Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Pflege

Astern gießen im trockenen Sommer: wann, wie oft und wie viel

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Glattblatt-Astern brauchen gleichmäßig feuchten Boden und vertragen Trockenheit nur kurzfristig.
  • Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht: Bodenart, Temperatur und Niederschläge bestimmen, wie oft du gießt.
  • Bei Hitze und Trockenheit wässerst du Gartenbeete durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge.
  • Gieß morgens und bodennah, damit weniger Wasser verdunstet und das Laub trocken bleibt.
  • Welke Astern erst prüfen, dann gießen: Auch beginnende Wurzelfäule lässt Blätter welken.
Pflege eines blühenden Sommerblumenbeets im Garten
Foto: Kampus Production · Pexels License · Quelle ↗

Wenn Astern im Hochsommer die Blätter hängen lassen, ist der erste Griff oft der zur Gießkanne. Ich stecke vorher den Finger in die Erde, denn welke Blätter können Durst bedeuten, aber auch beginnende Wurzelfäule. Wer Astern gut durch einen trockenen Sommer bringen will, schaut deshalb auf drei Dinge: die Asterngruppe, den Boden und den Zeitpunkt.

Brauchen Astern viel Wasser?

Das hängt von der Aster ab. Glattblatt-Astern brauchen für gesundes Wachstum gleichmäßig feuchten Boden und vertragen Trockenheit nur kurzfristig. Für Raublatt-Astern, Kissenastern und Sommerastern gibt es keine eigene Wasserregel. Bei ihnen richtest du dich nach Boden, Wetter und Fingerprobe.

Ein fester Gießrhythmus hilft bei keiner dieser Gruppen weiter. Wie oft du gießen musst, hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlägen ab. Ein Wochenplan, der in jedem Garten passt, lässt sich daraus nicht ableiten. Du gießt also nach Bodenfeuchte und nicht nach Kalender: Ist die Erde noch feucht, wartest du.

Welche Aster braucht was? Die Gruppen im Überblick

Hinter dem Namen Aster stecken im Garten verschiedene Pflanzen. Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig, Glattblatt-Astern gehören zu den Stauden. Raublatt-Astern (Symphyotrichum novae-angliae) sind mehrjährige Herbststauden. Die Tabelle zeigt je Gruppe ein Sortenbeispiel und das, worauf es beim Gießen ankommt.

Astern-Gruppe Sortenbeispiel Worauf du beim Gießen achtest
Glattblatt-Aster, Staude ‘Zauberspiel’: 80 bis 100 cm, reinweiß, beim Abblühen mit rosa Hauch Boden gleichmäßig feucht halten, Trockenheit nur kurzfristig zumuten
Raublatt-Aster, mehrjährige Herbststaude ‘Rudelsburg’: 120 bis 140 cm, hell magentarot nach Bodenfeuchte und Witterung gießen
Kissenaster ‘Rosenwichtel’: 20 bis 30 cm, lilarosa, Blüte Ende September bis Ende Oktober nach Bodenfeuchte gießen, auch in trockenen Herbstwochen
Sommeraster, einjährig Zwergastern-Mischung als Topf- und Balkonpflanze Aussaat nicht austrocknen lassen, danach nach Bodenfeuchte gießen

Glattblatt-Astern: gleichmäßig feucht halten

Bei Glattblatt-Astern ist die Lage klar: Sie brauchen gleichmäßig feuchten Boden und vertragen Trockenheit nur kurzfristig. In Trockenphasen prüfe ich bei ihnen den Boden, bevor die ersten Blätter schlapp werden. Sandreiche Böden lassen Wasser schnell durch und speichern wenig. Stehen Glattblatt-Astern auf Sand, musst du in trockenen Wochen deshalb öfter nach dem Boden sehen, weil er ihnen weniger Wasser vorhält.

Raublatt-Astern: Herbststauden ohne Sonderregel

Für Raublatt-Astern gibt es keine eigene Wassermenge. Ich gieße sie deshalb wie das übrige Staudenbeet nach Fingerprobe und Wetter. Hohe Sorten wie ‘Rudelsburg’ werden 120 bis 140 cm hoch. Hohe Leitstauden stehen im Staudenbeet eher im Hintergrund, ergänzt durch kleinere Begleitpflanzen. Steht eine hohe Raublatt-Aster dort, gieße ich direkt an die Pflanzenbasis und nicht über die vorderen Pflanzen hinweg. Wie du ein Staudenbeet mit Astern nach Höhe und Farbe planst, zeigt ein eigener Ratgeber.

