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Bio-Pflücksalat: gesund anbauen mit Kompost, Nützlingen und eigenem Saatgut

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Pflücksalat bildet keinen festen Kopf, seine Blätter erntest du wiederholt.
  • Die Düngung der Vorfrucht reicht bei Pflücksalat meist aus, etwas Kompost kann das Wasserhaltevermögen des Bodens verbessern.
  • Zu viel Stickstoff kann den Nitratgehalt der Blätter und die Anfälligkeit für Schädlinge erhöhen.
  • Gegen die Grüne Salatblattlaus arbeiten vor allem Schwebfliegen- und Florfliegenlarven, Blüten in der Nähe versorgen die erwachsenen Tiere.
  • Für eigenes Saatgut taugen samenfeste Sorten, bei F1-Hybriden spalten die Nachkommen stark auf.
Roter Pflücksalat wächst in Reihen in einem Gartenbeet.
Foto: Kathas_Fotos · Pixabay Content License · Quelle ↗

Ob dein Pflücksalat gesund auf den Tisch kommt, entscheidest du zu einem guten Teil schon beim Düngen. Ein reichliches Stickstoffangebot kann den Nitratgehalt der Blätter erhöhen, und überdüngte Pflanzen können stärker von Blattläusen befallen werden. Ich setze meinen Pflücksalat deshalb auf ein Beet, das seinen Kompost schon mit der Vorkultur bekommen hat, und dünge ihn nicht eigens nach.

Bio heißt bei diesem Salat vor allem Vorbeugung. Du düngst organisch und zurückhaltend, holst Nützlinge ins Beet und begrenzt Schnecken und Pilze mit Handgriffen statt mit Mitteln. Wer eigenes Saatgut ernten will, wählt schon beim Kauf samenfeste Sorten.

Pflücksalat ist eine Form des Gartensalats, botanisch Lactuca sativa var. crispa, und gehört zu den Korbblütlern. Er bildet keinen festen Kopf, deshalb kannst du seine Blätter wiederholt ernten.

Ist Pflücksalat gesund?

Pflücksalat ist Gemüse für die Küche und kein Heilmittel. Zu einer abwechslungsreichen Ernährung passt er gut, bei Beschwerden ersetzt er jedoch nicht den Gang zum Arzt. Auch das Etikett Superfood belegt für sich allein keinen gesundheitlichen Mehrwert gegenüber anderem Gemüse und Obst.

Blattsalate können viel Nitrat enthalten. Bei unsachgemäßer Lagerung kann daraus durch Mikroben Nitrit werden. Empfohlen bleibt trotzdem eine abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse.

Wie beeinflusst du den Nitratgehalt schon im Beet?

Ein geringeres Stickstoffüberangebot im Boden und mehr Licht können die Nitratanreicherung in Salat verringern. Auch der Erntezeitpunkt zählt: Nachmittags oder abends ist ein Teil des nachts angereicherten Nitrats bereits abgebaut. Ich pflücke die Blätter für die Salatschüssel deshalb am Nachmittag.

Worauf achtest du beim Lagern und Gießen?

Frischen Salat lagerst du im Kühlschrank, geschützt vor Austrocknung und getrennt von Äpfeln, Birnen und Tomaten. Schwangere und immunsupprimierte Menschen sollten vorsichtshalber auf vorgeschnittene, verpackte Salate verzichten. Besser ist für sie Salat, den sie selbst aus frischen Zutaten zubereiten und kurz vor dem Essen gründlich waschen.

Weil du Pflücksalat roh isst, zählt auch das Gießwasser. Bodennah wachsender, roh verzehrter Salat sollte wegen möglicher Krankheitserreger nicht mit aufbereitetem Abwasser gegossen werden. Regenwasser sammelst du nur von unproblematischen Dachflächen, nicht von flächigen Kupfer- oder Zinkdächern.

Achtung

Nimm beim Pflücken nur Blätter, die du sicher als Salat erkennst. Mitgeerntetes Kreuzkraut oder Greiskraut kann Pyrrolizidinalkaloide in die Schüssel eintragen.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Im Sommer etwas Schatten vorsehen, um vorzeitiges Schossen zu bremsen.

