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Verschlämmung

Verschlämmung bedeutet, dass sich die oberste Bodenschicht nach starkem Regen dicht zusetzt. Die Oberfläche verliert ihre offenen Poren, nimmt Wasser schlechter auf und kann beim Abtrocknen verkrusten.

Du erkennst Verschlämmung an einer glatten, dichten Schicht auf dem Beet, auf der Regenwasser stehen bleibt oder abläuft, statt einzusickern. Trocknet sie ab, wird daraus oft eine harte Kruste. Betroffen ist vor allem offener, unbedeckter Boden. Im Garten ist das wichtig, weil ein verschlämmter Boden Wasser schlecht aufnimmt und feine Keimlinge sich durch die Kruste nur mühsam nach oben arbeiten.

Vorbeugen kannst du, indem du den Boden bedeckt hältst: Eine dünne Mulchschicht hält die Oberfläche offenporig und auch bei starkem Regen aufnahmefähig. Im Herbst übernehmen Gemüse oder Gründüngung diese Aufgabe. Verwechsle Verschlämmung nicht mit Bodenverdichtung: Verschlämmung betrifft die oberste Schicht und entsteht durch Regen, Verdichtung entsteht durch Druck, etwa wenn du Beete betrittst.

Beispiel aus dem Garten

Wenn sich nach einem Gewitterguss auf meinem frisch eingesäten Möhrenbeet eine glatte Haut bildet, die beim Trocknen hart wird, ist das Verschlämmung. Ich lockere die Kruste dann zwischen den Saatreihen vorsichtig und flach mit der Hacke auf. Sobald die Möhren aufgelaufen sind, lege ich leicht angewelkten Grasschnitt dünn zwischen die Reihen.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Praxistipps für Freizeitgärtner: Bodenpflege im Klimawandel, Abschnitt 2. Das hilft dem Boden, den Pflanzen und dem Bodenleben. Geprüft am .

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