Krankheiten und Schädlinge bei Prinzeß-Astern: Schadbilder erkennen und gezielt bekämpfen
- Prinzeß-Astern sind einjährige Sommerastern und neigen wie diese zu Welkekrankheiten.
- Gegen die Asternwelke wirken weder Gieß- noch Spritzmittel, befallene Pflanzen gehören nicht auf den Kompost.
- Nach Asternwelke pausieren Astern auf dem betroffenen Beet 5 bis 7 Jahre.
- Echter Mehltau zeigt sich als abwischbarer weißer Belag auf der Blattoberseite.
- Bei schwachem Blattlausbefall genügt häufig ein Wasserstrahl, Schnecken sammelst du zunächst ab.
- Welkt eine Aster, prüfst du zuerst die Bodenfeuchte, bevor du gießt oder die Pflanze entfernst.

Wenn eine Prinzeß-Aster im Hochsommer die Blätter hängen lässt, greife ich zuerst in die Erde und schaue erst dann auf die Pflanze. Von diesem Griff hängt alles Weitere ab. Fehlt nur Wasser, hilft die Gießkanne. Steckt die Asternwelke dahinter, wirken weder Gieß- noch Spritzmittel. Dann zählt nur noch, dass du die Pflanze richtig entsorgst und das Beet wechselst.
Hier findest du die Schadbilder von Pilz-, Bakterien- und Viruskrankheiten und von Schädlingen an Prinzeß-Astern. Zu jedem Problem bekommst du die Handgriffe, mit denen du gezielt eingreifst.
Prinzeß-Astern sind Sommerastern
Die Prinzess Mischung und die Riesen-Prinzess-Mischung sind Sorten der einjährigen Sommeraster Callistephus chinensis. Für die Gesundheit ist das der Ausgangspunkt. Sommerastern neigen zu Welkekrankheiten und können von Blattläusen und Erdraupen befallen werden. Deshalb betrifft die Asternwelke auch deine Prinzeß-Astern.
Mit den mehrjährigen Herbstastern im Staudenbeet teilen sie den Namen, aber nicht jedes Risiko. Raublatt-Astern gelten zum Beispiel als gut mehltauresistent, während Glattblatt-Astern bei Trockenheit häufig Mehltau bekommen. Die Prinzess Mischung blüht von Juli bis Oktober mit großen, dicht gefüllten Kissenblüten. Bei der Riesen-Prinzess-Mischung erreichen die Blüten bis zu 15 cm Durchmesser.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.
Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.
Pflege
- Pflege
Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.
- Düngung
Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Schadbilder: was du an Blatt, Stängel und Blüte siehst
Ein Schadbild ist ein Hinweis, keine Diagnose. Die Tabelle ordnet deinen Befund möglichen Ursachen zu und nennt den ersten Handgriff. Die Einzelheiten zu jedem Erreger stehen in den Abschnitten darunter.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Erster Handgriff |
|---|---|---|
| Weiße Flecken, die zu einem abwischbaren, mehligen Belag auf der Blattoberseite werden | Echter Mehltau | Befallene Blätter früh abpflücken |
| Nicht abwischbarer Belag auf der Blattunterseite, oben gelbliche bis braune Flecken | Falscher Mehltau | Befallenes Material entfernen, nicht kompostieren |
| Pflanze welkt in praller Sonne trotz feuchter Erde, ältere Blätter vergilben einseitig, Stängelgrund wird braun bis schwarz | Asternwelke, ähnlich auch Verticillium-Welke | Bodenfeuchte prüfen, bei erhärtetem Verdacht Pflanze samt Wurzel entfernen |
| Grauer, pelziger Belag auf faulenden Blüten und Blättern bei feuchtem Wetter | Grauschimmel | Faulende Teile entfernen |
| Braune bis schwarze Blattflecken mit gelbem Hof | Alternaria-Blattflecken | Befallene Blätter entfernen |
| Kleine, wässrige Flecken, die dunkel werden und zusammenfließen | Bakterielle Blattflecken | Befallene Blätter entfernen |
