Obst · Obst & Obstgehölze · Pflege

Obstgarten ganzjährig pflegen: Das steht in jeder Jahreszeit an

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Pflanzt du wie üblich im Frühjahr, sollten Stein- und Beerenobst bis Ende März im Boden sein, Kernobst bis Mitte April.
  • Reifen Kompost harkst du vorzugsweise zum Austrieb oberflächennah ein, die Stickstoffdüngung endet bei winterharten Obstgehölzen vor Juli.
  • Von Mitte bis spätestens Ende Juni dünnst du kleine Apfel- und Birnbäume mit überreichem Behang aus: eine Frucht je Büschel.
  • Mulch kommt im Frühjahr nicht auf kalten Boden und bei jungen Obstgehölzen ab September wieder von der Baumscheibe.
  • Ab Mitte Oktober eignet sich die Herbstpflanzung für Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Zwetschge und Mirabelle.
  • Kernobst schneidest du bei trockenem Wetter auch bei leichtem Frost bis −5 °C, Steinobst bevorzugt im Sommer.

Im Obstgarten hängt viel am Termin. Wer den Fruchtbehang erst im August ausdünnt oder den Mulch über den Winter auf der Baumscheibe lässt, hat das Zeitfenster verpasst. Ich führe deshalb eine Jahresliste und hake jede Arbeit ab, sobald sie erledigt ist.

Diese Liste bekommst du hier, sortiert nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Liste sagt dir, wann etwas dran ist. Wie du dabei im Einzelnen vorgehst, erklären die Grundlagen zu Boden, Düngen, Gießen, Schnitt sowie Krankheiten und Schädlingen bei Obstgehölzen.

Was steht im Frühling an?

Vor dem Austrieb liegen die meisten Termine: pflanzen, Kompost einharken, düngen. Danach beobachtest du vor allem, weil Spätfrost und Raupen jetzt Blüten und junge Früchte treffen können.

Wann Was Gilt für und Hinweis
bis Ende März übliche Frühjahrspflanzung abschließen Stein- und Beerenobst
bis Mitte April übliche Frühjahrspflanzung abschließen Kernobst
vorzugsweise zum Austrieb reifen Kompost oberflächennah einharken, nicht vergraben Obstgehölze, die Kompost bekommen
Ende März bis Anfang April Hornmehl als Ergänzung zum Kompost geben kleinkronige Apfel-, Birn-, Kirsch- und Zwetschgenbäume im Vollertrag
Ende März bis Anfang April erste Stickstoffgabe nur, falls die Bodenversorgung nicht ausreicht
im Frühjahr vollständig bodennah zurückschneiden Herbsthimbeeren für eine Herbsternte
bei drohendem Spätfrost mit Vlies abdecken kleine Obstbaumformen und Wandspaliere
April und Mai Blätter, Blüten und junge Früchte auf Fraß ansehen Obstbäume, Fraßzeit der Frostspannerraupen
möglichst bald nach der Blüte abgestorbene Triebspitzen bis ins gesunde Holz zurückschneiden Kirschen mit Monilia-Spitzendürre

Bis wann muss gepflanzt sein?

Pflanzt du wie üblich im Frühjahr, sollten Stein- und Beerenobst bis Ende März im Boden sein, Kernobst bis Mitte April. Junge Aprikosen und Pfirsiche setzt du vorzugsweise im Frühjahr. Wurzelnackte Gehölze aus dem Kühlhaus stellst du vor dem Pflanzen 1–2 Stunden in Wasser. Den ganzen Ablauf zeigt die Anleitung, wie du ein Obstgehölz von der Pflanzgrube bis zum Angießen setzt.

Wann wird gedüngt?

Reicht die Bodenversorgung nicht aus, verteilst du Stickstoff auf zwei Termine: Ende März bis Anfang April und Anfang bis Mitte Juni. Vor Juli endet die Stickstoffdüngung bei winterharten Obstgehölzen im Garten, damit die Triebe rechtzeitig ausreifen. Eine Stickstoffgabe im Herbst passt deshalb nicht in den Kalender.

Die Mengen für Kompost und Hornmehl stehen in den Grundlagen zu Obstgehölzen im Abschnitt Düngen. Ein eigener Ratgeber klärt, welche Düngestrategie zu welchem Obstgartensystem passt.

Wann darf der Mulch auf die Baumscheibe?

Die Baumscheibe ist die Fläche rund um den Stamm. Mulch bringst du dort im Frühjahr nicht zu früh aus, weil die Abdeckung auf noch kaltem Boden die Erwärmung verzögert. Ich lasse die Erde deshalb zunächst offen und fasse hinein, bevor ich die erste Lage verteile.

Was hilft bei Spätfrost?

Kleine Obstbaumformen und Wandspaliere kannst du bei drohendem Spätfrost mit Vlies abdecken. Ich lege das Vlies bereit, sobald die Blütenknospen schwellen, und verfolge dann den Wetterbericht.

