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Schachtelhalmbrühe

Schachtelhalmbrühe ist ein gekochter Auszug aus Ackerschachtelhalm. Die gelöste Kieselsäure soll das äußere Zellgewebe der Pflanzen festigen; die Brühe wird vorbeugend gegen Pilzkrankheiten an Obst und Gemüse gesprüht.

Ackerschachtelhalm wächst zwischen Mai und August oft als Unkraut im Garten, das Ausgangsmaterial findest du also meist vor der Tür. Für die Brühe wird das Kraut eingeweicht, gekocht, nach dem Abkühlen gefiltert und vor dem Gebrauch verdünnt. Sie hält sich höchstens 24 Stunden. Meist wird sie auf die Blätter gesprüht, manchmal auch an die Wurzeln gegossen. Die Pflanze nimmt die Kieselsäure über die Blätter auf; das soll Pilzsporen das Eindringen ins Gewebe erschweren, etwa bei Mehltau oder Grauschimmel.

Auszüge aus Ackerschachtelhalm zählen zu den Grundstoffen: Das sind Stoffe, die keine Pflanzenschutzmittel sind, im Haus- und Kleingarten aber für diesen Zweck eingesetzt werden dürfen. Die Wirkung ist nicht gut belegt: Es gibt nur wenige, teils widersprüchliche Untersuchungen zu solchen Pflanzenzubereitungen, und sie wirken schwächer als chemisch-synthetische Mittel. Zur Abgrenzung: Eine Brühe wird gekocht, eine Jauche vergoren, ein Tee mit heißem Wasser aufgegossen.

Beispiel aus dem Garten

Weiche ich Ackerschachtelhalm ein, koche ihn, filtere den Sud nach dem Abkühlen und verdünne ihn, habe ich Schachtelhalmbrühe. Ich setze sie immer frisch an und sprühe sie nur vorbeugend auf die Blätter.

Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ↗ – „Jauche, Brühe und Tee – fünf pflanzliche Mittel gegen Schädlinge und Krankheiten im Garten“, Abschnitte „In Kürze“, „Was sind Grundstoffe?“, „1. Ackerschachtelhalmbrühe“ und „Wie und warum wirken Pflanzenzubereitungen?“. Geprüft am .

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