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Die häufigsten Krankheiten bei Gurken und ihre Behandlung

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion

Grundlagen: Häufige Krankheiten im Gemüsegarten: Mehltau, Braunfäule und Kohlhernie erkennen und bekämpfen · Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Falscher Mehltau zeigt eckige gelbe Flecken, Echter Mehltau weißen mehlartigen Belag.
  • Falscher Mehltau tritt bei Feuchte auf, Echter Mehltau bei Wärme und Trockenheit.
  • Grauschimmel befällt bevorzugt geschwächtes oder verletztes Gewebe.
  • Gießen morgens und bodennah, damit Blätter trocken bleiben.
  • Resistente Sorten wählen, Anbaupause einhalten, großzügige Abstände halten.
Eine junge Gurke hängt an der Pflanze, umgeben von grünen Blättern und gelben Blüten
Foto: Agung Sutrisno · Pexels License · Quelle ↗

Gurkenkrankheiten: erkennen, vorbeugen und behandeln

Gurken gehören zu den beliebtesten Gemüsearten im Garten – und leider auch zu den anfälligeren. Ob weißer Belag, gelbe Flecken oder welke Triebe: Hier erfährst du, welche Krankheit dahintersteckt und was du dagegen tun kannst.

Kurz vorweg, bevor du losdiagnostizierst

  • Frühzeitige Erkennung ist entscheidend – kontrolliere deine Pflanzen am besten täglich
  • Die häufigsten Probleme sind Echter und Falscher Mehltau sowie Grauschimmel
  • Vorbeugung wirkt besser als jede Behandlung: trockenes Laub, Luft im Bestand, resistente Sorten
  • Bei Virusbefall hilft nur noch das Entfernen der Pflanze
Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Cucumis
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11
Aussaatkalender Gurken
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai, Juni; Aussaat: Mai, Juni; Blüte: Mai, Juni, Juli, August; Ernte: Juni, Juli, August, September; Pflanzung: Mai, JuniJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberPflanzungPflanzung: MaiPflanzung: JuniVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Woran du eine kranke Gurkenpflanze erkennst

In meinem Garten gehören Gurken seit jeher zum festen Programm – und dabei habe ich fast alles gesehen, was diese Pflanzen treffen kann. Die wichtigste Lektion daraus: Kranke Gurken kündigen sich an. Achte auf diese frühen Warnzeichen:

  • Gelbliche oder bräunliche Flecken auf den Blättern
  • Weißer, mehliger Belag auf Blättern oder Stängeln
  • Welke oder schlaffe Blätter trotz ausreichender Bewässerung
  • Deformierte Früchte oder Blüten
  • Ungewöhnliche Wuchsformen, Mosaikmuster oder Verkrüppelungen

Die häufigsten Verursacher sind Falscher Mehltau, Echter Mehltau, Grauschimmel, das Gurkenmosaikvirus und – seltener – bakterielle Erkrankungen. Unbehandelt können sie den Ertrag stark reduzieren oder ganze Pflanzen kosten. Ich kontrolliere meine Gurken jeden Morgen beim Gießen – ein kurzer Blick auf Blattoberseiten, Blattunterseiten und Triebspitzen gehört bei mir fest zur Routine.

Pilzkrankheiten bei Gurken

Pilze sind die mit Abstand häufigste Ursache für kranke Gurken. Drei Erreger solltest du sicher auseinanderhalten können.

Kurz erklärt

Echter und Falscher Mehltau sind trotz des Namens sehr verschieden. Echter Mehltau bildet weißen, abwischbaren Belag auf der Blattoberseite und mag es warm und trocken („Schönwetterpilz”). Falscher Mehltau verursacht eckige gelbe Flecken mit grau-violettem Rasen auf der Blattunterseite und braucht Feuchtigkeit („Schlechtwetterpilz”).

Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)

Symptome und Erkennungsmerkmale

Erste Anzeichen sind gelbliche, eckige, von den Blattadern begrenzte Flecken auf der Blattoberseite. Sie werden schnell braun, das Blatt stirbt ab. Auf der Blattunterseite bildet sich bei feuchter Witterung ein grau-violetter Pilzrasen.

