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Bambus düngen: organisch oder mineralisch, wann und wie viel

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Für Bambus passt ein stickstoffbetonter Langzeitdünger mit wenig Phosphor, organisch oder mineralisch.
  • Als Termine für diese Düngung eignen sich März und August.
  • Die Menge richtet sich nach Packungsangabe, Bodenbefund und Kompostgaben; eine einzelne Stickstoffgabe bleibt bei höchstens 10 g N/m².
  • Im Kübel können Hornspäne verzögert und unzureichend wirken, umhüllter Depotdünger gibt seine Nährstoffe verzögert über eine Hülle ab.
  • Ziergräser düngst du nach ihrem Herkunftsstandort, Arten magerer Standorte erst bei erkennbarem Mangel.
Zwei Hände halten dunkle, krümelige Erde
Foto: Rain Photography · Pexels License · Quelle ↗

Wenn ich Bambus dünge, kläre ich zuerst das Nährstoffprofil und erst danach die Frage, ob organisch oder mineralisch. Für Bambus wird ein stickstoffbetonter Langzeitdünger mit wenig Phosphor empfohlen. Dieses Profil gibt es in beiden Düngerarten, deshalb entscheidet der Standort mehr als die Herkunft des Düngers. Ebenso wichtig ist das Maß, denn zu hohe Gaben sofort wirksamer Streu- oder Flüssigdünger können Salzschäden bis zum Absterben von Wurzeln verursachen.

Bambus düngen auf einen Blick

Frage Antwort
Nährstoffprofil stickstoffbetont, wenig Phosphor, als Langzeitdünger
Organisch im Beet Horndünger, dazu Kompost nach Bodenbefund
Mineralisch im Beet umhüllter Depotdünger mit passender Deklaration
Im Kübel umhüllter Depotdünger; organische Alternative ist Flüssigdünger wie Vinasse
Termine März und August
Menge Packungsangabe, angepasst an Bodenbefund und Kompost; je Stickstoffgabe höchstens 10 g N/m²
Bambuslaub als Mulch liegen lassen

Organisch oder mineralisch: der Unterschied in Kürze

Organische Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material, Mineraldünger liefern Nährstoffe meist als Salze. Die Wurzeln nehmen beides in mineralisch gelöster Form auf, organisch gebundene Nährstoffe müssen also zuerst mineralisiert werden. Vor- und Nachteile beider Düngerarten und den Nutzen einer Kombination findest du im Überblick über Düngerarten und Düngerformen im Ratgeber Düngen, Boden und Kompost.

Was Bambus vom Dünger braucht

Stickstoff wird besonders für die Bildung und das Wachstum von Blättern und Trieben gebraucht. Beim Bambus soll der Dünger vor allem Stickstoff liefern, Phosphor dagegen nur wenig. Als Langzeitdünger setzt er seine Nährstoffe verzögert frei. Bei umhüllten Depotdüngern sorgt eine Hüllschicht dafür, bei anderen Langzeitdüngern eine chemische oder biologische Umwandlung.

Kurz erklärt

Die Zahlen auf dem Etikett stehen für Stickstoff, Phosphat und Kalium. NPK 12-12-17 mit 2 % Magnesiumoxid bedeutet 12 % Stickstoff, 12 % Phosphat als P₂O₅, 17 % Kaliumoxid und 2 % Magnesiumoxid. Für Bambus suchst du eine Deklaration, bei der die erste Zahl deutlich über der zweiten liegt. Spurennährstoffe stehen gesondert auf dem Etikett.

Welche Dünger zum Bambus passen

Horndünger als organische Stickstoffquelle

Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10 bis 14 % Gesamtstickstoff, der nicht vollständig sofort pflanzenverfügbar ist. Sie liefern überwiegend Stickstoff und Schwefel, Phosphor und Kalium dagegen nur in geringen Mengen. Damit treffen Horndünger das stickstoffbetonte, phosphorarme Profil für Bambus, ersetzen aber keine vollständige Nährstoffversorgung. Kalium und die übrigen Nährstoffe kommen dann aus dem Boden oder aus Kompost.

Je feiner das Horn zerkleinert ist, desto schneller wird sein Stickstoff verfügbar. Für die vollständige Umsetzung von Hornmehl rechnest du im Boden mit etwa 6 Wochen, gröbere Hornspäne brauchen mehrere Monate. Ich trage beim Streuen Handschuhe, weil handelsübliche Hornspäne nicht grundsätzlich keimfrei sind.

