Olivenbaum düngen: Olivendünger wählen, dosieren und richtig ausbringen
- Als Kübelpflanze hat die Olive einen geringen Nährstoffbedarf; zu viel Stickstoff fördert Triebe auf Kosten der Fruchtbildung.
- Ein vollständiger Kübelpflanzendünger liefert Hauptnährstoffe und notwendige Spurennährstoffe; was drin ist, zeigt die Deklaration.
- Obstgehölze im Kübel werden als Orientierung bis Ende Juni alle 2–3 Wochen flüssig gedüngt.
- Ab August wird bei Obstgehölzen im Kübel nicht mehr gedüngt; in der Winterruhe brauchen Kübelpflanzen kaum Nährstoffe.
- Die Düngermenge richtet sich nach der Dosierungsanweisung des Produkts, Vorräte im Substrat werden angerechnet.
- Düngerlösung kommt nur auf bereits feuchtes Substrat; nach dem Umtopfen in vorgedüngte Erde entfällt der Dünger zunächst 4–6 Wochen.
Dein Olivenbaum schiebt lange Triebe, setzt aber kaum Früchte an? Das kann am Dünger liegen, denn zu viel Stickstoff treibt bei Oliven das Triebwachstum an, und das geht auf Kosten der Fruchtbildung. Als Kübelpflanze hat die Olive ohnehin einen geringen Nährstoffbedarf. Wer einen Olivenbaum düngen will, braucht deshalb vor allem das richtige Maß.
Ich lese bei jedem Dünger zuerst die Deklaration auf der Rückseite und entscheide dann, ob er an meine Kübel-Olive kommt. Die Abschnitte folgen der Arbeit am Baum: Dünger wählen, Zeitpunkt bestimmen, dosieren, ausbringen und den Rhythmus finden. Die Olive im Topf bekommt einen eigenen Abschnitt, weil dort der Wurzelraum begrenzt ist.
Welcher Dünger passt zum Olivenbaum?
Was ein Olivendünger enthält, verrät nicht der Name auf der Vorderseite, sondern die Deklaration. Dort steht, welche Nährstoffe in welchem Anteil enthalten sind. Ich wähle deshalb nach der Deklaration aus und nicht nach dem Namen.
Was in einem guten Olivendünger steckt
Ein vollständiger Kübelpflanzendünger bringt die Hauptnährstoffe und die notwendigen SpurennährstoffeSpurennährstoffe sind Nährstoffe, die Pflanzen nur in geringen Mengen aufnehmen, auf die sie aber trotzdem angewiesen sind. Dazu zählen etwa Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Bor und Molybdän. mit. Zu den Hauptnährstoffen zählen neben Stickstoff, Phosphor und Kalium auch Calcium und Magnesium. Eisen, Mangan, Zink und Bor sind Spurennährstoffe. Für meine Kübel-Olive nehme ich deshalb einen vollständigen Dünger und kaufe keine Einzelnährstoffe dazu.
Zwei Extras brauchst du nicht vorsorglich:
- Zusätzlicher Phosphor: Ist der Baum schon ausreichend versorgt, fördert eine weitere Phosphorgabe die Blüten- und Fruchtbildung nicht automatisch.
- Bor auf Verdacht: Bei Bor liegt die ausreichende Versorgung besonders nah am schädlichen Überschuss. Eine vorbeugende Zusatzgabe kann deshalb Schäden verursachen.
So liest du die Deklaration
Hinter den Buchstaben NPK steht auf der Packung eine Zahlenreihe, und jede Zahl nennt den Anteil eines Nährstoffs in Prozent. Die Tabelle zeigt die Leseweise an einem Beispiel.
| Stelle in der Angabe NPK 12-12-17-2 | Bedeutung |
|---|---|
| erste Zahl | 12 % Stickstoff |
| zweite Zahl | 12 % Phosphoroxid (P₂O₅) |
| dritte Zahl | 17 % KaliumoxidKaliumoxid (K2O) ist die chemische Form, in der der Kaliumgehalt von Düngern und Bodenproben angegeben wird. Die Angabe bezieht sich auf die Verbindung aus Kalium und Sauerstoff, nicht auf reines Kalium. (K₂O) |
| vierte Zahl | 2 % Magnesiumoxid (MgO) |
Das Beispiel erklärt nur die Schreibweise, eine Empfehlung für die Olive ist es nicht. Ich schaue bei der Olive zuerst auf die erste Zahl, also auf den Stickstoff. Wie viel Stickstoff eine Gabe enthält, rechnest du so aus: Düngermenge mal Stickstoffanteil in Prozent, geteilt durch 100.