| Einzelne Triebe welken plötzlich, Stängel verfärben sich braun | Bakterienwelke oder Pilzwelke | Pflanzenprobe untersuchen lassen |
| Gelbe bis rötlichbraune Flecken, Pusteln auf der Blattunterseite | Rost | Befallene Blätter entfernen, Reste vernichten |
| Pflanze bleibt klein, Blätter vergilben, Blüten vergrünen oder verformen sich | Astern-Gelbverzwergung | Diagnose klären, Zikaden im Blick behalten |
| Bronzefarbene Flecken, verformter Wuchs, Welke | Tomatenbronzefleckenvirus | Diagnose klären, Thripse im Blick behalten |
| Hellgrüne bis gelbliche Flecken oder Streifen im Mosaikmuster | Mosaikvirus | Diagnose klären |
| Gekräuselte Blätter, klebriger Belag, Läuse an Triebspitzen und Blattunterseiten | Blattläuse | Mit dem Wasserstrahl abspritzen |
| Silbrig graue Stellen, verformte Blüten | Thripse | Stark befallene Blüten entfernen |
| Helle Sprenkel, Tiere springen beim Berühren ab | Zikaden | Wuchs und Blüten auf Gelbverzwergung prüfen |
| Gelblich-weiße Sprenkel, feine Gespinste auf der Blattunterseite | SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. | Stark befallene Blätter abnehmen |
| Wucherungen an Blättern und Trieben | Gallmilben | Befallene Triebe abschneiden |
| Fraß vom Blattrand her, silbrige Schleimspuren | Schnecken | Absammeln |
| Frische Fraßschäden, aber tagsüber kein Täter zu sehen | Erdraupen | In der Dämmerung nachsehen |
| Unregelmäßiger Fraß an jungen Pflanzenteilen | Asseln | Verstecke in der Nähe prüfen |
| Pflanze welkt plötzlich und sitzt locker im Boden | Wühlmäuse | Wurzeln und Gänge kontrollieren |
Bleibt die Ursache unklar, etwa bei Blattflecken und kümmernden Pflanzen, kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären. Dort erfährst du auch, welche Maßnahmen zu deinem Befund passen.
Darauf schaue ich beim Kontrollgang an den Astern.
- Blattoberseite: weiße Flecken oder ein mehliger Belag?
- Blattunterseite und Triebspitzen: Läuse, Gespinste oder Pusteln?
- Blüten: silbrige Stellen, Verformungen oder grauer Belag?
- Stängelgrund: braune bis schwarze Verfärbung?
- Boden: zu trocken, zu nass, frische Fraßspuren oder Gänge?
Pilzkrankheiten an Prinzeß-Astern
Asternwelke und andere Welkepilze
Die Asternwelke, auch Fusarium-Welke genannt, löst der Pilz FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault. oxysporum f. callistephi aus. Typisch ist, dass die Pflanze bei starker Sonneneinstrahlung welkt und ältere Blätter einseitig vergilben. Später kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben. Der Erreger überdauert mehrere Jahre im Boden oder auf Kulturmaterial. Wegen dieser Lebensweise gilt er als unbekämpfbar.
Eine Verticillium-Welke kann sehr ähnlich aussehen, weil auch dieser Pilz die Wasserleitungen der Pflanze stört. Am Beet lassen sich beide Welken kaum auseinanderhalten. Ich behandle eine solche Pflanze deshalb wie einen Fall von Asternwelke, bis eine Pflanzenprobe etwas anderes zeigt.
Echter Mehltau
Echter Mehltau kann an Astern bei trocken-warmer Witterung auftreten. Er beginnt häufig mit weißen Flecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten. Der Belag sitzt typischerweise auf der Blattoberseite und lässt sich abwischen. Später färbt er sich bräunlich, und befallene Blätter können sich verformen und absterben.
Echter und Falscher Mehltau sind verschiedene Krankheiten. Echter Mehltau bildet einen abwischbaren weißen Belag auf der Blattoberseite. Falscher Mehltau zeigt einen nicht abwischbaren Belag auf der Unterseite und gelbliche bis braune Flecken oben.
