Was passt zur Schwarzäugigen Susanne? Partner und Farben für Beet und Topf
- Die Schwarzäugige Susanne wird etwa 100 bis 150 cm hoch und blüht von Mai bis Oktober.
- Wähle Partner, die wie sie sonnig bis halbschattig stehen und gleichmäßig Wasser bekommen.
- Zu orangen Blüten passen blaue Partner, zu gelben violette, für Ton in Ton weitere Gelb- und Orangetöne.
- Starke Kletterer wie rankende Kapuzinerkresse können die Susanne unterdrücken: plane ihnen eigenen Raum ein.
- Im Topf helfen ein großes, standfestes Gefäß mit Abzugsloch und ein gesichertes Klettergerüst.

Du hast eine Schwarzäugige Susanne am Gitter und überlegst, was davor, daneben und im selben Topf wachsen soll. Ich entscheide das immer in derselben Reihenfolge: erst Licht und Wasser, dann Höhe und Wuchskraft, zuletzt die Farbe. So passen die Partner nicht nur im Bild zusammen, sondern auch beim Gießen.
Die kurze Antwort auf die Frage, was zur Susanne passt: Pflanzen, die wie sie sonnig bis halbschattig stehen und eine gleichmäßige Wasserversorgung vertragen. Zu orangen Blüten setze ich blaue Partner wie Kornblume oder Jungfer im Grünen, zu gelben violette wie Steppen-Salbei oder Glockenrebe. Am Zaun kommen Duftwicken, Prunkwinden und rankende Kapuzinerkresse dazu, jede mit eigenem Platz. Im Topf ergänzen Hängepetunien, Husarenknöpfchen oder Zweizahn die Kletterpflanze.
Was die Susanne für die Kombination mitbringt
Die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata, oft auch Susanna genannt) ist nicht winterhart und wird meist einjährig gezogen. Die ‘Thunbergien Mischung’ erreicht etwa 100 bis 150 cm Höhe und bekommt frühzeitig eine Rankhilfe. Sie blüht von Mai bis Oktober, die Sorte ‘African Sunset’ in Orange, Apricot und Gelb mit dunklem Auge.
Für die Planung zählen vier Eckdaten der Susanne: etwa 100 bis 150 cm Höhe, 25 bis 50 cm Breite, Blüte von Mai bis Oktober und kein Duft. Höhe und Breite bestimmen, wie viel Platz die Partner davor und daneben bekommen.
Standort, Wasser und Pflege in Kürze
Die Susanne wächst sonnig bis halbschattig in gut durchlässiger, frischer Erde. Wie du Standort, Boden und Rankhilfe für Sommerblumen planst, zeigt der Überblick zu den Sommerblumen. Wasser braucht sie gleichmäßig, vor allem an heißen Tagen, ohne starke Trockenheit und ohne dauerhafte Nässe. Wie du die Schwarzäugige Susanne je nach Phase und Standort gießt, beschreibt ein eigener Ratgeber. Kürzt du bei jungen Pflanzen die Triebspitzen, verzweigen sie sich; einen weiteren RückschnittBeim Rückschnitt kürzt du Triebe oder Stängel einer Pflanze ein, bei Stauden oft bis knapp über den Boden. Je nach Zeitpunkt räumt er alte Stängel ab, regt eine Nachblüte an oder bremst das Aussamen. braucht die Susanne im Freiland nicht.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Die Pflanze lässt sich durch Samen vermehren, bei Kultur unter Glas auch durch halbverholzte Stecklinge.
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Eine Kletterhilfe anbieten. Im Freiland kein Rückschnitt nötig; unter Glas auf Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Schildläuse achten.
- Düngung
Pflanzen in gutem, mit Kompost verbessertem Gartenboden benötigen meist keine zusätzliche Düngung. Bei Gefäßkultur während des aktiven Wachstums monatlich flüssig düngen.
Lebensform und Verwendung
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.
Nach welchen Regeln ich Partner auswähle
Zuerst schaue ich auf das Licht. Die Susanne verträgt Sonne bis Halbschatten, also kommen Partner mit derselben Spanne infrage. Hängepetunien und Pelargonien eignen sich zum Beispiel für vollsonnige bis halbschattige Plätze, ebenso das Schmuckkörbchen ‘Gazebo’. Zinnien sollten dagegen geschützt in voller Sonne stehen, deshalb gehören sie an die sonnigste Stelle der Pflanzung.