Was die Nährstoffe im Baum leisten
Stickstoff wird insbesondere für das Wachstum von Trieben und Blättern gebraucht, Kalium unterstützt den Wasserhaushalt der Pflanze. Für die Düngerwahl genügt dieses Grundwissen. Die Aufgaben aller Nährstoffe und die Grundregel bei Mangel und Überdüngung, erst prüfen und dann handeln, erklärt der Überblick zum Nährstoffbedarf von Obstgehölzen.
Organisch oder mineralisch: Welcher Olivendünger für welchen Zweck?
Organische Dünger wirken über einen Zwischenschritt: Mikroorganismen müssen sie erst abbauen, bevor ihre Nährstoffe pflanzenverfügbar sind. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen sie keine oder nur wenige Nährstoffe frei. Feuchtwarme Witterung kann dagegen starke Nährstoffschübe auslösen. Beides zusammen heißt: Wer bei Frost oder Staunässe nachlegt, behebt die Ursache nicht und sammelt einen Vorrat an, der bei feuchtwarmem Wetter als Schub frei werden kann.
Überversorgen kannst du auch mit organischen Düngern. Wiederholte organische Gaben können bei Oliven langfristig zu hohen Stickstoffvorräten führen.
Mineralische Dünger gibt es flüssig für die Gießkanne und als ummantelte DepotdüngerDepotdünger ist ein mineralischer Dünger, dessen Nährstoffe von einer Hüllschicht ummantelt sind. Durch diese Hülle werden sie nicht auf einmal, sondern langsam nach und nach freigesetzt.. Ein Depotdünger gibt seine Nährstoffe durch eine Hüllschicht schrittweise ab. Beim Flüssigdünger legst du die Menge bei jeder Gabe neu fest, über die Konzentration und die Wassermenge.
| Düngerform | So gibt er Nährstoffe ab | Darauf achtest du bei der Olive |
|---|---|---|
| Kompost | organisch; der Stickstoff wird nur langsam pflanzenverfügbar | kompostreiche Kübelsubstrate können hohe pH-, Phosphor-, Kalium- und Salzgehalte aufweisen |
| Hornspäne, Horngrieß, Hornmehl | organisch, nach mikrobiellem Abbau; typischerweise 10–14 % Stickstoff | wiederholte Gaben können langfristig hohe Stickstoffvorräte aufbauen |
| Flüssigdünger | mit dem Gießwasser; Menge aus Konzentration mal Wassermenge | nur auf bereits feuchtes Substrat, Dosierung nach Anweisung des Produkts |
| ummantelter Depotdünger | schrittweise durch die Hüllschicht | Menge und Nachlegen nach Anweisung des Produkts |
Im Kübel nehme ich einen flüssigen, vollständigen Kübelpflanzendünger, weil ich die Menge bei jeder Gabe abmessen kann. Für die ausgepflanzte Olive entscheide ich erst nach der Bodenprobe.
Holzasche wird manchmal als günstige Kaliumquelle für die Olive genannt. Ihre Schadstoffgehalte lassen sich aber nicht verlässlich abschätzen. Deshalb wird sie vorsorglich nicht zur Düngung im Garten empfohlen.
Wann düngst du den Olivenbaum?
Der Zeitpunkt hängt davon ab, wo die Olive wächst. Im Kübel kommt die Versorgung von dir, im Gartenboden liefert der Boden mit.