Bedingungen für die Ausbreitung

Falscher Mehltau liebt es feucht und eher kühl. Besonders wohl fühlt er sich bei anhaltender Blattnässe – in meinem Garten tritt er fast nur nach längeren Regenperioden auf.

Vorbeugung und Behandlung

  • Wähle resistente Sorten – die Auswahl ist inzwischen groß
  • Sorge für Durchlüftung: Abstand halten, aufbinden, ausgeizen
  • Gieße morgens und bodennah, damit die Blätter trocken bleiben
  • Entferne befallene Pflanzenteile sofort und entsorge sie im Hausmüll

Bei ersten Anzeichen entfernst du befallene Blätter konsequent und sorgst für mehr Luft im Bestand. In hartnäckigen Fällen helfen für den Haus- und Kleingarten zugelassene Fungizide aus dem Fachhandel – lies vorher genau die Gebrauchsanleitung und halte die Wartezeiten bis zur Ernte ein.

Echter Mehltau

Symptome und Erkennungsmerkmale

Echter Mehltau zeigt sich als weißer, mehliger, abwischbarer Belag, der meist auf der Blattoberseite beginnt. Befallene Blätter vergilben und sterben nach und nach ab.

Bedingungen für die Ausbreitung

Anders als sein „falscher” Verwandter mag der Echte Mehltau es warm und eher trocken – in trockenen Sommern ist er der häufigste Gast im Gurkenbeet.

Vorbeugung und Behandlung

  • Halte ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen
  • Dünge maßvoll – zu viel Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig
  • Mulche den Boden für eine gleichmäßige Wasserversorgung
  • Setze auf resistente Sorten, wenn Echter Mehltau bei dir regelmäßig auftritt

Entferne befallene Blätter, sobald der Belag auftaucht, und wiederhole den Kontrollblick in den Folgetagen. In schweren Fällen können für den Haus- und Kleingarten zugelassene Fungizide zum Einsatz kommen – gezielt, nicht vorsorglich und exakt nach Gebrauchsanleitung.

Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Symptome und Erkennungsmerkmale

Grauschimmel erkennst du an graubraunen, fauligen Stellen an Blättern, Stängeln und Früchten. Bei feuchter Luft überzieht ein grauer, pelziger Sporenrasen die befallenen Partien – er dient dem Pilz zur Verbreitung, weshalb befallene Teile sofort in den Hausmüll gehören.

Bedingungen für die Ausbreitung

Der Pilz mag es feucht und kühl, befällt bevorzugt geschwächtes oder verletztes Gewebe und schlägt gern zu, wenn Pflanzen zu dicht stehen. Gerade in feuchten Sommern achte ich deshalb penibel auf Belüftung und lockeren Stand.

Vorbeugung und Behandlung

  • Sorge für gute Luftzirkulation und setze die Pflanzen nicht zu dicht
  • Entferne alte Pflanzenreste und vermeide Verletzungen bei der Pflege
  • Gieße am Boden, nicht über die Blätter

Schneide befallene Partien großzügig aus. Bei starkem Befall an der Stängelbasis oder an vielen Trieben ist die Pflanze meist nicht mehr zu halten – entferne sie, bevor der Pilz auf die Nachbarn übergreift.

Viruskrankheiten: kleine Erreger, große Wirkung

Gegen Viren gibt es keine Behandlung – umso wichtiger sind Erkennen und Vorbeugen. Zwei Erreger spielen bei Gurken die Hauptrolle.

Gurkenmosaikvirus (CMV)

Das Gurkenmosaikvirus zeigt sich als Mosaik aus hellen und dunklen Grüntönen auf den Blättern, die oft verknittert oder wellig wirken. Befallene Pflanzen bleiben im Wuchs zurück, die Früchte verformen sich oder zeigen helle Flecken und warzige Auswüchse. Übertragen wird das Virus vor allem durch Blattläuse, daneben über verunreinigtes Werkzeug und Hände sowie teils über Saatgut – hochwertiges Saatgut ist also auch Virenschutz.

