Gartenbedarf im Klimawandel: Schatten, Versickerung, Sensorik und Förderung
- Klimaanpassung im Garten berücksichtigt Hitze und Trockenheit ebenso wie Starkniederschläge und Stürme.
- Bäume kühlen ihre Umgebung durch Schatten und durch Wasserverdunstung über die Blätter.
- Automatische Fensteröffner können das Gewächshaus temperaturgesteuert und ohne Stromanschluss lüften.
- Bei Bodenfeuchtesensoren zählen relative Veränderungen, weil absolute Werte von Sensor und Bodenart abhängen.
- Beim Düsseldorfer Förderprogramm DAFIB wird erst nach Zustellung der Fördernummer beauftragt.

Im Gewächshaus staut sich die Hitze, nach dem Gewitter steht das Wasser auf dem Weg, und der Sturm zerrt am Vlies. Klimaanpassung im Garten muss deshalb Hitze und Trockenheit ebenso berücksichtigen wie Starkniederschläge und Stürme. Wer nur eine Regentonne aufstellt, hat erst einen Teil davon erledigt.
Ich gehe nach jedem heftigen Regen und an heißen Tagen mit meiner Gartenskizze durch den Garten. Darin trage ich ein, wo Wasser stehen bleibt, wo sich die Hitze staut und wo der Wind durchzieht. Aus solchen Notizen ergibt sich, was du baust, kaufst und anschließt: Schattenspender, Versickerung, Gewächshaustechnik, Schutzmaterial, Geräte und Sensoren. Vorgaben und Förderung klärst du, bevor du den ersten Auftrag vergibst.
Womit fängst du an: mit dem Plan oder mit dem Einkauf?
Fang mit dem Plan an. In den Bestandsplan gehören Wege, Terrassen und Beete, dazu erhaltenswerte Pflanzen und Bauteile, Hauszugänge und Sichtbeziehungen. In denselben Plan trägst du ein, wo es im Sommer am heißesten wird, wohin Regenwasser abläuft und woher der Wind kommt.
Das Geld musst du nicht in einem Jahr ausgeben. Mit einer Gesamtplanung teilst du das Vorhaben in Bauabschnitte, die zu deinem Budget passen. Angebote vergleichst du auf Grundlage eines Leistungsverzeichnisses. Weil die Anpassung mehrere Belastungen zugleich abdecken muss, lohnt der Gesamtplan besonders: Du baust in Etappen, und trotzdem passen Schatten, Wasserführung und Windschutz am Ende zusammen.
Die Gemüsebeete kannst du dabei im Beetplaner aufzeichnen, damit feste Bauten und Beetflächen zueinander passen.
Für den Gartengrundriss eignet sich zum Beispiel der Maßstab 1:100. Dann entspricht 1 m im Garten 1 cm auf dem Papier.
Wie bringst du Schatten und Kühlung in den Garten?
Bäume kühlen ihre Umgebung auf zwei Wegen: durch ihren Schatten und durch das Wasser, das sie über die Blätter verdunsten. Am Sitzplatz kann ein passend ausgewählter Hausbaum Schatten geben und vor starker Hitze und UV-Strahlung schützen.
Im kleinen Garten passt zum Beispiel ein Apfelbaum auf einer schwachwachsenden Unterlage wie M9. Als Jungbaum braucht er einen Stützpfahl und bei Trockenheit ausreichend Wasser. Der Baum, der später kühlen soll, braucht am Anfang also selbst Halt und Wasser. Plane den Pfahl und den Weg mit der Gießkanne deshalb gleich mit ein.
Wie Sitzplatz und Möbel gestalterisch dazu passen, zeigt der Überblick darüber, welche Gestaltungstrends von Outdoor-Living bis Gartenmöbel Gärten prägen.
Pergola und Rankgerüst: Was muss die Kletterhilfe können?
Wo kein Baum Platz hat, kann ein beranktes Gerüst Schatten geben. Die Kletterhilfe richtet sich nach der Wuchsform der Pflanze. Schlinger brauchen vor allem senkrechte Stützen, rankende Waldreben dagegen feine Gitter. Kletterrosen bekommen quer gegliederte Hilfen, an denen du Triebe bei Bedarf zusätzlich anbindest.
Bei Holz achtest du auf die Bauweise. Gegen Staunässe hilft die Konstruktion: abgeschrägte Holzflächen, Wasserabläufe und überhängende Dächer. Ungeschütztes Holz bekommt außerdem keinen Erdkontakt und eine Abdeckung gegen Regen und Spritzwasser.
Fassadenbegrünung: Welches System passt an dein Haus?