Kissenastern: niedrig und spät in der Blüte

Kissenastern bleiben niedrig: Die Sorte ‘Rosenwichtel’ wird 20 bis 30 cm hoch und blüht lilarosa. Ihre Blüte reicht von Ende September bis Ende Oktober. Weil sich das Gießen nach Witterung und Niederschlag richtet, endet die Gießsaison bei Kissenastern nicht mit dem Sommer. Bleibt der Herbst trocken, prüfst du den Boden weiter, solange sie blühen.

Sommerastern: Gießen ab der Aussaat

Bei Sommerastern beginnt das Gießen schon mit der Aussaat. Das Saatgut darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Nach dem Pikieren schließt du das Pflanzloch behutsam, wässerst und drückst die Erde leicht an. Wie du Astern Schritt für Schritt aussäst, pikierst und auspflanzt, beschreibt ein eigener Ratgeber. Später im Beet gießt du Sommerastern wie die übrigen Astern nach Bodenfeuchte. Für Topf und Balkon eignet sich zum Beispiel die Zwergastern-Mischung.

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Wann und wie gießt du Astern?

Gieß Astern vorzugsweise morgens und direkt im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Morgendliches Gießen verringert Verdunstungsverluste, und Pflanzen wie Boden trocknen tagsüber wieder ab. Bodennahes Gießen bringt das Wasser dorthin, wo die Wurzeln sitzen, und senkt ebenfalls die Verdunstung.

Vor dem Gießen steht die Kontrolle. Ich stecke den Finger in die Erde und entscheide erst dann. Ist sie noch feucht, warte ich, ist sie trocken, gieße ich gründlich. Auch nach einem Regenschauer prüfe ich den Boden, bevor ich das Gießen ausfallen lasse.

Gesammeltes Regenwasser ist weich und salzarm und eignet sich deshalb gut als Gießwasser. Spielen kleine Kinder im Garten, verschließt du Regentonne und gefüllte Bottiche kindersicher.

Marias Erfahrung

Ich gieße meine Astern morgens mit der Kanne ohne Brause direkt an der Pflanzenbasis. Die unteren Triebe schiebe ich dabei kurz zur Seite, damit das Laub trocken bleibt.

Mythos-Check

„Astern muss man jeden Tag gießen.“ So pauschal stimmt das nicht. Die Gießhäufigkeit richtet sich nach Pflanzenbedarf, Bodenfeuchte und Witterung und nicht nach einem festen Tagesabstand. Selbst bei Hitze gießt du nicht nach Tagesschema, sondern durchdringend in mehreren Gießgängen.

Beim Pflanzen: Ballen zuerst wässern

Staudenastern pflanzt du von Ende März bis Mitte Mai oder von Mitte September bis Ende Oktober. Das Wetter sollte dabei frostfrei und nicht heiß sein, der Boden nicht nass. Ausgetrocknete Topfballen wässerst du vor dem Pflanzen, dicht verfilzte Wurzelballen reißt du auf.

Wie viel Wasser brauchen Astern bei Hitze und Trockenheit?

Eine Literzahl, die nur für Astern gilt, gibt es nicht. Für Gartenbeete gibt es aber einen Richtwert, mit dem ich auch im Asternbeet arbeite.

Zahl im Blick

Bei Hitze und Trockenheit wässerst du Gartenbeete durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m². Diese Menge verteilst du auf mehrere Gießgänge. Der Wert gilt pro Quadratmeter Beet und nicht pro Pflanze, eine tägliche Pauschalmenge ist er nicht.

In der Praxis gebe ich einen Teil der Menge, lasse ihn einsickern und gieße dann nach. Um die Menge abzuschätzen, zähle ich die Kannen, die ich auf eine abgemessene Fläche gieße, und rechne auf den Quadratmeter um.

Wie lange das Wasser vorhält, hängt vom Boden ab. Sandreiche Böden lassen Wasser schnell durch und speichern wenig. Tonreiche Böden lassen es langsamer durch und vernässen leichter. Gerade auf tonreichem Boden lohnt es sich deshalb, die Menge auf mehrere Gießgänge zu verteilen, weil er Wasser nur langsam aufnimmt. Welchen Boden du hast, verrät eine Fingerprobe mit leicht feuchter Erde: Sandboden ist körnig und zerfällt, Tonboden lässt sich gut formen und klebt.

Welke Astern: Wassermangel oder Staunässe?

Welke Blätter sind kein eindeutiges Zeichen für Durst. Sie können durch Trockenstress entstehen, aber auch durch beginnende Wurzelfäule. Bevor du bei welken Astern nachgießt, prüfst du deshalb die Bodenfeuchte. Ist die Erde trocken, gießt du durchdringend. Ist sie nass, setzt du das Gießen aus, denn mehr Wasser hilft dann nicht weiter.

