Chinesernelken aussäen: Dianthus chinensis vorziehen und auspflanzen
- Aussaat im Februar und März im Haus, Keimung bei 18 bis 22 °C nach 7 bis 14 Tagen.
- Chinesernelken sind Lichtkeimer, deshalb säst du die Samen nur 0 bis 0,5 cm tief.
- Nach der Keimung einzeln in Töpfe pikieren und hell, etwas kühler weiterziehen.
- Abgehärtet frühestens Mitte Mai pflanzen, frei stehend mit 20 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen.
- Sonniger bis halbschattiger Platz mit gut durchlässigem, neutralem bis alkalischem Boden.

Chinesernelken blühen im Sommer, ihr Gartenjahr beginnt aber auf der Fensterbank. Gesät wird im Februar und März im Haus, und ins Beet dürfen die Jungpflanzen frühestens Mitte Mai. Ich ziehe meine jedes Jahr selbst vor und lege die Samen dabei nur flach auf die Erde, weil Licht ihre Keimung fördert. Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Dianthus chinensis aussäst, pikierst, abhärtest und auspflanzt.
Chinesernelken auf einen Blick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Botanischer Name | Dianthus chinensis |
| Kultur | einjährig gezogen, nicht winterhart |
| Aussaat im Haus | Februar bis März |
| Späterer Kulturbeginn möglich | März bis Mai |
| KeimtemperaturDie Keimtemperatur ist die Temperatur, bei der Samen keimen. Jede Pflanzenart hat dafür ein Minimum, ein Optimum und ein Maximum; unterhalb des Minimums keimt die Saat nicht. | 18 bis 22 °C |
| Keimdauer | 7 bis 14 Tage |
| Saattiefe | 0 bis 0,5 cm, LichtkeimerLichtkeimer sind Pflanzen, deren Samen zum Keimen Licht brauchen. Bei der Aussaat werden sie deshalb nur angedrückt und nicht mit Erde bedeckt; ob eine Art dazugehört, steht meist auf der Samentüte. |
| Auspflanzen | nicht vor Mitte Mai |
| Abstand | 20 cm in der Reihe, 30 cm zwischen den Reihen, frei stehend |
| Wuchshöhe | 30 bis 40 cm |
| Wuchsbreite | 20 bis 30 cm |
| Blütezeit | Juni bis September |
| Kulturdauer | 140 bis 154 Tage |
| Tausendkorngewicht | 1,13 bis 2 g (Art, Wild- und GenbankmaterialGenbankmaterial ist Saat- oder Pflanzgut aus dem Bestand einer Genbank, etwa einer Sammlung von Kulturpflanzen und ihren wilden Verwandten. Es wird nur in kleinen Mengen abgegeben und ist keine Ware eines kommerziellen Saatgutlieferanten.) |
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist geeignet.
- Bodenart
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
- Bodenreaktion
Bevorzugt neutralen bis alkalischen Boden.
- Substrat
Zur Aussaat sandige Erde mit Kalk verwenden; für die weitere Kultur eignet sich gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Saattiefe
Bei der Serie Diana die Samen leicht mit Vermiculit abdecken.
Pflege
- Pflege
Die Pflanze ist anspruchslos.
- Düngung
Die Serie Diana bedarfsgerecht mit ausgewogenem NPK-Dünger auf Calciumbasis düngen, nicht mit ammoniumbasiertem Dünger.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist mehrjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.
Chinesernelken kurz vorgestellt
Die Chinesernelke, botanisch Dianthus chinensis, ziehst du bei uns als einjährige Beet- und Balkonpflanze, denn winterhart ist sie nicht. Sie gilt als anspruchslos, und ihre Blüten duften. Wie du sie am Standort pflanzt, düngst und stützt, damit sie üppig blüht, zeigt ein eigener Ratgeber.
Bei der Aussaat begegnen dir Mischungen und Serien wie ‘Diana’. Welche Farben und Sorten Chinesernelken bieten und wie du sie im Garten einsetzt, erfährst du im Sortenratgeber.
Verwechsle die Chinesernelke nicht mit der Bartnelke. Die Bartnelke ist winterhart, wird zweijährig gezogen und von Mai bis Juli gesät. Wie du Bartnelken aussäst und bis zur Pflanzung bringst, beschreibt eine eigene Anleitung.
Wann säst du Chinesernelken aus?
Die Aussaatzeit für Chinesernelken liegt im Februar und März. Gesät wird im Haus, denn ins Freiland kommen die Pflanzen nicht vor Mitte Mai. Ich halte mich an dieses frühe Fenster und säe meine Schalen in diesen beiden Monaten. Bist du später dran, kannst du die Kultur auch noch zwischen März und Mai beginnen. Insgesamt dauert die Kultur 140 bis 154 Tage.