Bei der bodengebundenen Fassadenbegrünung wurzeln die Kletterpflanzen im Boden. Wandgebundene Systeme haben keinen Bodenanschluss und brauchen deshalb eine eigene Wasserversorgung. Bei einem geschlossenen System wird aufgefangen, was unter der Begrünung abläuft, und zur erneuten Nutzung in den Vorratsbehälter zurückgeführt.
| Punkt | Was gilt |
|---|---|
| Selbstklimmer | nur an geeigneten massiven, rissfreien Wänden; Wärmedämmverbundsysteme und hinterlüftete Fassaden bleiben frei |
| Verankerung der Kletterhilfe | berücksichtigt Pflanzengewicht, Wind und Dickenwachstum sowie Nässe-, Schnee- und Eislasten |
| Abstand bei wandgebundener Begrünung | empfohlen sind mindestens 20 cm zwischen Fassade und Begrünungsebene |
| Wasserbedarf wandgebunden | 6 bis 15 Liter je m² täglich, abhängig von System, Bepflanzung und Sonneneinstrahlung |
| Winter | wintergrüne Wandpflanzungen brauchen auch dann eine funktionierende Wasserversorgung |
| Kontrolle wandgebunden | monatliche Inspektion in der VegetationsperiodeDie Vegetationsperiode, auch Vegetationszeit, ist der Teil des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt im Allgemeinen, wenn das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5 Grad Celsius erreicht. mit den nötigen Pflege- und Wartungsarbeiten |
Wer eine wintergrüne Wandbegrünung plant, rechnet deshalb mit beidem: mit dem täglichen Wasserbedarf und mit Wasser im Winter. Kläre vor dem Kauf, wer die Versorgung kontrolliert, wenn du verreist bist.
Macht eine grüne Fassade die Dämmung überflüssig? Nein. Die Begrünung kann die Wärmedämmung der Hauswand nicht ersetzen.
Wie planst du Windschutz?
Manche Kulturen verlangen ihn ausdrücklich. Zucchini zum Beispiel brauchen einen Platz, der warm, sonnig und windgeschützt ist.
Wer dafür eine Hecke pflanzt, plant zuerst den Platz ein. Eine locker wachsende, höhere Mischhecke kann 2 bis 3 m in der Breite beanspruchen. Von März bis September sind starke Heckenschnitte grundsätzlich ausgeschlossen. Eine Hecke, die im Sommer zu breit wird, darfst du also gerade dann nicht kräftig zurücknehmen. Gib ihr die Breite deshalb von Anfang an.
Eine Schnitthecke hältst du an der Basis breiter als an der Oberseite. Wächst die Hecke frei und besteht aus blühenden und fruchttragenden Sträuchern, finden Insekten und Vögel dort Nahrung und Lebensraum.
Fehlt der Platz für eine Hecke, kommt ein Zaun oder eine Wand infrage. Dienen sie als Einfriedigung, gelten dafür eigene Vorgaben, die im letzten Abschnitt stehen.
Wohin mit dem Wasser bei Starkregen?
Lass Regen möglichst dort versickern, wo er fällt. Auf unbefestigtem Gartenboden versickert Regenwasser leichter, und das trägt zur Grundwasserneubildung bei. Prüfe deshalb bei jedem neuen Weg und jeder Terrasse, ob die Fläche wirklich befestigt sein muss.
Schmale Gartenwege und kleine befestigte Flächen können über 1 bis 2 % Gefälle in die seitlichen Beetflächen entwässern. Der Weg gibt sein Wasser dann an eine Fläche ab, die es aufnehmen kann, solange das Beet daneben unbefestigt bleibt.
Wo eine Regentonne steht, gehört die Sicherung dazu. Regentonnen verschließt du kindersicher, ebenso Bottiche, in denen Wasser steht. Im Kinderbereich steht die Tonne außerdem kippsicher, und ein Deckel sichert sie gegen Hineinfallen.
Versickerungsmulde: Was pflanzt du hinein?
Klassische Versickerungsmulden entwässern rasch. Deshalb brauchen sie überwiegend Pflanzen trockener bis frischer Standorte. Flächen, in denen Wasser gezielt eingestaut wird, betrachtest du gesondert.
An den Böschungen vermindert eine schnell geschlossene Pflanzendecke aus BodendeckernBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz. oder ausläufertreibenden Arten die Erosion. Bodendecker wachsen je nach Pflanzdichte allerdings erst nach etwa 2 bis 4 Jahren zu einer Fläche zusammen. Pflanze die Böschung deshalb dicht und sieh in dieser Zeit nach jedem starken Regen nach, ob Erde abgerutscht ist.
