Gartenpraxis · Gründünger & Bodenkur · Wissen

Inkarnatklee (Blutklee): Gründünger, Bienenweide, Zierde

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Inkarnatklee (Trifolium incarnatum), auch Blutklee genannt, ist eine einjährig kultivierte Kleeart mit 30–60 cm Wuchshöhe und Blüte von Juni bis September.
  • Als Leguminose bringt er Luftstickstoff ins Beet; sein Nektar ist eine Nahrungsquelle für Honigbienen.
  • Für die Blüte nicht vorher mähen: Nach dem Schnitt wächst nur wenig nach.
  • Er kann überwintern, verträgt harte, lange, kalte und schneereiche Winter aber schlecht.
Inkarnatklee mit karminroten, länglichen Blütenköpfchen über dreizähligen Blättern in dichtem, flächigem Bestand
Foto: Katherine Parys · CC BY 4.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Ein Beet, das im August abgeerntet ist, liegt ohne Bewuchs bis zum Frühjahr offen. Regen kann die Oberfläche verschlämmen, und gelöster Stickstoff kann über Winter ausgewaschen werden. Inkarnatklee, auch Blutklee genannt, füllt diese Lücke. Er bedeckt den Boden, bringt als Leguminose Luftstickstoff ins Beet und bietet Honigbienen Nektar, wenn du ihn blühen lässt. Ich entscheide schon bei der Saat, ob ich eine Fläche früh mähe oder für die Blüte stehen lasse. Beides zugleich gibt dieselbe Fläche kaum her, deshalb gehört diese Entscheidung an den Anfang.

Was ist Inkarnatklee?

Botanisch heißt er Trifolium incarnatum und gehört zur Familie der Fabaceae. Blutklee nennt man ihn nach seinen roten Blütenköpfen. Ursprünglich stammt er von der Iberischen Halbinsel, im Garten wird er einjährig kultiviert. Im Beet gilt er als schwachzehrend und tiefwurzelnd.

Merkmal Angabe
Botanischer Name Trifolium incarnatum
Familie Fabaceae
Lebensdauer einjährig
Herkunft Iberische Halbinsel
Wuchshöhe 30–60 cm
Wuchsbreite 20–30 cm
Blütezeit Juni bis September
Duft nicht duftend
Wurzeltyp tiefwurzelnd
Nährstoffbedarf schwachzehrend
Aussaatzeit April bis August, als Nachkultur auch im September
Saatmenge als Gründüngung im Hausgarten 3–6 g/m²
Saattiefe 0,5–1 cm
Keimtemperatur mindestens 10 °C, höchstens 18 °C
Keimdauer 14–21 Tage
Kulturdauer 90–120 Tage
Anbaupause 4 Jahre
Kurz erklärt

Inkarnatklee, Blutklee und Trifolium incarnatum bezeichnen dieselbe Pflanze. Rotklee ist eine andere Art und heißt botanisch Trifolium pratense.

Zwei Werte aus der Tabelle entscheiden, auf welches Beet der Klee gehört. Bis er aufläuft, vergehen 14–21 Tage. Als Kulturdauer werden 90–120 Tage genannt. Für Senf reichen die Angaben zur Entwicklungsdauer im Hausgarten dagegen von 4–10 Wochen. Inkarnatklee ist deshalb keine Art für die kurze Pause zwischen zwei Gemüsekulturen. Er braucht eine Fläche, die mehrere Monate frei bleibt. Wie lange das bei dir der Fall ist, siehst du, wenn du deine Beetbelegung im Beetplaner durchgehst.

Empfehlungen für den Garten

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Die Samen 0,5-1 cm tief säen.

Aussaatkalender Inkarnatklee
GartenkalenderAussaat: April, Mai, Juni, Juli, August; Blüte: Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberAussaatBlüte

Was leistet Inkarnatklee als Gründünger?

Solange der Bestand steht, beschattet und bedeckt er den Boden. Das schützt vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Unter der Oberfläche arbeitet die tiefe Wurzel: Wenn sie später verrottet, bleiben Kanäle zurück, durch die Wasser und Luft in den Boden gelangen können.

