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Rückschnitt

Beim Rückschnitt kürzt du Triebe oder Stängel einer Pflanze ein, bei Stauden oft bis knapp über den Boden. Je nach Zeitpunkt räumt er alte Stängel ab, regt eine Nachblüte an oder bremst das Aussamen.

Bei Stauden unterscheidet man Winter- und Sommerschnitt. Beim bodennahen Rückschnitt im Spätwinter kürzt du die alten Stängel auf etwa 5 bis 10 Zentimeter ein, bevor die ersten Frühjahrsblüher wie Schneeglöckchen oder Krokus austreiben. Ein genereller Rückschnitt schon im November oder Dezember ist nicht sinnvoll: Standfeste Stängel und Fruchtstände bleiben als Winterschmuck stehen. Halbsträucher wie Salbei schneidest du individuell und nimmst dabei erfrorene Triebe zurück.

Im Sommer schneidest du einzelne Arten nach der Blüte zurück, um Verblühtes zu beseitigen, ein Auseinanderfallen zu verhindern, eine Nachblüte zu erreichen oder starkes Aussamen zu bremsen. Vom Auslichten unterscheidet sich der Rückschnitt dadurch, dass du einkürzt, statt einzelne Triebe ganz herauszunehmen. Beim Ausputzen entfernst du dagegen nur Verblühtes.

Beispiel aus dem Garten

Im Spätwinter, bevor die Krokusse austreiben, kürze ich die alten Stängel meiner Stauden auf 5 bis 10 Zentimeter ein: Das ist der Rückschnitt. Anders als beim Auslichten nehme ich dabei nicht einzelne Triebe ganz heraus, sondern kürze alle ein.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Abteilung Landespflege ↗ – Fachartikel „Die Pflege von Staudenpflanzungen – (k)ein Buch mit sieben Siegeln?“ (2014, Sonderdruck aus Flächenmanager 2/12), Abschnitt „Die Pflegemaßnahmen – Schnitt“, Kasten „Gründe für Sommerschnitt“ und Bildunterschrift „Bild 2“, S. 4–6. Geprüft am .

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