Was steht im Sommer an?

Im Juni fallen mehrere Fristen zusammen. Das Ausdünnen läuft bis spätestens Ende Juni, und die Stickstoffdüngung endet vor Juli. Was im Juni liegen bleibt, holst du im Juli also nicht mehr nach.

Wann Was Gilt für und Hinweis
Anfang bis Mitte Juni zweite Stickstoffgabe nur, falls die Bodenversorgung nicht ausreicht
Mitte bis spätestens Ende Juni überreichen Fruchtbehang ausdünnen kleine Apfel- und Birnbäume
ab Mitte Juni leimfreie Wellpappringe anlegen, Larven alle 14 Tage entfernen, Ringe erneut anlegen Apfelwickler. Die Ringe können den Befall mindern, reichen allein aber nicht aus
vor Juli Stickstoffdüngung beenden winterharte Obstgehölze im Garten
bei Trockenheit Baumscheibe von 1–2 m Durchmesser bewuchsfrei halten und mit angewelktem Grasschnitt mulchen junge oder schwachwurzelnde Obstbäume
wenn die oberen 3–5 cm des Substrats trocken sind bedarfsgerecht durchdringend gießen Kübelobst
bevorzugt im Sommer schneiden, Tage mit Temperaturen über 25 °C meiden Steinobst
nach der Ernte Sommerschnitt ältere Süß- und Sauerkirschbäume
nach der Ernte abgetragene Ruten entfernen, neue Ruten erhalten Sommerhimbeeren
ab August Düngung einstellen Obstgehölze im Kübel

Für den Schnitt in der warmen Jahreszeit gibt es einen eigenen Ratgeber dazu, wann und wie du Obstbäume im Sommer schneidest.

Wie dünne ich den Fruchtbehang aus?

Hängt ein kleiner Apfel- oder Birnbaum übervoll, korrigierst du den Behang von Mitte bis spätestens Ende Juni. Je Büschel bleibt eine gut entwickelte, unbeschädigte Frucht stehen. Ich gehe dafür mit einem Eimer von Ast zu Ast und nehme zuerst heraus, was beschädigt oder klein geblieben ist.

Zahl im Blick

Aus einem Büschel mit 2–4 Jungfrüchten bleibt gewöhnlich nur die bestentwickelte Frucht hängen. Die Empfehlung gilt für gut erreichbare Apfel- und Birnbäume mit übermäßigem Behang.

Wie pflege ich die Baumscheibe bei Trockenheit?

Jungen oder schwachwurzelnden Obstbäumen hilft bei Trockenheit eine bewuchsfreie Baumscheibe von 1–2 m Durchmesser. Gemulcht wird sie mit angewelktem Grasschnitt. Ich lasse den Rasenschnitt erst antrocknen und verteile ihn wiederholt in dünnen Lagen, damit er nicht zu einer faulenden Masse verklebt. So eine Schicht hält die Bodenfeuchte länger und verringert die Wasserkonkurrenz durch Beikräuter.

Nachgelegt wird je nach Zersetzung, an warmen und sonnigen Plätzen kann das häufiger nötig sein. Bei jungen Streuobstbäumen unterstützt eine mindestens 5 Jahre bewuchsfrei gehaltene Baumscheibe das Anwachsen.

Häufiger Fehler

Frische Holzhäcksel auf der Baumscheibe eines jungen Obstgehölzes. Die Zersetzung der Häcksel kann den Pflanzen verfügbaren Stickstoff entziehen.

Wie gieße ich im Sommer?

Gegossen wird nach Bedarf und dann durchdringend, möglichst morgens und bodennah. Vor dem nächsten Gießen prüfe ich die Durchfeuchtung mit einer Spatenprobe, denn welke Blätter können auch auf geschädigte Wurzeln in nassem Boden hindeuten. Besondere Aufmerksamkeit brauchen Gehölze bei Trockenheit in den ersten 5–8 Jahren nach der Pflanzung.

Die Wassermengen je Bodenart nennt der Abschnitt Gießen in den Grundlagen. Für die Technik lohnt der Ratgeber dazu, wie du Obstbäume und Sträucher bedarfsgerecht bewässerst.

Was steht im Herbst an?

Im Herbst erntest du, räumst die Baumscheiben frei und pflanzt neue Bäume. Leimringe und Regentonnen haben ebenfalls jetzt ihren Termin.

