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Komposttee

Komposttee ist ein flüssiger Auszug aus Kompost: Ein Stoffbeutel mit Kompost hängt 3 bis 24 Stunden im Gießwasser. Der Tee enthält gelöste Nährstoffe und Mikroorganismen und wird zum Düngen und Stärken gegossen oder gesprüht.

Kompost verbessert den Boden, liefert Nährstoffe und bringt viele nützliche Mikroorganismen mit. Eine größere Zahl an Bodenlebewesen kann laut „Natur im Garten“ dazu beitragen, dass sich Krankheitserreger nicht so stark ausbreiten. Im Tee vermehren sich die Mikroorganismen, und Nährstoffe sowie pflanzenstärkende Stoffe gehen ins Wasser über. Je hochwertiger der Kompost, desto hochwertiger der Tee; auch Wurmkompost eignet sich, und Kräuter oder Gesteinsmehl können dazu.

Weil Kompost ein Naturprodukt ist, schwanken Nährstoffgehalt und Mikrobenvielfalt von Ansatz zu Ansatz. Für jede Anwendung setzt du einen frischen Tee an. Zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten kann laut der Broschüre auch ein Saatgut-Bad in Komposttee direkt vor der Aussaat sinnvoll sein. Nicht verwechseln mit einer Jauche: Dort gären zerkleinerte Pflanzen etwa zwei bis drei Wochen in Wasser, der Komposttee zieht dagegen nur Stunden.

Beispiel aus dem Garten

Hänge ich einen Stoffbeutel mit Kompost für einige Stunden ins Gießwasser, wird daraus Komposttee, den ich dann gieße. Anders als eine Jauche zieht er nur Stunden, und für jede Anwendung setze ich ihn frisch an.

Quelle: „Natur im Garten“ (Land Niederösterreich) ↗ – Infoblatt „Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht“ (Stand März 2024), Abschnitte „Jauche, Brühe, Tee“, „Pflanzen stärken und düngen mit Komposttee“ und „Herstellung und Verwendung von Komposttee“. Geprüft am .

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