| Zeitraum | Gilt für | Was ansteht |
|---|---|---|
| Hauptwachstumszeit bis Ende Juni | Obstgehölze im Kübel | als Orientierung alle 2–3 Wochen flüssig düngen, Produktdosierung einhalten |
| ab August | Obstgehölze im Kübel | Düngung einstellen |
| November bis März | Oliven im Kübel | Winterquartier, idealerweise hell bei 0–5 °C; in der Winterruhe kaum Nährstoffbedarf |
| Ende März bis Anfang April | Obstgehölze im Garten | erste Stickstoffgabe, wenn die Bodenlieferung nicht ausreicht |
| Anfang bis Mitte Juni | Obstgehölze im Garten | zweite Stickstoffgabe, wenn die Bodenlieferung nicht ausreicht |
| Ende Juni bis Mitte Juli | Obstgehölze im Garten | Ende der Stickstoffdüngung, je nach Empfehlung |
Den Start lese ich am Baum ab: Ich gebe die erste Gabe, wenn die Olive nach dem Winterquartier sichtbar austreibt. Zwischen dem Rhythmus bis Ende Juni und dem Stopp ab August liegt der Juli. In diesen Wochen schaue ich auf den Zuwachs und lege nicht mehr nach, wenn die Triebe ihr Wachstum abgeschlossen haben. Dass die Stickstoffdüngung bei Obstgehölzen so früh endet, hat einen Grund: Die Triebe sollen vor dem Winter ausreifen.
Ist der Boden kalt, nass und schwer, kann für die Olive weniger Stickstoff verfügbar sein, und vorübergehend können Mangelsymptome auftreten. Auffälliges Laub nach kalten, nassen Wochen ist deshalb noch kein Grund für eine Extragabe. Wie sich das hiesige Klima insgesamt auf die Düngung auswirkt, vom Standort bis zur Düngeverordnung, liest du im Beitrag dazu, was beim Düngen von Oliven in Deutschland anders ist als im Mittelmeerraum.
Welche Nährstoffe in welcher Phase gefragt sind, vom Frühjahr bis zur Winterruhe, ist ein eigenes Thema. Die Antwort gibt der Beitrag dazu, welche Nährstoffe ein Olivenbaum in welcher Wachstumsphase braucht.
Wie viel Olivendünger ist richtig?
Eine feste Grammzahl für alle Olivendünger gibt es nicht, weil jedes Produkt anders konzentriert ist. Bei Kübelpflanzen richtet sich die Menge deshalb nach der Dosierungsanweisung des verwendeten Produkts. Drei Dinge prüfe ich, bevor ich abmesse:
- Die Anweisung auf dem Etikett: Sie gibt die Menge vor, nicht die Gewohnheit vom letzten Dünger.
- Den Vorrat im Topf: Nährstoffvorräte im Substrat und Einträge über das Gießwasser rechne ich an.
- Die Wassermenge: Bei der Gießdüngung ergibt sich die ausgebrachte Düngermenge aus der Konzentration mal der tatsächlich verwendeten Wassermenge.
Im Sommer gießt du häufiger. Wer mit dem Gießwasser düngt, braucht dann eine entsprechend geringere Nährstoffkonzentration. Bleibt die Konzentration vom Frühjahr stehen, landet im Hochsommer also mehr Dünger im Topf, obwohl du die Dosierung nie geändert hast. Aufgeteilte Gaben helfen zusätzlich, eine Überversorgung zu vermeiden.
Schreib dir Datum, Düngermenge und Wassermenge jeder Gabe auf. Beim nächsten Mal siehst du dann, was schon im Topf ist, und kannst den Vorrat anrechnen.
Dosierung an Alter und Größe anpassen
Ein junger Baum im kleinen Topf braucht eine andere Menge als ein alter Baum im großen Kübel. Den Rahmen setzt auch hier die Dosierungsanweisung. Die Feinabstimmung liest du am Baum ab.
Schiebt die Olive lange Triebe und setzt kaum Früchte an, kann das auf zu viel Stickstoff hindeuten. Ich nehme dann die Stickstoffmenge der nächsten Gaben zurück. Auch der Schnitt zählt mit: Wer das Schnittgut abfährt, entfernt damit Stickstoff aus dem Bestand. Nach einem kräftigen Rückschnitt rechne ich das ein, statt die Menge vom Vorjahr zu übernehmen.
Wie wenig ein junges Gehölz braucht, zeigt ein Kompostverfahren, das die Bayerische Gartenakademie für Obstgehölze im Garten beschreibt. Darin genügen Obstbäumen und Beerensträuchern in den ersten Standjahren 1–1,5 l reifer Kompost je Pflanze und Jahr für Phosphor und Kalium.
