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Nährstofffreisetzung

Nährstofffreisetzung ist die Abgabe von Nährstoffen aus Dünger, Kompost oder Humus in eine Form, die Pflanzen aufnehmen können. Wie schnell sie abläuft, hängt von der Düngerart, vom Boden sowie von Feuchtigkeit und Temperatur ab.

Bei organischen Düngern wie Kompost oder Mist und beim Humus im Boden sind die Nährstoffe zunächst im Material gebunden. Erst wenn Bodenlebewesen es zersetzen, werden sie nach und nach frei und gelangen in eine Form, die Wurzeln aufnehmen können. Fachleute nennen diesen Vorgang Mineralisierung. Gut verrotteter Mist gibt seine Nährstoffe zum Beispiel nur langsam ab. Bei Wärme und ausreichender Feuchte läuft die Nährstofffreisetzung zügiger, in kaltem oder trockenem Boden läuft sie langsamer.

Für deinen Garten heißt das: Organischer Dünger wirkt verzögert, deshalb bringst du ihn rechtzeitig vor dem Hauptbedarf deiner Pflanzen aus. Verwechsle die Nährstofffreisetzung nicht mit der Nährstoffverfügbarkeit. Die Freisetzung beschreibt den Vorgang, bei dem Nährstoffe aus Dünger oder Humus frei werden. Die Verfügbarkeit gibt an, ob die Pflanze die Nährstoffe im Boden tatsächlich aufnehmen kann, was zum Beispiel vom pH-Wert abhängt.

Beispiel aus dem Garten

Beim Düngen mit Kompost plane ich die Nährstofffreisetzung mit ein: Ich arbeite ihn schon vor dem Pflanzen flach ins Beet ein, damit das Bodenleben Zeit zum Zersetzen hat. Ist der Boden im Frühjahr noch kalt, rechne ich damit, dass die Freisetzung nur langsam in Gang kommt.

Quelle: AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit ↗ – Düngemittel Informationen, Seitenbeschreibung. Geprüft am .

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