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Gärten der Zukunft: Was Technik und neue Anbauformen an deinem Gartenbedarf ändern

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Für Gemüse, das du regelmäßig austauschst, eignen sich an der Wand Rinnen- oder Balkonkastensysteme; Befestigung und Fassade müssen Gewicht sowie Wind-, Nässe-, Schnee- und Eislasten tragen.
  • Ein Pflanzturm aus Estrich- und Kokosmatte sollte etwa 70 cm Durchmesser nicht unterschreiten.
  • In einer hydroponischen Tiefwasserkultur kontrollierst du Nährstoffkonzentration und pH-Wert als Orientierung etwa einmal pro Woche.
  • Indoor-Anbau ohne Sonnenlicht braucht zusätzliche Energie für die Beleuchtung; Pflanzenlicht beurteilst du besser nach µmol/m²s als nur nach Lux.
  • Aus selbst gewonnenem Saatgut von Hybridsorten entstehen keine zuverlässig sortenechten Nachkommen.
  • Torffreie Substrate trocknen an der Oberfläche rasch ab, deshalb prüfst du die Feuchte darunter.
Gartenplanung und Gestaltung
Foto: Sergej ***** · Pexels License · Quelle ↗

Wenn du heute Gartenbedarf kaufst, stehst du schnell zwischen Pflanzturm, Hydroponik-Box, Pflanzenlampe und Bodensensor. Jede dieser Neuheiten soll dir Arbeit abnehmen, und jede bringt eigene Arbeit mit. Mal muss eine Wand Gewicht tragen, mal kontrollierst du eine Nährlösung, mal brauchen Licht und Pumpe Strom. Bevor ich etwas Neues anschaffe, schreibe ich deshalb auf, welche Arbeit es übernehmen soll und welche dazukommt. Nach diesem Muster ordne ich hier Technik, Produkte und Anbauformen ein, die den Gartenbedarf verändern.

Welche Neuerungen verändern den Gartenbedarf?

Die Neuheiten, die mir begegnen, sortiere ich in vier Gruppen. Zuerst kommen Anbausysteme ohne klassisches Beet: Pflanzwände, Pflanztürme, erdlose Anlagen und Pflanzenlicht für drinnen. Die zweite Gruppe ist Technik, die misst, plant oder selbst arbeitet, von der Garten-App bis zum Feldroboter. Eine dritte Gruppe betrifft Erde, Saatgut und Bodenpflege. Schließlich plane ich den Garten selbst anders: als Wohnraum für Menschen und als Lebensraum für Insekten und Vögel.

Klimafragen behandle ich hier nur am Rand. Welche bauliche Infrastruktur, Geräte und technischen Hilfen ein Garten im Klimawandel braucht, steht samt Vorgaben und Förderungen in einem eigenen Ratgeber. Wie du den ganzen Garten mit Wasser-, Boden- und Pflanzenstrategien klimaresilient machst, zeigt der Ratgeber zum klimaresilienten Gartenbau.

Mini-Checkliste

Diese Fragen stelle ich, bevor neuer Gartenbedarf einzieht.

  • Welche Arbeit soll mir das Gerät oder System abnehmen?
  • Welche Kontrolle oder Pflege kommt dafür neu hinzu?
  • Braucht es Strom für Licht oder Pumpe?
  • Trägt die Wand das Gewicht samt Nässe, Wind, Schnee und Eis?
  • Passt es zu der Tageszeit, in der ich draußen bin, und zu meiner Pflegezeit?

Pflanzwand, Rinne, Pflanzturm: Wie gärtnerst du in die Höhe?

Wo die Grundfläche knapp ist, wächst das Gemüse an der Wand oder im Turm. Für Gemüse, das du regelmäßig austauschst, eignen sich an der Wand Rinnen- oder Balkonkastensysteme. Dazu zählen etwa Salat, Kohlrabi und Balkontomaten. Bei modularen Pflanzwänden kann eine Wasserleitung oben die Gefäße versorgen, während unten eine Auffangrinne das überschüssige Wasser sammelt.