Vorbeugen kannst du mit resistenten oder toleranten Sorten, konsequenter Blattlauskontrolle und Hygiene: Werkzeuge regelmäßig desinfizieren und die Beete unkrautfrei halten, denn manche Wildkräuter dienen dem Virus als Zwischenwirt. Ist eine Pflanze befallen, hilft nur noch eines: raus damit, mitsamt Wurzel, in den Hausmüll – nicht auf den Kompost.

Zucchini-Gelbmosaikvirus (ZYMV)

Der Name verrät das Leitsymptom: auffällige gelbe Flecken und Streifen auf den Blättern, die sich wellen oder blasig aufwerfen. Die Früchte – falls sich überhaupt welche bilden – bleiben deformiert und zeigen harte Auswüchse. Auch dieses Virus wandert vor allem mit Blattläusen, daneben mechanisch über Pflanzensaft an Händen und Werkzeug. Vorbeugung und Umgang entsprechen dem Gurkenmosaikvirus: resistente Sorten wählen, Blattläuse früh eindämmen, befallene Pflanzen entfernen und danach Hände und Werkzeug gründlich reinigen.

Passt dazu

Blattläuse, Spinnmilben und Co. natürlich bekämpfen – wer die Überträger im Griff hat, hat auch die Viren im Griff. Bleibt die Diagnose ohne typisches Krankheitsbild, führt dich die Übersicht zu Wachstumsstopp und ausbleibender Fruchtentwicklung weiter.

Bakterielle Erkrankungen bei Gurken

Eckige Blattfleckenkrankheit (Pseudomonas syringae pv. lachrymans)

Auf den Blättern erscheinen wasserdurchtränkt wirkende, eckige Flecken, die von den Blattadern begrenzt werden und später braun eintrocknen – oft mit gelbem Hof. Bei starkem Befall wirken die Blätter wie zerfetzt, auch auf den Früchten können einsinkende Läsionen entstehen. Die Bakterien mögen es warm und feucht und verbreiten sich vor allem mit Spritzwasser und Blattnässe.

Vorbeugung ist hier fast alles: gesundes Saatgut und resistente Sorten, bodennahes Gießen – etwa mit Tropfschläuchen –, gute Durchlüftung, Werkzeughygiene und die Regel, nicht im nassen Bestand zu arbeiten, damit du die Erreger nicht selbst von Blatt zu Blatt trägst. Befallene Pflanzenteile entfernst du großzügig. Direkte Gegenmittel gibt es kaum; falls überhaupt gespritzt wird, kommen nur Pflanzenschutzmittel infrage, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind – exakt nach Gebrauchsanleitung. Setze lieber auf konsequente Vorbeugung und gelistete Pflanzenstärkungsmittel, die die Widerstandskraft unterstützen können.

Bakterielle Welke (Erwinia tracheiphila)

Bei dieser Krankheit welken erst einzelne Blätter, dann ganze Triebe. Ein einfacher Test: Schneide einen welken Trieb durch und zieh die Schnittflächen langsam auseinander. Bilden sich schleimige Fäden, spricht viel für die Bakterielle Welke. Zur Einordnung: Übertragen wird sie durch Gurkenkäfer, die vor allem in Nordamerika verbreitet sind – in mitteleuropäischen Gärten sind Käfer wie Krankheit deshalb selten. Tritt die Welke doch auf, gibt es keine Rettung: Entferne befallene Pflanzen mitsamt Wurzel, entsorge sie im Hausmüll und desinfiziere dein Werkzeug gründlich.

Welkt eine Pflanze ohne die typischen Schleimfäden, stecken hierzulande eher bodenbürtige Pilze wie die Fusarium-Welke oder schlicht Wurzelschäden durch Staunässe dahinter. Auch dann gilt: großzügig entfernen – und den Kürbisgewächsen an dieser Stelle eine Anbaupause gönnen.

Gelbe Blätter, Mangel und Wetterschäden: nicht immer eine Infektion

Bevor du zur Spritze greifst, lohnt der Blick auf Standort und Versorgung – viele Symptome haben harmlosere Ursachen.