Grauschimmel
Grauschimmel bildet bei hoher Luftfeuchtigkeit einen grauen, pelzigen Belag auf faulenden Pflanzenteilen. Er sitzt gern auf Abgestorbenem, kann aber auf gesundes Gewebe übergreifen. Bei Beet- und Balkonpflanzen begünstigt ein sehr dichter Bestand seine Ausbreitung. Auch vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können zu Befallsstellen werden. Hohe Astersorten brauchen ohnehin eine Stütze, und weil geknickte Stiele Grauschimmel einen Ansatzpunkt bieten, kann das Anbinden zugleich dieses Risiko senken.
Alternaria und andere Blattflecken
Braune bis schwarze Flecken mit gelbem Hof können auf die Alternaria-Blattfleckenkrankheit hindeuten. Feuchtwarmes Wetter begünstigt diesen Pilz. Bei starkem Befall können ganze Blätter absterben. Blattflecken entstehen allerdings nicht nur durch Erreger, auch nichtparasitäre Schäden können sie verursachen. Bei unklarer Ursache braucht es eine fachliche Diagnose.
Rost
Rost zeigt sich an Sommerblumen durch gelbe bis rötlichbraune Blattflecken und Rostpusteln auf der Blattunterseite. Hohe Luftfeuchtigkeit, lange nasse Blätter, dichte Bestände und einseitige Stickstoffdüngung fördern Rostpilze.
Bakterielle Krankheiten
Bei der Bakterienwelke stören Bakterien die Leitungsbahnen, und die Pflanze welkt plötzlich. Oft zeigen sich dazu braune Verfärbungen an Stängeln und Blättern. Weil die Symptome einer Pilzwelke ähneln, lässt sich die Ursache am Beet kaum sicher bestimmen.
Bakterielle Blattflecken beginnen als kleine, wässrige Flecken. Später werden sie braun oder schwarz und können zusammenfließen. Bei starkem Befall können ganze Blätter absterben. Von Alternaria-Flecken unterscheidest du sie mit bloßem Auge nur schwer. Für den ersten Handgriff ist das zweitrangig, denn befallene Blätter nimmst du in beiden Fällen ab.
Viruskrankheiten und Astern-Gelbverzwergung
Die Astern-Gelbverzwergung, auch Aster Yellows genannt, lässt Pflanzen klein bleiben. Die Blätter vergilben, die Blüten verformen sich oder vergrünen. Übertragen wird der Erreger von Zikaden.
Das Tomatenbronzefleckenvirus kann Blätter, Stängel und Blüten befallen. Typisch sind bronzefarbene Flecken, verformter Wuchs und Welke. Übertragen wird es hauptsächlich durch Thripse. Mosaikviren zeigen sich als hellgrüne bis gelbliche Flecken oder Streifen auf den Blättern.
Eine Vergilbung ist aber kein sicheres Zeichen für Viren. Gelbe ältere Blätter entstehen bei Beet- und Balkonpflanzen auch durch Wasser-, Licht-, Temperatur-, Salz- oder Nährstoffstress. Weil sich ein Virusbefall an der Pflanze nicht behandeln lässt, lohnt die sichere Diagnose, bevor du eine Aster aufgibst.
Schädlinge an Prinzeß-Astern erkennen
Saugende Insekten: Blattläuse, Thripse und Zikaden
Blattläuse sitzen an Zierpflanzen häufig an Blattunterseiten und Triebspitzen. Sie können gekräuselte oder verkrüppelte Blätter und Triebe verursachen. Die grünen, gelben oder schwarzen Tiere vermehren sich schnell. Der klebrige HonigtauHonigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, die die Blätter verklebt. Auf ihm können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln, außerdem fressen Ameisen ihn., den sie ausscheiden, kann Rußtaupilzen als Grundlage dienen.
Thripse sind winzig und schaben an der Blattoberfläche, um den austretenden Zellsaft zu saugen. Ihre Saugschäden zeigen sich als silbrig graue Stellen. Bei starkem Blütenbefall verformen sich die Blüten. An den dicht gefüllten Blüten der Prinzeß-Astern schaue ich deshalb auch zwischen die Blütenblätter.