Achtung

Prüfe vor der Montage, ob Befestigung und Fassade das Gewicht von System und Pflanzen tragen. Ein wandgebundenes Pflanzsystem muss außerdem Wind-, Nässe-, Schnee- und Eislasten aushalten.

Was braucht ein Pflanzturm?

Ein Pflanzturm lässt sich aus Estrich- und Kokosmatte bauen und mit strukturstabilem Kübelpflanzensubstrat füllen. Beim Befüllen drücke ich das Substrat Schicht für Schicht an, bevor die nächste Lage folgt. Gut durchwurzelte Jungpflanzen setzt du in Abständen ein, die zur jeweiligen Gemüseart passen. Salate, Kohlrabi, Sellerie und Fenchel kommen in die feuchtere Mitte und in den unteren Bereich.

Zahl im Blick

Ein Pflanzturm aus Estrich- und Kokosmatte sollte etwa 70 cm Durchmesser nicht unterschreiten. Wird er höher als 1 m, stabilisierst du ihn zusätzlich in der Mitte.

Tomate, Gurke, Bohne: Was an Stab und Gitter wächst

Für eine hochwachsende Stabtomate bis zur Herbsternte gelten 35 bis 40 l Substratvolumen als optimal. Freilandgurken ziehst du an einem Rankgitter, wo sie nach Nässe schneller abtrocknen und sich leichter ernten lassen. Stangenbohnen erreichen als kletternde Kultur 2 bis 3 m und brauchen eine Rankhilfe. Diese Rankhilfe plane ich beim Anlegen des Beets gleich mit ein.

Gärtnern ohne Erde: Was Hydroponik, Aquaponik und Pflanzenlicht verlangen

Hydroponik ersetzt den Boden durch Wasser, die Pflege verschwindet dadurch nicht. In einer hydroponischen Tiefwasserkultur wachsen die Pflanzen ohne Erdsubstrat in einer belüfteten Nährlösung. Eine Pumpe durchmischt das Wasser und versorgt es mit Sauerstoff. In solchen Anlagen wachsen zum Beispiel Salate und Kräuter. Statt den Boden zu lockern, kontrollierst du die Lösung: Nährstoffkonzentration und pH-Wert prüfst du als Orientierung etwa einmal pro Woche.

Aquaponik verbindet Fischhaltung und erdlosen Pflanzenanbau in einem gemeinsamen Wasser- und Nährstoffkreislauf. Damit hältst du Tiere und nicht nur Pflanzen, und beide teilen sich dasselbe Wasser.

Wer ohne natürliches Sonnenlicht anbaut, braucht zusätzliche Energie für die Pflanzenbeleuchtung. Eine Tiefwasserkultur im Keller braucht also Strom für zwei Dinge: für die Pumpe, die das Wasser belüftet, und für das Licht.

Häufiger Fehler

Pflanzenlampen nur nach der Luxangabe vergleichen. Für Pflanzenbeleuchtung ist die photosynthetische Photonenflussdichte in µmol/m²s aussagekräftiger als Lux allein. Achte beim Kauf auf diese Angabe.

Nimmt dir bald ein Roboter das Jäten ab?

Beim Jäten wünsche ich mir manchmal eine Maschine, die das übernimmt. Das Hochschulprojekt AmAIzed untersuchte KI-gestützte Roboter, die einzelne Kulturpflanzen und Unkräuter gezielt behandeln. Untersucht wurde das auf landwirtschaftlichen Feldern. Im Gemüsebeet arbeite ich deshalb weiter mit Vorlauf und Hacke.

Ein falsches Saatbett bereitest du 2 bis 4 Wochen vor der Aussaat oder Pflanzung vor. In dieser Zeit sollen die Unkrautsamen keimen, und du entfernst die Keimlinge oberflächlich, bevor du säst oder pflanzt. Flaches Hacken entfernt junge Unkräuter und vermindert Wasserverluste. Wurzelunkräuter wie Disteln und Quecke holst du möglichst mit den Wurzeln heraus, weil zurückbleibende Wurzelstücke erneut austreiben können.