Danach vergleiche ich den Wasserbedarf, denn im selben Beetabschnitt oder Topf gießt du alle Pflanzen gemeinsam. Partner, die Trockenheit suchen, passen dort schlecht zu einer Pflanze, die gleichmäßig versorgt sein will.
Lavendel und Susanne im selben Kübel. Lavendel kommt mit Trockenheit gut zurecht und will einen guten Wasserabzug, die Susanne braucht dagegen eine gleichmäßige Wasserversorgung ohne starke Trockenheit. Im gemeinsamen Topf gehen ihre Ansprüche damit auseinander, deshalb stellst du sie besser in getrennte Gefäße nebeneinander. Dasselbe gilt für Thymian und Rosmarin.
Bei der Höhe halte ich mich an die Ordnung aus dem Staudenbeet: Hohe Leitpflanzen stehen eher im Hintergrund, kleinere Begleiter ergänzen davor. Die Susanne übernimmt an ihrer Rankhilfe den Hintergrund, der Rest staffelt sich nach vorn.
Zuletzt prüfe ich die Wuchskraft. Kletternde Kapuzinerkresse kann mit ihren langen Trieben andere Pflanzen unterdrücken. In gemischten Balkonpflanzungen werden schwache Partner im Sommer häufig weiter zurückgedrängt. Ausreichender Abstand hilft zusätzlich, weil die Luft besser zirkuliert, die Blätter schneller abtrocknen und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt.
Listen mit „guten Nachbarn“ klingen verbindlich. Schon für das Gemüsebeet sind behauptete positive Nachbarschaftseffekte häufig widersprüchlich und hängen auch von Standort und Pflege ab. Für die Susanne wähle ich Partner deshalb nach Licht, Wasser, Höhe und Wuchskraft aus, nicht nach einer Liste.
Farben: komplementär, Ton in Ton oder mit Weiß
Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber. Im Farbkreis nach Itten bilden Orange mit Blau und Gelb mit Violett solche kontrastierenden Paare. Eine Ton-in-Ton-Pflanzung arbeitet dagegen mit helleren und dunkleren Nuancen derselben Farbe.
Bei orangen Susannen setze ich auf Blau. Die Kornblume ‘Blauer Junge’ blüht blau und bleibt mit etwa 50 bis 60 cm deutlich unter der Kletterpflanze. Die Mischung ‘Jungfer im Grünen, bunt’ blüht weiß und in verschiedenen Blautönen, und die filigrane Jungfer bildet im Beet einen Kontrast zu kräftigeren Nachbarn. Wo es steinig und halbschattig ist, passt die Liebeshainblume ‘Blaue Nemophila’ mit himmelblauen Blüten und weißer Mitte.
Gelbe Susannen kombiniere ich mit Violett. Im Staudenbeet übernimmt das der Steppen-Salbei ‘Mainacht’ mit dunkelviolettblauen Blüten. An Wand oder Zaun passt die Glockenrebe ‘Violette Schönheit’, deren Blüten zunächst grünlich sind und später violett werden. Der Rosenkelch trägt dunkelviolette Blüten, nach deren Abwurf ein hellvioletter Blütenschmuck lange erhalten bleibt.
Für Ton in Ton bringt die Susanne selbst schon viel mit: ‘African Sunset’ blüht in Orange, Apricot und Gelb, also genau in den helleren und dunkleren Nuancen, aus denen eine Ton-in-Ton-Pflanzung besteht. Davor setze ich Partner, die diese Töne fortführen, etwa das dunkelorange Schmuckkörbchen ‘Mandarin’ oder das zartgelbe ‘Xanthos’. Im Topf übernimmt das leuchtend gelbe Husarenknöpfchen ‘Solaris’ diese Rolle.