Wann Was Gilt für und Hinweis
ab September Mulch von der Baumscheibe entfernen junge Obstgehölze. Wühlmäuse finden sonst darunter Schutz
vor den ersten kalten Herbstnächten, häufig Ende September bis Anfang Oktober Leimringe anlegen nur nach starkem Frostspannerbefall. Leim kann auch Nützlinge und Vogelschnäbel gefährden
ab Mitte Oktober pflanzen Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Zwetschge und Mirabelle
nach dem Laubfall befallenes Laub entfernen Apfelbäume. Schorf wird begünstigt durch mehrstündige Blattnässe, etwa 80 % Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 5 °C
vor dem Frost oberirdische Regentonnen entleeren Zisternen können Regenwasser ganzjährig speichern

Wann kommt der Mulch wieder weg?

Auf den Baumscheiben junger Obstgehölze entfernst du den Mulch ab September, weil Wühlmäuse darunter Schutz finden. Ich reche ihn dann zusammen und lasse die Erde bis zum Frühjahr offen. Im Frühjahr soll Mulch nicht auf kalten Boden, ab September kommt er wieder weg: Bei jungen Bäumen liegt er also nur über den Sommer.

Woran erkenne ich reife Äpfel und Birnen?

Äpfel und Birnen pflücke ich, wenn sie sich mit einer leichten Drehung vom Ast lösen. Der Termin hängt von der Sorte ab, deshalb entscheidet die Probe am Baum und nicht der Kalender. Beim Einlagern nehme ich jede Frucht in die Hand und sortiere Beschädigtes aus.

Achtung

Verschimmeltes Obst entsorgst du, ebenso verschimmelte Konfitüre. Erhitzen beseitigt mögliche Mykotoxine nicht zuverlässig.

Was pflanze ich im Herbst?

Für Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Zwetschge und Mirabelle eignet sich die Herbstpflanzung ab Mitte Oktober. Wurzelnackte Bäume hältst du bis zur Pflanzung feucht und wässerst sie vor dem Setzen gründlich. Beschädigte oder angefaulte Wurzeln schneide ich dabei weg.

Was passiert mit dem Laub?

Das Entfernen des befallenen Vorjahreslaubs beugt Apfelschorf vor, deshalb reche ich befallenes Apfellaub nach dem Laubfall zusammen. Auf einen kleinen Gartenkompost gehört es nicht, weil die Rottewärme dort Krankheitserreger meist nicht zuverlässig abtötet. Wie Vorbeugen, Kontrollieren und Eingreifen zusammenhängen, steht in den Grundlagen im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

Was steht im Winter an?

Ohne Laub siehst du Astaufbau, Pfähle und Bindungen. Der Winter gehört deshalb dem Schnitt von Kernobst, der Kontrolle und der Planung.

Wann Was Gilt für und Hinweis
bei trockenem Wetter, auch bei leichtem Frost bis −5 °C schneiden Kernobst
etwa alle 2–3 Jahre vergreisende Fruchttriebe auf einen möglichst waagerecht gerichteten Seitentrieb ableiten Apfelbäume
ab dem Knospenschwellen Fächerspalier vor Regen schützen Pfirsiche. Feuchte Witterung kann die Kräuselkrankheit begünstigen, in milden, geschützten Lagen bereits im Januar
spätestens Anfang März Leimringe wieder entfernen Bäume mit Leimring
vor der Düngeplanung Bodenproben ziehen Obstbäume. Untersucht werden die Schichten von 0–30 cm und 30–60 cm Tiefe
mehrmals im Jahr Anbindung und Verbissschutz überprüfen junge Obstbäume
November bis März idealerweise hell bei 0–5 °C überwintern Oliven im Kübel

Wann schneide ich im Winter?

Kernobst kannst du bei trockenem Wetter auch bei leichtem Frost bis −5 °C schneiden, Steinobst wird bevorzugt im Sommer geschnitten. Winterschnitt fördert den Austrieb, ein angepasster Sommerschnitt kann starkes Wachstum bremsen. Für einen Baum, der ohnehin stark treibt, passt deshalb der Sommertermin besser.

Kronenform und Fruchttriebe erklärt der Abschnitt Schnitt in den Grundlagen. Die Handgriffe zeigt der Ratgeber, mit welchen Schnitttechniken du Kern-, Stein- und Beerenobst in jeder Lebensphase schneidest.

Was kontrolliere ich am Baum?

Anbindung und Verbissschutz überprüfst du bei jungen Obstbäumen mehrmals im Jahr. Einen dieser Rundgänge lege ich in den Winter, weil ich ohne Laub jede Bindung sehe.

Marias Erfahrung

Ich rüttle an jedem Pfahl und sehe nach, ob eine Bindung in die Rinde drückt. Lockere Bindungen ziehe ich nach, morsche Pfähle tausche ich aus.

Kurz erklärt

Apfelbäume auf den schwachen Unterlagen M27, M9 und M26 sind nicht standfest genug und brauchen zeitlebens eine Stütze. Der Pfahl bleibt bei ihnen also auch am älteren Baum stehen.

Wie schütze ich Bäume vor Frost und Wild?

