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Basilikum-Mischungen zusammenstellen: Sorten nach Wuchs, Farbe und Aroma kombinieren

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Eine Mischung funktioniert, wenn du drei Ebenen aufeinander abstimmst: Wuchshöhe, Blatt- und Blütenfarbe, Aroma-Familie.
  • Klassische Mischungen kombinieren grünes Genoveser (40–60 cm), dunkelrotes Chianti (20–30 cm) und salatblättriges Napolitana.
  • Anis-Lakritz-Sorten (Thai, Zimt) und Zitrus-Sorten (Lemon, Sweet Dany) trennst du in der Küche besser von der klassisch-würzigen Gruppe.
  • Im Beet gilt für alle Basilikum-Sorten dasselbe Raster: 10 cm in der Reihe, 20 cm Reihenabstand, sonniger Platz, Kulturstart Mai bis Juli.
  • Ins Freiland kommt Basilikum nicht vor Mitte Mai; unter 10 °C stockt das Wachstum.
  • Für den Vorrat frierst du Basilikum kleingeschnitten in Eiswürfeln ein — nur Zimtbasilikum behält sein Aroma auch getrocknet.
Buschige Basilikumpflanze (Ocimum basilicum) mit glänzend grünen Blättern
Foto: tookapic · Pixabay Content License · Quelle ↗

Eine Basilikum-Mischung im Kasten sieht auf der Samentüte nach Vielfalt aus — und im Juli steht dann eine hohe grüne Sorte über den kleinen roten, das Zitronenbasilikum landet im selben Pesto wie das Genoveser, und niemand weiß mehr, welches Blatt zu welchem Gericht passt. Ich plane meine Mischungen deshalb nicht nach Sortennamen, sondern in drei Ebenen: Wuchshöhe, Farbe und Aroma-Familie. Was in allen drei Ebenen zusammenpasst, wächst und schmeckt als Einheit.

Was die einzelnen Sorten im Detail auszeichnet und zu welchem Gericht welche Sorte gehört, liest du in der Übersicht über die verschiedenen Basilikumsorten und ihre Verwendung. Hier geht es um die Logik, nach der du sie kombinierst.

Fertige Mischung oder eigene Zusammenstellung?

Eine Saatgutmischung wie ‘Try-Basil’ liefert drei Sorten in einer Tüte: grünes Genoveser, rotblättriges Chianti und salatblättriges Napolitana, alle im Bereich von etwa 30–40 cm Wuchshöhe. So eine Mischung ist bereits nach einer Logik zusammengestellt: ähnliche Höhe, ein Farbkontrast, eine Aroma-Familie.

Wenn du selbst zusammenstellst, hast du mehr Freiheit — und mehr Verantwortung für die Passung. Ich säe jede Sorte in eine eigene Schale, beschrifte sie und setze die Mischung erst beim Pikieren zusammen. So sehe ich beim Umsetzen, welche Sorte wie kräftig ausläuft, und kann die Anordnung noch anpassen.

Kurz erklärt

Basilikum-Sämlinge pikierst du, sobald sie zwei Blattpaare entwickelt haben, und zwar in kleinen Büscheln statt als Einzelpflanze. Bei dunkelroten Sorten wie Chianti werden nach der Keimung jeweils 3–4 Sämlinge zusammen in einen Topf gesetzt. Für die Mischung heißt das: Jedes Büschel ist ein sortenreiner Farb- oder Aromapunkt, den du frei im Kasten oder Beet platzierst.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Ocimum
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Der Boden sollte feucht, aber gut durchlässig sein.

Anbauort

Die Kultur ist im Freiland oder Beet, im Gewächshaus und im Topf möglich.

Pflege

Pflege

Die Pflanze ist pflegeleicht.

Düngung

Im Gartenboden benötigt Basilikum gewöhnlich keine zusätzliche Düngung. Bei Gefäßkultur können Nährstoffe knapp werden; ein ausgewogener organischer Flüssigdünger kann das Blattwachstum unterstützen.

Lebensform und Verwendung

Verwendung

Die Pflanze eignet sich als Küchen- und Würzkraut sowie für Salate.

Aussaatkalender Basilikum
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: Mai, Juni, Juli; Blüte: Juli, August, September; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: Mai, JuniJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiPflanzung: JuniVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Ebene 1: Wuchshöhe staffeln

Basilikum reicht je nach Sorte von etwa 12 bis 70 cm Höhe. Innerhalb einer Mischung solltest du wissen, wer wie hoch wird, sonst nimmt die große Sorte den kleinen Licht und Luft — bei Mischkulturen planst du den Platz immer nach der Endgröße jeder Kultur.