Zikaden springen bei Berührung ab und stechen mit ihrem Saugrüssel ins Blatt. Zurück bleiben helle Sprenkel, bei starkem Befall bleichen Blätter ganz aus. Weil Zikaden die Astern-Gelbverzwergung übertragen können, lohnt bei solchen Sprenkeln ein zweiter Blick auf Wuchs und Blüten.
Milben: Spinnmilben und Gallmilben
Spinnmilben sind an Zierpflanzen etwa 0,5 mm groß. Sie verursachen gelblich-weiße Blattsprenkel, teilweise mit feinen Gespinsten. Wohl fühlen sie sich bei warmem, trockenem Wetter. Ich drehe dann einzelne Blätter um und schaue mit der Lupe auf die Unterseite.
Gallmilben sind mikroskopisch klein. Sie verursachen Wucherungen an Blättern und Trieben, die sogenannten Gallen. Befallene Pflanzenteile verkümmern oft, und die Blütenbildung kann leiden.
Fraßschädlinge: Schnecken, Erdraupen, Asseln und Wühlmäuse
Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken. Bei feuchter Witterung können sie junge Pflanzen kahlfressen. Erdraupen können Sommerastern ebenfalls befallen. Finde ich frische Fraßschäden, aber tagsüber keinen Täter, suche ich in der Abenddämmerung mit der Taschenlampe nach.
Asseln zersetzen vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial und gelten als nützlich. Gelegentlich knabbern sie aber an jungen Pflanzenteilen und hinterlassen unregelmäßige Fraßspuren. Wühlmäuse fressen unterirdisch an den Wurzeln. Eine Aster, die plötzlich welkt und sich ohne Widerstand aus dem Boden ziehen lässt, kann auf Wühlmausfraß hindeuten.
Wie du Krankheiten und Schädlinge an Strahlen-Astern erkennst und bekämpfst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Krankheit oder Pflegefehler?
Welke Blätter entstehen durch TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden., aber auch durch beginnende Wurzelfäule. Prüfe deshalb die Bodenfeuchte, bevor du gießt. Ist die Erde trocken, fehlt wahrscheinlich Wasser. Ist sie feucht und welkt die Aster trotzdem in der Sonne, kann das auf Asternwelke hindeuten.
Auch Vergilbungen haben viele Ursachen. Vergilben junge Blätter zwischen grünen Adern, kann das auf Eisenmangel hinweisen. Eindeutig von anderem Spurennährstoffmangel unterscheiden lässt sich das nicht immer. Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zunächst gelbe ältere Blätter können allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel anzeigen.
Eine welkende Aster wird gleich noch einmal gegossen. Steht sie schon nass, kann das zusätzliche Wasser den geschädigten Wurzeln weiter zusetzen. Fühl zuerst mit dem Finger in die Erde.
Gezielt eingreifen: Handgriffe je Problem
Integriert heißt für mich: Ich bestimme zuerst, was los ist, greife dann von Hand ein und lasse Nützlinge arbeiten. Ein chemisches Mittel bleibt die letzte Möglichkeit. Dazu gehört Hygiene: Nach Arbeiten an kranken Pflanzen reinigst du Werkzeug und Handschuhe, bevor du an gesunde Pflanzen gehst.
Bei Verdacht auf Asternwelke
Prüfe zuerst die Bodenfeuchte. Erhärtet sich der Verdacht, weil die Aster bei feuchter Erde weiter welkt und der Stängelgrund dunkel wird, nimmst du sie samt Wurzel heraus. Weil der Erreger auch auf Kulturmaterial überdauern kann und Werkzeug nach kranken Pflanzen gereinigt gehört, säubere ich Pflanzstäbe und Schaufel, bevor sie wieder an gesunde Astern kommen.
Von Asternwelke befallene Pflanzen gehören nicht auf den Gartenkompost. Ihre widerstandsfähigen Erregerstadien können sonst mit dem Kompost weiterverbreitet werden.