Umhüllter Depotdünger als mineralische Langzeitform

Bei umhüllten mineralischen Depotdüngern verzögert eine Hüllschicht die Freisetzung der Nährstoffe. Wie schnell sie frei werden, hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab. Die Wirkungsdauer steht auf der Verpackung. Leicht lösliche Mineraldünger ohne Hülle wirken dagegen rasch und decken eher einen kurzfristigen Bedarf.

Organisch-mineralische Volldünger verbinden schnell wirkende mineralische mit langsamer wirkenden organischen Bestandteilen. Auch bei ihnen prüfst du auf dem Etikett, ob der Stickstoff vorne liegt und das Phosphat niedrig bleibt.

Kompost und Mist als Grundversorgung

Kompost liefert Stickstoff, Phosphat, Kalium und weitere Nährstoffe, seine Gesamtgehalte sind aber nicht mit sofort verfügbaren Nährstoffen gleichzusetzen. Stickstoff setzt er nur wenig frei. Dafür fördert er das Bodenleben und die Bildung stabiler Bodenkrümel. Als allgemeine Grundversorgung werden im Frühjahr jährlich 3 l reifer Kompost je m² Gartenboden flach eingearbeitet, über Abweichungen entscheidet die Bodenanalyse.

Für Bambus wird wenig Phosphor empfohlen, Kompost bringt aber Phosphat mit. Auf phosphatreichem Boden zählt deshalb die Obergrenze: Im Ziergarten gelten bei Phosphat-Gehaltsklasse C bis E höchstens 3 l Gartenkompost je m² und Jahr.

Stallmist ist die andere organische Grundgabe. Zur Begrenzung der Phosphatzufuhr sollte Rinder- oder Pferdestallmist im Garten 3 kg je m² nicht überschreiten. Eine Fläche bekommt entweder Kompost oder Stallmist, weil beide organische Substanz und Nährstoffe zuführen. Empfohlen wird mindestens ein Jahr gelagerter Mist, wobei diese Lagerdauer keinen Hygienenachweis ersetzt.

Wann ich Bambus dünge

Für stickstoffbetonten Langzeitdünger gelten bei Bambus März und August als geeignete Zeitpunkte. Nach diesen beiden Terminen richte ich die Düngung aus. Den Kompost arbeite ich im Frühjahr zusammen mit der Märzgabe flach ein. Ist der Boden zu diesem Zeitpunkt noch kalt, setzt die Wirkung organischer und mineralischer Langzeitdünger zusätzlich verzögert ein.

Organische Dünger hängen stark vom Wetter ab. Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen sie kaum Nährstoffe frei, bei feuchtwarmer Witterung können sie starke Nährstoffschübe verursachen. Wurzeln nehmen Nährsalze in Wasser gelöst auf, und Trockenheit hemmt zugleich die Freisetzung aus organischem Dünger. Wirkt dein Bambus in einer Trockenphase unterversorgt, gießt du deshalb zuerst, denn eine weitere Gabe behebt das akute Problem nicht zuverlässig.

Dünger streue ich auf feuchten Boden und achte darauf, dass nichts auf nassen Blättern liegen bleibt, weil dort Ätzschäden entstehen können. Bei großer Hitze und längerer Trockenheit gibst du eine notwendige Flüssigdüngung nur niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden, ohne das Laub zu benetzen.

Mythos-Check

Organischen Dünger schon im Herbst streuen, damit er im Frühjahr bereitliegt? Im Hausgarten ist eine bedarfsgerechte Frühjahrsdüngung der Herbstdüngung möglichst vorzuziehen, weil so weniger Nährstoffe ausgewaschen werden. Bei Frost setzen organische Dünger ohnehin kaum Nährstoffe frei.

Wie viel Dünger Bambus bekommt

Die richtige Menge hängt am Nährstoffvorrat im Boden, an Kompost oder anderen Düngern, die du schon gibst, und am Nährstoffgehalt des Produkts. Ich gehe deshalb in dieser Reihenfolge vor.