Nährstoffmangel erkennen

  • Stickstoffmangel: Ältere Blätter vergilben gleichmäßig, die Pflanze bleibt insgesamt blass und klein. Kompost oder Hornspäne beugen vor.
  • Kaliummangel: Blattränder werden braun und rollen sich ein, die Früchte bleiben klein und fade. Kaliumbetonte organische Dünger gleichen das aus.
  • Magnesiummangel: Das Gewebe zwischen den Blattadern vergilbt, die Adern selbst bleiben grün. Ein magnesiumhaltiger Dünger wie Bittersalz gleicht den Mangel aus.

Typisch für Mangel: Die Muster treten symmetrisch an der ganzen Pflanze auf, während Krankheiten fleckig an einzelnen Stellen beginnen und sich von dort ausbreiten.

Witterungsschäden

  • Sonnenbrand: Helle, papierartig eintrocknende Stellen an Blättern und Früchten nach Hitzetagen – spanne an solchen Tagen ein Schattiernetz über den Bestand.
  • Kälteschäden: Gurken sind frostempfindlich; schon Temperaturen um den Gefrierpunkt können junge Pflanzen absterben lassen. Pflanze im Freiland erst nach den Eisheiligen und halte Vlies bereit.
  • Wasserstress: Trockenheit führt zu welken Blättern und bitteren Früchten, Staunässe zu Wurzelfäule und Vergilbung. Gleichmäßig gießen, auf Drainage achten, mulchen. Und schmeckt eine Frucht bitter: den Bissen ausspucken, nicht weiterprobieren und die ganze Frucht entsorgen.

Vorbeugung: so bleiben deine Gurken gesund

Die gute Nachricht: Ein großer Teil der Krankheiten lässt sich allein über die Kulturführung verhindern.

Das Fundament legen Standort und Boden – sonnig, luftig, humusreich, ohne Staunässe; die Grundlagen dazu bündelt der Ratgeber zum Gurkenanbau. Baue Gurken außerdem nicht Jahr für Jahr an derselben Stelle und nicht nach anderen Kürbisgewächsen an – eine Anbaupause entzieht bodenbürtigen Erregern die Grundlage. In der Mischkultur säe ich jedes Jahr Dill zwischen meine Gurken – er kann Nützlinge anlocken und liefert nebenbei das passende Kraut fürs Einlegen.

Der zweite Hebel ist trockenes Laub: morgens und bodennah gießen, großzügige Abstände halten und die Pflanzen aufbinden und ausgeizen, damit Luft durch den Bestand streicht – wie das Schritt für Schritt geht, zeigt die Anleitung zum Ausgeizen, Aufbinden und Schneiden von Gurken. Der dritte Hebel ist Hygiene: kranke Pflanzenteile sofort in den Hausmüll, Werkzeug regelmäßig reinigen, Pflanzenreste am Saisonende gründlich abräumen.

Mini-Checkliste

Resistente Sorte gewählt? Anbaupause nach Kürbisgewächsen eingehalten? Morgens und bodennah gegossen? Abstände großzügig, Pflanzen aufgebunden? Werkzeug sauber, kranke Teile im Hausmüll entsorgt? Dann hast du den wichtigsten Krankheiten die Einfallstore geschlossen.

Und schließlich: Beobachte. Ein regelmäßiger genauer Blick auf Blattober- und Blattunterseiten, Stängel und Früchte – ergänzt um Notizen zu Auffälligkeiten, Wetter und Maßnahmen in einem kleinen Gartentagebuch – macht dich von Jahr zu Jahr besser darin, Muster zu erkennen und früh zu reagieren.

Erste Hilfe: wenn es deine Gurken erwischt hat

Auch mit bester Vorbeugung passiert es mal. Dann gehst du so vor: Bestimme zuerst die Ursache anhand der Leitsymptome – Belag deutet auf Mehltau, faulig-pelzige Stellen auf Grauschimmel, Mosaikmuster auf Viren, eckige nasse Flecken auf Bakterien, symmetrische Vergilbung auf Nährstoffmangel. Entferne alles befallene Gewebe großzügig und entsorge es im Hausmüll. Korrigiere anschließend die Bedingungen: mehr Luft im Bestand, trockeneres Laub, gleichmäßigeres Gießen, maßvolle Düngung. Erst danach kommen Mittel ins Spiel – ausschließlich solche, die für den Haus- und Kleingarten und das Anwendungsgebiet zugelassen sind, nur gezielt bei hartnäckigem Pilzbefall und exakt nach Gebrauchsanleitung. Viruskranke und stark welkende Pflanzen entfernst du dagegen komplett; hier ist jeder Tag Zögern ein Risiko für die Nachbarpflanzen.