Wer es ruhiger mag, mischt Weiß dazu. Das Schmuckkörbchen ‘Gazebo’ und die Spinnenblume bringen Weiß, Rosa und Pink ins Beet. Im Herbst blüht die Glattblattaster ‘Zauberspiel’ reinweiß und zeigt beim Abblühen einen rosa Hauch.
| Farbwirkung | Partner | Blütenfarbe | Höhe |
|---|---|---|---|
| Orange und Blau | Kornblume ‘Blauer Junge’ | blau | etwa 50 bis 60 cm |
| Orange und Blau | Jungfer im Grünen, bunt | Weiß und Blautöne | keine Angabe |
| Orange und Blau | Liebeshainblume ‘Blaue Nemophila’ | himmelblau mit weißer Mitte | keine Angabe |
| Gelb und Violett | Steppen-Salbei ‘Mainacht’ | dunkelviolettblau | keine Angabe |
| Gelb und Violett | Glockenrebe ‘Violette Schönheit’ | erst grünlich, dann violett | keine Angabe |
| Gelb und Violett | Rosenkelch | dunkelviolett | an der Kletterhilfe etwa 300 cm |
| Ton in Ton | Schmuckkörbchen ‘Xanthos’ | zartes Gelb | 50 bis 60 cm |
| Ton in Ton | Schmuckkörbchen ‘Mandarin’ | dunkles Orange | 20 bis 30 cm |
| Ton in Ton | Sonnenblume ‘Sonja’ | viele kleine orange Blüten | etwa 90 bis 120 cm |
| Ton in Ton | Husarenknöpfchen ‘Solaris’ | leuchtend gelb | keine Angabe |
| Weiß dazu | Schmuckkörbchen ‘Gazebo’ | Weiß, Rosa, Pink | 50 bis 60 cm |
| Weiß dazu | Spinnenblume (Cleome spinosa) | Weiß, Rosa, Pink | 80 bis 100 cm |
| Weiß dazu | Glattblattaster ‘Zauberspiel’ | reinweiß, beim Abblühen rosa | 80 bis 100 cm |
Kletterpartner an Zaun, Pergola und Gitter
Bei zwei Kletterpflanzen an einem Gerüst achte ich vor allem auf Höhe und Wuchskraft. Wer stärker wächst, bekommt seinen eigenen Abschnitt, damit die Susanne nicht im Laub des Nachbarn verschwindet.
Duftwicken bringen das mit, was der Susanne fehlt: Duft. Die Großblumige Prachtmischung der Edelwicke braucht eine Rankhilfe und kann Drahtnetze, Lauben, Zäune oder Pergolen beranken. Duftwicken klettern auch an filigranen Rankhilfen aus Weide oder feinem Maschendraht. Sie mögen einen sonnigen, luftigen Platz, an dem ihr Laub nach Regen schnell abtrocknet. Die stark duftende, zweifarbige Sorte ‘Cupani’ wird als Klettersorte etwa 180 cm hoch.
Alle Teile der Edelwicke sind giftig, besonders die Samen. Kleine Kinder beaufsichtigst du im Garten und auf dem Balkon und erklärst ihnen früh, welche Gefahren es gibt.
Die Kapuzinerkresse ‘Rankende Mischung’ begrünt Pergolen, Spaliere und Zäune. Kletternde Sorten können bis zu 2,5 m lange Triebe bilden und andere Pflanzen unterdrücken. Ich gebe ihr deshalb ein eigenes Zaunfeld neben der Susanne, statt beide durch dieselben Maschen zu schicken. Sie ist stark frostempfindlich und wird von Mitte Mai bis Ende Juni direkt gesät.
Die Purpur-Prunkwinde braucht Sonne, fruchtbaren Boden und ausreichend Wasser. Prunkwinden klettern an Stäben, Klettergerüsten oder Spalieren, und aus im Boden befestigten, oben zusammengebundenen Stangen baust du ihnen ein Zelt. Die Prunkwinde ‘Blue Star’ erreicht etwa 200 bis 300 cm. Weil die Susanne mit etwa 100 bis 150 cm deutlich niedriger bleibt, setze ich sie an die Vorderseite oder an den unteren Teil des Gerüsts, wo ihre Blüten sichtbar bleiben.
Die Glockenrebe klettert mit gegabelten Blattranken, deren Enden Haken tragen. Anhaltend nasskalte Witterung kann bei der wärmeliebenden Art Wachstum und Blüte beeinträchtigen. Die Sorte ‘Violette Schönheit’ kommt ab Mitte Mai ins Freiland. Der Rosenkelch wächst sonnig bis halbschattig in sandiger, humoser Gartenerde und verträgt keinen Frost; mit seiner Höhe gehört er an ein eigenes, hohes Gerüst.
