Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Pflege

Astern im Staudenbeet: Höhen staffeln, Farben verteilen, richtig pflanzen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 6 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Hohe Leitstauden stehen im Staudenbeet eher hinten, kleinere Begleitpflanzen ergänzen sie nach vorn.
  • Die Kissenaster 'Rosenwichtel' bleibt mit 20 bis 30 cm niedrig und passt an den Beetrand.
  • Die Glattblattaster 'Zauberspiel' wird 80 bis 100 cm hoch und füllt die Beetmitte.
  • Die Raublattaster 'Rudelsburg' erreicht 120 bis 140 cm und gehört in den Hintergrund.
  • Stauden pflanzt du im Frühjahr oder Herbst bei frostfreiem, nicht heißem Wetter und nicht nassem Boden.
  • Ausgetrocknete Topfballen wässerst du vor dem Pflanzen, dicht verfilzte Wurzelballen reißt du auf.
Pflege eines blühenden Sommerblumenbeets im Garten
Foto: Kampus Production · Pexels License · Quelle ↗

Ein Asternbeet wirkt im Herbst nur dann geordnet, wenn jede Sorte an ihrem Platz steht. Setzt du eine hohe Raublattaster nach vorn, verdeckt sie, was dahinter blüht. Ich plane ein Asternbeet deshalb zuerst nach Höhen und Farben und greife erst danach zum Spaten.

Für das Staudenbeet kommen Herbstastern wie Kissen-, Glattblatt- und Raublattastern infrage. Einen Überblick, welche Asternarten es gibt und wie sie sich in Merkmalen und Blütezeit unterscheiden, gibt ein eigener Ratgeber.

Welcher Standort passt zu Herbstastern?

Herbstastern pflanzt du an einen hellen Platz, denn die meisten Arten stehen gern sonnig bis halbschattig. Vor der Neuanlage klärt eine Bodenuntersuchung, wie es um Nährstoffe und Kalkbedarf deines Beets steht. Worauf du bei Standort und Boden mit Licht, Platz und pH-Wert achtest, liest du im Sommerblumen-Ratgeber nach.

Welche Aster gehört an den Rand, in die Mitte und nach hinten?

Im Staudenbeet stehen hohe Leitstauden eher im Hintergrund, nach vorn ergänzen sie kleinere Begleitpflanzen. Für Astern heißt das: Die Wuchshöhe der Sorte bestimmt ihren Platz, nicht die Topfgröße beim Kauf. Die folgenden Beispielsorten zeigen, wie diese Staffelung mit Astern aussieht. Suchst du Sorten mit wenig Arbeit, findest du eigene Empfehlungen zu Astersorten, die Einsteigern wenig Pflege abverlangen.

Beetbereich Beispielsorte Wuchshöhe Blütenfarbe
Beetrand Kissenaster ‘Rosenwichtel’ 20–30 cm lilarosa
Beetmitte Glattblattaster ‘Zauberspiel’ 80–100 cm reinweiß, beim Abblühen mit rosa Hauch
Hintergrund Raublattaster ‘Rudelsburg’ 120–140 cm helles Magentarot

Beetrand: niedrige Kissenastern

Vorn brauchst du Sorten, die nichts verdecken. Die Kissenaster ‘Rosenwichtel’ bleibt 20 bis 30 cm hoch und blüht lilarosa. Ihre Blüte reicht von Ende September bis Ende Oktober, sie bringt also spät im Jahr Farbe an die Beetkante. Ich setze Kissenastern als durchgehendes Band an den Rand, damit die Kante geschlossen wirkt.

Beetmitte: Glattblattastern als Übergang

In die Mitte gehören Sorten, die höher als der Rand und niedriger als der Hintergrund bleiben. Die Glattblattaster ‘Zauberspiel’ wird 80 bis 100 cm hoch. Sie blüht reinweiß und zeigt beim Abblühen einen rosa Hauch. Zwischen ihr und einer Kissenaster am Rand liegt ein deutlicher Höhenunterschied. Diesen Sprung gleichst du mit einer mittelhohen Begleitstaude aus.

Hintergrund: Raublattastern als Leitstauden

Nach hinten gehören die hohen Sorten. Die Raublattaster ‘Rudelsburg’ erreicht 120 bis 140 cm und blüht in hellem Magentarot. Raublattastern gehören zur Art Symphyotrichum novae-angliae und wachsen als mehrjährige Herbststauden. Sie bilden damit über Jahre den festen Rahmen deines Beets. Ich setze die Hintergrundsorte zuerst, weil sich alle anderen Höhen an ihr ausrichten.

Sommerastern als Lückenfüller

Sommerastern sind einjährige Callistephus chinensis und keine Stauden, im Staudenbeet füllen sie wie andere Sommerblumen Lücken. Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen, deshalb kommt beim nächsten Mal eine andere Sommerblume in die Lücke. Wie du Stauden und einjährige Sommerblumen sinnvoll kombinierst, erklärt der Ratgeber, worin sich mehrjährige und einjährige Blumen unterscheiden.