Belegte Höhen, mit denen du planen kannst:

Sorte / Typ Wuchshöhe Rolle in der Mischung
Genoveser Basilikum etwa 40–60 cm Hintergrund, Höhe
Zimtbasilikum 30–60 cm (mit Blüte laut manchen Quellen bis 100 cm) Mitte bis Hintergrund
Zitronenbasilikum ‘Sweet Dany’ etwa 30–60 cm Mitte
Thai-Basilikum ‘Siam Queen’ 30 bis 40 cm (mit Blüte je nach Quelle 50–100 cm) Mitte
Zitronenbasilikum ‘Lemon’ (Ocimum americanum) etwa 30–40 cm Mitte bis Vordergrund
Blütenbasilikum ‘Floral Spires’ etwa 30–40 cm Mitte, Blütenakzent
Chianti (dunkelrot) etwa 20–30 cm Vordergrund
Griechisches Buschbasilikum kompakt, stark verzweigt Vordergrund, Rand

Für das Griechische Basilikum gibt es keine belegte Zentimeterangabe; es gilt als kompakt wachsendes Buschbasilikum mit kleinen Blättern und gehört damit in den Vordergrund. Es blüht zudem spät — ein Vorteil, wenn du den Rand des Kastens lange beernten willst.

Marias Erfahrung

Ich setze in einen Balkonkasten drei Reihen: hinten die hohen grünen Büschel, in der Mitte die Sorte mit der Blütenfarbe, vorne die niedrigen roten oder die kompakten griechischen. Beim Gießen schaue ich, ob die vorderen Büschel noch Licht bekommen, und kürze hinten die Triebspitzen, wenn sie überhängen.

Ebene 2: Farben planen — Blatt und Blüte getrennt denken

Farbe kommt bei Basilikum aus zwei Quellen, die zu unterschiedlichen Zeiten wirken. Das Blatt ist von Anfang an sichtbar, die Blüte erst ab Juli bis September. Eine Mischung wirkt dann über die ganze Saison, wenn beide Ebenen belegt sind.

Blattfarben:

  • Grün in Abstufungen: dunkelgrün und gewellt beim Genoveser, hellgrün und klein beim Griechischen Basilikum, glatt beim Thai-Basilikum.
  • Dunkelrot: die Sorte Chianti.
  • Marmoriert: die Sorte Ararat mit grün-rot gezeichneten Blättern.
  • Rote bis violette Stiele bei grünem Blatt: Zimtbasilikum, je nach Saatgutherkunft.

Blütenfarben:

  • Violett: Zimtbasilikum.
  • Rosa-lila: Thai-Basilikum.
  • Weiß-rosa: Ararat.
  • Weiß: Zitronenbasilikum ‘Sweet Dany’.
  • Lavendelfarben: das als Ocimum-Hybride geführte Blütenbasilikum ‘Floral Spires’, Blüte Juli bis September.

Bewährte Kontraste sind groß-klein und grün-rot: ein Genoveser-Büschel neben Chianti, oder Griechisches Basilikum als heller Rand um Ararat. Wenn du Blütenfarbe willst, lässt du einen Teil der Pflanzen bewusst bis zur Blüte stehen — blühendes Basilikum bietet Bienen und Hummeln Nahrung, und die Blüten von als Lebensmittel angebautem Küchenbasilikum sind essbar und eignen sich zum Garnieren. Sorten, die vor allem für ihre Blüten gezogen werden, stellt dir der Artikel über die Sorten des Blütenbasilikums und ihre Unterschiede vor.

Tipp

Blüte kostet Blatt. Bei den Sorten, die du hauptsächlich beernten willst, knipst du die Blütenstände aus — das fördert die Blattentwicklung und verlängert die Erntezeit. Bei den ein oder zwei Blütenakzenten der Mischung lässt du sie stehen.