Von Senf oder Phacelia unterscheidet ihn eines: Zusätzlichen Stickstoff bringen nur Leguminosen ein, weil sie Luftstickstoff binden. Wie diese Bindung über Rhizobien funktioniert und wie du sie nutzt, führt ein eigener Beitrag aus. Was Gründüngung im Boden insgesamt leistet, steht im Überblick zur Gründüngung.

Ein zweiter Unterschied betrifft die Bodenpilze. Arbuskuläre Mykorrhizapilze brauchen lebende Wirtspflanzen, um zu wachsen und sich zu vermehren. Klee kann diese Mykorrhiza bilden, Kreuzblütler wie Senf und Ölrettich gehören zu den Nichtwirten. Ein Kleebestand bietet den Pilzen also einen Wirt, solange er steht, ein Senfbestand nicht.

Am Ende mähst du den Bestand und arbeitest die frische Masse nur flach ein, weil sie tief vergraben unter Luftabschluss faulen kann. Bis zur nächsten Saat oder Pflanzung vergehen danach meist etwa 2–3 Wochen. Wie du Inkarnatklee einarbeitest und die Folgekultur planst, zeigt der Beitrag zur Bodenverbesserung.

Auch im Hochbeet ist eine Gründüngung sinnvoll, wenn es mehrere Wochen oder über Winter ungenutzt bleibt. In kleinen Gefäßen lohnt sie sich meist nicht, weil sich die Erde dort einfach austauschen lässt.

Wie wertvoll ist Inkarnatklee als Bienenweide?

Der Nektar des Inkarnatklees ist eine Nahrungsquelle für Honigbienen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September, und die Art gilt als nützlingsfreundlich.

Für die Blüte musst du vom üblichen Ablauf einer Gründüngung abweichen. Im Hausgarten wird Gründüngung gewöhnlich kurz vor der Blüte geschnitten. Inkarnatklee bildet nach dem Schnitt aber nur wenig Nachwuchs. Wer vor der Blüte mäht, sieht auf dieser Fläche deshalb kaum noch Blüten.

Ich teile ein Kleebeet darum in zwei Teile: Den einen mähe ich kurz vor der Blüte, den anderen lasse ich für die Bienen stehen. Den blühenden Teil kontrolliere ich gegen Ende der Blüte und mähe, bevor sich Samen bilden. Für Insekten gesäte Gründüngung beendest du nach der Blüte, aber noch vor der Samenreife, sonst sät sie sich selbst aus.

Mythos-Check

„Ein Beet Blutklee versorgt alle Bienen im Garten.“ Honigbienen nutzen seinen Nektar, Wildbienen sind aber häufig auf wenige oder einzelne Nahrungspflanzen spezialisiert. Sie brauchen außerdem ungestörte Nistmöglichkeiten, zum Beispiel in Totholz oder Erdhöhlen.

Ein bienenfreundlicher Nutzgarten bietet deshalb ein vielfältiges Blütenangebot vom Frühjahr bis zum Herbst. Der Klee ist ein Teil davon, kein Ersatz dafür.

Taugt Inkarnatklee als Zierpflanze?

Was den Bienen dient, sieht auch gut aus. Die roten Blütenköpfe stehen auf Pflanzen, die 30–60 cm hoch werden. In der Breite erreicht die einzelne Pflanze 20–30 cm, einen Duft hat sie nicht. Ich säe ihn als Streifen an den Beetrand, wo ich die Blüte vom Weg aus sehe.

Für die Zierde gelten drei Regeln. Er braucht einen sonnigen Platz. Weil er einjährig kultiviert wird, säst du ihn jedes Jahr neu. Vor der Blüte schneidest du nicht zurück, denn danach wächst kaum etwas nach.

Wer keine Sämlinge im Nachbarbeet will, schneidet die Blütenstände vor der Samenreife ab.

Was verrät der Futterbau über Inkarnatklee?

In der Landwirtschaft wird Inkarnatklee auch als Futter geerntet, und aus diesem Feldfutterbau stammen genaue Angaben. Für die landwirtschaftliche Futterernte wird eine Schnitthöhe von 7–10 cm empfohlen. Sein optimaler Schnittzeitpunkt liegt dabei etwa 10–14 Tage vor dem des Rotklees. Weil nach dem Schnitt nur wenig nachwächst, zählt dort hauptsächlich der erste Schnitt.