Bei Kletterrosen bin ich vorsichtig. Für Rosen gilt als allgemeine Pflegeempfehlung der Verzicht auf Unterpflanzung. Deshalb setze ich die Susanne nicht in die Rosenpflanzung, sondern an ein eigenes Gerüst daneben.
Für alle Kletterer gilt: Zu dicke Streben können Ranken nicht umfassen, ein tragfähiges Gerüst braucht deshalb zusätzlich passende Greifmöglichkeiten. Wandbefestigte Rankhilfen müssen in Verankerung und Material zum Wandaufbau passen und das Gewicht von Gerüst und Bewuchs samt Witterungslasten tragen.
Sommerblumen und Stauden vor der Susanne
Im Beet bildet die Susanne an ihrer Rankhilfe die hintere Reihe. Davor staffle ich die Partner nach Höhe, damit jede Reihe sichtbar bleibt.
| Platz | Partner | Höhe |
|---|---|---|
| vorn | Lobelie ‘Kaiser Wilhelm’ | etwa 10 bis 20 cm |
| vorn | Zinnie ‘Profusion’ | etwa 20 bis 30 cm |
| vorn | Studentenblume ‘Taishan’ (Tagetes erecta) | etwa 25 bis 30 cm |
| vorn | Ringelblume ‘Fiesta Gitana Mischung’ | etwa 20 bis 30 cm |
| Mitte | Schmuckkörbchen ‘Cosimo’ | etwa 40 bis 60 cm |
| Mitte | Zinnie ‘Sonnenstrahl’ | etwa 60 bis 80 cm |
| hinten neben der Susanne | Patagonisches Eisenkraut ‘Argentinische Verbene’ | etwa 100 bis 150 cm |
| hinten neben der Susanne | Schmuckkörbchen ‘Sensation Mischung’ | etwa 100 bis 150 cm |
Eine fertige Gruppe für den Vordergrund liefern Kosmeen. Sie lassen sich im gemischten Blumenbeet mit Zinnien, Ringelblumen, Astern, Rittersporn und Tagetes kombinieren. Ringelblumen, Kosmeen, Tagetes und Zinnien blühen bis in den Spätherbst, die Susanne bis Oktober. Mit dieser Gruppe vor der Rankhilfe bleibt das Beet also bis zum Ende der Saison in Blüte.
Im Staudenbeet nutze ich die Susanne an einem eigenen Gerüst als Lückenfüller. Sommerblumen eignen sich dafür ebenso wie als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Bevor ich pflanze, kannst du die Höhenstaffelung im Beetplaner vorzeichnen und dort auch die Breite der Susanne eintragen.
Kombinationen im Topf und Balkonkasten
Im Kübel trägt das Gefäß die ganze Kombination. Gefäße für einjährige Kletterpflanzen brauchen genügend Standfestigkeit, und das Klettergerüst sicherst du möglichst zusätzlich an einer festen Rückwand. Hohe Pflanzen brauchen ein entsprechend schweres Gefäß, damit Wind oder ungleich verteiltes Gewicht es nicht umkippen. Ein Abzugsloch ist Pflicht, eine Kiesschicht ersetzt es nicht.
Mehr Erdvolumen speichert mehr Wasser, und die Susanne braucht gerade an heißen Tagen eine gleichmäßige Versorgung. Deshalb pflanze ich eine Kombination lieber in ein großes Gefäß als in mehrere kleine, denn je kleiner ein Topf ist, desto schneller trocknet er aus.
Hängepetunien und Hängesurfinien wachsen stark überhängend und eignen sich für Balkonkästen, Ampeln und Schalen. Sie stehen vollsonnig bis halbschattig und werden reichlich gegossen. Weil Petunien in gemischten Pflanzungen häufig dominanter werden, setze ich zu Susanne und Petunie keinen schwachwüchsigen dritten Partner.
Husarenknöpfchen gehören in gemischten Kübeln an den vorderen Rand, und die Sorte ‘Solaris’ blüht leuchtend gelb. Die Zinnienmischung ‘Profusion’ eignet sich für Gefäße, braucht aber einen sonnigen Platz. Elfenspiegel passt in Ampeln, Töpfe und Kästen und steht gern sonnig bis halbschattig an regengeschützten Plätzen. Weil er empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen reagiert, kombinierst du ihn nicht mit StarkzehrernStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe. wie Pelargonien.