  1. Bodenprobe nehmen. Ich nehme sie im zeitigen Frühjahr, bevor ich dünge. Die Mischprobe besteht aus 10 bis 15 gleichmäßig verteilten Einstichen innerhalb einer einheitlich genutzten Fläche. Wege, Ränder und Kompostnähe sparst du aus. Eine Standarduntersuchung auf Phosphor, Kalium und pH liefert keinen Nmin-Wert, der muss gesondert bestimmt werden.
  2. Befund lesen. Bei Versorgungsstufe D musst du nur 50 % des erwarteten Entzugs eines Nährstoffs über Dünger ersetzen. Bei Versorgungsstufe E kann die Düngung mit diesem Nährstoff vorübergehend ganz entfallen.
  3. Packungsangabe anpassen. Die Packungsempfehlung setzt eine passende Bodenversorgung voraus. Gibst du Kompost oder einen zweiten Dünger dazu, ziehst du deren Nährstoffe von der Packungsmenge ab.
  4. Obergrenze einhalten. Eine einzelne Stickstoffgabe im Garten sollte 10 g N/m² nicht überschreiten.
  5. Abwiegen. Dünger unterscheiden sich im Schüttgewicht. Ich wiege die Menge für meinen Messbecher einmal ab und markiere die Füllhöhe.
Zahl im Blick

Die Düngermenge in g/m² ergibt sich aus dem Düngebedarf eines Nährstoffs in g/m², multipliziert mit 100 und geteilt durch dessen Prozentgehalt im Dünger. Den Bedarf liefert dir die Düngeempfehlung zum Bodenbefund, den Gehalt die Deklaration auf der Packung.

Was der Bambus nicht aufnimmt, kann ausgewaschen werden. Sowohl organische als auch mineralische Dünger können bei übermäßiger Zufuhr zur Überdüngung führen. Wie du Überdüngung erkennst und Nährstoffverluste vermeidest, vertieft im Düngen-Ratgeber der Abschnitt zu Mangel und Überdüngung.

Bambus im Kübel düngen

Feste organische Dünger wie Hornspäne müssen vor der Nährstoffaufnahme mikrobiell abgebaut werden. In kleinen Pflanzgefäßen kann ihre Wirkung deshalb verzögert und unzureichend einsetzen. Für Bambus ist ein Langzeitdünger empfohlen, und genau diese Langzeitwirkung kann Horn im engen Gefäß nicht verlässlich liefern. Im Kübel nehme ich deshalb einen umhüllten mineralischen Depotdünger.

Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Erde braucht der Bambus normalerweise 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Beim Umtopfen mischst du den Depotdünger ins Substrat. In einen bepflanzten Kübel streust du ihn gleichmäßig auf, bedeckst ihn leicht mit Erde und gießt von oben an. Er wirkt nur in Verbindung mit Wasser. Ist er ausreichend bemessen, braucht der Kübel im Sommer in der Regel keine zusätzliche Gabe. Halte dich an die Dosierungsanweisung des Produkts, denn eine hohe Bevorratung kann den Salzgehalt im Substrat zeitweise über den optimalen Bereich anheben.

Wer im Kübel organisch düngen möchte, nimmt einen Flüssigdünger: Organische Flüssigdünger wie Vinasse können Kübelpflanzen schnell mit Nährstoffen versorgen. Auch vorgedüngte torffreie Erden können durch ihre Ersatzstoffe vorübergehend zu wenig pflanzenverfügbaren Stickstoff bereitstellen. Horndünger mischst du in torffreie Erde deshalb schon vor dem Pflanzen unter. In torffreier Erde kann die Oberfläche trocken sein, während das Substrat weiter unten noch nass ist. Ich prüfe die Feuchte deshalb mit der Hand auch tiefer im Topf. Der Kübel braucht ein Abflussloch, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Häufiger Fehler

Flüssigdünger auf einen ausgetrockneten Ballen gießen. Gib Düngerlösung nur auf bereits feuchte Erde, damit hohe Salzkonzentrationen die Wurzeln nicht schädigen.

Achtung

Feste Düngemittel lagerst du trocken und verpackt oder abgedeckt. Hat ein Kind vermutlich eine größere Menge Dünger aufgenommen, kontaktierst du zur Beurteilung ein Giftinformationszentrum oder die Kinderarztpraxis.

Gelbe Blätter und der pH-Wert

Gelbe Blätter am Bambus sind ein Hinweis, keine Diagnose. Blattvergilbung mit Blattfall kann außer auf Nährstoffmangel auch auf Lichtmangel, Temperaturschwankungen oder Wasserstress hindeuten. Trockenheit, Staunässe, Wurzelschäden und Verdichtung können ähnliche Symptome verursachen wie ein Nährstoffmangel. Stickstoffmangel betrifft häufig ältere Blätter. Gelbe junge Blätter mit grün bleibenden Adern können auf Eisenmangel hindeuten, lassen sich aber nicht immer sicher von Manganmangel unterscheiden.