Marias Erfahrung

Ich hacke flach zwischen den Reihen, solange die Unkräuter noch jung sind. Disteln steche ich mit der Grabgabel aus und ziehe die Wurzel möglichst ganz heraus.

Was ändern Apps und vernetzte Sensoren?

Garten-Apps, Pflanzenerkennung, Online-Gemeinschaften und vernetzte Bodensensoren verändern vor allem, wie du planst und beobachtest. Schlägt eine App nach einem Blattfoto eine Krankheit vor, ist das ein Hinweis, den du am Beet prüfst, keine Diagnose. Wie dir Apps und digitale Werkzeuge bei der Aussaat-, Beet- und Ernteplanung helfen und was Sensoren mit App-Steuerung leisten, zeigt der Ratgeber zu smarten Gärten.

Gießen, Düngen, Pflanzenschutz: Was bleibt trotz neuer Geräte?

Gießen. Tropfschlauch und Bodensensor verändern die Technik des Gießens, den Wasserbedarf eines Gemüsebeets verändern sie nicht. Für einen durchdringenden Gießgang im Gemüsebeet sind etwa 20 bis 25 l/m² vorgesehen, solange der Unterboden noch leicht feucht ist. Gieß direkt in den Wurzelbereich, damit die Blätter möglichst trocken bleiben.

Düngen. Auch bei neuen Düngerprodukten hilft eine Bodenuntersuchung mit nutzungsbezogener Düngeempfehlung, die Nährstoffzufuhr auf deinen Gartenboden abzustimmen. Die Standarduntersuchung wird üblicherweise alle 4 bis 5 Jahre wiederholt. Kompost, Mist, eingearbeitete Gründüngung und Erntereste rechnest du bei weiteren Düngergaben als Nährstoffquellen mit.

Pflanzenschutz. Er beginnt beim Planen: vorbeugen über Standort, Abstand und Fruchtfolge, dann kontrollieren, dann mechanisch eingreifen. Kulturschutznetze können Gemüsefliegen und Raupen abhalten, gegen kleinere Schädlinge wie Erdflöhe ist eine feinere Maschenweite nötig. Netze und Mischkultur senken das Risiko, einen sicheren Schutz vor jedem Problem bieten beide nicht.

Wie du durchdringend gießt, nach Bedarf düngst und Schädlingen vorbeugst, steht ausführlich im Ratgeber zur Gartenplanung.

Was ändert sich bei Erde, Saatgut und Bodenpflege?

Torffreie Erde

Torffreie Substrate ersetzen Torf durch andere geeignete Komponenten. Ihre Oberfläche trocknet rasch ab, deshalb kontrollierst du die Feuchte unterhalb davon. Ich stecke dafür einen Finger ins Substrat, statt mich auf den Blick auf die Oberfläche zu verlassen.

Eigenes Saatgut gewinnen und prüfen

Aus selbst gewonnenem Saatgut von Hybridsorten entstehen keine zuverlässig sortenechten Nachkommen. Wer Samen selbst ernten möchte, wählt deshalb schon beim Kauf eine samenfeste Sorte statt einer Hybride. Bei Gartenkresse lässt du die Samen ausreifen und verpackst die ausgeriebenen Samen erst, wenn sie vollständig getrocknet sind.

Ob älteres oder selbst gewonnenes Saatgut noch keimt, zeigt eine Keimprobe mit genau abgezählten Samen. Keimen innerhalb von zwei bis drei Wochen nur wenige, kommen eine dichtere Aussaat oder neues Saatgut infrage.

Gründüngung für die Bodenpflege

Für die Bodenpflege säe ich Gründüngung. Sonnenblumen können als tiefwurzelnde Gründüngung dazu beitragen, untere Bodenschichten zu lockern. Die als Feld-Sonnenblume angebotene Gründüngung gehört zur Art Helianthus annuus und ist keine eigene botanische Art. Die Pflanzen werden ungefähr 150 bis 200 cm hoch. Unmittelbar vor oder nach Salat säst du Sonnenblumen und Ringelblumen als Gründüngung nicht.