Bodenart

Leichter sandiger Lehm bevorzugt; auch andere gut durchlässige, humusreiche Böden geeignet.

Bodenreaktion

Geeignet sind neutrale bis schwach alkalische Böden.

Substrat

Geeignet ist gut durchlässiger, humusreicher Boden; bevorzugt leichter sandiger Lehm.

Anbauort

Die Kultur im Freiland ist möglich; für eine verlässlichere Winterernte eignet sich geschützte Kultur im Frühbeet.

Pflege

Pflege

Trockenheit vermeiden; bei heißem, trockenem Wetter schossen die Pflanzen schnell. Bei nasser Witterung auf Pilzerkrankungen achten.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig bis zweijährig.

Verwendung

Die Blätter eignen sich als Salatgemüse.

Aussaatkalender Pflücksalat
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai, Juni, Juli; Aussaat: März, April, Mai, Juni, Juli, August; Blüte: Juli, August; Ernte: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: April, Mai, Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniVorkultur: JuliAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: MaiErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: AprilPflanzung: MaiPflanzung: JuniPflanzung: JuliPflanzung: AugustPflanzung: SeptemberVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Wie düngst du Pflücksalat organisch?

Bei Gartensalat, Pflücksalat eingeschlossen, reicht die Düngung der Vorfrucht meist aus. Etwas Kompost kann zusätzlich das Wasserhaltevermögen des Bodens verbessern. Als allgemeine Grunddüngung im Gemüsegarten gelten höchstens 3 l Kompost je m² und Jahr, im Frühjahr leicht eingearbeitet. Was dein Boden schon an Nährstoffen mitbringt, rechnest du dabei an. Ist dein Boden humusreich, warm und ausreichend feucht, liefert er im Sommer häufig genug Nährstoffe nach, auch für neue Kulturen.

Im Topf sieht es anders aus. Bestandteile torffreier oder torfreduzierter Topferden können Stickstoff binden und dadurch einen zusätzlichen Versorgungsbedarf verursachen.

Hornmehl oder Hornspäne?

Organische Dünger geben ihre Nährstoffe überwiegend erst frei, wenn Mikroben sie umgesetzt haben. Hornmehl ist im Boden ungefähr innerhalb von sechs Wochen umgesetzt. Grobe Hornspäne brauchen dafür mehrere Monate. Pflücksalat hat dagegen eine Kulturdauer von 42 bis 56 Tagen. Gibst du ihm Hornspäne, wird also ein Teil ihres Stickstoffs erst frei, wenn der Satz schon abgeerntet ist.

Ob dein Beet überhaupt Stickstoff braucht, klärt bei Verdacht auf Mangel eine Nmin-Bodenuntersuchung. Die übliche Bodenuntersuchung erfasst den verfügbaren Stickstoff nämlich nicht automatisch. Den Nährstoffbedarf der einzelnen Salatarten ordnet der Überblick zu Salaten und Blattgemüse im Abschnitt Düngen ein.

Häufiger Fehler

Kurz vor der Ernte noch einmal Stickstoff nachlegen, damit die Blätter kräftiger wachsen. Eine späte Stickstoffgabe kann bei Salat den Nitratgehalt und das Risiko für Innenbrand erhöhen, bei dem junge Blattränder Schaden nehmen.

Was bringt eine Gründüngung vor dem nächsten Salat?

Grüneinsaaten können nach dem Räumen eines Beets die freie Fläche bedecken und den Boden besonders über Winter schützen. Leguminosen wie Klee binden mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff. Nach dem Verrotten ihrer Pflanzenmasse können sie die Nährstoffversorgung der Folgekultur verbessern. Phacelia bedeckt freie Beetflächen rasch und liefert während der Blüte Nahrung für Insekten.

Wie schützt du Pflücksalat biologisch?

Im Bio-Beet beugst du vor, förderst Nützlinge und greifst mit der Hand ein.

