Keimprobe
Die Keimprobe ist ein einfacher Test vor der Aussaat: Du legst eine abgezählte Zahl Samen auf feuchtes Küchenpapier und zählst nach der Keimdauer, wie viele gekeimt sind. So siehst du, ob sich älteres Saatgut noch lohnt.
Für eine Keimprobe zählst du eine feste Zahl Samen ab, etwa zehn oder 20, damit sich der Anteil leicht ausrechnen lässt. Die Samen kommen auf ein gefaltetes, angefeuchtetes Küchenpapier auf einem Teller. Lichtkeimer bleiben offen liegen, Dunkelkeimer deckst du mit einer zweiten Lage Papier ab. Das Papier hältst du feucht, und die Probe steht im warmen Zimmer, sofern die Tüte nichts anderes angibt. Nach der Keimdauer, die auf der Tüte steht, zählst du die gekeimten Samen.
Wichtig ist die Probe bei älterem Saatgut und bei Tüten ohne Datum, denn das aufgedruckte Datum ist nur ein Anhaltspunkt. Keimt mehr als die Hälfte, lohnt sich die Aussaat noch, dann säst du etwas dichter. Nicht verwechseln: Die Keimprobe ist der Test, die Keimfähigkeit ist die Eigenschaft des Saatguts, die du damit abschätzt.
Beispiel aus dem Garten
Im Januar sichte ich meine Saatgutkiste und mache für jede Tüte ohne Datum eine Keimprobe mit zehn Samen auf einem beschrifteten Teller. Nach der Keimdauer laut Tüte zähle ich die Keimlinge aus und notiere das Ergebnis direkt auf der Tüte.
Quelle: Rankwerk Magazin – Da wächst doch was im Januar: Gartenplanung, Saatgut und die ersten Aussaaten, Abschnitt „Saatgut prüfen – Die Keimprobe“. Geprüft am .
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