Eisenchlorosen entstehen häufig durch eingeschränkte Eisenverfügbarkeit bei zu hohem Boden-pH und nicht durch einen tatsächlich zu kleinen Eisenvorrat. Bevor ich bei hellen jungen Blättern an Eisen denke, lasse ich deshalb den pH-Wert messen. Eine Eisenbestimmung gehört nicht automatisch zur Standarduntersuchung, die vereinbarst du gesondert mit dem Labor. Ist ein Nährstoffmangel festgestellt, kann eine passende Flüssigdüngung die Versorgung rasch verbessern.

Den Messwert vergleiche ich mit dem Bereich, der für Gartenböden meiner Bodenart gilt.

Bodenart Anzustrebender pH-Bereich je nach Humusgehalt
Gartenboden aus Sand 5,0 bis 6,5
lehmiger Gartenboden 5,5 bis 7,0
toniger Gartenboden 6,0 bis 7,5

Ausgenommen sind Pflanzen mit besonderen Ansprüchen, etwa Moorbeetpflanzen. Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert unter dem Bereich für Bodenart und Humusgehalt liegt. Liegt er darüber, bekommt das Beet weder kalkhaltige Dünger noch Kompost, weil Kompost den pH-Wert anheben kann. Im Kübel kann hartes Gießwasser den Substrat-pH erhöhen und so Eisenchlorosen begünstigen.

Achtung

Holzasche gehört nicht ans Bambusbeet. Wegen möglicher Schwermetall- und Schadstoffbelastungen sollte sie weder als Gartendünger noch als Kompostzutat verwendet werden. Abgekühlt kommt sie in den Hausmüll, ohne Staub aufzuwirbeln.

Bambuslaub als Mulch liegen lassen

Abgefallenes Bambuslaub kann als Mulch liegen bleiben und führt dabei Silizium zurück. Organischer Mulch vermindert außerdem die Verdunstung von Bodenwasser und liefert Bodenorganismen Nahrung für die Humusbildung. Mulchst du zusätzlich mit Rindenmulch, Holzhäckseln oder Stroh, können diese beim Abbau Stickstoff binden. Plane vor dem Mulchen deshalb eine ergänzende Stickstoffversorgung ein.

Marias Erfahrung

Ich verteile das abgefallene Bambuslaub mit der Hand unter den Halmen. Was auf den Weg weht, kehre ich zusammen und lege es zurück ins Beet.

Ziergräser: nach dem Standort düngen

Bei Ziergräsern gehe ich vor wie bei Stauden: Ich schaue zuerst, von welchem Standort die Art stammt. Stauden nährstoffarmer Standorte werden erst bei erkennbaren Mängeln gedüngt, Arten nährstoffreicher Standorte brauchen eine entsprechend höhere Versorgung. Übermäßige Düngung führt bei Stauden nährstoffarmer Naturstandorte zu untypisch starkem Wachstum und verschlechtert ihre Winterhärte. Trockenheitsliebende Stauden magerer Standorte sollten keinen Kompost erhalten, und so halte ich es auch bei Gräsern dieser Standorte.

Für Gräser nährstoffreicher Standorte gelten dieselben Regeln wie beim Bambus: Frühjahrsdüngung statt Herbstdüngung, ein Bodenbefund und eine Packungsmenge, die Kompostgaben berücksichtigt. Für die übrigen Pflanzen im Beet liest du nach, welche Düngung im Ziergarten zu welchen Zierpflanzen passt.

Passt dazu

Für Beet- und Topfblumen erfährst du, welche Düngerart zu Blumen und Blühpflanzen passt. Für Pflanzen im Haus liest du, welcher Dünger zu welchen Zimmerpflanzen im Topf passt.