Damit ich den Termin nicht verpasse, trage ich ihn in meinen druckbaren Aussaatkalender für Sommerblumen ein.
Was du für die Aussaat vorbereitest
Gefäße mit Wasserabzug
Ich säe Chinesernelken in flache Anzuchtschalen. Schalen und Töpfe brauchen einen Wasserabzug, damit sich keine Staunässe bildet. Für das spätere PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. lege ich gleich kleine Töpfe mit Abzugslöchern dazu.
Die passende Aussaaterde
Zur Aussaat mögen Chinesernelken sandige Erde mit Kalk. Später wachsen sie in gut durchlässigem Boden. Aussaaterde für die Anzucht sollte salzarm sein, ihr Salzgehalt liegt idealerweise unter 0,5 g je Liter. Ich mische Sand unter die Aussaaterde und feuchte sie vor dem Einfüllen leicht an.
Was sonst noch bereitliegt
Zum Abdecken der Samen halte ich feines VermiculitVermiculit ist ein natürliches Mineral, das durch starkes Erhitzen zu einem leichten, porösen Granulat aufgebläht wird. Als Zusatz in Anzucht- und Pflanzerden lockert es das Substrat und speichert Wasser sowie gelöste Nährstoffe. bereit. Eine Sprühflasche befeuchtet die Oberfläche, ohne die Samen zu verschwemmen. Eine durchsichtige Haube hält die Feuchte in der Schale und lässt trotzdem Licht durch.
Anzuchtschale und kleine Töpfe mit Abzugslöchern, salzarme Aussaaterde mit Sand, feines Vermiculit, Sprühflasche, durchsichtige Haube, Etiketten und ein heller Platz mit 18 bis 22 °C.
Chinesernelken säen: Schritt für Schritt
Samen auf die Erde legen
Ich fülle die Schale mit der angefeuchteten Erde und drücke die Oberfläche mit einem Brettchen eben. Dann verteile ich die Samen einzeln und gleichmäßig, damit sich die Sämlinge später nicht gegenseitig bedrängen. Chinesernelken sind Lichtkeimer, ihre Saattiefe liegt bei 0 bis 0,5 cm. Weil Licht die Keimung fördert und die Saattiefe so gering ist, gehören die Samen auf die Oberfläche und nicht in eine zugeschüttete Rille.
Ich lasse die Samen aus einem geknickten Stück Papier rieseln und schiebe sie mit einem Zahnstocher zurecht. So liegen sie einzeln und nicht in Häufchen.
Abdecken und anfeuchten
Für die Serie ‘Diana’ empfiehlt der Züchter, die Samen leicht mit Vermiculit abzudecken. Ich streue es mit den Fingern darüber und bleibe dabei innerhalb der 0,5 cm. Danach sprühe ich die Oberfläche an, statt zu gießen. Zum Schluss kommt die Haube darauf, und die Schale zieht an einen hellen Platz.
Keimung: Wärme, Feuchte und Licht
Chinesernelken keimen bei 18 bis 22 °C. In diesem Bereich erscheinen die ersten Keimlinge nach 7 bis 14 Tagen. Bis dahin prüfe ich die Feuchte mit dem Finger am Schalenrand und sprühe nach, sobald die Oberfläche abtrocknet. Stehen die ersten Keimlinge, nehme ich die Haube ab. Ab jetzt bekommt die Schale den hellsten Platz, den ich habe.
Auf jedes Etikett schreibe ich Sorte und Aussaatdatum. Beim Nachschauen sehe ich so sofort, ob eine Schale noch im Keimzeitraum von 7 bis 14 Tagen liegt.
Vom Sämling zur kräftigen Jungpflanze
Wann du pikierst
Pikieren kannst du, sobald nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. die ersten echten Blattpaare entwickelt sind. Chinesernelken setzt du dann einzeln in eigene Töpfe.
Pikieren heißt, Sämlinge aus der Aussaatschale zu heben und einzeln in eigene Töpfe umzusetzen. Keimblätter sind die ersten Blätter nach der Keimung, die echten Blätter folgen danach.
So pikiere ich
Ich fülle die kleinen Töpfe mit durchlässiger Erde und bohre mit dem PikierstabDer Pikierstab ist ein Werkzeug zum Pikieren: Mit ihm bohrst du Pflanzlöcher in die Erde, hebst Sämlinge vorsichtig aus dem Aussaatgefäß und drückst ihre Wurzel ins neue Loch. ein Pflanzloch vor. Mit demselben Stab hebe ich jeden Sämling samt Wurzel aus der Schale. Dabei fasse ich ihn an einem Keimblatt an und nie am Stängel. Im neuen Topf drücke ich die Erde rundherum an und gieße vorsichtig an.