Gesunde Gurken sind kein Zufall

Wer die Symptome kennt, täglich kurz hinschaut und auf trockenes Laub, Fruchtwechsel und resistente Sorten setzt, hat die meisten Gurkenkrankheiten schon besiegt, bevor sie ausbrechen. Und wenn doch einmal eine Pflanze verloren geht: Das gehört dazu, jede Saison ist auch ein Lernjahr. Die nächste knackige Gurke aus dem eigenen Beet entschädigt für vieles.

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Häufige Fragen

Was sind die häufigsten Gurkenkrankheiten und wie erkennst du sie?
Die häufigsten Gurkenkrankheiten sind Falscher Mehltau, Echter Mehltau, Grauschimmel, das Gurkenmosaikvirus und – deutlich seltener – bakterielle Erkrankungen. Falscher Mehltau zeigt gelbliche, eckige Blattflecken mit grau-violettem Pilzrasen auf der Blattunterseite. Echter Mehltau bildet einen weißen, mehligen Belag auf der Blattoberseite. Grauschimmel verursacht graubraune, faulige Stellen mit pelzigem Belag. Das Gurkenmosaikvirus erkennst du am hell-dunkelgrünen Mosaikmuster der Blätter und an verkrüppelten Früchten. Kontrolliere deine Pflanzen am besten täglich auf Verfärbungen, Flecken, Beläge und welke Triebe – je früher du ein Problem entdeckst, desto besser stehen die Chancen.
Wie unterscheidet sich Falscher Mehltau von Echtem Mehltau bei Gurken?
Die beiden Mehltau-Arten sind leicht zu verwechseln, verhalten sich aber gegensätzlich. Falscher Mehltau beginnt mit gelblichen, eckigen Flecken auf der Blattoberseite und bildet einen grau-violetten Rasen auf der Unterseite; er mag feucht-kühle Witterung und tritt oft nach Regenperioden auf. Echter Mehltau zeigt sich als weißer, abwischbarer Belag zuerst auf der Blattoberseite und breitet sich bevorzugt bei warmem, eher trockenem Wetter aus. Auch die Gegenmaßnahmen unterscheiden sich: Gegen Falschen Mehltau helfen vor allem trockenes Laub und gute Belüftung, gegen Echten Mehltau das frühe, konsequente Entfernen befallener Blätter, dazu maßvolle Stickstoffdüngung. Für beide gilt: befallene Blätter entfernen und resistente Sorten wählen.
Welche vorbeugenden Maßnahmen schützen Gurken am wirksamsten vor Pilzkrankheiten?
Die wirksamste Vorbeugung beginnt bei der Sortenwahl: Resistente Sorten nehmen vielen Pilzkrankheiten den Schrecken. Dazu kommen ein sonniger, luftiger Standort, großzügige Pflanzabstände und das Aufbinden der Pflanzen – alles, was das Laub schnell abtrocknen lässt. Gieße morgens und bodennah, nie über die Blätter. Entferne Pflanzenreste konsequent, halte nach Gurken und anderen Kürbisgewächsen eine Anbaupause auf demselben Beet ein und dünge ausgewogen – zu viel Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig. Gelistete Pflanzenstärkungsmittel aus dem Fachhandel können die Widerstandskraft zusätzlich unterstützen – eine garantierte Wirkung haben sie nicht.
Was fehlt den Gurken, wenn die Blätter gelb werden?
Gelbe Blätter haben viele mögliche Ursachen – nicht immer steckt eine Krankheit dahinter. Vergilben ältere Blätter gleichmäßig von unten nach oben, fehlt oft Stickstoff; braune, eingerollte Blattränder deuten auf Kaliummangel, gelbes Gewebe zwischen grünen Blattadern auf Magnesiummangel. Solche Mangelmuster treten symmetrisch an der ganzen Pflanze auf. Krankheiten beginnen dagegen meist fleckig und unregelmäßig an einzelnen Blättern und breiten sich aus – oft mit Belägen, Faulstellen oder Mosaikmustern. Auch Gießfehler wie Staunässe oder Trockenstress und die normale Alterung der untersten Blätter lassen Laub vergilben. Prüfe also erst Standort, Wasser und Düngung, bevor du zu Gegenmitteln greifst.