Staunässe droht dort, wo Wasser nicht abfließen kann. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit des Bodens und begünstigt so Staunässe. Hängende Blätter sofort mit einer Extraportion Wasser zu beantworten, ist auf schwerem Boden deshalb ein Risiko. Steht der Boden schon nass, kann weiteres Gießen die Lage verschärfen.

Mini-Checkliste

Boden trocken und Aster welk: morgens durchdringend gießen. Boden nass und Aster welk: Gießen aussetzen und prüfen, ob das Wasser abfließen kann. Boden feucht und Aster frisch: abwarten und vor dem nächsten Gießen wieder prüfen.

Passt dazu

Dieselbe Abwägung zwischen Trockenheit und Staunässe stellt sich auch bei anderen Gartenblumen. Wie du Adonisröschen übers Jahr ohne Staunässe und Trockenschäden gießt, zeigt ein eigener Ratgeber.

Wasser im Boden halten: Mulch, Kompost und Humus

Was im Boden bleibt, musst du nicht nachgießen. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und seine Aufheizung. Auf offenem Gartenboden schützt eine dünne Mulchdecke außerdem vor Verkrustung.

Nicht jedes Material passt. Stroh, Holz und Rinde sind stickstoffarm und können bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden. Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet. Sommerastern sind einjährig, deshalb nehme ich im Sommerasternbeet angewelkten Grasschnitt statt roher Rinde. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du Mulch nur dünn aus.

Tipp

Grasschnitt eignet sich als Mulch, wenn er gesund und frei von Unkrautsamen ist. Lass ihn vorher anwelken und leg ihn wiederholt in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt.

Neben Mulch hilft Humus, Wasser im Boden zu halten. Humusaufbau durch Kompost, Gründüngung oder organisches Mulchen verbessert die Wasseraufnahme und die Wasserspeicherung des Bodens. In Sandboden verbessert organisches Material die Wasserspeicherung, in schweren Böden die Krümelstruktur und die Durchlüftung.

Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht als pauschale Herbstgabe, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Im Staudenbeet streust du ihn nach dem Frühjahrsrückschnitt auf den abgetrockneten Boden und arbeitest ihn leicht ein. Wie viel dein Beet verträgt, hängt von den Nährstoffwerten ab: Bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumgehalten wird die Kompostgabe eingeschränkt.

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Astern im Topf gießen

Im Topf sind Wurzelraum und Substratvorrat begrenzt. Wie oft du gießen musst, hängt dort von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Ein größeres Erdvolumen kann mehr Wasser speichern.

Gieß so, dass das Substrat bis zum Topfboden durchfeuchtet ist. Überschüssiges Wasser muss durch offene Abzugslöcher ablaufen können. Wasser im Untersetzer kippst du nach dem Gießen und nach Regen weg, damit an den Wurzeln keine Staunässe entsteht.

Bei torffreier Erde täuscht die Oberfläche. Sie kann schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist, und auch eine dunkle Farbe garantiert keine feuchte Erde. Ich prüfe deshalb mit dem Finger tiefer im Topf und hebe kleinere Töpfe kurz an, um das Gewicht zu fühlen. Welkende Topfpflanzen können zudem unter Hitze leiden oder unter Wurzeln, die durch Dauernässe abgestorben sind. Eine trockene Oberfläche bei welken Topfastern beweist also noch keinen Durst.

Auf dem Balkon gießt du vorzugsweise morgens und bei Bedarf zusätzlich abends, immer direkt im Wurzelbereich. Kästen mit Wasserspeicher unterstützen erst eingewurzelte Pflanzen, etwa 2 bis 3 Wochen nach der Pflanzung. Bis dahin gießt du ganz normal. Welche Gefäße und welche Erde Astern brauchen, zeigt der Ratgeber, wie du Astern in Töpfen auf Balkon und Terrasse ziehst.

Gießtechnik: Kanne, Schlauch oder Tropfschlauch?

Ob Kanne, Schlauch oder Tropfschlauch: Wichtig ist, dass das Wasser bodennah an die Wurzeln kommt. Tropfbewässerung versorgt Pflanzen gezielt im Wurzelbereich und kann Wasser sparen, die Tropfer musst du aber vor Verstopfen und Verkalken schützen. Wie du Sommerblumen nach Phase und Bedarf gießt und düngst, zeigt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen.

Boden, pH-Wert und Dünger kurz eingeordnet

Damit Gießwasser einsickert und gespeichert wird, braucht der Boden intakte Poren. Betritt Beetflächen deshalb möglichst nicht und lockere bestehende Beete mit dem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Wie du Astern von der Keimung bis zur Überwinterung pflegst, zeigt der Pflegeratgeber für Astern.