Auf dem betroffenen Beet setzt du danach über Jahre keine Astern mehr. Auch ohne Befall kommen Sommerastern nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet. Damit du den Überblick behältst, kannst du im Beetplaner festhalten, wo deine Astern standen.
Nach Asternwelke gilt am betroffenen Standort eine Anbaupause für Astern von 5 bis 7 Jahren.
Hilft ein Gieß- oder Spritzmittel gegen welkende Astern? Gegen die Asternwelke nicht, solche Mittel wirken bei dieser Krankheit nicht. Dir bleiben Sortenwahl, Beetwechsel und eine saubere Entsorgung der kranken Pflanzen.
Echter Mehltau
Bei beginnendem Befall pflückst du kranke Blätter früh ab oder schneidest befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück. Das kann die Ausbreitung eindämmen. Die Prinzess Mischung blüht bis in den Oktober, und gegen Ende der Saison ist ein gewisser Befall mit Echtem Mehltau an Sommerblumen tolerierbar. Taucht der Belag erst im Herbst auf, reicht es deshalb oft, befallene Blätter abzunehmen und die Blüte ausklingen zu lassen.
Spritzungen mit Milch oder Natron begegnen dir als Hausmittel gegen Mehltau. Ihnen wird nachgesagt, den Belag zurückzudrängen. Verlass dich beim Schutz vor Mehltau nicht auf diese Hausmittel. Pompon-Astern sind ebenfalls Sommerastern, und wie du Echtem Mehltau und Rost an Pompon-Astern vorbeugst, zeigt ihr eigener Ratgeber.
Grauschimmel, Blattflecken und Rost
Faulende Teile mit grauem Belag entfernst du, um den Befall einzudämmen. Blattflecken an Sommerblumen sind meist nicht bekämpfungswürdig, weil die Toleranzschwelle hoch ist. Befallene Blätter nimmst du trotzdem ab, sobald du sie siehst. Das gilt für Alternaria-Flecken ebenso wie für bakterielle Blattflecken.
Bei Rost entfernst du befallene Blätter ebenfalls und schneidest die Pflanze bei Bedarf zurück. Rostkranke Pflanzenreste räumst du aus dem Beet und vernichtest sie, damit sie nicht als Infektionsquelle überwintern. Von rostbefallenen Pflanzen gewinnst du kein Saatgut, weil Rostsporen daran haften und die Jungpflanzen im Folgejahr infizieren können. Material mit Falschem Mehltau gehört ebenfalls nicht auf den eigenen Kompost.
Verdacht auf Bakterien oder Viren
Bei Bakterienwelke und Viren steht die Diagnose am Anfang. Schick bei Verdacht eine Pflanzenprobe an den Pflanzenschutzdienst, der die Ursache und passende Maßnahmen klären kann. Bestätigt sich ein Virusbefall, nimmst du die Pflanze heraus, damit sie nicht zur Quelle für weitere Astern wird. Zikaden und Thripse behältst du dann besonders im Blick, weil sie Viren übertragen können.
Blattläuse, Thripse und Zikaden
Schau bei Blattläusen zuerst, ob schon Nützlinge an der Kolonie arbeiten. Marienkäfer sowie die Larven von Florfliegen und Schwebfliegen gehören zu ihren natürlichen Feinden. Ein Marienkäfer frisst während seines Lebens etwa 5000 Blattläuse. Bei schwachem Befall genügt häufig ein Wasserstrahl, der die Läuse abspült. Stark besetzte Triebspitzen schneidest du ab.
Die dicht gefüllten Blüten der Prinzess Mischung stuft der Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Erwachsene Schwebfliegen und SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. finden dagegen an ungefüllten Ringelblumen und Kosmeen gut zugängliche Nahrung. Wer Blattlausfeinde an seine Prinzeß-Astern holen will, kann deshalb ungefüllte Nachbarn dazusetzen, und welche Nachbarn zusammenpassen, prüfst du im Mischkultur-Planer.