Ebene 3: Aroma-Familien — was in der Küche zusammengehört

Für die Küche ist die Aroma-Familie das eigentliche Ordnungsprinzip. Drei Gruppen lassen sich sauber trennen:

  1. Klassisch-würzig: Genoveser, Napolitana, Chianti, Griechisches Basilikum. Das ist die Gruppe für Pesto Genovese und Tomate mit Mozzarella.
  2. Anis-Lakritz: Thai-Basilikum mit seinem lakritzähnlichen, leicht süßen Aroma und Zimtbasilikum. Diese Gruppe passt zu thailändischen und vietnamesischen Gerichten und zum Wok.
  3. Zitrus: Zitronenbasilikum — im Handel sowohl als kleinblättriges Ocimum americanum (‘Lemon’) als auch als Sorte ‘Sweet Dany’. Es eignet sich für Süßspeisen, Fischgerichte und frische Salate.

Meine Regel für die Ernte: Innerhalb einer Familie darfst du frei mischen, über Familiengrenzen hinweg mischst du bewusst und in kleinen Mengen. Ein Pesto aus Genoveser, Napolitana und Chianti ist ein sortenreines Familienpesto mit rötlichem Einschlag. Zitronenbasilikum im selben Mörser verschiebt das Ergebnis dagegen deutlich. Wie du solche Kontraste gezielt einsetzt, zeigt der Artikel über kreative Kombinationen von Basilikum-Mischungen mit anderen Zutaten.

Für den Garten bedeutet das nicht, dass du die Familien räumlich trennen musst. Alle genannten Sorten sind Ocimum basilicum oder nahe Verwandte, brauchen dasselbe Raster und denselben Standort. Getrennte Büschel je Sorte genügen, damit du bei der Ernte weißt, was du schneidest.

Häufiger Fehler

Heiliges Basilikum (Tulsi) in eine Küchenmischung setzen, weil es „auch Basilikum“ ist. Tulsi ist Ocimum tenuiflorum und damit eine andere Art als das Küchenbasilikum Ocimum basilicum. Es gehört in keine der drei Aroma-Familien und wird hier als Küchenkraut nicht weiter behandelt.

Die Mischung ins Beet oder in den Kasten bringen

Der praktische Vorteil einer Basilikum-Mischung: Alle Sorten teilen sich ein Pflanzsystem. Als Raster gilt 10 cm Abstand in der Reihe bei 20 cm Reihenabstand, wenn du in Büscheln pflanzt; je nach Pflanzweise und Sorte liegen die Abstände bei 10–25 cm (Büschel enger, Einzelpflanzen weiter). Willst du einen Teil der Mischung bis zur Blüte stehen lassen, brauchen diese Pflanzen je nach Art und Sorte etwa 30–50 cm Platz. Für Zitronenbasilikum ‘Lemon’ wird etwa 20 cm Pflanzabstand genannt, für Zimtbasilikum 25 cm in der Reihe.

Der Standort ist für alle Sorten sonnig. Kleinblättrige Formen wie das Griechische Basilikum sind in der Regel besonders wärmebedürftig, Thai-Basilikum bekommt zusätzlich einen windgeschützten Platz. Für das Wachstum sind 20–25 °C günstig; unter 10 °C kommt es zum Stillstand, und schon leichter Frost schädigt die Pflanzen. Ins Freiland kommt vorgezogenes Basilikum deshalb nicht vor Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Der Kulturstart liegt im Mai, Juni oder Juli. Auf derselben Fläche gilt eine Anbaupause von 4 Jahren.

Für die Aussaat gilt bei allen Sorten dieselbe Handhabung: Basilikum ist Lichtkeimer, du säst oberflächennah und bedeckst höchstens 0–0,5 cm dünn. Die Keimtemperatur liegt bei 15 bis 20 °C mit 7 bis 21 Tagen Keimdauer; bei rotblättrigen Sorten kann dieser Rahmen abweichen, und Zimtbasilikum keimt bei 20 bis 25 °C in etwa 1 bis 2 Wochen. Die Termine für Vorkultur, Auspflanzen und Ernte findest du im Aussaatkalender für Basilikum.

Im Gemüsebeet gehört die Mischung neben Tomaten, Gurken, Melonen oder Kürbis. Nicht daneben stellst du die mediterranen Lippenblütler — Thymian, Salbei, Rosmarin, Oregano, Majoran, Bohnenkraut — sowie Minze, Zitronenmelisse, Anisminze und Ysop. Basilikum kann saugende Insekten etwas ablenken — verlass dich aber nicht darauf; Mischkultur unterstützt, sie garantiert nichts. Wer die Nachbarschaft durchspielen will, prüft sie im Mischkultur-Werkzeug und legt das Raster im Beetplaner an.