Wie verteilst du die Farben über das Beet?

Farbe planst du zusammen mit der Höhe, denn jeder Beetbereich bekommt seinen eigenen Ton. Mit den Beispielsorten ergibt sich vorn Lilarosa, in der Mitte Weiß und hinten helles Magentarot. Die Glattblattaster ‘Zauberspiel’ zeigt beim Abblühen einen rosa Hauch und greift damit den lilarosa Ton der Kissenaster am Rand auf.

Für ein ruhiges Bild bleibst du in einer Farbfamilie, etwa bei Rosa, Lila und Magenta. Willst du mehr Spannung, setzt du einen klaren Kontrast wie Weiß vor einen kräftigen Rotton. Ich nutze Weiß in der Mitte gern als Abstand, damit Lilarosa vorn und Magentarot hinten nicht direkt aneinanderstoßen.

Ich wiederhole eine Farbe an mehreren Stellen, damit sie den Blick von vorn nach hinten durch das Beet führt. Welche Begleitstauden und Gräser farblich dazu passen, zeigt der Ratgeber, mit welchen Pflanzpartnern du Astern nach Blütezeit und Wuchshöhe kombinierst.

Tipp

Schreib dir beim Kauf zu jeder Sorte Wuchshöhe und Blütenfarbe auf deinen Beetplan. So prüfst du vor dem Pflanzen, ob Rand, Mitte und Hintergrund in Höhe und Farbe zusammenpassen.

Wie baust du Höhen und Strukturen im Beet auf?

Die Höhe staffelst du von der Seite aus, von der du auf das Beet schaust. Liegt das Beet vor einer Hecke oder Wand, kommen die hohen Leitstauden an diese Rückseite. Ein Beet, um das du herumgehst, bekommt die hohen Sorten in die Mitte, und die niedrigen umrahmen sie.

Struktur entsteht nicht nur über die Höhe, sondern auch über die Form der Pflanzen. Ein Beispiel liefert die Jungfer im Grünen: Mit ihrem filigranen Wuchs bildet sie einen Kontrast zu Sonnenhut und Dahlien. Nach diesem Prinzip setzt du feine, lockere Pflanzen neben kompakte Asterngruppen. Ich pflanze jede Asternsorte in Gruppen statt einzeln, damit sie im Beet als Fläche wirkt.

Häufiger Fehler

Im Topf sehen Astern beim Kauf oft ähnlich klein aus. Wer danach plant, setzt eine Raublattaster wie ‘Rudelsburg’ mit 120 bis 140 cm schnell zu weit nach vorn. Plane deshalb immer mit der Wuchshöhe der Sorte.

Wenn du Rand, Mitte und Hintergrund vorab einzeichnen willst, kannst du dein Staudenbeet im Beetplaner skizzieren.

Wie pflanzt du Astern ins Staudenbeet?

Wann ist Pflanzzeit für Astern?

Astern pflanzt du wie andere Stauden im Frühjahr oder im Herbst. Wähle dafür einen frostfreien, nicht heißen Tag, an dem der Boden nicht nass ist.

Zahl im Blick

Im Frühjahr setzt du Stauden von Ende März bis Mitte Mai, im Herbst von Mitte September bis Ende Oktober.

Wie viel Abstand brauchen Astern?

Den Abstand für Stauden-Astern richtest du nach der Breite, die eine Sorte ausgewachsen erreicht. Frag beim Kauf nach dieser Endbreite und plane sie von Anfang an ein, auch wenn das Beet im ersten Jahr lückig aussieht. Genug Abstand unterstützt zusammen mit guter Belichtung und Durchlüftung die Vorbeugung gegen Echten Mehltau.

Für eine Sommerastern-Mischung liegt der Abstand bei 30 × 15 cm, ob du sie auspflanzt oder vereinzelst. Wann du Sommerastern vorziehst, siehst du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.

Wie setzt du die Staude ein?

Prüfe vor dem Pflanzen den Topfballen jeder Staude. Ist er ausgetrocknet, wässerst du ihn, bevor die Pflanze in die Erde kommt. Ich tauche trockene Ballen dafür in einen Eimer Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Dicht verfilzte Wurzelballen reißt du vor dem Einsetzen auf. Ich ziehe die Wurzeln dazu mit den Fingern an den Seiten und an der Unterseite auseinander. Dann setzt du die Staude so ins Pflanzloch, dass die Oberkante des Ballens mit der Beeterde abschließt. Zum Schluss drückst du die Erde rundum an und gießt an.

Tritt dabei möglichst nicht auf die Beetfläche, damit der Boden seine Poren und seine Fähigkeit behält, Wasser zu speichern. Ich lege mir für die Pflanzarbeit ein breites Brett ins Beet und stehe nur darauf.