SchmierseifenlösungEine Schmierseifenlösung ist in Wasser aufgelöste Schmierseife, die als altes Hausmittel auf Pflanzen gesprüht wird. Sie legt sich als flüssiger Film über Schädlinge wie Blattläuse, die dadurch ersticken., Rapsöl oder BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. werden gegen Blattläuse oft empfohlen. Ihnen wird nachgesagt, leichten Befall zu bremsen. Kontrolliere den Befall, statt dich auf diese Hausmittel zu verlassen.
Bei Thripsen nimmst du stark befallene Blüten ab. Zikaden springen beim Abspritzen meist einfach weg. Hier beobachte ich vor allem, ob Wuchs und Blüten sich so verändern, wie es bei der Astern-Gelbverzwergung beschrieben ist.
Spinnmilben und Gallmilben
Stark besponnene Blätter nimmst du ab und entsorgst sie. Bei Gallmilben schneidest du befallene Triebe heraus. Das Absammeln von Schädlingen und das Entfernen erkrankter Pflanzenteile sind bei Sommerblumen die mechanischen Maßnahmen, die dir im Beet bleiben.
Schnecken, Erdraupen, Asseln und Wühlmäuse
Schnecken sammelst du zunächst ab. Gegen erneute Zuwanderung können ein Schneckenzaun oder Schneckenkragen gefährdete Pflanzen schützen. Mulch legst du bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr nur dünn aus, denn eine zu dicke Schicht bietet Schnecken Unterschlupf. Erdraupen sammle ich bei der Kontrolle in der Dämmerung ab.
Bei Asseln schaue ich nach Verstecken wie Brettern oder Steinen nahe den jungen Astern und räume sie weg. Bei Wühlmausverdacht suchst du rund um die welke Pflanze nach Gängen im Boden. Die Abwehr der Wühlmaus betrifft dann meist den ganzen Garten und nicht nur das Asternbeet.
Widerstandsfähige Sorten wählen
Weil sich der Erreger der Asternwelke nicht bekämpfen lässt, setzt der Schutz vor ihr bei der Sorte an. Gegen Welkeerreger wie die Asternwelke empfehlen sich widerstandsfähige Sorten. Die Riesen-Prinzess-Mischung beschreibt ihr Hersteller als welkeresistente Schnittaster. Sie wird 70 bis 80 cm hoch und blüht von August bis Oktober.
Bist du nicht auf Prinzeß-Astern festgelegt, lohnt ein Blick auf weitere Sommerastern. Für die ‘Standy Mischung’ weist der Hersteller eine ResistenzResistenz ist bei Pflanzensorten die Fähigkeit, einen bestimmten Schaderreger abzuwehren: Bei einer resistenten Sorte bleibt ein Befall stark begrenzt, und weder Wachstum noch Ertrag leiden auffällig. gegen Asternwelke aus. Auch ‘Mona’ und ‘Starlight’ gelten als widerstandsfähig gegen die Krankheit. Achte beim Kauf auf diese Angabe auf der Packung. Eine Resistenzangabe senkt das Risiko, sie schließt Befall aber nicht aus, deshalb bleiben Beetwechsel und saubere Entsorgung nötig.
Vorbeugen und Pflanzenschutz in Kürze
Vorbeugen beginnt bei Prinzeß-Astern mit einem sonnigen, luftigen Platz, rechtzeitig vereinzelten Sämlingen und Wasser am Boden statt auf dem Laub. Übermäßige Stickstoffdüngung und zu nasse Böden ersparst du ihnen, und welchen Standort und Boden Prinzeß-Astern brauchen, erklärt ihr eigener Ratgeber. Wie du Sommerblumen vorbeugend schützt und bei Befall von Hand eingreifst, zeigt der Überblick zu Krankheiten und Schädlingen.
Nützlinge förderst du mit Verstecken und Überwinterungsplätzen im Garten, ein chemisches Mittel bleibt die letzte Möglichkeit und kann auch Nützlinge treffen. Infrage kommt dann nur ein für Haus- und Kleingarten zugelassenes Mittel, angewendet nach Gebrauchsanweisung, mit Schutzkleidung, Wartezeit und sachgerechter Entsorgung. Welche Maßnahmen Sommerastern insgesamt gesund halten, fasst der Ratgeber zu Sommerastern zusammen.