Häufige Fragen

Welche Art von Dünger eignet sich am besten für Bambus und Ziergräser?
Für Bambus wird ein stickstoffbetonter Langzeitdünger mit wenig Phosphor empfohlen. Dazu passen Horndünger, die überwiegend Stickstoff und nur wenig Phosphor liefern, ebenso wie umhüllte mineralische Depotdünger mit passender Deklaration. Ziergräser düngst du nach ihrem Herkunftsstandort: Arten magerer Standorte erst bei erkennbarem Mangel, Arten nährstoffreicher Standorte entsprechend stärker.
Was ist der Unterschied zwischen organischen und mineralischen Düngern für Bambus?
Organische Dünger wie Hornspäne oder Kompost müssen im Boden erst mineralisiert werden, bevor die Wurzeln die Nährstoffe aufnehmen können. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen sie kaum etwas frei, bei feuchtwarmer Witterung dagegen kräftig. Leicht lösliche Mineraldünger wirken rasch, umhüllte Depotdünger geben ihre Nährstoffe über eine Hüllschicht verzögert ab. Für Bambus im Kübel zählt das besonders, weil feste organische Dünger in kleinen Gefäßen verzögert und unzureichend wirken können.
Welche Dosierung wird für die Frühjahrsdüngung von Bambus empfohlen?
Eine Grammzahl, die für jedes Bambusbeet passt, lässt sich nicht nennen, weil die Menge vom Nährstoffvorrat des Bodens und von weiteren Gaben abhängt. Ausgangspunkt ist die Packungsangabe des Düngers, von der du die Nährstoffe aus Kompost und anderen Düngern abziehst. Eine einzelne Stickstoffgabe im Garten sollte 10 g Stickstoff je m² nicht überschreiten. Als Frühjahrstermin für den stickstoffbetonten Langzeitdünger eignet sich der März.
Was unterscheidet Langzeitdünger von Flüssigdünger in der Anwendung?
Mineralischen Langzeitdünger mischst du beim Pflanzen ins Substrat oder streust ihn später gleichmäßig auf, bedeckst ihn leicht mit Erde und gießt an, denn er wirkt nur mit Wasser. Seine Freisetzung hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab, die Wirkungsdauer steht auf der Verpackung. Flüssigdünger gibst du nur auf bereits feuchte Erde, damit hohe Salzkonzentrationen die Wurzeln nicht schädigen. Bei festgestelltem Nährstoffmangel kann eine passende Flüssigdüngung die Versorgung rasch verbessern.
Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens die Nährstoffaufnahme bei Bambus?
Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen, sodass sie trotz Vorrat schlecht verfügbar sind. Ein zu hoher pH-Wert kann einen Spurennährstoffmangel verursachen; gelbe junge Blätter mit grünen Adern können dann auf Eisenmangel hindeuten, sind aber nicht immer von Manganmangel zu unterscheiden. Kalk ist nur sinnvoll, wenn der gemessene pH-Wert unter dem Bereich für Bodenart und Humusgehalt liegt. Liegt er darüber, bekommt das Beet weder kalkhaltige Dünger noch Kompost.
Welche Methoden der Ausbringung eignen sich für verschiedene Düngerarten?
Streudünger bringst du auf feuchten Boden aus und achtest darauf, dass nichts auf nassem Laub liegen bleibt, weil dort Ätzschäden entstehen können. Kompost arbeitest du nur oberflächlich ein, weil tiefer im Boden bei Sauerstoffmangel pflanzenschädigende Fäulnisprodukte entstehen können. Flüssigdünger kommt nur auf bereits feuchte Erde, bei Hitze und Trockenheit niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden und nicht auf die Blätter. Düngestäbchen steckst du in den Wurzelbereich und dosierst sie nach der Anweisung auf der Packung.
Stimmt es, dass organische Dünger immer besser für Pflanzen sind als mineralische?
Nein. Wurzeln nehmen die Nährstoffe aus beiden Düngerarten in mineralisch gelöster Form auf, organisch gebundene Nährstoffe müssen dafür erst umgesetzt werden. Auch organische Dünger können bei zu hohen Gaben Pflanzen schädigen und Boden sowie Grundwasser belasten. Kompost und Mist verbessern zusätzlich Bodenstruktur und Bodenleben, während Mineraldünger einen kurzfristigen Bedarf rasch decken können.
Worin unterscheiden sich Hornspäne und Kompost bei der Versorgung von Bambus?
Hornspäne liefern überwiegend Stickstoff und Schwefel, aber nur wenig Phosphor und Kalium; typisch sind 10 bis 14 % Stickstoff. Kompost liefert Stickstoff, Phosphat, Kalium und weitere Nährstoffe, setzt aber nur wenig Stickstoff frei und fördert dafür das Bodenleben. Beim stickstoffbetonten Bambus trägt deshalb Horn den Stickstoff und Kompost die Grundversorgung. Im Ziergarten gelten bei Phosphat-Gehaltsklasse C bis E höchstens 3 l Gartenkompost je m² und Jahr.
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