Über den Topfrand hängen kann die kompakte Edelwicke ‘Ampelkorb’, die nur etwa 20 bis 25 cm lange Ranken bildet und keine Rankhilfe braucht. Von der Kapuzinerkresse nimmst du für Gefäße kompakte Sorten, die kletternden gehören an den Zaun. Für Bienen auf dem Balkon eignen sich Zweizahn und Lobelie, mehr dazu im Abschnitt über Insekten.
Beim Bepflanzen eines Kübels setze ich zuerst die Rankhilfe, dann die Susanne direkt davor und zuletzt die Randpflanzen. Dabei prüfe ich, ob das Abzugsloch frei bleibt und das Gerüst fest an der Rückwand sitzt.
Abzugsloch offen, Gefäß groß und standfest, Gerüst an einer festen Rückwand gesichert, alle Partner mit ähnlichem Licht- und Wasserbedarf, nur ein dominanter Partner wie die Petunie.
Für die Pflege im Topf reichen zwei Punkte. Vor dem Gießen prüfst du die Feuchte auch tiefer im Ballen, weil torffreie Erde oben trocken wirken kann, während sie darunter noch feucht ist. Im kompostverbesserten Gartenboden braucht die Susanne meist keinen Zusatzdünger. Im Gefäß düngst du sie während des Wachstums monatlich flüssig, nach Packungsanweisung und nur auf feuchte Erde.
Insektenfreundlich kombinieren
Für ein insektenfreundliches Beet plane ich die Nahrung über die Partner. Viele ungefüllte und halbgefüllte Blüten liefern Pollen und Nektar, stark gefüllte Blüten meidest du in bienenfreundlichen Pflanzungen besser. Bei stark gefüllten Zierblüten erreichen Insekten Nektar und Pollen häufig nur schwer.
In Versuchen an der LWG bewährten sich Zweizahn, Lobelie, Ziersalbei und Strohblume als bienenattraktive Balkonpflanzen. Zwergsorten der Strohblume passen in Balkonkästen und Töpfe, also auch in den Kübel zur Susanne.
Im Beet bieten ungefüllte Ringelblumen und Kosmeen erwachsenen SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. und SchwebfliegenSchwebfliegen sind Fliegen mit oft schwarz-gelber, wespenähnlicher Zeichnung, die in der Luft auf der Stelle schweben können. Sie gelten als Nützlinge: Die erwachsenen Tiere bestäuben Blüten, die Larven vieler Arten fressen Blattläuse. gut zugängliche Blütennahrung und unterstützen damit auch Blattlausfeinde. Ungefüllte Tagetes-Sorten bieten Insekten frei zugänglichen Nektar. Die Spinnenblume liefert Bienen ebenfalls Nektar und passt mit ihrer Höhe neben die Rankhilfe.
Damit das Angebot nicht nur im Sommer reicht, ergänze ich Blühzeiten. Krokus und Lungenkraut blühen im Frühjahr, Schmuckkörbchen und Kornblume im Sommer, ungefüllte Herbstastern im Herbst. Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost und werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht.
Mehr als die Hälfte der Wildbienenarten nistet im Boden und braucht dafür offene, besonnte und ungestörte Stellen. Mulchst du die ganze Fläche unter der Susanne, fehlen genau diese Stellen. Ich lasse deshalb eine sonnige Ecke unbedeckt.
Duft holst du über die Nachbarn
Die Susanne duftet nicht, und Duftpflanzen nimmst du an Sitzplätzen, Terrassen und Gartenwegen besonders gut wahr. Ziehst du sie am Sitzplatz hoch, kommt der Duft also von ihren Nachbarn.
Die Gartenverbene ‘Duftmix’ verbindet duftende Blüten mit Weiß, Pink und Blau, und das Blau passt zugleich als Kontrast zu orangen Susannen. Die Levkojenmischung ‘Duftbouquet’ duftet besonders abends intensiv, in heißem Sommerklima verkürzt sich ihre Blütezeit allerdings. Am Gerüst übernimmt die stark duftende Edelwicke ‘Cupani’ diese Aufgabe. Katzenminze, Bergminze und Duftnessel ergänzen mit duftenden Blättern.
Ich setze die Duftpflanzen auf die Seite des Gerüsts, die zum Sitzplatz zeigt, und die Susanne dahinter.