Ausgepflanzte Olive: erst die Bodenprobe
Steht die Olive ausgepflanzt im Garten, kommt vor dem Düngerkauf die Bodenanalyse. Eine übliche GrunduntersuchungDie Grunduntersuchung ist der Standardumfang einer Bodenuntersuchung im Labor: Bestimmt werden Phosphor, Kalium, Magnesium und der pH-Wert. Sie zeigt, wie gut der Boden mit diesen Nährstoffen versorgt ist und ob er Kalk braucht. erfasst Phosphor, Kalium, Magnesium und den pH-Wert. Stuft das Labor einen Nährstoff in die sehr hohe GehaltsklasseDie Gehaltsklasse ist eine Einstufung im Bodenuntersuchungsbefund, die angibt, wie gut der Boden mit einem Nährstoff wie Phosphor, Kalium oder Magnesium versorgt ist. Sie reicht von A für niedrige bis E für besonders hohe Versorgung. E ein, ist für ihn grundsätzlich keine weitere Düngung vorgesehen. Zeigt die Analyse sehr viel Phosphat und zugleich zu wenig Kalium, ergänzt du gezielt das Fehlende und greifst nicht pauschal zum Mehrnährstoffdünger.
Wie du die Probe ziehst, steht im Obstgehölz-Überblick im Abschnitt zur Bodenanalyse.
Wie bringst du Olivendünger aus?
Flüssigdünger gießen
- Prüfe, ob das Substrat feucht ist. Düngerlösung kommt bei Kübelpflanzen nur auf bereits feuchtes Substrat.
- Setze die Lösung nach der Anleitung des Produkts an.
- Gieße auf das Substrat und nicht über das Laub. Ist doch Lösung auf die Blätter gelangt, wasch sie sofort ab.
Granulat und Depotdünger streuen
Granulat streust du auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Blätter. Verteile es gleichmäßig über die Fläche. Menge und Zeitpunkt des Nachlegens gibt die Anweisung des Produkts vor.
Kompost im Gartenboden
Reifen Kompost harkst du vorzugsweise zum Austrieb im Frühjahr oberflächennah ein. In tiefere Bodenschichten vergraben wird er nicht.
Blattdüngung als Überbrückung
BlattdüngungBei der Blattdüngung werden Nährstoffe, meist Spurenelemente, direkt auf die Blätter gebracht und über das Blatt aufgenommen. Sie wirkt schnell, hält aber nur begrenzt an und überbrückt vor allem akute Versorgungsengpässe. kann vorübergehende Engpässe bei SpurenelementenSpurenelemente sind Nährstoffe, die Pflanzen nur in kleinen Mengen brauchen, ohne die sie aber nicht normal wachsen: Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Bor, Molybdän und Chlor. Man nennt sie auch Spurennährstoffe oder Mikronährstoffe. überbrücken, wenn die Aufnahme aus dem Boden eingeschränkt ist. Ungünstige Bodenbedingungen korrigiert sie nicht. Im Obstbau gelten Temperaturen unter 20 °C bei hoher Luftfeuchte als günstig. Oberhalb von 25 °C wird kein Blattdünger ausgebracht. Gespritzt wird bei bedecktem Himmel oder am Abend, weil starke Sonne das Risiko von SalzschädenSalzschäden sind Schäden an Pflanzen durch zu viel Salz im Boden oder Substrat, etwa nach zu hohen Düngergaben oder durch Streusalz. Typisch sind Blätter, die vom Rand her braun werden, und ein gehemmtes Wachstum. erhöht.
Wie oft braucht die Olive Dünger?
Für Obstgehölze im Kübel gilt bei Flüssigdünger als Orientierung ein Abstand von 2–3 Wochen, solange die Hauptwachstumszeit bis Ende Juni läuft. Die Olive hat als Kübelpflanze einen geringen Nährstoffbedarf. Ich bleibe deshalb bei diesem Abstand und verkürze ihn nicht, auch wenn der Baum langsam wächst.
Beim Depotdünger entfällt das häufige Nachlegen, weil die Hüllschicht die Nährstoffe schrittweise abgibt. Wann die nächste Gabe fällig ist, steht in der Anweisung des Produkts. Im Gartenboden sind für Obstgehölze zwei Stickstofftermine vorgesehen, und auch die nur, wenn die Bodenlieferung nicht ausreicht.