Der Schutz von Wurzeln, Stamm und Krone ist ein eigenes Thema. Was gegen Frost, Frostrisse, Wildverbiss und Schneelast zu tun ist, steht im Ratgeber, wie du Obstbäume und Sträucher geschützt durch den Winter bringst.

Im Kübel überwintern heimische Obstgehölze wie Apfel und Birne mit geschütztem Wurzelballen im Freien. Frostempfindliche mediterrane Obstgehölze brauchen dagegen ein frostfreies Winterquartier.

Was plane ich für das nächste Jahr?

Die Bodenanalyse gehört vor die Düngeplanung. Ich ziehe die Proben deshalb so, dass das Ergebnis vor dem ersten Düngetermin Ende März bis Anfang April vorliegt. Welche Humus- und pH-Werte zu deinem Boden passen, steht in den Grundlagen im Abschnitt Standort und Boden.

Bei neuen Bäumen achtest du auf die Unterlage, denn sie bestimmt bei veredelten Obstbäumen wesentlich die spätere Baumgröße. Apfel- und Birnbäume brauchen in der Regel eine passende andere Befruchtersorte, die auch in der Nachbarschaft stehen darf. Eine Übersicht zeigt, welche Obstarten und Sorten sich für Einsteiger eignen.

Ersetzt du einen alten Baum, ist ein anderer Pflanzplatz die vorrangige Möglichkeit, Probleme am bisherigen Standort zu vermeiden. Mehr dazu steht im Ratgeber, wie du einen Fruchtwechsel im Obstgarten planst und umsetzt.

Auch ein Blühstreifen lässt sich im Winter planen. In Obstanlagen bieten mehrjährige Blühstreifen den natürlichen Gegenspielern von Schädlingen Schutz und Nahrung. Wie das in ein Gesamtkonzept passt, beschreibt der Ratgeber dazu, welche Prinzipien einen Bio-Obstgarten ausmachen.

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Häufige Fragen

Was gehört zur grundlegenden jahreszeitlichen Pflege im Obstgarten?
Im Frühling pflanzt du, harkst reifen Kompost ein und schützt kleine Baumformen bei drohendem Spätfrost mit Vlies. Im Sommer dünnst du den Fruchtbehang kleiner Apfel- und Birnbäume aus, mulchst die Baumscheibe und gießt bei Trockenheit durchdringend. Im Herbst erntest du, entfernst den Mulch von den Baumscheiben junger Gehölze und pflanzt neue Bäume. Im Winter folgen der Schnitt von Kernobst und die Kontrolle von Anbindung und Verbissschutz.
Worin unterscheiden sich Kernobst und Steinobst bei der Pflege?
Ein Unterschied liegt beim Schnitt: Kernobst kannst du bei trockenem Wetter auch bei leichtem Frost bis −5 °C schneiden, Steinobst wird bevorzugt im Sommer geschnitten. Dabei meidest du Tage mit Temperaturen über 25 °C. Auch die Fristen der üblichen Frühjahrspflanzung unterscheiden sich, denn Steinobst sollte bis Ende März gepflanzt sein und Kernobst bis Mitte April.
Wie führt man eine fachgerechte Bodenanalyse im Obstgarten durch?
Für eine repräsentative Mischprobe führst du 10–15 Einzelproben aus demselben Nutzungsbereich zusammen. Bei Obstbäumen umfasst die Untersuchung die Bodenschichten von 0–30 cm und 30–60 cm Tiefe. Von der gut gemischten Probe schickst du rund 500 g zur Untersuchung ein. Unterschiedlich genutzte Flächen beprobst du getrennt und beschriftest sie eindeutig.
Was passiert bei der Gründüngung und wie profitiert der Obstgarten davon?
Leguminosen können den Boden über ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien zusätzlich mit Stickstoff anreichern. Unter jungen Bäumen hat das Grenzen: In einem LWG-Versuch mit jungen Apfelbäumen auf leichten lehmigen Sandböden erwiesen sich die geprüften Untersaaten wegen zu hoher Wasserkonkurrenz als ungeeignet. Bei jungen Streuobstbäumen unterstützt außerdem eine mindestens 5 Jahre bewuchsfrei gehaltene Baumscheibe das Anwachsen. Auf leichtem Boden lässt du die Einsaat rund um junge Bäume deshalb besser weg.
Stimmt es, dass Obstbäume ohne Winterschnitt bessere Früchte tragen?
Pauschal stimmt das nicht. Der Schnitt hält die Krone luftig, und luftige Kronen gehören zur Vorbeugung gegen Apfelschorf. Richtig ist, dass Winterschnitt den Austrieb fördert, während ein angepasster Sommerschnitt starkes Wachstum bremsen kann. Zu starkes Auslichten erhöht bei Apfelbäumen außerdem das Sonnenbrandrisiko der Früchte, weil schützende Blätter fehlen.
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