Vor und nach der Susanne: Frühjahr, Herbst und Winter
Vor der Susanne gehört das Beet den Zwiebelblumen. Krokusse und Traubenhyazinthen ergänzen sommerblühende Pflanzungen um ein Blütenangebot im zeitigen Frühjahr. Im Staudenbeet stehen frühjahrsblühende Zwiebeln gut in der zweiten Reihe, wo später austreibende Stauden ihr vergilbendes Laub verdecken.
Gegen Ende der Saison übernehmen Herbstastern. Raublattastern erreichen je nach Sorte 60 bis 150 cm, ‘Herbstschnee’ blüht reinweiß und ‘Violetta’ dunkellila. Für vorn eignet sich die lilarosa Kissenaster ‘Rosenwichtel’ mit etwa 20 bis 30 cm Höhe. Sie blüht von Ende September bis Ende Oktober.
Für den Winter lasse ich Samenstände stehen. Stehen gelassene Samenstände von Schmuckkörbchen bieten körnerfressenden Vögeln wie dem Distelfink Nahrung. Samenstände von Chinaschilf und Waldschmiele können das Beet im Winter schmücken, und stehen gelassene Staudenstängel bieten Insekten Quartiere.
Pflanzen, Abstände und Termine in der Praxis
Vor dem Pflanzen lockerst du den Boden, und bei einer Neuanlage klärt eine Bodenuntersuchung Nährstoffe und Kalkbedarf. Die Grundlagen dazu stehen im Überblick zu den Sommerblumen.
Für die Abstände plane ich die Endgröße jeder Pflanze ein, nicht die Größe beim Pflanzen. Die Spanne bei der Susanne ist weit, deshalb orientiere ich mich zusätzlich an ihrer Breite von 25 bis 50 cm.
| Pflanze | In der Reihe | Zwischen den Reihen | Erziehung und Platz |
|---|---|---|---|
| Schwarzäugige Susanne | 20 bis 80 cm | 25 bis 80 cm | an der Rankhilfe |
| Kapuzinerkresse ‘Rankende Mischung’ | Raster 30 × 40 cm | im Raster enthalten | an Pergola, Spalier oder Zaun |
| Gartenverbene ‘Duftmix’ | 30 cm | 30 cm | im Beet vor der Rankhilfe |
| Schmuckkörbchen ‘Cosimo’ | Raster 30 × 40 cm | im Raster enthalten | im Beet, am Rabattenrand |
Die Susanne startest du von Februar bis April in der Vorkultur. Die Kletterpartner haben eigene Termine, die du beim Planen gleich mitdenkst.
| Kletterpartner | Start | Ins Freie |
|---|---|---|
| Rosenkelch | Vorkultur Ende Januar bis Anfang Februar für frühen Blühbeginn | verträgt keinen Frost |
| Edelwicke | Vorkultur ab Januar möglich | Duftwicke ‘Bunte Mischung’ nicht vor Mitte Mai |
| Prunk- und Trichterwinden | Vorkultur ab März | nach den EisheiligenDie Eisheiligen sind die Namenstage von fünf Heiligen vom 11. bis 15. Mai. Bauernregeln zufolge häufen sich dann späte Frostnächte, deshalb gelten sie im Garten als Merkdatum für die Spätfrostgefahr. und kurzem AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten. |
| Glockenrebe ‘Violette Schönheit’ | keine Angabe | ab Mitte Mai |
| Kapuzinerkresse | Direktsaat Mitte Mai bis Ende Juni | stark frostempfindlich |
Die Termine deiner übrigen Partner findest du im druckbaren Aussaatkalender für Sommerblumen. Zwischen den Pflanzen mulche ich dünn mit angewelktem, gesundem und unkrautsamenfreiem Grasschnitt. Rohen RindenmulchRindenmulch ist rohe, nicht kompostierte Baumrinde, mit der du den Boden unter Gehölzen abdeckst. Er enthält wachstumshemmende Stoffe und bindet Stickstoff im Boden, deshalb gehört er nicht ins Gemüsebeet. nehme ich für Beete mit Einjahresblumen nicht.
Unter Glas achtest du an der Susanne auf Blattläuse, SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall., Weiße Fliege und Schildläuse. Wie du die Susanne mit Nützlingen und Vorbeugung natürlich schützt, beschreibt ein eigener Ratgeber.





