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Pikieren

Pikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat.

Nach der Aussaat in Schalen oder Saatrillen erscheinen zuerst die Keimblätter. Bilden sich danach in der Triebmitte die ersten echten Laubblättchen, ist der Zeitpunkt zum Pikieren gekommen. Du hebst die Sämlinge vorsichtig heraus und setzt jeden einzeln in ein kleines Töpfchen mit frischer Anzuchterde. So bekommt jede Pflanze Platz für Wurzeln und Blätter, statt mit ihren Nachbarn um Licht zu konkurrieren.

Nach dem Pikieren darf es etwas kühler werden, ausreichend Licht bleibt aber wichtig, damit die Jungpflanzen kräftig und stabil wachsen. Wer die Samen gleich einzeln in kleine Töpfchen oder Multitopfplatten legt, spart sich das Pikieren ganz. Das Ausdünnen überzähliger Sämlinge direkt im Beet ist dagegen kein Pikieren, denn dort setzt du nichts um.

Beispiel aus dem Garten

Sobald sich in meiner Aussaatschale nach den Keimblättern die ersten Laubblätter in der Triebmitte zeigen, hebe ich jeden Sämling vorsichtig heraus und setze ihn einzeln in ein kleines Töpfchen mit frischer Anzuchterde. Genau das ist Pikieren.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Gartencast „Vorbereitungen für den Gemüsegarten“ (1. Februar 2025). Geprüft am .

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