Mikroorganismen arbeiten dabei auch ohne Produkt aus dem Regal: Leguminosen wie Erbsen, Bohnen und Lupinen können mithilfe von Wurzelbakterien Luftstickstoff binden. Wird ein Beet im Herbst frei, kann Winterroggen als Gründüngung noch bis Mitte oder Ende Oktober ausgesät werden.

Geräte und Gefäße

Bei Werkzeugen, Geräten und Gefäßen stellt sich dieselbe Frage nach Material und Lebensdauer. Ich reinige und öle meine Gartengeräte in der Winterpause und schärfe Scheren und Messer, wenn sie stumpf sind. Welche Materialien, Werkzeuge und Geräte deinen Gartenbedarf nachhaltig machen, zeigt der Ratgeber zu umweltbewussten Lösungen.

Der Garten als Wohnraum: Wofür planst du?

Bevor du Möbel, Licht oder Technik kaufst, kläre, wofür du den Garten nutzt. Eine Gartenplanung berücksichtigt Erholung, Spiel, Gemüseanbau und Geselligkeit, dazu deine bevorzugte Tageszeit draußen und die Pflegezeit, die du hast. Wer vor allem abends draußen sitzt, setzt deshalb Ziertabak, Nachtkerze, Duftwicke und Wunderblume an den Sitzplatz, denn diese Pflanzen entfalten ihren Duft besonders am Abend. Lavendel und Thymian passen als Duftkräuter an sonnige, magere Plätze nahe Sitzplatz und Weg.

Ein passend ausgewählter Hausbaum kann einen Sitzplatz beschatten und vor starker Hitze und UV-Strahlung schützen. Wege und Zugänge planst du ohne unnötige Schwellen und Stufen. Tore sollten Platz für Kinderwagen oder Rollstuhl bieten, Beläge sollten Stolper- und Rutschgefahren vermeiden. Bei begrenztem Budget hilft eine Gesamtplanung, die du in Bauabschnitten umsetzt.

Mythos-Check

Ein Gehölzstreifen an der Straße schluckt den Lärm? Übliche schmale Gehölzstreifen an Straßen haben keine schallschluckende Wirkung. Plane sie deshalb nicht als Lärmschutz für deinen Sitzplatz ein.

Ich beginne jede Umgestaltung mit einem Bestandsplan. Er erfasst Wege, Terrassen, Beete, erhaltenswerte Pflanzen und Bauteile sowie Hauszugänge und Sichtbeziehungen. Für die Gemüsebeete kommt ein Beetplan dazu, der Gemüsearten und Belegungszeiten samt Vor- und Nachkulturen festhält. Diesen Plan kannst du auch im Beetplaner anlegen. Für Gestaltungsfragen von Outdoor-Living und Gartenmöbeln bis zum essbaren Garten gibt es einen eigenen Ratgeber zu Gartentrends.

Wenn Kinder mitgärtnern

Unter Aufsicht können Kinder einfache Aufgaben wie Laubrechen und Gießen mit kleinen Kannen übernehmen. Vor dem Naschen fragen sie eine erwachsene Person und waschen die Ernte mit Trinkwasser ab. Nach der Gartenarbeit und vor dem Essen werden die Hände gründlich gewaschen. Mehr Ideen findest du im Ratgeber dazu, welche Gartenaufgaben zu Kindern passen.

Achtung

Blauer Eisenhut ist stark giftig und gehört nicht in einen kinderfreundlichen Garten. Musst du an ihm arbeiten, fass ihn nur mit Handschuhen an. Eine Regentonne im Kinderbereich steht kippsicher und hat einen Deckel, damit niemand hineinfallen kann.

Wie planst du naturnah?