Blattläuse: Wie holst du Schwebfliegen und Florfliegen ins Beet?

Die Grüne Salatblattlaus versteckt sich im Inneren der Salatköpfe. Ihre wichtigsten natürlichen Gegenspieler sind dort Schwebfliegen- und Florfliegenlarven. Auch das Freilassen gekaufter Blattlaus-Gegenspieler gilt im Hausgarten an Salat als Maßnahme mit nicht gesicherter Wirkung.

Zahl im Blick

Eine Schwebfliegenlarve frisst während ihrer Entwicklung 150 bis 900 Blattläuse. Eine Florfliegenlarve schafft 500 bis 700 Läuse in zwei bis drei Wochen oder bis zu 100 am Tag.

Im Handel gibt es Schwebfliegen nicht, sie wandern aus der Umgebung zu. Die erwachsenen Schweb- und Florfliegen leben von Pollen, Nektar und Honigtau. Wer Schwebfliegenlarven im Salat haben will, muss die Elterntiere also mit Blüten in der Nähe anlocken. Setz dafür einheimische Blumen verstreut zwischen das Gemüse:

  • Doldenblütler wie Dill, Petersilie, Kerbel und Möhre
  • Korbblütler wie Ringelblume, Schafgarbe, Kamille und Margerite
  • Buchweizen, Kräuter sowie blühende Zwiebeln und Lauch
  • Frühblüher, die früh im Jahr erste Pollen liefern

In Versuchen besuchten Schwebfliegen besonders Steinkraut und Buchweizen. Bienen und Hummeln flogen dagegen Phacelia an, Schlupfwespen Kornblumen.

Tipp

Steinkraut (Lobularia maritima) liefert viel Nektar und Pollen und fördert Schwebfliegen, Schlupfwespen und Raubwanzen. Als Zwischenpflanzung im Salat stellte der Pflanzenschutzdienst Hamburg signifikant weniger Salatblattläuse fest.

Bewährt haben sich außerdem Anbaumaßnahmen. Du mischst verschiedene Salatarten und -farben, säst viele kleine Sätze, beginnst früh mit der Ernte und wählst blattlausresistente Sorten. Rote Sorten zeigen dabei weniger Blattlausbefall.

Vom Frühjahr bis zum Frühsommer wird nicht gespritzt, weil sich die Nützlinge dann vermehren und sehr empfindlich reagieren. Damit sie überwintern, lässt du Laub- und Astmulch unter Sträuchern liegen und legst Reisighaufen an. Florfliegen überwintern in Laub- und Heuhaufen, hinter Baumrinde sowie in Schuppen und Dachböden. Ich räume meine Staudenbeete erst Ende März ab und hänge für Ohrwürmer einen umgedrehten, mit Stroh gefüllten Blumentopf auf.

Schnecken: Was hilft ohne Mittel?

Schnecken fressen vor allem nachts, bei feuchtem Wetter auch am Tag. Wer sie absammelt und einen Schneckenzaun zieht, kann den Befall im Salatbeet begrenzen. Ein Zaun hält vor allem neu einwandernde Schnecken ab, Tiere innerhalb des Zauns musst du weiter absammeln. Salatkragen aus Kunststoff oder Metall können junge Salatpflanzen schützen. Tagetes können als Lockpflanzen das Auffinden und Absammeln erleichtern.

Beim Mulchen wägst du ab. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung und kann Beikräuter unterdrücken. Dauerhaftes Mulchen kann aber den Schneckenbesatz erhöhen. Bei starkem Nacktschneckenbefall kann es sinnvoll sein, den Mulch samt Schnecken und Eiern zu entfernen.

Marias Erfahrung

Bei feuchtem Wetter gehe ich nach Einbruch der Dunkelheit mit Taschenlampe und Eimer durch das Salatbeet. Den Mulch zwischen den Pflanzen hebe ich dabei an und sammle auch darunter ab.

Fäulnis und Falscher Mehltau: Wie bleiben die Blätter gesund?