Marias Erfahrung

Bevor ich pflanze, stelle ich alle Töpfe in der geplanten Anordnung aufs Beet. Dann gehe ich an die Stelle, von der aus ich das Beet meistens sehe, und prüfe Höhen und Farben von dort. Erst danach hebe ich die Pflanzlöcher aus.

Was brauchen Astern nach dem Pflanzen?

Gieß Astern vorzugsweise morgens im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Wie oft, hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlag ab, einen allgemein gültigen Rhythmus gibt es nicht. Wie du Astern auch in trockenen Sommern richtig gießt, zeigt ein eigener Ratgeber.

Wie viel Dünger das Beet braucht, richtest du nach der Bodenuntersuchung. Überdünge nicht mit Stickstoff, denn das Vermeiden von zu viel Stickstoff hilft, Echtem Mehltau vorzubeugen. Mehr dazu steht im Abschnitt Gießen und Düngen des Sommerblumen-Ratgebers.

Zeigt sich ein abwischbarer weißer Belag auf der Blattoberseite, kann das auf Echten Mehltau hindeuten, und du entfernst die befallenen Teile. Von Asternwelke befallene Pflanzen kommen nicht auf den Gartenkompost, weil sich widerstandsfähige Erregerstadien sonst weiterverbreiten können. Wie du Astern von der Keimung über Schnitt und Pflanzenschutz bis zur Überwinterung pflegst, auch beim Teilen und Vermehren, steht in einem eigenen Ratgeber.

Astern für Vase, Naturgarten und Topf

Für die Vase schneidest du Astern vorzugsweise frühmorgens und stellst sie gleich nach dem Anschneiden ins Wasser. Nimm eine saubere Vase mit sauberem Wasser und entferne die Blätter, die ins Wasser reichen würden.

Für eine bienenfreundliche Bepflanzung eignen sich viele ungefüllte und halbgefüllte Blüten als Pollen- und Nektarquelle, stark gefüllte meidest du. Die dicht gefüllte Sommeraster Prinzess Mischung etwa stuft ihr Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Welche Astern in den Naturgarten passen, zeigt der Ratgeber, welchen Nutzen Astern im Naturgarten für Insekten und Vögel bringen.

Für Topf und Balkon eignet sich eine einjährige Zwergastern-Mischung von Callistephus chinensis.

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Häufige Fragen

Welchen Standort brauchen Herbstastern?
Herbstastern brauchen einen hellen Platz, die meisten Arten stehen gern sonnig bis halbschattig. Im Staudenbeet bestimmt die Wuchshöhe der Sorte ihren Platz: niedrige Sorten vorn, hohe Leitstauden eher im Hintergrund. Vor der Neuanlage eines Beets klärt eine Bodenuntersuchung, wie es um Nährstoffe und Kalkbedarf steht.
Welche Astern passen an den Beetrand, in die Mitte und in den Hintergrund?
An den Beetrand passt eine niedrige Kissenaster wie 'Rosenwichtel', die 20 bis 30 cm hoch wird. In die Mitte setzt du eine Glattblattaster wie 'Zauberspiel' mit 80 bis 100 cm Wuchshöhe. Den Hintergrund übernimmt eine hohe Raublattaster wie 'Rudelsburg', die 120 bis 140 cm erreicht.
Wie unterscheiden sich Kissenastern und Glattblattastern bei der Beetplanung?
Für die Planung zählt vor allem die Wuchshöhe der Sorte. Die Kissenaster 'Rosenwichtel' bleibt mit 20 bis 30 cm niedrig und gehört an den Rand. Die Glattblattaster 'Zauberspiel' wird 80 bis 100 cm hoch und passt in die Beetmitte. Auch die Farben unterscheiden sich: 'Rosenwichtel' blüht lilarosa, 'Zauberspiel' reinweiß mit rosa Hauch beim Abblühen.
Wann pflanzt man Herbstastern ins Staudenbeet?
Im Frühjahr pflanzt du Stauden wie Herbstastern von Ende März bis Mitte Mai. Im Herbst eignet sich die Zeit von Mitte September bis Ende Oktober. Wähle einen frostfreien, nicht heißen Tag, an dem der Boden nicht nass ist, und wässere ausgetrocknete Topfballen vor dem Einsetzen.
Sind Astern mehrjährig oder einjährig?
Das hängt von der Gattung ab. Raublattastern der Art Symphyotrichum novae-angliae wachsen als mehrjährige Herbststauden und bleiben dauerhaft im Beet. Sommerastern sind dagegen einjährige Callistephus chinensis, im Staudenbeet eignen sie sich als Lückenfüller.
Warum brauchen Astern im Beet genug Abstand?
Ausreichender Pflanzenabstand unterstützt zusammen mit guter Belichtung und Durchlüftung die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Plane den Abstand deshalb nach der Breite, die die Sorte ausgewachsen erreicht, nicht nach der Topfgröße beim Kauf. Zeigt sich ein abwischbarer weißer Belag auf der Blattoberseite, kann das auf Echten Mehltau hindeuten, und du entfernst die befallenen Pflanzenteile.
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