Vernässung
Vernässung bedeutet, dass ein Boden zeitweise oder anhaltend so viel Wasser enthält, dass ihm Luft fehlt. Sie ist der Oberbegriff für Nässe durch Grundwasser, Stauwasser, Haftwasser oder Hangwasser; Staunässe ist eine dieser Formen.
Ein vernässter Boden enthält so viel Wasser, dass kaum noch Luft in seinen Poren bleibt. Du erkennst das daran, dass die Erde lange nass und schmierig bleibt und sich im Pflanzloch Wasser sammelt. Im Garten ist das wichtig, weil Wurzeln Luft im Boden brauchen. Achte auch darauf, ob die Nässe nur zeitweise auftritt oder anhält.
Vernässung ist der Oberbegriff, Staunässe nur eine ihrer Formen. Bei Staunässe staut sich Sickerwasser über einer dichten Schicht im Untergrund. Bei Grundnässe steht das Grundwasser hoch an, bei Hangnässe sickert Wasser vom Hang nach, und bei Haftnässe hält ein Boden mit wenig groben Poren das Wasser fest. Die Unterscheidung hilft dir, die Ursache auf deinem Grundstück einzuordnen.
Beispiel aus dem Garten
Steht nach längerem Regen Wasser in meinem Pflanzloch, werte ich das als Zeichen von Vernässung und grabe ein Stück tiefer, um die Ursache zu finden. Stoße ich dabei auf eine dichte Schicht, ordne ich es als Staunässe ein; liegt das Beet am Hangfuß, denke ich eher an Hangnässe.
Quelle: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) – Bodenvernässung, LGRBwissen Glossar. Geprüft am .
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