Nässe begünstigt bei Pflücksalat Fäule und Falschen Mehltau, deshalb sollen die Blätter beim Gießen möglichst trocken bleiben. Den Falschen Salatmehltau, Erreger Bremia lactucae, fördert besonders anhaltend feuchtes, mäßig warmes Wetter im Spätsommer und Herbst. Zur Vorbeugung lässt du genug Platz zwischen den Pflanzen, legst die Reihen in Hauptwindrichtung an und gießt morgens. Stehen die Pflanzen unter Glas, lüftest du rechtzeitig; wie das klappt, zeigt der Ratgeber, wie du mit dem Frühbeet die Pflücksalat-Saison verlängerst.

Du setzt Pflücksalat als Einzelpflanzen mit 25 cm Abstand in der Reihe. Der Reihenabstand beträgt 30 cm. Vorgezogene Jungpflanzen kommen so hoch in die Erde, dass etwas Topferde über die Beetoberfläche ragt. So faulen die unteren Blätter weniger leicht, denn zu tief gesetzter Salat ist anfälliger für Fäulnis und Krankheiten.

Gelbliche, von den Blattadern begrenzte Flecken mit Pilzrasen auf der Blattunterseite können wie beim Kopfsalat auf Falschen Mehltau hinweisen. Ich zupfe fleckige Blätter ab und lege sie nicht als Mulch zurück ins Beet. Weitere Salatkrankheiten ordnet der Überblick zu Salaten und Blattgemüse im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge ein.

Gießen und Unkraut: Was ist daran bio?

Gieß morgens und bodennah; als Orientierung gegen Salatfäulen gelten 10 bis 15 l Wasser je m² und Gießvorgang. Beikräuter hackst du besonders zu Kulturbeginn regelmäßig heraus, gespritzt wird nicht. Die Details stehen in den Pflege-Grundlagen für Pflücksalat und im Überblick zu Salaten und Blattgemüse unter Gießen und Pflegen.

Welche Sorten passen, und wie gewinnst du eigenes Saatgut?

Für den Sommer wählst du schossfeste Sorten, weil Salate als Langtagpflanzen bei langen Tagen und Hitze schossen. Neben rotem Lollo passt Batavia ins Bio-Beet: Er lässt sich blattweise ernten, und seine Blätter trocknen nach Regen schnell ab. Wer eigenes Saatgut ernten will, kauft samenfeste Sorten, denn bei Hybriden mit F1 auf der Tüte spalten die Nachkommen in ihren Eigenschaften stark auf.

Weil sich Salat streng selbst befruchtet, reichen im Hausgarten einige Meter zwischen den Sorten, auch wenn du mehrere im selben Jahr vermehrst. Für die Samen wählst du mindestens 10 Pflanzen aus, die typisch für ihre Sorte sind; Pflanzen, die als erste schießen, kommen dafür nicht infrage. Reife, Ernte und Lagerung der Samen erklärt die Anleitung, wie du Salatsaatgut selbst gewinnst.

Wann säst du, und wie erntest du fortlaufend?

Pflücksalat säst du von März bis August und bedeckst die Samen nur eben mit Erde. Termine, Direktsaat und Vorkultur erklärt der Ratgeber, wann und wie du Pflücksalat aussäst.

Geerntet werden einzelne Blätter, das Herz bleibt dabei unverletzt, damit die Pflanze weiter austreibt. Säst du etwa alle 10 bis 14 Tage einen kleinen Satz nach, erntest du fortlaufend, und die Termine behältst du mit dem Aussaatkalender für Salate zum Ausdrucken im Blick. Wie das Pflücken von außen gelingt und die Ernte frisch bleibt, zeigt der Ratgeber, wie du Pflücksalat Blatt für Blatt erntest.

Wie lange pausiert das Beet, und welche Nachbarn passen?