Für dein Beet sind das keine Vorgaben. Sie zeigen aber, wie die Art wächst: Sie ist früher schnittreif als Rotklee und liefert im Wesentlichen einen Aufwuchs. Welche Rolle Inkarnatklee in der Landwirtschaft bei Klimaschutz und Klimaanpassung spielt und wo seine Grenzen liegen, ordnet ein eigener Beitrag ein.

Mit wem verträgt sich Inkarnatklee in Mischkultur und Gemenge?

Was bringt ein Gemenge mit Gras und Wicke?

Ein Beispiel aus der Landwirtschaft ist das Landsberger Gemenge aus Inkarnatklee, Welschem Weidelgras und Zottelwicke. Die gesamte Saatmenge beträgt dort 45–60 kg je Hektar, eine Rezeptur für den Garten ist das nicht. Der Gedanke dahinter gilt aber auch für Gründüngungsmischungen: Unterschiedliche Wurzelformen können mehrere Bodenschichten erschließen. Gräser können mit ihrer feinen Wurzelverteilung zudem die Krümelstabilität des Oberbodens fördern.

Der Klee selbst ist im Gemenge konkurrenzschwach und kann mit der Zeit von seinen Partnern verdrängt werden. In Feldversuchen konnten Mischungen mit unterschiedlichen Wuchsformen dafür Bestandslücken ausgleichen und Unkraut besser unterdrücken als ihre einzelnen Reinkomponenten. Eine Mischung kann dir also die Bodendecke erhalten, auch wenn der Klee darin zurückfällt. Geht es dir um die Blüte, säst du ihn rein.

Bei jeder Mischung prüfst du alle enthaltenen Pflanzenfamilien gegen deine bisherige und geplante Gemüsefruchtfolge. Die Zottelwicke ist wie der Klee eine Leguminose und zählt dabei mit.

Zu welchem Gemüse passt Klee?

Für Klee als Gruppe, also für die Trifolium-Arten gemeinsam, gibt es eine Zuordnung zu Gemüse und Kräutern. Eigens für Inkarnatklee ist sie nicht ausgewiesen.

Zuordnung Kulturen
Klee passt als Gründünger zu Möhren, Pastinaken, Knollenfenchel, Stangensellerie, Artischocken, Asia-Salate, Dill, Kerbel, Petersilie, Koriander, Kümmel, Kreuzkümmel, Anis, Liebstöckel, Basilikum, Boretsch
Klee ist unverträglich mit Markerbsen, Kapuzinererbsen, Puffbohnen, Prunkbohnen, Sojabohnen, Helmbohnen / Hyazinthbohnen, Lupine, Luzerne, Serradella, Sommerwicken

Mischkultur unterstützt, sie garantiert nichts. Welche Nachbarn zu deinen übrigen Kulturen passen, kannst du im Mischkultur-Werkzeug nachschlagen.

Zwischen den Gemüsereihen ist Inkarnatklee nicht die erste Wahl. Als Untersaat zwischen Gemüse oder Beerenkulturen sind niedrig wachsende Gelb- oder Weißkleearten beschrieben. Inkarnatklee wird mit 30–60 cm höher und steht deshalb besser auf einer eigenen Fläche. Wächst er doch neben Gemüse, schneidest du ihn, sobald er die Kultur beeinträchtigt.

Wo gehört Klee nicht hin?

Die zweite Zeile der Tabelle zeigt ein Muster: Alle unverträglichen Partner sind selbst Leguminosen. Im Gemüsegarten sollen höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Das soll spezifischen Wurzelkrankheiten vorbeugen, und die Gründüngung zählt in dieser Rechnung mit. Für Inkarnatklee selbst ist eine Anbaupause von 4 Jahren angesetzt.

Häufiger Fehler

Klee als Gründüngung auf ein Beet säen, auf dem kürzlich Bohnen oder Erbsen standen oder als nächste Hauptkultur geplant sind. Auf solchen Beeten verzichtest du auf Klee, und nach Inkarnatklee folgen keine Leguminosen.

Gut passt dagegen stark zehrendes Gemüse als Folgekultur, denn Leguminosen-Gründüngung eignet sich dafür als Vorfrucht. Wie du Inkarnatklee als Vor- und Zwischenfrucht in den Fruchtwechsel einbaust, zeigt der Beitrag zum Gemüsegarten.

Übersteht Inkarnatklee den Winter?

Inkarnatklee kann überwintern und wird als überwinternde Zwischenfrucht genutzt. Als winterhart gilt die Art trotzdem nicht: Harte, lange, kalte und schneereiche Winter verträgt sie schlecht. Dazu passt, dass eine bessere Winterhärte zu den wichtigen Zuchtzielen gehört, neben einer höheren Widerstandsfähigkeit gegen Kleekrebs. Plane deshalb für beide Fälle: für den Bestand, der durchkommt, und für den, der abfriert.

Wann säst du für die Überwinterung?

Die Aussaatzeit reicht von April bis August. Als Nachkultur nach der Gemüseernte eignet sich Inkarnatklee auch noch für die Saat im September. Rechne dabei die Keimdauer mit, denn bis zum Auflaufen vergehen 14–21 Tage. Ich säe deshalb, sobald das Beet abgeräumt ist, und schiebe die Saat nicht ans Monatsende. Ab Ende September bis Anfang Oktober kommen nur noch wenige robuste Arten wie Winterroggen infrage.

Warum bleibt der Bestand im Herbst stehen?

Im Frühherbst arbeitest du den Klee nicht ein. Beim Verrotten würden Nährstoffe frei, die vor der Folgekultur ausgewaschen werden können. Zwischenfrüchte, die bis zum Frühjahr weiterwachsen, schützen aufgenommenen Stickstoff besser vor winterlicher Auswaschung als früh beendete Bestände.

Zahl im Blick

Für Inkarnatklee auf dem Acker sind vor dem Winter 10–12 dt Wurzelrückstände je Hektar angegeben, gemessen als Trockenmasse. Nach dem Winter sind es 20–25 dt. Die Werte gelten für den landwirtschaftlichen Anbau, nicht für dein Beet. Die Richtung ist trotzdem deutlich: Nach dem Winter liegt die Angabe höher als davor.

Was findest du im Frühjahr vor?

Wenn der Frost vorbei ist, gehe ich über das Beet und schaue, ob der Klee grün geblieben oder abgefroren ist. Davon hängt ab, was folgt.

Ist er abgefroren, ist das kein Verlust. Die Reste bleiben über Winter als Mulch liegen und werden im Frühjahr flach eingearbeitet.

Hat er den Winter überstanden, musst du ihn vor der nächsten Kultur selbst beenden. Die verbliebene Pflanzenmasse kann beim Entfernen oder Einarbeiten viel Handarbeit bedeuten.

In beiden Fällen gilt: Brauchst du ein feines Saatbett, räumst du die Reste ab und kompostierst sie.

Was braucht Inkarnatklee an Standort, Aussaat und Pflege?

Inkarnatklee steht am besten sonnig, teils wird auch Halbschatten als geeignet genannt. Als Bodenart passt Lehm; daneben kommen Kalk-, Ton- und Sandboden infrage. Welche Gründüngungsart auf welchen Standort und Boden gehört, vergleicht der Überblick zur Gründüngung.

Gesät wird breitwürfig auf ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett, danach rechst du das Saatgut ein und drückst es an. Weil die Angaben zur Saatmenge von 3–6 g/m² reichen, ist die Angabe auf deiner Saatguttüte der verlässliche Ausgangspunkt. Wann und mit welcher Methode du Inkarnatklee aussäst, erklärt der Beitrag zur Aussaat, und für die Planung gibt es einen Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken.

Bis zum Auflaufen hältst du die Saat feucht, bei trockener Witterung kann das wiederholtes Gießen bedeuten. Eine zusätzliche Düngung braucht Inkarnatklee als Gründüngung im Garten nicht. Wie wenig Arbeit nach dem Auflaufen bleibt, beschreibt der Überblick im Abschnitt zu Pflege, Gießen und Düngen.

Passendes Saatgutaus dem samen.de Shop
Kiepenkerl Inkarnatklee Rosenklee
Kiepenkerl Inkarnatklee Rosenklee
Zum Shop
Kiepenkerl Inkarnatklee 0,25 kg
Kiepenkerl Inkarnatklee 0,25 kg
Zum Shop

Häufige Fragen

Was ist Inkarnatklee und wodurch zeichnet sich diese Pflanze aus?
Inkarnatklee (Trifolium incarnatum), auch Blutklee genannt, ist eine einjährig kultivierte Kleeart aus der Familie der Fabaceae. Er stammt ursprünglich von der Iberischen Halbinsel und wird 30–60 cm hoch. Seine Blütezeit reicht von Juni bis September. Im Garten dient er als Gründünger, der als Leguminose Luftstickstoff bindet, und als Nektarquelle für Honigbienen.
Worin unterscheidet sich Inkarnatklee von anderen Leguminosen wie Rotklee?
Inkarnatklee wird einjährig kultiviert und bildet nach dem Schnitt nur wenig Nachwuchs, im Feldfutterbau zählt deshalb hauptsächlich der erste Schnitt. Zur Futterernte liegt sein optimaler Schnittzeitpunkt etwa 10–14 Tage vor dem des Rotklees. Die Anbaupause beträgt bei Inkarnatklee 4 Jahre. Für Rotklee sind 7 Jahre angesetzt.
Was sind die Unterschiede zwischen Inkarnatklee und anderen Zwischenfrüchten?
Der Unterschied liegt vor allem beim Stickstoff: Nur Leguminosen wie Inkarnatklee bringen zusätzlichen Stickstoff ein, weil sie Luftstickstoff binden. Senf oder Phacelia nutzen den Vorrat, der schon im Boden ist. Dafür keimt der Klee mit 14–21 Tagen langsamer als Phacelia. In der Fruchtfolge zählt er zu den Hülsenfrüchten und gehört nicht auf Beete, auf denen Erbsen oder Bohnen standen oder folgen sollen.
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Inkarnatklee?
Die Aussaatzeit für Inkarnatklee reicht von April bis August. Als Nachkultur nach der Gemüseernte kannst du ihn auch noch im September säen. Zum Keimen braucht er mindestens 10 °C. Bis er aufläuft, vergehen 14–21 Tage.
Welche Rolle spielt Inkarnatklee bei der Förderung der Biodiversität?
Der Nektar des Inkarnatklees ist eine Nahrungsquelle für Honigbienen, und die Art gilt als nützlingsfreundlich. Alle Bestäuber versorgt ein Kleebeet aber nicht, denn Wildbienen sind häufig auf wenige oder einzelne Nahrungspflanzen spezialisiert. Sinnvoll ist er deshalb als Teil eines vielfältigen Blütenangebots vom Frühjahr bis zum Herbst. Für die Blüte lässt du den Bestand stehen und beendest ihn nach der Blüte, aber vor der Samenreife.
Welche Mischkulturpartner eignen sich besonders gut für Inkarnatklee?
Als Gründünger passt Klee unter anderem zu Möhren, Pastinaken, Knollenfenchel, Stangensellerie, Dill und Petersilie; die Zuordnung gilt für Klee als Gruppe. Unverträglich ist Klee mit anderen Leguminosen wie Markerbsen, Puffbohnen, Prunkbohnen, Lupine, Luzerne, Serradella und Sommerwicken. Im landwirtschaftlichen Landsberger Gemenge steht Inkarnatklee mit Welschem Weidelgras und Zottelwicke zusammen. In Gemengen ist er allerdings konkurrenzschwach und kann von den Partnern verdrängt werden.
Stimmt es, dass Blutklee dem Boden Nährstoffe entzieht?
Blutklee nimmt wie jede Gründüngung gelöste Nährstoffe auf, gibt sie beim Verrotten aber wieder frei. Er gilt als schwachzehrend und bringt als Leguminose über die Luftstickstoffbindung zusätzlichen Stickstoff ein. Eine Düngung der Folgekultur ersetzt das nicht automatisch, denn die Nährstoffwirkung hängt von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab.
Zuletzt geprüft:
↑