Eine Versickerungsanlage verlangt sorgfältige Ausführung und Wartung. Sonst kann es zu Störungen und zu Gebäudevernässung kommen. Lass Anlagen in Hausnähe von einem Fachbetrieb planen.
Wie bleibt das Gewächshaus bei Hitze nutzbar?
Gegen Hitze im Gewächshaus planst du Schatten und Abluft ein. Hat das Haus Glas oder Stegdoppelplatten, solltest du eine Schattierungsmöglichkeit einplanen. Über eine Dachlüftung entweicht heiße Luft rasch. Fehlt sie, sieh eine zusätzliche Öffnung gegenüber der Tür vor.
Automatische Fensteröffner arbeiten temperaturgesteuert und können die Öffnungen ohne Stromanschluss öffnen und schließen. Mit einem solchen Öffner am Dachfenster kann heiße Luft auch dann abziehen, wenn du nicht im Garten bist und dort kein Strom liegt. Ich bewege jeden Fensteröffner im Frühjahr von Hand durch, bevor die ersten warmen Tage kommen.
Für Tomaten im Freiland ist ein Regendach die kleinere Lösung. Unter einem Regendach und bei guter Durchlüftung bleibt das Tomatenlaub trockener, was hilft, Kraut- und BraunfäuleDie Kraut- und Braunfäule, kurz Braunfäule oder Krautfäule, ist eine Pilzkrankheit vor allem an Tomaten und Kartoffeln, ausgelöst durch Phytophthora infestans. Sie verursacht braune Flecken an Blättern, Stängeln und Früchten. vorzubeugen.
Bevor du ein Gewächshaus kaufst oder baust, fragst du bei der zuständigen Baubehörde nach möglichen Einschränkungen.
Welches Schutzmaterial solltest du vorrätig haben?
Vlies und Folie verändern das Kleinklima direkt am Beet. Mit Lochfolie, Vlies, Folientunnel oder FrühbeetEin Frühbeet, auch Frühbeetkasten genannt, ist ein Beetkasten, der die Wachstumsbedingungen für Gemüse verbessert. Darin kannst du früher aussäen und ein bis drei Wochen früher ernten als im offenen Beet. kann die Gemüseernte ein bis drei Wochen früher beginnen.
| Material | Was es leistet |
|---|---|
| Leichtes Vlies, zum Beispiel 17 g/m² | wasser- und luftdurchlässig, zur Verfrühung von Gemüse |
| Vlies über Wintergemüse | schützt gegen Kälte und Wintersonne |
| Folientunnel | offene Enden sorgen für Luftaustausch |
| Schwarze Mulchfolie | fördert die Bodenerwärmung |
| Weiße Bodenfolie | reflektiert Sonnenwärme und begrenzt eine übermäßige Erwärmung von Dämmen |
Vlies legst du nach Saat oder Pflanzung locker auf und sicherst es an den Rändern. Wann es wieder herunterkommt, hängt von der Kultur ab. Bei Salat entfernst du es bei anhaltenden Temperaturen von 20 bis 22 °C. Bei wärmeliebendem Gemüse ist es bei anhaltend 25 °C oder mehr so weit.
Abgenommen werden Lochfolie und Vlies möglichst bei windstillem, trübem oder regnerischem Wetter, damit die Pflanzen keinen Sonnenbrand bekommen. Schau deshalb in die Vorhersage und nimm das Vlies am trüben Tag vor der Wärme ab, nicht am ersten heißen Mittag.
Vlies hat eine Grenze. In herbstlichen Frostnächten schützt es Tomaten, Kürbisse und Zucchini meist nicht zuverlässig. Nach der Saison säuberst und trocknest du Vliese und Folien und bewahrst sie dunkel und mäusesicher auf.
Ich lege Bretter neben das Beet, bevor ich das Vlies ausrolle. So kann ich die Ränder sofort beschweren, auch wenn Wind aufkommt. Erde und Steine halten das Vlies genauso.
Welche Geräte helfen in trockenen Sommern?
Eine Hacke gehört dazu. Wer flach hackt, entfernt junge Unkräuter und vermindert zugleich Wasserverluste. Zur Grundausstattung zählen außerdem Spaten, Grabegabel, Handschaufel, Harke und Kultivator sowie Gartenschere und Gießkanne. In größeren Gärten erleichtert eine Schubkarre die Transporte. Die Stiellänge wählst du passend zu deiner Körpergröße, damit du aufrecht arbeiten kannst.