Nach Pflücksalat hältst du auf derselben Fläche 2 Jahre Anbaupause ein, die Pausen der übrigen Salatarten nennt der Überblick zu Salaten und Blattgemüse. Als Lückenfüller passt er zwischen Radieschen, Möhren, Kohlrabi oder Spinat, sofern Platz und Licht reichen. Ob sich Nachbarn gegenseitig fördern, ist häufig schwer nachzuweisen, eine Garantie ist Mischkultur also nicht; geplante Partner prüfst du im Mischkultur-Planer.

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Häufige Fragen

Was macht Pflücksalat besonders geeignet für den Bio-Anbau?
Pflücksalat bildet keinen festen Kopf, du erntest seine Blätter einzeln und wiederholt. Mit einer Kulturdauer von 42 bis 56 Tagen ist er eine kurze Kultur, der meist die Düngung der Vorfrucht genügt. So vermeidest du leichter einen Stickstoffüberschuss, der den Nitratgehalt und die Anfälligkeit für Schädlinge erhöhen kann.
Wie funktioniert der natürliche Salatanbau ohne chemische Hilfsmittel?
Du setzt auf Vorbeugung: zurückhaltend organisch düngen, morgens bodennah gießen und ausreichend weite Pflanzabstände lassen. Blühpflanzen wie Steinkraut oder Buchweizen locken Schwebfliegen an, deren Larven Blattläuse fressen. Schnecken sammelst du ab und begrenzt sie mit Schneckenzaun und Salatkragen. Keine dieser Maßnahmen garantiert Erfolg, zusammen können sie das Risiko aber senken.
Was ist die Cut-and-Come-Again-Methode beim Pflücksalat?
So heißt das wiederholte Ernten einzelner Blätter, während die Pflanze im Beet stehen bleibt. Du pflückst Blatt für Blatt und lässt das Herz unverletzt, damit die Pflanze weiter austreibt. Säst du etwa alle 10 bis 14 Tage einen kleinen Satz nach, kannst du fortlaufend ernten.
Welche Rolle spielt Kompost bei der organischen Düngung von Pflücksalat?
Beim Pflücksalat reicht meist schon die Düngung der Vorfrucht, etwas Kompost kann zusätzlich das Wasserhaltevermögen des Bodens verbessern. Als allgemeine Grunddüngung im Gemüsegarten gelten höchstens 3 l Kompost je m² und Jahr, im Frühjahr leicht eingearbeitet. Was dein Boden bereits an Nährstoffen mitbringt, rechnest du dabei an.
Wie bereitet man den Boden optimal für die Aussaat von Pflücksalat vor?
Pflücksalat bevorzugt gut durchlässigen, humusreichen Boden, am liebsten leichten sandigen Lehm. Salzarm und gut durchlüftet sollte der Boden ebenfalls sein. Gelockert wird im Frühjahr erst, wenn das Beet ausreichend abgetrocknet ist, mit Grabgabel oder Krail. Kompost arbeitest du dabei leicht ein, sofern der Boden nicht schon gut versorgt ist.
Welche praktischen Schritte sind bei der Mischkultur mit Pflücksalat zu beachten?
Pflücksalat eignet sich als Lückenfüller zwischen Radieschen, Möhren, Kohlrabi oder Spinat, wenn genug Platz und Licht bleiben. Kurzlebige Zwischenkulturen erntest du, bevor sie die länger stehende Hauptkultur durch Platz-, Licht- oder Luftkonkurrenz bedrängen. Die Vorteile einer Mischkultur zeigen sich nur, wenn Bodenversorgung, Pflanzenabstand und Wasserversorgung für alle Partner stimmen. Einen sicheren Schutz vor Schädlingen garantiert auch eine gute Partnerwahl nicht.
Wo liegen die Unterschiede zwischen Gründüngung und organischer Düngung?
Bei der Gründüngung säst du Pflanzen, die freie Flächen bedecken und den Boden besonders über Winter schützen. Leguminosen wie Klee binden dabei mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff und können nach dem Verrotten die Folgekultur besser versorgen. Organische Dünger wie Kompost oder Hornmehl bringst du dagegen direkt aus, ihre Nährstoffe werden überwiegend erst nach mikrobieller Umsetzung frei.
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