Welche Merkmale weisen Viruskrankheiten wie das Gurkenmosaikvirus auf?
Das Gurkenmosaikvirus (CMV) zeigt ein typisches Mosaik aus hellen und dunklen Grüntönen auf den Blättern, die oft verknittert oder wellig wirken. Befallene Pflanzen bleiben im Wuchs zurück, die Früchte werden deformiert oder fleckig. Viruskrankheiten sind systemisch: Der Erreger verbreitet sich über die Leitungsbahnen in der ganzen Pflanze, eine Behandlung ist nicht möglich. Übertragen wird das Virus vor allem durch Blattläuse, aber auch über Werkzeuge und Hände. Befallene Pflanzen entfernst du deshalb komplett und entsorgst sie im Hausmüll – und beugst mit resistenten Sorten und konsequenter Blattlauskontrolle vor.
Worin unterscheiden sich bakterielle Erkrankungen von Pilzkrankheiten bei Gurken?
Bakterielle Erkrankungen wie die Eckige Blattfleckenkrankheit verursachen wasserdurchtränkt wirkende, von den Blattadern begrenzte eckige Flecken, oft mit gelbem Hof; bei der Bakteriellen Welke welken erst einzelne Blätter, dann ganze Triebe. Pilzkrankheiten entwickeln sich meist langsamer und bilden sichtbare Beläge oder Sporenrasen. Auch die Verbreitung unterscheidet sich: Bakterien wandern vor allem mit Spritzwasser, Insekten und Werkzeug, Pilze über ihre Sporen durch die Luft. Gegen Bakterien gibt es kaum direkte Mittel – hier zählen Hygiene, trockenes Laub und das Entfernen befallener Teile, während gegen manche Pilzkrankheiten für den Haus- und Kleingarten zugelassene Fungizide zur Verfügung stehen.
Welche Rolle spielen Blattläuse bei der Übertragung von Gurkenviren?
Blattläuse sind die wichtigsten Überträger von Gurkenviren wie dem Gurkenmosaikvirus und dem Zucchini-Gelbmosaikvirus. Beim Saugen an einer infizierten Pflanze nehmen sie Viruspartikel auf und geben sie beim nächsten Einstich an gesunde Pflanzen weiter – dafür reichen schon kurze Saugkontakte. Deshalb ist Blattlauskontrolle zugleich Virusvorbeugung: Kontrolliere regelmäßig Triebspitzen und Blattunterseiten, fördere Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen und greife bei Befall früh zu mechanischen Mitteln – Absammeln, ein kräftiger Wasserstrahl, das Ausschneiden stark besetzter Triebspitzen. Gelbtafeln helfen dir, den Zuflug im Blick zu behalten.
Welche Mittel helfen gegen Gurkenkrankheiten?
Die Wahl der Maßnahme hängt von der Krankheit ab – der erste Schritt ist aber immer mechanisch und kulturell: befallene Pflanzenteile entfernen und im Hausmüll entsorgen, für Luft im Bestand sorgen und die Blätter trocken halten. Gegen Viren gibt es keine Mittel – befallene Pflanzen müssen komplett raus. Gelistete Pflanzenstärkungsmittel aus dem Fachhandel können die Widerstandskraft unterstützen, eine garantierte Wirkung haben sie nicht. Bei hartnäckigem Pilzbefall kannst du auf Fungizide zurückgreifen, die für den Haus- und Kleingarten und das jeweilige Anwendungsgebiet zugelassen sind; halte dich exakt an Gebrauchsanleitung und Wartezeiten und setze solche Mittel nur gezielt ein, nicht vorsorglich in der Fläche.
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