Mit dem Gießen hängt der pH-Wert über die Nährstoffe zusammen. Staunässe oder hoher Kalkgehalt können die Eisenverfügbarkeit einschränken, obwohl genug Eisen im Boden ist; gelbe junge Blätter mit zunächst grünen Adern können darauf hinweisen. Ob dein Boden Kalk braucht, klärt eine Bodenuntersuchung, und wie du mehrjährige Astern übers Jahr mit Nährstoffen versorgst, steht in einem eigenen Ratgeber.

Dünger bringst du möglichst auf feuchten Boden aus, damit die Nährstoffe gleich wirken können. Bei großer Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf vorher angefeuchtete Erde und nicht über das Laub. Wie viel Dünger nötig ist, richtet sich nach Bodenuntersuchung und Pflanzenbedarf.

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Krankheiten: wenn Nässe oder Trockenheit Folgen haben

Echter Mehltau an Astern kann auch bei trocken-warmer Witterung auftreten und beginnt häufig mit weißen Blattflecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten. Ausreichender Pflanzabstand verbessert die Luftzirkulation und das Abtrocknen der Blätter und kann so das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten senken. Pflanzen mit Asternwelke gehören nicht auf den Kompost; mehr zu Vorbeugung und Eingreifen von Hand steht im Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

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Häufige Fragen

Wie oft sollten Astern während der Blütezeit bewässert werden?
Einen festen Rhythmus gibt es auch während der Blüte nicht, denn wie oft du gießen musst, hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlägen ab. Prüf vor dem Gießen mit dem Finger, ob die Erde noch feucht ist; ist sie trocken, gießt du durchdringend. Glattblatt-Astern brauchen gleichmäßig feuchten Boden und vertragen Trockenheit nur kurzfristig, deshalb behältst du sie in trockenen Phasen besonders im Blick.
Welche Wassermenge benötigen Astern bei extremer Trockenheit im Sommer?
Eine Literzahl nur für Astern gibt es nicht. Für Gartenbeete gilt bei Hitze und Trockenheit: durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m² wässern und die Menge auf mehrere Gießgänge verteilen. Das ist ein Wert pro Quadratmeter Beet, keine Menge pro Pflanze und keine tägliche Pauschalmenge. Gieß morgens und bodennah, damit weniger Wasser verdunstet.
Warum ist morgendliches Gießen bei Astern besser als abendliche Bewässerung?
Morgens gegossen verdunstet weniger Wasser, und Pflanzen wie Boden trocknen tagsüber wieder ab. Gieß dabei direkt im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Für Topfastern auf dem Balkon gilt wie für andere Balkonpflanzen: vorzugsweise morgens und bei Bedarf zusätzlich abends, jeweils direkt an die Wurzeln.
Welche besonderen Wasserbedürfnisse haben verschiedene Asternarten wie Raublattaster und Glattblattaster?
Glattblatt-Astern brauchen für gesundes Wachstum gleichmäßig feuchten Boden und vertragen Trockenheit nur kurzfristig. Raublatt-Astern sind mehrjährige Herbststauden ohne eigene Wasserregel, du gießt sie nach Bodenfeuchte und Witterung. Bei einjährigen Sommerastern darf das Saatgut während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen.
Wie erkennt man bei Astern den Unterschied zwischen Wassermangel und Staunässe?
An den Blättern allein lässt sich das oft nicht erkennen, denn Welke kann durch Trockenstress und durch beginnende Wurzelfäule entstehen. Entscheidend ist die Bodenfeuchte, die du vor dem Nachgießen mit dem Finger prüfst. Ist die Erde trocken, gießt du durchdringend; ist sie nass, setzt du das Gießen aus und sorgst dafür, dass Wasser abfließen kann. Auf schwerem Boden begünstigt ein hoher Tonanteil Staunässe, weil er die Wasserdurchlässigkeit verringert.
Wie unterscheidet sich die Bewässerung von Topfastern im Vergleich zu Beetpflanzen?
Im Topf sind Wurzelraum und Substratvorrat begrenzt, und der Gießbedarf hängt von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Gieß so, dass das Substrat bis zum Topfboden durchfeuchtet ist, und kipp überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer weg. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist, deshalb prüfst du die Feuchte tiefer im Topf.
Stimmt es, dass Astern bei täglicher Bewässerung besser gedeihen?
So pauschal stimmt das nicht. Wie oft du gießt, richtet sich nach Pflanzenbedarf, Bodenfeuchte und Witterung und nicht nach einem festen Tagesabstand. Staunässe kann mit Wurzelfäule einhergehen, die sich ebenfalls als Welke zeigt. Bei Hitze gießt du deshalb durchdringend in mehreren Gießgängen, statt einem täglichen Schema zu folgen.
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