Alle Fachwörter im Glossar

Kokosfasern

Kokosfasern sind die Fasern aus der Umhüllung der Kokosnuss, die bei deren Verarbeitung anfallen. Als torffreier Bestandteil von Blumen- und Pflanzerden sorgen sie für viel Luft im Substrat, halten aber weniger Wasser als Torf.

Kokosfasern stammen aus der faserigen Hülle der Kokosnuss und werden auch zu Seilen und Matten verarbeitet. Im Garten begegnen sie dir vor allem als Bestandteil torffreier Erden, oft anteilig neben Holzfasern, Grüngutkompost oder Rindenhumus. Die Fasern bringen viel Luft ins Substrat, halten aber weniger Wasser als Torf. Ein Vorteil: Trocknen sie einmal vollständig aus, lassen sie sich anders als Torf wieder befeuchten.

Verwechseln kannst du sie leicht mit Kokosmark, auch Cocopeat oder Kokostorf genannt: Das sind die feinen Bestandteile zwischen den Fasern, und sie halten Luft und Wasser ähnlich wie Torf. Nachteilig sind der hohe Frischwasserbedarf bei der Aufbereitung, die langen Transportwege sowie soziale und wirtschaftliche Fragen. Achte deshalb auf Produkte aus Quellen, die soziale und ökologische Standards einhalten.

Beispiel aus dem Garten

Auf dem Sack meiner torffreien Kübelerde stehen Kokosfasern als Bestandteil, deshalb prüfe ich in diesen Kübeln die Feuchte öfter mit dem Finger als bei torfhaltiger Erde. Ist ein Topf doch einmal ganz ausgetrocknet, gieße ich langsam in mehreren Durchgängen nach.

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ↗ – Torfalternativen, Abschnitt Kokosfasern und Kokosmark. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe