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Gründünger & Bodenkur

Gründüngung im Garten: Pflanzenfamilien, Standort, Aussaat, Einarbeiten, Fruchtfolge und Grenzen bei Nematoden – das Grundlagenwissen im Überblick.

133 RatgeberZuletzt aktualisiert:
Hummel sammelt Nektar an violetten Phacelia-Blüten (Phacelia tanacetifolia), dem klassischen Bienenfreund und Gründünger
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Historische botanische Illustration von Lupine / Gruenduenger (Lupinus) im Stil alter Pflanzenbuecher
Historische botanische Tafel · BHL
Gründünger & Bodenkur im November: jetzt ist die Zeit für Pflanzung und Ernte.
November-Kalender →
Kalender nach Art: Gründünger & Bodenkur
Kalender nach ArtAlexandrinerklee: Aussaat April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte Mai, Juni, Juli, August, September · Büschelschön: Aussaat April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte Juni, Juli, August, September · Gelbsenf: Aussaat April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Blüte Juni, Juli, August, September · Perserklee: Aussaat April, Mai, Juni, Juli, August; Blüte Mai, Juni, Juli, August, September · Inkarnatklee: Aussaat April, Mai, Juni, Juli, August; Blüte Juni, Juli, August, September · Lupine: Aussaat April, Mai, August, September; Blüte Mai, Juni, JuliJFMAMJJASONDAlexandrinerkleeAlexandrinerklee · Aussaat: AprilAlexandrinerklee · Aussaat: MaiAlexandrinerklee · Aussaat: JuniAlexandrinerklee · Aussaat: JuliAlexandrinerklee · Aussaat: AugustAlexandrinerklee · Aussaat: SeptemberAlexandrinerklee · Blüte: MaiAlexandrinerklee · Blüte: JuniAlexandrinerklee · Blüte: JuliAlexandrinerklee · Blüte: AugustAlexandrinerklee · Blüte: SeptemberBüschelschönBüschelschön · Aussaat: AprilBüschelschön · Aussaat: MaiBüschelschön · Aussaat: JuniBüschelschön · Aussaat: JuliBüschelschön · Aussaat: AugustBüschelschön · Aussaat: SeptemberBüschelschön · Blüte: JuniBüschelschön · Blüte: JuliBüschelschön · Blüte: AugustBüschelschön · Blüte: SeptemberGelbsenfGelbsenf · Aussaat: AprilGelbsenf · Aussaat: MaiGelbsenf · Aussaat: JuniGelbsenf · Aussaat: JuliGelbsenf · Aussaat: AugustGelbsenf · Aussaat: SeptemberGelbsenf · Aussaat: OktoberGelbsenf · Blüte: JuniGelbsenf · Blüte: JuliGelbsenf · Blüte: AugustGelbsenf · Blüte: SeptemberPerserkleePerserklee · Aussaat: AprilPerserklee · Aussaat: MaiPerserklee · Aussaat: JuniPerserklee · Aussaat: JuliPerserklee · Aussaat: AugustPerserklee · Blüte: MaiPerserklee · Blüte: JuniPerserklee · Blüte: JuliPerserklee · Blüte: AugustPerserklee · Blüte: SeptemberInkarnatkleeInkarnatklee · Aussaat: AprilInkarnatklee · Aussaat: MaiInkarnatklee · Aussaat: JuniInkarnatklee · Aussaat: JuliInkarnatklee · Aussaat: AugustInkarnatklee · Blüte: JuniInkarnatklee · Blüte: JuliInkarnatklee · Blüte: AugustInkarnatklee · Blüte: SeptemberLupineLupine · Aussaat: AprilLupine · Aussaat: MaiLupine · Aussaat: AugustLupine · Aussaat: SeptemberLupine · Blüte: MaiLupine · Blüte: JuniLupine · Blüte: JuliAussaatBlüte

Pflanz- und Aussaatzeiten unterscheiden sich je Art. Gezeigt sind die Arten mit den meisten Ratgebern; den Kalender jeder weiteren Art findest du in ihrem Ratgeber.

Ein Beet, das nach der Ernte brachliegt, bleibt nicht lange in gutem Zustand: Regen schlämmt die Oberfläche zu, die Krume verkrustet, und Beikraut besetzt die Lücke. Gründüngung füllt sie mit Pflanzen, die nicht für die Küche wachsen, sondern für den Boden. Auf dieser Seite habe ich das Grundlagenwissen aus meinen Gründünger-Ratgebern gebündelt: was Klee, Phacelia, Senf und Co. leisten, welche Familie wohin passt, wann gesät, gemäht und eingearbeitet wird und wo die Grenzen liegen. Die Ratgeber zu den einzelnen Arten vertiefen Aussaat, Pflege und Einsatz; hier steht das Gerüst, an dem sie hängen.

Was Gründüngung im Boden leistet

Gründüngung arbeitet gleichzeitig an Struktur, Schutz und Nährstoffen. Wurzeln durchziehen die Krume, und tiefwurzelnde Arten erreichen Schichten, an die kein Spaten herankommt: Ackerbohnen, Lupinen und Sonnenblumen können standortabhängig deutlich mehr als 1 m tief wurzeln. Über der Erde beschattet und bedeckt ein dichter Bestand den Boden und schützt ihn so vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung.

Bei den Nährstoffen spielen die Schmetterlingsblütler eine Sonderrolle. Klee, Lupine, Luzerne, Serradella und Wicke sind stickstoffsammelnde Pflanzen, die zusammen mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Stickstoff binden. Wie viel davon bei der Folgekultur ankommt, hängt von Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Eine Gründüngung ersetzt die Düngung deshalb nicht automatisch.

Beim Humus lohnt ein nüchterner Blick. Im landwirtschaftlichen Bilanzverfahren werden einer Gründüngung mit 40 dt Aufwuchstrockenmasse/ha insgesamt 400 kg Humuskohlenstoff/ha angerechnet, Wurzeln und Stoppeln eingeschlossen. Das ist eine Rechengröße für den Humushaushalt, keine Messung dauerhaft gespeicherten Kohlenstoffs. Welche Arten Stickstoff sammeln und wie sie wirken, vertieft der Ratgeber über stickstoffbindende Pflanzen im Garten.

Die Gründüngerpflanzen: Familien und Wuchsformen

Für die Planung zählt vor allem die Pflanzenfamilie, denn nach ihr richtet sich die Fruchtfolge. Zu den Schmetterlingsblütlern (Fabaceae) gehören Perser-, Alexandriner-, Inkarnat-, Rot- und Weißklee, Lupine, Luzerne, Serradella und Sommerwicke. Kreuzblütler (Brassicaceae) sind Gelbsenf, Ölrettich, Rübsen und Winterraps. Phacelia, auch Büschelschön genannt, zählt zu den Raublattgewächsen (Boraginaceae), Buchweizen zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae) und Lein zu den Leingewächsen (Linaceae); Feldsonnenblumen und Studentenblumen sind Korbblütler (Asteraceae).

Fast alle diese Arten stuft der Beetplaner als schwachzehrend ein, nur Feldsonnenblumen und Winterraps als starkzehrend. Flach wurzelnd sind dort nur Buchweizen, Lein, Weißklee und Studentenblumen, alle anderen wurzeln tief. In der Höhe gehen die Arten weit auseinander: Weißklee bleibt mit 20–30 cm niedrig, Phacelia erreicht 60–100 cm. Beim Ölrettich spielt die Sorte mit, er wird je nach Sorte und Standort 40 bis über 120 cm hoch; bei Senf und Ölrettich entscheidet die Sorte außerdem über die Nematodenresistenz.

Mischungen kombinieren mehrere Arten in einer Saat, etwa das landwirtschaftliche Landsberger Gemenge aus Inkarnatklee, Welschem Weidelgras und Zottelwicke. Blühende Arten wie Phacelia und Klee bieten Insekten Nahrung, solange du sie blühen lässt. Auch die Herkunft ist bunt: Inkarnatklee stammt ursprünglich von der Iberischen Halbinsel, die Luzerne aus dem südwestlichen Asien. Welche Samen zu deinem Ziel passen, vertieft der Ratgeber über die besten Gründüngersamen für einen gesunden Boden.

Standort und Boden: welche Art wohin

Für die Kleearten, Lupine, Phacelia, Buchweizen, Lein, Rübsen, Serradella und Sommerwicke nennt der Beetplaner einen sonnigen bis halbschattigen Platz, für Gelbsenf, Ölrettich, Luzerne, Feldsonnenblumen und Studentenblumen nur sonnige Lagen. Die Artprofile führen Inkarnatklee, Perserklee und Serradella allerdings als sonnig; bei ihnen ist die volle Sonne die naheliegende Wahl.

Als Bodenart hinterlegt der Beetplaner für Lupine, Luzerne, Inkarnat-, Rot- und Weißklee sowie Winterraps Lehm, für Phacelia, Gelbsenf, Ölrettich, Rübsen, Buchweizen, Serradella, Sommerwicke, Perser- und Alexandrinerklee Sand. Beim pH-Wert unterscheiden sich vor allem die Lupinen: Für die Gelbe Lupine wird pH 4–6 angegeben, für die Blaue Lupine pH 5–6, für die Weiße Lupine pH 6–7. Serradella deckt pH 4–7 ab, Luzerne pH 6–7 und Alexandrinerklee pH 6–8.

Staunässe ist bei mehreren Arten ein Ausschlussgrund: Schwere, kalte und staunasse Böden gelten für den landwirtschaftlichen Luzerneanbau als ungeeignet, bei Serradella und Weißklee soll Staunässe vermieden werden. Ölrettich passt sich an unterschiedliche Gartenböden an, ein tiefgründiger Boden unterstützt seine Wurzelentwicklung. Rotklee bevorzugt schwach sauren, stickstoffarmen Boden, der nicht mit Mist gedüngt wurde. Eine Übersicht nach Bodentypen bietet der Ratgeber dazu, welche Gründüngerpflanzen zu welchem Bodentyp passen.

Zeitpunkt und Dauer: von der Kurzzeitsaat bis zur Winterbegrünung

Bevor du Saatgut kaufst, klärst du, wie lange die Fläche frei ist. Im Gemüsebau wird Kurzzeitgründüngung mit bis 3 Monaten Vegetationszeit von Langzeitgründüngung mit mehr als 3 Monaten Vegetationszeit unterschieden. Für eine kurze Lücke zwischen Ernte und Folgekultur eignen sich schnelle Arten: Für Senf reichen die Angaben zur Entwicklungsdauer im Hausgarten von 4–10 Wochen, für Phacelia und Ölrettich von 6–10 Wochen.

Das Aussaatfenster unterscheidet sich je Art. Für Buchweizen nennen Beetplaner und Artprofil übereinstimmend Mai bis Juli. Bei Gelbsenf gehen die Angaben auseinander: Das Artprofil nennt April bis September als Aussaatzeit, die Systemwerte des Beetplaners führen März bis November als Kulturstart. Worauf die zusätzlichen Monate beruhen, ist nicht geklärt; ob März, Oktober und November für die Aussaat taugen, bleibt deshalb offen. Für den Winter zählt, ob ein Bestand abfriert. Für Phacelia gibt eine gartenbauliche Artenübersicht eine Frostverträglichkeit bis −8 °C an, ohne zu sagen, wie lange. Abgefrorene Bestände sind kein Verlust, sie bleiben als Mulch liegen.

Bei stark verdichteten oder geschädigten Böden, etwa auf neu angelegten Flächen, kann eine Gründüngung ein Jahr oder länger stehen bleiben. Auch im Hochbeet ist Gründüngung sinnvoll, wenn es mehrere Wochen oder über Winter ungenutzt bleibt. Die Saatzeiten im Überblick liefert der Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken, und wie sich alles übers Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber dazu, wie du die Gründüngung im Jahreslauf planst.

Aussaat: Saatmenge, Saattiefe und Keimdauer

Gründüngung wird in der Regel flächig gesät, und dabei kommt es zuerst auf die Saatmenge an. Die Mengen liegen je nach Art weit auseinander: Für Phacelia werden im Hausgarten 1–3 g Saatgut/m² angesetzt, für Ölrettich reichen die Angaben von 2–5 g/m², für einjährige Lupinen von 15–25 g/m². Bei einigen Arten nennen die Fachquellen unterschiedliche Mengen, deshalb ist die Angabe auf der Saatguttüte deiner Sorte der verlässliche Ausgangspunkt.

Auch die Saattiefe folgt der Art. Für Phacelia und Ölrettich nennen die Artprofile 1–2 cm, für Sommerwicke (Vicia sativa) 2–5 cm. Danach braucht es etwas Geduld: Für Phacelia, Ölrettich und Weißklee werden 7–14 Tage Keimdauer genannt, für Inkarnatklee 14–21 Tage. Wenn du zum ersten Mal Gründüngung säst, begleitet dich der Ratgeber mit einfachen Schritten für den Einstieg durch die Arbeit.

Kurz erklärt

Schmetterlingsblütler sammeln Stickstoff nicht allein, sondern zusammen mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln, und diese Bakterien müssen zur Pflanzenart passen. Für landwirtschaftliche Flächen, auf denen bisher nicht häufiger Luzerne stand, gilt deshalb eine Saatgutimpfung mit passenden Knöllchenbakterien als sinnvoll.

Pflege, Gießen und Düngen: wenig Aufwand nach dem Auflaufen

Ist die Saat aufgelaufen, macht Gründüngung wenig Arbeit. Empfindlich ist die Zeit davor: Bei trockener Witterung kann eine Gründüngung besonders während der Keimphase wiederholtes Gießen brauchen.

Gedüngt wird in der Regel nicht. Für Gelbsenf und Inkarnatklee gilt eine zusätzliche Düngung im Garten als nicht nötig, für Phacelia und Weißklee als unnötig, und bei Ölrettich ist auf den meisten Böden keine Zugabe nötig. Für Alexandriner- und Perserklee beschränkt sich die Düngung im landwirtschaftlichen Zwischenfruchtanbau auf eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali; zusätzlichen Stickstoff brauchen diese stickstoffsammelnden Pflanzen nicht. Beim Lein kann ein zu reicher Boden sogar stören, denn zu hohe Bodenfruchtbarkeit kann besonders auf sehr leichten Böden übermäßiges Längenwachstum und Umknicken fördern.

Mehr Aufmerksamkeit brauchen Bestände, die sich langsam schließen: Im Feldanbau schließt Tagetes patula den Boden erst nach 4–8 Wochen, weshalb dort die frühe Unkrautregulierung wichtig ist. Wie viel Wasser und Nährstoffe eine einzelne Art verlangt, zeigt der Ratgeber am Beispiel, wie du Phacelia richtig bewässerst und düngst.

Mähen und Einarbeiten: Zeitpunkt, Mulch und Wartezeit

Ernte heißt bei Gründüngung meist: mähen und einarbeiten. Der Beetplaner führt für Phacelia, Ölrettich und die meisten Kleearten Juni bis November als Erntemonate, für Gelbsenf und Rotklee das ganze Jahr. Den genauen Termin bestimmt der Bestand: Blühende Gründüngung für Insekten wird nach der Blüte, aber vor der Samenreife beendet, damit sie sich nicht selbst aussät. Ich gehe gegen Ende der Blüte durch meine Bestände und mähe, bevor sich Samen bilden.

Beim Einarbeiten zählt die Jahreszeit. Im Frühherbst werden Pflanzen und Pflanzenreste nicht eingearbeitet, weil freigesetzte Nährstoffe anschließend ausgewaschen werden können. Durch Frost abgestorbene Gründüngung bleibt dagegen über Winter als Mulch auf dem Boden. Ich lasse abgefrorene Bestände bis zum Frühjahr liegen und arbeite sie dann flach ein. Nach dem Einarbeiten wartest du meist etwa 2–3 Wochen, bevor du neu säst oder pflanzt. Welcher Termin zu welcher Art passt, ordnet der Ratgeber dazu, wann du säst und wann du umgräbst.

Häufiger Fehler

Die Gründüngung im Frühherbst unterzugraben, damit das Beet aufgeräumt aussieht. Die dabei freigesetzten Nährstoffe können anschließend ausgewaschen werden. Lass den Bestand stattdessen stehen oder abfrieren und arbeite ihn später ein.

Fruchtfolge und Mischkultur: die Familie zählt mit

In der Fruchtfolge ist eine Gründüngung eine vollwertige Kultur, und ihre Pflanzenfamilie zählt mit. Ich trage jede Gründüngung wie eine Gemüsekultur in meinen Beetplan ein, damit ihre Familie bei der Planung nicht untergeht. Auch die Anbaupausen im Beetplaner unterscheiden sich stark: Phacelia und Studentenblumen kommen mit 2 Jahren aus, für Lein und Luzerne stehen dort 6 Jahre, für Rotklee 7 Jahre. Perser- und Alexandrinerklee, Serradella und Weißklee liegen bei 3 Jahren, Gelbsenf, Ölrettich, Lupine und Inkarnatklee bei 4 Jahren.

Für Schmetterlingsblütler gilt eine zusätzliche Grenze: Zur Vorbeugung spezifischer Wurzelkrankheiten sollen im Gemüsegarten höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Passend dazu führt die Mischkultur-Matrix Klee als unverträglich mit Markerbsen, Puffbohnen und Prunkbohnen; auch Lupine, Luzerne, Serradella und Sommerwicken stehen dort untereinander als unverträglich. Für Gelbsenf nennt die Matrix nur Kreuzblütler als unverträgliche Nachbarn, darunter Radieschen, Rauke, Kresse und Meerrettich.

Auf der Habenseite verknüpft die Matrix Phacelia als Gründüngung unter anderem mit Möhren, Zwiebeln, Tomaten und Kartoffeln. Als unverträglich führt sie für Phacelia nur Borretsch, wie Phacelia ein Raublattgewächs. Kombinationen prüfst du im Mischkultur-Planer, Anbaupausen und Zehrer-Stufen hinterlegt der Beetplaner. Wie Gründüngung in die Gemüsebeete passt, zeigt der Ratgeber über Gründüngung in Fruchtfolge und Mischkultur des Gemüsegartens.

Nematoden, Biofumigation und Krankheiten: Bodenkur mit Grenzen

Manche Gründünger werden nicht nur für den Boden gesät, sondern gegen Schädlinge im Boden. Am bekanntesten ist der Einsatz gegen Nematoden, und dabei zählt die Sorte. Ölrettich- und Senfsorten mit den Anfälligkeitsnoten 1–3 für Rübennematoden gelten als resistent. Im Feldanbau begünstigen längere Phasen mit Tagesmitteltemperaturen ab 8 °C ihre Wirkung. Wer Senf oder Ölrettich gegen Nematoden sät, achtet deshalb auf eine als resistent eingestufte Sorte.

Bei Studentenblumen beziehen sich die Felddaten auf Tagetes patula. Zur Reduzierung von Pratylenchus-Nematoden muss sie im beschriebenen Feldanbau mindestens drei Monate wachsen; dort sind Befallsrückgänge von über 95 % beschrieben, die aber keine Erfolgsgarantie für jeden Garten sind. Zugleich kann Tagetes patula bestimmte Populationen von Meloidogyne hapla und einige Trichodorus-Arten vermehren und eignet sich deshalb nicht pauschal gegen alle Nematoden.

Biofumigation ist ein Spezialverfahren, das hier nur einen Anriss bekommt. Beschrieben ist es als Vorbereitung für Baumschulkulturen: Dort wird eine Gründüngungsmischung gemäht und zerkleinert, wenn etwa 60–80 % der Pflanzen blühen. Das Wirkprinzip dahinter und die Übertragbarkeit auf ein Gemüsebeet bleiben offen, deshalb übernimmst du das Verfahren besser nicht ungeprüft in deinen Garten. Wie realistisch der Einsatz gegen Nematoden im Garten ist, ordnet der Ratgeber dazu ein, was Gelbsenf gegen Nematoden leisten kann.

Auch Gründünger selbst können erkranken. Bei Luzerne erhöhen zu späte Herbstsaaten die Anfälligkeit für Kleekrebs, und beim Inkarnatklee zählen bessere Winterhärte und höhere Widerstandsfähigkeit gegen Kleekrebs zu den wichtigen Zuchtzielen.

Aufwand und Nutzen: was sich vorab abschätzen lässt

Ob sich eine Gründüngung lohnt, lässt sich für den Hausgarten nicht in Euro beantworten. Belastbare Gartenwerte zu Saatgutkosten oder eingespartem Dünger fehlen, und die vorhandenen Ertragsangaben und Nutzungsdauern stammen aus dem landwirtschaftlichen Zwischenfrucht- und Futterbau. Auf ein Beet umrechnen lassen sie sich nicht. Abschätzen kannst du vor allem den Aufwand: Der Saatgutbedarf unterscheidet sich je nach Art stark, und nach dem Auflaufen fällt wenig Arbeit an. Eine feste Düngerersparnis planst du besser nicht ein, weil die Nährstoffwirkung schwankt und eine Gründüngung die Düngung nicht automatisch ersetzt. Wie Landwirte Vorteile und Herausforderungen einer Gründüngungspflanze abwägen, zeigt der Ratgeber am Beispiel der Lupine im ökologischen Landbau.

Gründünger in der Küche: Vorsicht vor dem Probieren

Gründüngung wird für den Boden gesät, nicht für den Teller. Einige Arten haben trotzdem einen Küchenbezug, und dort gelten klare Sicherheitsregeln. Zerkleinerte Leinsamen können Blausäure freisetzen, Kleinkinder sollten deshalb keine rohen, geschroteten Leinsamen essen; zudem können Leinsamen relevante Mengen Cadmium enthalten. Sprossen wie Alfalfa, also Luzernesprossen, können Krankheitserreger tragen und werden nur vollständig durcherhitzt gegessen, auch aus eigener Anzucht. Senf und daraus hergestellte Erzeugnisse können Allergien auslösen und zählen zu den kennzeichnungspflichtigen Lebensmittelallergenen. Wer Gelbsenfsamen selbst verwerten möchte, findet im Ratgeber, wie du Gelbsenfsamen erntest und zu Senf verarbeitest, den ganzen Weg.

Achtung

Bittere Lupinensamen können Vergiftungen verursachen. Entbittere Lupinensamen nicht selbst, wenn dir die Sachkunde dafür fehlt. Lupinen können außerdem schwere allergische Reaktionen auslösen, auch als Kreuzreaktion bei Menschen mit Erdnussallergie. Die Samen deiner Gründüngerlupinen bleiben deshalb im Garten.

Zum Vertiefen: die Gründünger-Ratgeber

Das war das Fundament – für jedes Thema findest du hier den vertiefenden Ratgeber:

Anzucht & Aussaat

36 Ratgeber
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Rotklee säen und pflegen: Aussaat, Schnitt und Überwinterung im Garten

Lesen →6 Min
Ölrettich aussäen: Zeitpunkt, Saatmenge und Methoden6 Min→Serradella anbauen: Aussaat, Pflege und wann du sie einarbeitest6 Min→Gründüngung für schwere Böden: Pflanzen und Methoden für Lehm und Ton8 Min→Phacelia anbauen: Pflege für lange Blüte, im Topf und als lebender Mulch8 Min→Weißklee säen: Saatbett, Zeitpunkt, Saattiefe und erste Pflege7 Min→Inkarnatklee im Fruchtwechsel: Zeitplan, Überwinterung und Folgekulturen7 Min→Aussaat von Inkarnatklee: wann, wie tief und wie viel du sästPerserklee anbauen: Aussaat, Pflege und Ernte Schritt für SchrittAnbau von Alexandrinerklee: Saatzeitpunkt, Saatbett und SchnittLuzerne aussäen und pflegen: vom Saatbett bis zum mehrjährigen BestandGründüngung im Frühjahr: schnelle Arten und Zeitplan bis zur PflanzzeitGelbsenf säen: Zeitpunkt, Saatmenge und Saattiefe je nach ZweckBuchweizen säen und ernten: Anleitung von der Aussaat bis zur Lagerung der KörnerZeitplan für Gründüngung: wann säen, wann umgraben, wann stehen lassenBuchweizen in der Mischkultur: Partnerpflanzen, Gemenge und Anbau im GartenWinterraps im Öko-Garten: Anbau als Gründünger und was er dem Boden bringtRotklee im Fruchtwechsel: Vorfrucht, Nachfrüchte und AnbaupauseSerradella im Fruchtwechsel: Vorfrucht, Anbaupause und Mischpartner planenSchönhäutchen: ökologisch anbauen und frostfrei überwinternGründüngung im Herbst: Was du bis Oktober säst und wie sie durch den Winter kommtSommerwicken säen: Zeitpunkt, Saatmenge und Nutzung als FutterSommerwicken als Gründüngung: Boden, Fruchtfolge und FutterLuzerne in der Fruchtfolge: Wann du umbrichst und was danach wächstSommerwicken: Boden vorbereiten, einarbeiten und langfristig verbessernAlexandrinerklee-Saatgut: Qualität erkennen, richtig lagern und selbst prüfenStandort für Büschelschön: So prüfst du Boden, Licht, Frost und WindLupinen im Gemüsegarten: Als Vorfrucht einplanen, als Eiweißlieferant nutzenBüschelschön-Aussaat: wann, wie tief und wie dicht du Phacelia sästSommerwicke anbauen: von der Bodenvorbereitung bis zum eigenen SaatgutRübsen säen: der richtige Termin für Sommer- und WinterrübsenGründüngung im Hausgarten: so planst du sie mit dem Gemüse bis in den WinterBoden für Alexandrinerklee vorbereiten: Schritt für Schritt von der Bodenprobe zum festen SaatbettBuchweizen als Zwischenfrucht: So planst du ihn im Fruchtwechsel einPerserklee-Aussaat im Jahresverlauf: welcher Termin zu welchem Ziel passtGründüngung für Anfänger: In sechs Schritten von der Planung bis zum Einarbeiten

Pflege & Düngen

29 Ratgeber
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Ölrettich als Gründünger: Was er im Boden leistet und wo er sich lohnt

Lesen →9 Min
Gründüngung einarbeiten: Zeitpunkt, Technik und Bodenpflege für Mischungen9 Min→Rotklee als Gründüngung einarbeiten: Zeitpunkt und Methoden9 Min→Gründüngung im Hochbeet: passende Arten, flach einarbeiten, Reste kompostieren10 Min→Gelbsenf: wie er Nährstoffe festhält und an die Folgekultur weitergibt6 Min→Alexandrinerklee anbauen und pflegen: Aussaat, Düngung, Unkraut und Frost8 Min→Gründüngung mit Senf: Gelbsenf säen, beenden und Abstand zu Kohl halten5 Min→Lein als Gründünger: So planst du ihn in die Fruchtfolge einUnkraut im Winterraps: Saatbett, Hacke und dichter BestandGründünger-Mischungen für kleine Gärten: was in Beet, Hochbeet und Balkonkasten passtBüschelschön gießen und düngen: Wasser zum Keimen, Dünger meist unnötigPerserklee-Gründüngung einarbeiten: wann, wie flach und wie du den Erfolg prüfstAlexandrinerklee bewässern: Wasserbedarf von der Saat bis zum SchnittAlexandrinerklee einarbeiten: Zeitpunkt und Technik je nach Boden und FolgekulturGründüngung für Sandboden: Wasserspeicher aufbauen, Saat durch Trockenheit bringenGründüngung im Obstgarten: Baumscheibe frei, Zwischenräume grünGründüngung und natürliche Bewässerung: Was sie für das Wasser in deinem Boden tutGründüngung und Kompost kombinieren: so baust du Humus aufGründüngung und Mulchen kombinieren: Jahresplan und MulchmaterialienGründüngung als Bodenverbesserer: Sanierung, Gewächshaus und PflanzenschutzPuffbohnen als Gründüngung: säen, zur Blüte schneiden und trotzdem erntenSommerwicken als Gründüngung: Stärken und Grenzen für deinen BodenBuchweizen als Phosphatlieferant: was er im Boden löst und was bei der Folgekultur ankommtBodenverbesserung mit Gelbsenf: So wirkt er auf Struktur, Humus und BodenlebenGelbsenf als Gründünger: Anbau, Pflege und Einsatz für kurze BeetlückenLuzerne gegen verdichteten Boden: Was die Wurzeln leisten und wann du zuerst lockern musstSerradella: Sandige, saure Böden verbessern und ihre Grenzen kennenÖlrettich als Gründünger: Verwendung, Pflege und EinarbeitungBüschelschön im Jahresverlauf: Blütezeit, Schnitt und Pflege bis zum Winter

Ernten & Lagern

3 Ratgeber

Sorten & Auswahl

5 Ratgeber

Überwintern

1 Ratgeber

Krankheiten & Schädlinge

3 Ratgeber

Rezepte & Verwendung

1 Ratgeber

Wissen & Sonstiges

55 Ratgeber
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Ölrettich im Fruchtwechsel: Vorfrucht, Nachfrucht und Anbaupause planen

Lesen →7 Min
Phacelia verwenden: Gründüngung, Mulch und Wirkung im Boden10 Min→Lupinen zur Bodenverbesserung: Wirkung, Anbau und Vergleich mit Klee und Wicken11 Min→Klee als Rasenersatz: Weißkleerasen anlegen, mähen und pflegen8 Min→Weißklee im Garten: Bodenverbesserer, Untersaat und Bienenweide13 Min→Inkarnatklee als Gründüngung: Bodenwirkung, Einarbeiten und Wartezeit9 Min→Inkarnatklee (Blutklee): Gründünger, Bienenweide, Zierde8 Min→Alexandrinerklee: Was er für Bodenleben und Knöllchenbakterien tutGründüngung gegen Unkraut: Welche Arten den Boden schnell schließenStickstoffbindende Pflanzen: Arten und wie viel Dünger sie ersetzenGelbsenf im Fruchtwechsel: Vor-, Zwischen- und Nachfrucht richtig planenLuzerne als Gründüngung: anbauen, einarbeiten, mehrjährig nutzenAlexandrinerklee in der Fruchtfolge: Vor-, Haupt- und NachfruchtSind Lupinen bienenfreundlich? Pollen, Artenvielfalt und Gestaltung im GartenBuchweizen als Gründünger: schnelle Gründüngung säen, schneiden und einarbeitenSonnenblumen zur Bodenverbesserung: Was Feldsonnenblumen als Gründünger leistenLein als Gründünger: Nährstoffe, Bodenanalyse und Düngung im GemüsebeetLein als Gründüngung: Aussaat, Einarbeiten und Wirkung je BodentypRübsen als Zwischenfrucht: Bodenverbesserer mit Grenzen im GemüsegartenLupinen als Bodenverbesserer: Was ihre Wurzeln leisten und wie sie dein Beet schmückenRüben als grüne Helfer: was sie dem Gartenboden geben und nehmenStielmus (Rübstiel): Blattgemüse ernten, Reste als Gründüngung nutzenBüschelschön als Bienenweide: Was Phacelia Bienen bietet und was nichtBüschelschön im ökologischen Anbau: Zwischenfrucht, Blühstreifen und was sich rechnetBüschelschön: In welchen Gartenstil passt Phacelia?Perserklee in Mischkultur: passende Partner, Anbautechniken und GrenzenPerserklee als Rasenalternative: Bodendecker für eine SaisonBlattsenf als Gründünger: Leistung, Sortenwahl und Grenzen der BodensanierungAlexandrinerklee im Gemüsegarten: Untersaat und Nachfrucht kombinierenAlexandrinerklee in der Mischkultur: Partner von Tomaten bis PhaceliaAlexandrinerklee als Zwischenfrucht: säen, schneiden, unterpflügenAlexandrinerklee im Biolandbau: Futterwert, Schnitt und eigenes SaatgutAlexandrinerklee im Fruchtwechsel: Beet, Saatfenster und Folgekultur im HausgartenGründüngung und Bodenleben: Welche Mikroorganismen profitierenGelbsenf als natürlicher Bodenreiniger: Was er bei Schadstoffen kann und was nichtWeißklee im Fruchtwechsel: So planst du Gründüngung und Untersaat einWeißklee auf großen Flächen: Untersaat, Saatstärke und FruchtfolgeWeißklee und Stickstoff: Wie der Klee ihn bindet und wie du ihn im Garten nutztGründüngung nach Bodenanalyse: Pflanzen gezielt für deinen Boden wählenLuzerne im Garten: Wie Wurzeln und Knöllchen den Boden verbessernPerserklee als Gründünger: Was im Boden passiert und was bei der Folgekultur ankommtStickstoffbindung durch Lupinen: Wie sie funktioniert und wie viel im Beet ankommtPhacelia im Naturgarten: Nützlinge fördern auf Beet, Brache und BlühstreifenStickstoffbindung beim Alexandrinerklee: Was bei der Folgekultur ankommtRüben auf Industriebrachen: Begrünung, Phytoremediation und ihre GrenzenInkarnatklee im Klimawandel: Was er leistet und wo seine Grenzen liegenStickstoffbindung durch Sommerwicken: Knöllchen prüfen, Menge einschätzenGründüngung in Fruchtfolge und Mischkultur: Familien, Pausen, UntersaatenLupinen im Ökolandbau: Eiweiß, Körnerernte und die Grenzen des AnbausPerserklee im Ökolandbau: Rolle, Wirtschaftlichkeit und GrenzenAlexandrinerklee als Gründünger: Vorteile für den Boden und Vergleich mit anderen ArtenInkarnatklee als Zwischenfrucht: So bindet er Stickstoff für deinen BodenSerradella: Stickstoffbinder für sandige und saure BödenSerradella im Mischanbau: Partner, Saatmethoden und SynergienBüschelschön im Staudenbeet: Begleitstauden, Abstände und der richtige Platz
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Häufige Fragen

Was bringt eine Gründüngung meinem Gartenboden?
Gründüngung arbeitet gleichzeitig an Struktur, Schutz und Nährstoffen. Die Wurzeln durchziehen die Krume, und tiefwurzelnde Arten wie Ackerbohnen, Lupinen und Sonnenblumen können standortabhängig deutlich mehr als 1 m tief wurzeln. Ein dichter Bestand bedeckt den Boden und schützt ihn vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Schmetterlingsblütler wie Klee binden zusammen mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Stickstoff. Eine Gründüngung ersetzt die Düngung aber nicht automatisch.
Wie lange sollte ich nach dem Einarbeiten einer Gründüngung warten?
Meist etwa 2–3 Wochen, bevor du neu säst oder pflanzt. Im Frühherbst arbeitest du eine Gründüngung besser gar nicht ein, weil freigesetzte Nährstoffe danach ausgewaschen werden können. Abgefrorene Bestände bleiben über Winter als Mulch auf dem Boden liegen.
Muss ich eine Gründüngung düngen?
In der Regel nicht. Für Gelbsenf, Inkarnatklee, Phacelia und Weißklee gilt eine zusätzliche Düngung im Garten als unnötig, und bei Ölrettich ist auf den meisten Böden keine Zugabe nötig. Stickstoffsammelnde Kleearten brauchen keinen zusätzlichen Stickstoff.
Ist Phacelia eine Leguminose?
Nein. Phacelia, auch Büschelschön genannt, zählt zu den Raublattgewächsen (Boraginaceae). Zu den Leguminosen, den Schmetterlingsblütlern (Fabaceae), gehören unter den Gründüngern Klee, Lupine, Luzerne, Serradella und Sommerwicke, die zusammen mit Knöllchenbakterien Stickstoff binden. In der Fruchtfolge kommt Phacelia mit 2 Jahren Anbaupause aus. Als unverträglicher Nachbar gilt für sie nur Borretsch, der wie Phacelia ein Raublattgewächs ist.
Wann mähe ich eine blühende Gründüngung wie Phacelia?
Nach der Blüte, aber bevor die Samen reifen. So finden Insekten während der Blüte Nahrung, und die Pflanzen säen sich nicht selbst im Beet aus. Danach kannst du den Bestand als Mulch liegen lassen oder einarbeiten.
Kann ich Lupinensamen aus der Gründüngung essen?
Bittere Lupinensamen können Vergiftungen verursachen, und ohne Sachkunde solltest du sie nicht selbst entbittern. Lupinen können außerdem schwere allergische Reaktionen auslösen, auch bei Menschen mit Erdnussallergie. Lass die Samen deiner Gründüngerlupinen deshalb im Garten.

Und dann erkennst du auch, dass du dem Boden mehr geben musst, als du ihm nimmst; du musst ihn aufschließen und mit Kalk sättigen, mit warmem Mist erwärmen, mit der Leichtigkeit von Asche durchsetzen und ihn mit Luft und Sonne tränken.

Karel Čapek, Zahradníkův rok (Das Jahr des Gärtners), Kapitel ‚Půda‘ (Der Boden) (1929) · Übers. samen.de · Beleg

Anmerkung: Kalk und Asche nur nach Bodenprobe; historische Faustregel, keine Dosierempfehlung.

Zuletzt geprüft: Quellen: Beetplaner-Systemwerte, Mischkultur-Matrix, Arten-Hub (Root): Artprofile der Gründüngerarten, Fachquellen Gründüngung: Bayerische und Niedersächsische Gartenakademie, BLE/BZL, Hortipendium/DLR Rheinpfalz, LfL Bayern, LWK NRW, Demonet-KleeLuzPlus, Feldsaaten Freudenberger, BfR (Lupinen, Leinsamen, Sprossen, Senf)