Naturnah heißt nicht ungeplant. Extensiver Landschaftsrasen wird gewöhnlich ein- bis dreimal im Jahr gemäht und eignet sich nur zeitweise als Spiel- oder Liegewiese. Blumenwiesen mähst du je nach Wüchsigkeit, Nährstoffversorgung und Niederschlägen 1 bis 3 Mal im Jahr. Bei größeren Wiesen mähst du abschnittsweise und zeitversetzt, sodass ungemähte Rückzugsbereiche für Insekten bleiben.

Ungefüllte Korb- und Doldenblüten bieten erwachsenen Schwebfliegen zugängliche Pollen- und Nektarnahrung. Ihre Larven fressen Blattläuse, du kannst sie an Blattlauskolonien beobachten. Gesunde Staudenstängel und Samenstände bleiben über Winter stehen, kranke oder störend in Wege ragende Teile schneidest du heraus. Stehen gelassene Fruchtstände und Beerensträucher bieten Gartenvögeln im Herbst und Winter natürliche Nahrung.

Ich lasse die standfesten, trockenen Blütenstände von Fetthenne und Brandkraut als Struktur im Winterbeet stehen. Ein umgedrehter, mit Holzwolle gefüllter Blumentopf dient Ohrwürmern als Unterschlupf und ist ein einfaches Bauprojekt, auch für Kinder.

Häufige Fragen

Was versteht man unter modernem Gartenbedarf?
Gemeint sind Geräte, Materialien und Anbausysteme, mit denen du auf neue Weise gärtnerst. Dazu zählen Pflanzwände und Pflanztürme für wenig Grundfläche, hydroponische Anlagen ohne Erde, Pflanzenlicht für drinnen und torffreie Substrate, ergänzt um digitale Planungshilfen und vernetzte Sensoren. Die Grundlagen bleiben gleich: Gegossen wird durchdringend, gedüngt nach Bodenbefund, und Pflanzenschutz beginnt mit Vorbeugung.
Worin unterscheidet sich Hydroponik vom Gärtnern im Beet?
In einer hydroponischen Tiefwasserkultur wachsen die Pflanzen ohne Erdsubstrat in einer belüfteten Nährlösung, die eine Pumpe durchmischt und mit Sauerstoff versorgt. Statt den Boden zu pflegen, kontrollierst du Nährstoffkonzentration und pH-Wert, als Orientierung etwa einmal pro Woche. In solchen Anlagen wachsen zum Beispiel Salate und Kräuter. Steht die Anlage ohne Sonnenlicht im Haus, braucht sie zusätzlich Energie für die Pflanzenbeleuchtung.
Wie richtest du einen vertikalen Garten auf kleinem Raum ein?
Für Gemüse, das du regelmäßig austauschst, etwa Salat, Kohlrabi oder Balkontomaten, eignen sich an der Wand Rinnen- oder Balkonkastensysteme. Vor der Montage prüfst du, ob Befestigung und Fassade das Gewicht von System und Pflanzen sowie Wind-, Nässe-, Schnee- und Eislasten tragen. Bei modularen Pflanzwänden kann eine Wasserleitung oben die Gefäße versorgen, während unten eine Auffangrinne überschüssiges Wasser sammelt. Ein Pflanzturm aus Estrich- und Kokosmatte sollte etwa 70 cm Durchmesser nicht unterschreiten.
Worin unterscheiden sich biologischer Pflanzenschutz und herkömmliche Schädlingsbekämpfung?
Im Hausgarten setzt biologischer Pflanzenschutz vor dem Befall an: Du beugst über Standort, Abstand und Fruchtfolge vor, kontrollierst die Pflanzen und greifst mechanisch ein, etwa mit Kulturschutznetzen. Dazu kommt die Förderung von Nützlingen, denn ungefüllte Korb- und Doldenblüten bieten erwachsenen Schwebfliegen Nahrung, und ihre Larven fressen Blattläuse. Chemische Mittel kommen höchstens als letztes Mittel infrage, mit Zulassung für Haus- und Kleingarten, nach Gebrauchsanweisung, mit Schutzkleidung, Wartezeit und sachgerechter Entsorgung, weil sie auch Nützlinge treffen können. Eine Garantie gegen Befall bietet keiner der Wege.
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