelöst, ihn eintauchen |
| Welke Blätter, Erde feucht oder nass | Hitze oder durch Dauernässe geschädigte Wurzeln | nicht nachgießen, Abzugslöcher und Untersetzer prüfen |
| Braune Blattränder | Trockenheit, Salzschaden durch Überdüngung oder Kaliummangel | Gießen und Düngung prüfen; bei Salzverdacht im Kübel die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf auswaschen |
| Gelbe Blätter und Blattfall bei Pflanzen im Haus | Lichtmangel, Temperaturschwankungen, WasserstressWasserstress bedeutet, dass eine Pflanze zu wenig Wasser bekommt. Bei Gehölzen zeigt er sich oft erst einige Monate später durch Blatt- oder Nadelfall, schwaches Wachstum und höhere Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. oder Nährstoffmangel | Licht, Temperatur und Feuchte nacheinander prüfen |
| Unklare Blattflecken, Pflanze kümmert | am Blatt allein nicht sicher erkennbar | Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst untersuchen lassen |
Welkt die Pflanze in nasser Erde, gießt du nicht nach. Leere stehendes Wasser aus dem Untersetzer und prüfe, ob die Abzugslöcher frei sind.
Ein sehr dichter Bestand kann bei Beet- und Balkonpflanzen GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. begünstigen, deshalb lässt du Platz zwischen den Pflanzen und gießt bodennah. Unter Glas achtest du bei der Thunbergie außerdem auf Blattläuse, SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall., Weiße Fliege und Schildläuse. Mehr zur Vorbeugung steht im Ratgeber, wie du die Schwarzäugige Susanne natürlich vor Schädlingen und Krankheiten schützt.