Mini-Checkliste

Vor dem Pflanzen einer Mischung

  • Höhe jeder Sorte bekannt und von hinten nach vorne gestaffelt?
  • Blattfarbe und Blütenfarbe verteilt, mindestens ein Kontrast grün-rot?
  • Aroma-Familien den Büscheln zugeordnet und beschriftet?
  • Raster 10 cm in der Reihe, 20 cm Reihenabstand, Blütenpflanzen weiter?
  • Auspflanztermin nicht vor Mitte Mai, Platz sonnig und windgeschützt?

Gießen und Düngen: für alle Sorten gleich

Die Erde hältst du bei allen Sorten leicht feucht, vermeidest Staunässe und gießt möglichst ohne die Blätter zu benetzen; Pflanzgefäße brauchen Abzugslöcher. Basilikum ist als starkzehrend eingestuft, doch erhöhte Stickstoffgaben können das Wachstum steigern und gleichzeitig den Gehalt an ätherischem Öl senken — vor der Pflanzung reichen normalerweise 3 l Kompost je m². Wie du Kräuter mit Maß gießt, düngst und pflegst, steht ausführlich im Abschnitt zu Gießen, Düngen und Pflegen im Grundlagenartikel zu Kräutern; die Kulturdaten der Art bündelt die Übersichtsseite zu Basilikum.

Ernte und Vorrat aus der Mischung

Der höchste Gehalt an ätherischem Öl liegt bei Basilikum kurz vor der Blüte; geerntet wird deshalb vorzugsweise vor der Blüte. Ich schneide entweder obere Triebe bis zu den nächsten Blattachseln oder die ganze Pflanze etwa handbreit über dem Boden — in beiden Fällen bleiben einige Blätter stehen, damit sie wieder austreibt. Bei einer Mischung ernte ich jedes Büschel in eine eigene Schale und beschrifte gleich, damit die Aroma-Familien in der Küche getrennt bleiben.

Für die Aufbewahrung gilt bei allen Sorten dieselbe Linie:

  • Frisch: bei Zimmertemperatur in Wasser stellen, nicht in den Kühlschrank; frisch geschnittenes Griechisches Basilikum hält sich etwa 3 bis 5 Tage.
  • Einfrieren: kleingeschnittene Blätter mit etwas Wasser in Eiswürfelbehältern einfrieren; eingefrorene Kräuter halten bis zu einem Jahr. Die Blätter können dabei matschig werden, das Aroma bleibt.
  • Trocknen: wegen der Schleimstoffe bei Genoveser, rotblättrigen Sorten und Griechischem Basilikum nur mit schlechtem Ergebnis möglich. Die Ausnahme in der Mischung ist Zimtbasilikum, dessen Aroma auch nach dem Trocknen erhalten bleibt.
  • Pesto: das Öl erst nach dem Zerkleinern und Vermischen der übrigen Zutaten vorsichtig einrühren.
Achtung

In selbst hergestellten Kräutern in Öl kann unter Sauerstoffabschluss Clostridium botulinum wachsen und Botulismus auslösende Nervengifte bilden; nicht gesäuertes Pesto zählt zu den möglichen Risikoprodukten. Setze deshalb nichts davon auf Vorrat an, lagere Pesto und Kräuteröl im Kühlschrank bei bis zu 6 °C und verbrauche selbst angesetztes Kräuteröl spätestens am Tag nach der Herstellung.

Die Mischung über die Saison weiterführen

Basilikum wird hierzulande in der Regel einjährig kultiviert und überwintert nur hell und frostfrei im Haus, wo es bei wenig Winterlicht an Aroma verliert — jährliche Neuaussaat ist die zweckmäßige Linie. Eine Sorte, die dir besonders gefällt, vermehrst du im Sommer über Stecklinge: etwa 10–15 cm lange, unten entblätterte Triebe in Wasser stellen, das Wasser alle 3–4 Tage wechseln, nach etwa 10–14 Tagen eintopfen. Bei ‘African Blue’, einer Kreuzung aus Ocimum kilimandscharicum und Ocimum basilicum, ist die Stecklingsvermehrung ohnehin der übliche Weg.

Ich notiere mir am Saisonende, welche Sorte im Kasten zu hoch oder zu früh in die Blüte gegangen ist, und tausche im nächsten Jahr nur dieses eine Büschel gegen eine passendere Sorte aus. Eine Mischung wird so nicht neu erfunden, sondern jedes Jahr um einen Baustein korrigiert.