Für elektrische Geräte bieten die Kriterien des Blauen Engels eine Orientierung. Dabei geht es um Lärm, schadstoffarme Materialien, Reparierbarkeit, Lebensdauer und verfügbare Ersatzakkus. Bei Handwerkzeugen achtest du auf austauschbare Stiele und verfügbare Ersatzteile. Zubehör aus Holz kaufst du aus heimischem oder FSC-zertifiziertem Holz.
Solarbetriebene Gartenleuchten sind standortabhängig: Ob sie bei wechselhaftem Wetter funktionieren, hängt auch davon ab, wo sie stehen. Stell deshalb eine Leuchte zur Probe an den geplanten Platz, bevor du eine ganze Reihe kaufst.
Bei Töpfen und Folien liest du das Etikett genau. Biobasiert heißt bei Kunststoff nicht automatisch biologisch abbaubar. Was als industriell kompostierbar gilt, ist damit noch nicht für den Gartenkompost geeignet.
Ich reinige und öle meine Geräte in der Winterpause und schärfe Scheren und Messer, wenn sie es brauchen. Welche Materialien, Werkzeuge und Geräte den Gartenbedarf nachhaltig machen, vertieft ein eigener Ratgeber.
Was leisten Sensoren und Automatik?
Bodenfeuchtesensor: Wie liest du die Werte?
Ein Bodenfeuchtesensor liefert eine Zahl, doch die Zahl allein sagt wenig. Was ein volumetrischer Bodenfeuchtesensor absolut anzeigt, hängt vom Sensor und von der Bodenart ab. Als Entscheidungshilfe zählen deshalb die relativen Veränderungen. Lass den Fühler an einer Stelle und beobachte, wie der Wert nach dem Gießen steigt und danach wieder fällt.
Torffreies Substrat trocknet an der Oberfläche rasch ab und kann darunter trotzdem noch nass sein. Weil beim Sensor ohnehin der Verlauf zählt, misst du in solchen Kübeln unterhalb der Oberfläche und nicht obenauf. Ich prüfe diese Kübel zusätzlich mit dem Finger, bevor ich gieße.
Sonden für den Salzgehalt haben eine ähnliche Grenze. Das Signal einer Aktivitätsmesssonde hängt stark von der Substratfeuchte ab. Unterschiedlich feuchte Substrate lassen sich damit schwer vergleichen.
Automatische Bewässerung: Was prüfst du vor dem Urlaub?
TröpfchenbewässerungBei der Tröpfchenbewässerung gelangt das Wasser langsam aus einzelnen Tropfstellen in Schläuchen oder Tropfern direkt in den Wurzelbereich der Pflanzen. Dabei geht nur wenig Wasser durch Verdunstung verloren. kann Wasser gezielt zuführen und dabei Wasser sparen. Mit einer automatischen Steuerung lässt sie sich kombinieren. Eine Urlaubsbewässerung lässt du frühzeitig zur Probe laufen. So kontrollierst du Einstellungen, Wassermenge und Schlauchverbindungen, solange du noch nachbessern kannst.
Die Automatik nimmt dir das Hinsehen nicht ab. Welke kann durch Trockenheit entstehen, aber ebenso durch Staunässe. Prüfe deshalb auch bei laufender Anlage erst die Bodenfeuchte, bevor du die Wassermenge erhöhst.
Hydroponik und Indoor-Anbau: Für wen ist das etwas?
Hydroponische Tiefwasserkultur heißt: Die Pflanzen stehen ohne Erdsubstrat in einer belüfteten NährlösungEine Nährlösung ist ein Gemisch aus Wasser und gelöstem Dünger, das Pflanzen ohne Erde mit Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium versorgt. Sie gelangt bei erdelosen Verfahren wie der Hydroponik über die Bewässerung an die Wurzeln.. In der einfachen Form passt das vor allem zu kurzlebigen Kulturen wie Salaten und Kräutern. Wer drinnen ganz ohne natürliches Sonnenlicht anbaut, braucht zusätzliche Energie für die Pflanzenbeleuchtung. Welche Technologien, Produkte und Anbautrends auf Gärtner zukommen, zeigt ein eigener Ratgeber.
Was ist mit Gießen, Boden, Pflanzenwahl und Nützlingen?
Bauten und Technik ersetzen die gärtnerischen Grundlagen nicht. Zisterne, Tröpfchenbewässerung und Mulch haben ebenso einen eigenen Ratgeber wie Kompost, Gründüngung und Pflanzenwahl. Er zeigt, wie du den ganzen Garten klimaresilient machst und das mit Naturschutz verbindest.
