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Saatrille

Eine Saatrille ist eine flache, gerade Furche im feinkrümeligen Saatbett, in die du Samen in einer Reihe säst. Nach der Aussaat schiebst du sie wieder zu und drückst die Erde an.

Du ziehst die Saatrille mit einem Rillenzieher oder einfach mit dem Stiel eines Gartengeräts entlang einer gespannten Schnur. Wie tief sie wird, richtet sich nach dem Saatgut: Als Faustregel bedeckst du den Samen höchstens bis zu seiner dreifachen Stärke mit Erde. Feine Samen kannst du vorher mit Sand mischen, damit sie nicht zu dicht in der Rille landen. Nach dem Säen schiebst du die Rille zu und drückst die Erde mit dem Rechen an, damit die Samen guten Bodenschluss haben.

Saatrillen sind die Grundlage der Reihensaat: Weil die Pflanzen später in klaren Reihen stehen, fallen Pflegearbeiten wie Hacken leichter als bei der Breitsaat, bei der du die Samen über die ganze Fläche streust. Verwechsle die Saatrille nicht mit dem Saatbett: Das Saatbett ist die ganze vorbereitete, feinkrümelige Fläche, die Rille nur die schmale Furche darin.

Beispiel aus dem Garten

Beim Säen im Gemüsebeet spanne ich zuerst eine Schnur und ziehe die Saatrille mit dem Rechenstiel daran entlang. Feine Samen mische ich mit etwas Sand, streue sie in die Rille, schiebe die Rille anschließend zu und drücke die Erde mit dem Rechen an.

Quelle: Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR) ↗ – Saat und Pflanzung, Abschnitte „1. Anlage von Gemüsebeeten“ (Reihen markieren), „2. Aussaat“ (Grundsätze) und „Saatweisen“ (Reihensaat, Breitsaat). Geprüft am .

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