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Auswaschung

Auswaschung ist der Verlust von Nährstoffen, die Niederschlagswasser aus dem Wurzelraum in tiefere Bodenschichten und bis ins Grundwasser spült. Besonders betroffen ist Nitrat, die Form, in der mineralischer Stickstoff im Boden größtenteils vorliegt.

Nitrat ist negativ geladen und wird von den meist ebenfalls negativ geladenen Bodenteilchen kaum festgehalten. Kalium dagegen ist positiv geladen und lagert sich vor allem an Tonminerale an, deshalb sinkt seine Auswaschung mit steigendem Tongehalt. Phosphat wird so gut wie nicht ausgewaschen. Magnesium geht vor allem auf leichten und sauren Böden verloren, und Ammonium-Stickstoff ist etwas besser geschützt als Nitrat.

Ausgewaschene Nährstoffe fehlen den Pflanzen und belasten das Grundwasser. Riskant ist vor allem Stickstoff, der zur falschen Zeit im Boden liegt: ein großer Vorrat zu Kulturbeginn, den die noch kleinen Pflanzen nicht nutzen können, oder eine zu frühe Düngung. Deshalb wird Stickstoff in eine Grunddüngung und eine oder mehrere Nachdüngungen aufgeteilt. Phosphat, Kalium und Magnesium kannst du dagegen auf Vorrat düngen, weil sie nicht so leicht ausgewaschen werden.

Beispiel aus dem Garten

Gibst du allen Stickstoff schon zu Kulturbeginn, können die noch kleinen Pflanzen ihn kaum nutzen, und Niederschlagswasser spült ihn als Nitrat in tiefere Bodenschichten: Das ist Auswaschung. Ich teile den Stickstoff in eine Grunddüngung und eine oder mehrere Nachdüngungen auf.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Bericht 2 „Düngung im Garten – In fünf Schritten zur erfolgreichen Düngung“, S. 44 „Informationen zu Nährstoffen – Stickstoff (N), Dynamik im Boden“, dazu S. 19, 22, 36, 41, 43, 45 und 46. Geprüft am .

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