Hell und etwas kühler weiterziehen
Nach dem Pikieren ziehst du Chinesernelken etwas kühler weiter als bei der Keimung. Zwischen der Aussaat im Februar oder März und dem Auspflanzen frühestens Mitte Mai stehen die Jungpflanzen lange im Haus. Weil Lichtmangel lange, instabile Triebe begünstigt, zählt in dieser Zeit ein heller Platz mehr als zusätzliche Wärme. Ich stelle die Töpfe deshalb ans hellste Fenster in einem Raum, der kühler ist als mein Keimplatz.
Abhärten vor dem Umzug ins Beet
Bevor die Jungpflanzen ins Beet ziehen, gewöhnst du sie schrittweise an das Freiland. Bei mildem Wetter stellst du sie zuerst geschützt in den Schatten. Erst danach kommen sie nach und nach auch in die Sonne. In kalten Nächten trage ich die Töpfe wieder ins Haus.
Chinesernelken ins Freiland pflanzen
Der richtige Termin
Chinesernelken pflanzt du nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Bis dahin sollten sie abgehärtet sein. Vor dem Pflanztag schaue ich zusätzlich auf die Wettervorhersage und warte frostfreie Nächte ab.
Chinesernelken sind nicht winterhart. Auch kräftige Jungpflanzen kommen deshalb nicht vor Mitte Mai ins Beet.
Der richtige Platz im Beet
Chinesernelken stehen gern sonnig, vertragen aber auch Halbschatten und brauchen einen gut durchlässigen Boden, der eher neutral bis alkalisch ist. Im Garten füllen sie als Sommerblumen Lücken im Staudenbeet oder folgen auf früh blühende Zwiebelgewächse. Wie du Licht, Platz und pH-Wert einschätzt und wann Kalk sinnvoll ist, erklärt der Abschnitt Standort und Boden im Sommerblumen-Ratgeber.
Abstand in Reihe und Beet
In der Reihe setzt du die Pflanzen 20 cm auseinander. Zwischen den Reihen bleiben 30 cm frei. Die Chinesernelken wachsen frei stehend und werden 20 bis 30 cm breit. Wie viele Pflanzen auf deine Fläche passen, rechnest du mit dem Werkzeug zur Beetplanung aus.
So setze ich die Jungpflanzen
Vor dem Pflanzen lockere ich das Beet mit dem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Die Töpfe gieße ich vorher durch, damit der Ballen zusammenhält. Jedes Pflanzloch grabe ich etwas größer als den Ballen. Die Nelke kommt so tief in die Erde, wie sie im Topf stand. Zum Schluss drücke ich die Erde an und gieße gründlich an.
Im Topf und Balkonkasten
Chinesernelken eignen sich auch für Topf, Balkonkasten und HochbeetEin Hochbeet ist ein erhöhtes, stabil eingefasstes Beet, das mit Erde gefüllt wird, etwa aus Holz, Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Es erlaubt rückenschonendes Gärtnern auf wenig Grundfläche.. Im Gefäß müssen die Abzugslöcher frei bleiben, und das Wasser muss unter dem Gefäß abfließen können. Das Substrat sollte strukturstabil sein, mineralische Anteile wie Bims oder Blähton helfen dabei. In torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen die Feuchte auch unter der Oberfläche, weil diese schnell abtrocknet.
Nach dem Auspflanzen: Pflege in Kürze
Gießen und Düngen
Chinesernelken gelten als trockentolerant. Ob und wie stark du düngst, richtet sich nach einer Bodenuntersuchung deines Beets. Wie du nach Phase und Bedarf gießt und düngst, steht im Abschnitt Gießen und Düngen des Sommerblumen-Ratgebers.
Verblühtes und Schnitt
Ob du Verblühtes ausputzt und wie die Pflanzen kompakt bleiben, zeigt der Ratgeber, wann und wie du Chinesernelken schneidest.
Krankheiten und Schädlinge
Bei schwachem Blattlausbefall reicht an Zierpflanzen meist ein Wasserstrahl. Schädlinge sammelst du ab, und erkrankte Pflanzenteile schneidest du heraus. Wie du vorbeugst und von Hand eingreifst, steht im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge des Sommerblumen-Ratgebers.
Chinesernelken und Insekten
Chinesernelken gelten als nützlingsfreundlich. Für eine bienenfreundliche Bepflanzung eignen sich ungefüllte und halbgefüllte Blüten, stark gefüllte meidest du dafür besser. Wie du Chinesernelken insektenfreundlich pflanzt, zeigt ein eigener Ratgeber.