Passt dazu

Wie Basilikum in den Küchen der Welt eingesetzt wird und welche Mengen in der Küche üblich sind, beschreibt der Artikel über Basilikum als Geschmackserlebnis in der internationalen Küche.

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Häufige Fragen

Was ist eine Basilikum-Mischung und was bringt sie gegenüber einer einzelnen Sorte?
Eine Basilikum-Mischung ist entweder eine fertige Saatgutmischung aus mehreren Sorten oder eine Zusammenstellung, die du selbst aus Einzelsorten planst. Der Nutzen liegt darin, dass du in einem Kasten oder Beetabschnitt verschiedene Blattformen, Farben und Aromen erntest, ohne mehrere Kulturen getrennt zu führen. Da alle Sorten Ocimum basilicum dasselbe Pflanzraster und denselben sonnigen Standort brauchen, lassen sie sich ohne Sonderbehandlung nebeneinander ziehen.
Worin unterscheiden sich Genoveser Basilikum und Griechisches Basilikum in Wuchs und Aroma?
Genoveser Basilikum bildet große, gewellte, dunkelgrüne Blätter mit würzigem Aroma und wird etwa 40–60 cm hoch. Griechisches Basilikum ist ein kompakt und stark verzweigt wachsendes Buschbasilikum mit kleinen, hellgrünen, intensiv aromatischen Blättern, das zu den spät blühenden Formen zählt. In einer Mischung übernimmt Genoveser deshalb die Höhe, Griechisches den dichten Vordergrund.
Wie unterscheiden sich Thai-Basilikum und Zimtbasilikum?
Thai-Basilikum wie 'Siam Queen' hat glatte Blätter, ein lakritzähnliches Aroma mit Anisnoten und rosa-lila Blüten; die Blätter werden für die Würze nicht mitgekocht. Zimtbasilikum wird etwa 30–60 cm hoch, zeigt violette Blüten und rote bis violette Stiele und ist die Ausnahme unter den Basilikum-Sorten, deren Aroma auch nach dem Trocknen erhalten bleibt. Beide gehören in die Anis-Lakritz-Gruppe und lassen sich gut zusammen pflanzen.
Welche farbigen Basilikum-Sorten eignen sich für Kontraste in der Mischung?
Für dunkelrote Akzente eignet sich die Sorte Chianti, die bei 20–30 cm Höhe bleibt und vor grünem Genoveser gut sichtbar ist. Die Sorte Ararat bringt grün-rot marmorierte Blätter und weiß-rosa Blütenrispen. Für Blütenfarbe sorgen Zimtbasilikum mit violetten Blüten, Thai-Basilikum mit rosa-lila Blüten und Zitronenbasilikum 'Sweet Dany' mit weißen Blüten.
Wie kultiviere ich eine Basilikum-Mischung im Balkonkasten?
Flach wurzelnde Küchenkräuter wie Basilikum kommen im Gefäß mit 15 bis 20 cm Erdtiefe aus; das Gefäß braucht Abzugslöcher, damit keine Staunässe entsteht. Du hältst die Erde leicht feucht, gießt möglichst ohne die Blätter zu benetzen und stellst den Kasten sonnig und warm, weil gerade kleinblättrige Sorten besonders wärmebedürftig sind. Beim Ernten schneidest du obere Triebe bis zu den nächsten Blattachseln und lässt einige Blätter stehen, damit die Pflanze buschig nachwächst.
Wie bewahre ich die Ernte aus einer Basilikum-Mischung auf?
Frisch geschnittenes Basilikum stellst du bei Zimmertemperatur in Wasser und nicht in den Kühlschrank. Für den Vorrat frierst du kleingeschnittene Blätter mit etwas Wasser in Eiswürfelbehältern ein; eingefrorene Kräuter halten sich bis zu einem Jahr. Trocknen gelingt wegen der Schleimstoffe bei den meisten Sorten schlecht, Zimtbasilikum ist die belegte Ausnahme.
Ist Basilikum wirklich schwierig anzubauen?
Die Schwierigkeiten entstehen meist durch Kälte: Unter 10 °C stockt das Wachstum, und schon leichter Frost schädigt die Pflanzen. Wer nicht vor Mitte Mai auspflanzt, Staunässe vermeidet und einen sonnigen Platz wählt, hat die häufigsten Ursachen ausgeschaltet. Für das Wachstum sind 20–25 °C günstig.
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