Gießen. Gieße Gemüse direkt am Wurzelbereich, dann bleiben die Blätter möglichst trocken. Ein durchdringender Gießgang im Gemüsebeet bedeutet etwa 20 bis 25 l/m², solange der Unterboden noch leicht feucht ist. Wie du durchdringend statt oberflächlich gießt, erklärt der Ratgeber zur Gartenplanung.
Boden und Düngen. Was dein Boden an Kompost und Dünger braucht, klärt eine Bodenuntersuchung mit nutzungsbezogener Düngeempfehlung. Bei Starkregen bewahrt eine Mulchdecke oder eine dauerhafte Pflanzenbedeckung die Bodenoberfläche vor dem Verschlämmen. Im Ratgeber zur Gartenplanung stehen dazu die Abschnitte, wie du den Boden erst prüfst und dann verbesserst und wie du nach Bedarf statt nach Gewohnheit düngst.
Schädlinge und Nützlinge. Pflanzenschutz beginnt beim Vorbeugen, danach kontrollierst du, und erst dann greifst du mechanisch ein. Beim Kulturschutznetz zählt die Maschenweite: Gegen kleinere Schädlinge wie ErdflöheErdflöhe sind winzige, sprungstarke Blattkäfer, die Blätter von Kohlgewächsen wie Radieschen, Rucola und Kohl siebartig durchlöchern. Am häufigsten sind Kohlerdflöhe, kleine Käfer mit gelben Streifen an der Seite. sind 0,8 mm erforderlich, eine Garantie ist das Netz trotzdem nicht. Vorbeugung und Nützlinge behandelt derselbe Ratgeber im Abschnitt zu Krankheiten und Schädlingen.
Pflanzenwahl und Artenvielfalt. Für sonnige, trockene Gartenplätze sind Königskerzen, Fetthennen und Mauerpfeffer Beispiele. Mit ungefüllten Blüten und mit Früh- und Spätblühern verlängerst du das Nahrungsangebot für Insekten. Wie du Blumenwiese und Rückzugsräume naturnah planst, steht ebenfalls im Ratgeber zur Gartenplanung.
Gemüsesorten und Pflanzzeiten. Wann gesät und gepflanzt wird, verschiebt sich mit der Witterung; im WeinbauklimaWeinbauklima meint das Klima von Gegenden, in denen Wein angebaut wird, etwa in Veitshöchheim, im Unterschied zu kühleren Regionen. Die Artischocke zum Beispiel gedeiht dort besonders gut und kann früher ausgesät werden. können die Termine früher liegen als in klimatisch ungünstigeren Lagen. Der Kopfsalat ‘Analena’ zum Beispiel gilt als hitzebeständig und schossfest, als trockenheitstolerant wird er aber nicht eingestuft. Wie du Sortenwahl, Anbauzeiten und Kulturschutz im Gemüsegarten anpasst, steht im Ratgeber zum Klimawandel im Gemüsegarten.
Welche Vorgaben gelten, und wie läuft eine Förderung?
Kläre Vorgaben, bevor du kaufst oder beauftragst. Diese Punkte betreffen die Bauten aus diesem Ratgeber:
| Vorhaben | Was du vorher klärst |
|---|---|
| Gewächshaus | mögliche Einschränkungen bei der zuständigen Baubehörde, vor Kauf oder Bau |
| Zaun oder Wand als Einfriedigung | in Nordrhein-Westfalen muss sie grundsätzlich ortsüblich sein; abweichende öffentlich-rechtliche Vorgaben gehen vor |
| Hecke | starke Schnitte von März bis September grundsätzlich ausgeschlossen; schonende Pflegeschnitte des Zuwachses nur unter Beachtung besetzter Nester |
| Kletterpflanzen an der Fassade | ob die Wand geeignet ist und die Verankerung die Lasten trägt |
In anderen Bundesländern und Gemeinden fragst du vor Ort nach, was dort gilt.
Ob und was bei dir gefördert wird, erfährst du bei deiner Stadt oder Gemeinde. Ein Beispiel für die Reihenfolge ist das Düsseldorfer Förderprogramm DAFIB: Dort dürfen Maßnahmen erst beauftragt werden, nachdem die Fördernummer zugestellt ist. Wer zuerst beauftragt und dann fragt, kann bei einem solchen Programm leer ausgehen.
Weil der Gesamtplan ohnehin Bauabschnitte vorsieht, legst du ein Vorhaben mit Förderantrag in einen späteren Abschnitt. Die Wartezeit nutzt du für Arbeiten, die keinen Antrag brauchen. Ich schreibe mir vor jedem größeren Vorhaben auf, welche Behörde ich fragen muss und in welcher Reihenfolge Antrag und Auftrag kommen.
