Salzschäden
Salzschäden sind Schäden an Pflanzen durch zu viel Salz im Boden oder Substrat, etwa nach zu hohen Düngergaben oder durch Streusalz. Typisch sind Blätter, die vom Rand her braun werden, und ein gehemmtes Wachstum.
Salzschäden zeigen sich an den Blättern: Sie kräuseln sich oft, werden vom Rand her braun und fallen später ab. Geschädigte Gehölze treiben im Frühjahr später aus. Das Salz gelangt über die Bodenlösung in die Pflanze. Hohe Gehalte an Natrium und Chlorid, etwa aus Streusalz, schädigen zudem das nützliche Pilzgeflecht an den Wurzeln (Mykorrhiza).
Salzschäden können durch zu hohe Düngergaben entstehen; die Gefahr ist größer bei jungen Pflanzen und wenn beim Pflanzen zu viel gedüngt wurde. Salzempfindliche Arten wie Primeln leiden schon bei leicht erhöhtem Salzgehalt im Substrat. An Wegen und Straßen kommt Streusalz hinzu, das für Gehölze besonders gefährlich ist. Überdüngung meint das Zuviel an Dünger selbst; Salzschäden sind die Schäden an der Pflanze, gleich ob durch Dünger oder Streusalz. Leicht verwechseln kannst du sie mit Trockenschäden durch Wassermangel, denn die Symptome ähneln sich.
Beispiel aus dem Garten
Treibt die Hecke am Gehweg im Frühjahr später aus und werden ihre Blätter danach vom Rand her braun, denke ich neben Trockenheit auch an Salzschäden durch Streusalz. Beim Setzen von Jungpflanzen dünge ich nur zurückhaltend.
Quelle: Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR Rheinpfalz) – Salzschäden an Gehölzen, Einleitung. Geprüft am .
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