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Spatenprobe

Die Spatenprobe ist eine einfache Bodenbeurteilung vor Ort: Du stichst mit dem Spaten eine Erdscheibe aus und prüfst sie durch Anschauen, Riechen und Fühlen auf Krümelstruktur, Verdichtungen, Wurzeln und Regenwurmgänge.

Für die Spatenprobe hebst du eine kleine Grube aus und stichst an der Seite, die du nicht mit dem Spaten angedrückt hast, eine etwa 10 cm dicke Erdscheibe heraus. Dann schaust, riechst und fühlst du: Kleine, feine Krümel, die zwischen den Fingern zerbröseln, und viele Regenwurmgänge sind gute Zeichen. Eine Kruste und große, kompakte Schollen sind schlechte Zeichen; verkrümmte Wurzeln weisen auf Verdichtungen hin. Riecht der Boden schlecht und zeigt grau-blaue Flecken, fehlt ihm Luft. Gesunder, aktiver Boden riecht dagegen angenehm nach Pilzen.

Ein guter Zeitpunkt für die Spatenprobe ist der Herbst. Sie ist einfach, kostet nichts und braucht keine Ausbildung. Vergleiche am besten eine Stelle mit gutem und eine mit schlechtem Pflanzenwuchs. Verwechsle sie nicht mit der Bodenprobe für eine Laboranalyse: Die Spatenprobe misst keine Nährstoffe, sie zeigt dir Struktur, Wurzeln und Bodenleben direkt vor Ort.

Beispiel aus dem Garten

Wo meine Zucchini im Sommer schwach gewachsen sind, mache ich im Herbst eine Spatenprobe und zum Vergleich eine zweite an einer Stelle mit kräftigem Wuchs. Die beiden Erdscheiben lege ich nebeneinander, rieche daran und zerbrösele die Krümel zwischen den Fingern.

Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL (bioaktuell.ch) ↗ – Mit Spatenproben den Boden anschauen, riechen, fühlen, Bodenbeurteilung. Geprüft am .

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