In diesen Fällen setze ich die Düngung aus:
- im Winterquartier, weil Kübelpflanzen in der wachstumsarmen Winterruhe kaum Nährstoffe brauchen
- nach dem Umtopfen in vorgedüngte Erde
- bei einer kranken oder geschädigten Pflanze, bis sie sich erholt hat
- bei Frost, Trockenheit oder Staunässe, weil zusätzliches Düngen diese Ursachen nicht behebt
Olive im Topf: Was ist beim Düngen anders?
Im Topf steht der Olive nur ein begrenzter Wurzelraum zur Verfügung. Drei Dinge entscheiden dort über die Düngung mit: das Substrat, die Feuchte im Ballen und das Umtopfen.
Das Substrat liefert mit
Oliven brauchen im Sommer einen sehr sonnigen Platz und ein durchlässiges Substrat. Kübelsubstrat braucht außerdem eine stabile Struktur, und mineralische Zuschläge wie Bims, Splitt oder Blähton können sie unterstützen. Enthält die Erde viel Kompost, kann sie hohe pH-, Phosphor-, Kalium- und Salzgehalte mitbringen. Diesen Vorrat rechne ich an, bevor ich dünge.
Erst die Feuchte prüfen
Vor jeder Gabe prüfe ich, wie feucht der Ballen ist. Bei torffreien Substraten kann die Oberfläche schon trocken sein, während der untere Gefäßbereich noch nass ist. Düngerlösung gehört nur auf feuchtes Substrat. Wer nur oben fühlt und deshalb erst kräftig wässert, setzt also einen Ballen unter Wasser, der unten längst nass war. Prüfe deshalb auch tiefer im Substrat.
Umtopfen verschiebt die Düngung
Ist der Ballen stark durchwurzelt und wachsen Wurzeln aus den Bodenlöchern, zeigt das Umtopfbedarf an. Frische, vorgedüngte Erde bringt einen Nährstoffvorrat mit.
4–6 Wochen. So lange brauchen Kübelpflanzen nach dem Umtopfen in vorgedüngte Erde zunächst keinen zusätzlichen Dünger.
Meine Olive steht im Sommer im Kübel auf der Terrasse und zieht im Herbst in den Wintergarten um. Dort gieße ich nur noch und stelle die Düngerflasche bis zum Austrieb weg. Vor der ersten Gabe im neuen Jahr prüfe ich den Ballen mit dem Finger bis in die Tiefe.
Wie vermeidest du Wurzelschäden beim Düngen?
Überhöhte Düngesalzkonzentrationen können Wurzeln schädigen. Bei Kübelpflanzen ist das wegen des begrenzten Wurzelraums besonders problematisch. Vier Gewohnheiten senken das Risiko:
- Dünge nur auf bereits feuchtes Substrat.
- Halte die Dosierung des Produkts ein und senke die Konzentration, wenn du im Sommer häufiger gießt.
- Sorge für freien Wasserabzug. Pflanzgefäße brauchen Ablauflöcher, damit überschüssiges Wasser abfließt und keine Staunässe entsteht.
- Dünge eine geschädigte Pflanze erst wieder, wenn sie sich erholt hat.
Staunässe im Wurzelraum kann durch Sauerstoffmangel Fäulnis auslösen und die Nährstoffaufnahme stoppen. Ein Baum, der im nassen Topf kümmert, braucht also zuerst einen freien Abzug und keinen Dünger.
Der Ballen ist trocken, und die Düngerlösung kommt trotzdem darauf. Gieße zuerst mit klarem Wasser und dünge erst, wenn das Substrat feucht ist.
Wenn der Baum trotzdem auffällt
Gelbliches Laub und schwaches Triebwachstum können bei Oliven auf Stickstoffmangel hindeuten. Abgestorbene Blattspitzen können von Kaliummangel kommen, aber schlechte Drainage ruft ähnliche Schäden hervor. Vor dem Nachdüngen steht deshalb die Prüfung, und die beschreibt der Beitrag dazu, wie du Nährstoffmängel am Olivenbaum erkennst und behebst.
Ist zu viel Dünger im Topf gelandet, wird der Ballen langsam mit Wasser durchgespült, sofern das Wasser ungehindert ablaufen kann. Die Anzeichen und das weitere Vorgehen findest du im Beitrag dazu, woran du eine Überdüngung beim Olivenbaum erkennst und was du dann tust.

