Krankheiten und Schädlinge bei Sommerastern: Welke, Mehltau und Schnecken erkennen und bekämpfen
- Asternwelke: kranke Pflanzen nicht kompostieren, 5 bis 7 Jahre keine Astern an diese Stelle.
- Sorten wählen, die der Hersteller als welkeresistent ausweist, etwa die 'Standy Mischung'.
- Echter Mehltau zeigt sich als abwischbarer weißer Belag auf der Blattoberseite.
- Gegen Grauschimmel faulende Teile entfernen und morgens bodennah gießen.
- Schnecken verraten sich durch Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren.
- Sommerastern jedes Jahr auf ein anderes Beet setzen, nicht zu nass und nicht zu stickstoffreich halten.

Wenn eine Sommeraster mitten im Sommer schlappmacht, obwohl die Erde feucht ist, gehe ich in die Hocke und schaue mir den Stängelgrund an. Ist der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärbt, kann das auf Asternwelke hindeuten. Diese Krankheit nehme ich an Sommerastern am ernstesten: Ihr Erreger überdauert viele Jahre im Boden, und Gieß- und Spritzmittel wirken gegen sie nicht. Echten Mehltau, GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten., Fäule und Schädlinge wie Schnecken kannst du dagegen eher bremsen, wenn du das Schadbild früh richtig einordnest.
Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig und kommen jedes Jahr neu ins Beet. Das hilft dir beim Vorbeugen, denn du kannst den Platz wechseln.
Welches Schadbild passt zu welchem Problem?
Die Tabelle ordnet, was du an der Pflanze siehst, einer möglichen Ursache und einem ersten Handgriff zu. Ähnliche Bilder können verschiedene Ursachen haben, deshalb ist jede Zeile ein Hinweis und keine Diagnose.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Erster Handgriff |
|---|---|---|
| Unterer Pflanzenbereich braun bis schwarz, Welke bei starker Einstrahlung, ältere Blätter einseitig gelb | Asternwelke | Bodenfeuchte prüfen, bei bestätigtem Verdacht Pflanze entfernen |
| Weiße Flecken, später mehlartiger, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite | Echter Mehltau | Kranke Blätter früh abpflücken |
| Nicht abwischbarer Belag unterseits, gelbliche bis braune Flecken oben | Falscher Mehltau | Befallenes Material entfernen, nicht auf den eigenen Kompost |
| Grauer Belag auf faulenden Blüten, Blättern oder Stängeln | Grauschimmel | Faulende Teile entfernen |
| Welke bei nasser Erde, braune und weiche Wurzeln | Staunässe, Wurzelfäule | Nässe abstellen, Wasserabzug prüfen |
| Gekräuselte Blätter und Triebspitzen, Tiere an Blattunterseiten | Blattläuse | Nützlinge beachten, mit Wasserstrahl abspritzen |
| Fraß vom Blattrand, silbrige Schleimspuren | Schnecken | Absammeln |
| Gelblich-weiße Sprenkel, teils feine Gespinste | SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. | Befallene Teile entfernen |
| Silbrig graue Stellen, bei starkem Befall deformierte Blüten | Thripse | Befallene Teile entfernen |
Blattflecken an krautigen Gartenpflanzen können von Schaderregern stammen, aber auch nichtparasitäre Ursachen haben. Bei unklaren Flecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose und die Wahl passender Maßnahmen klären.
Bakterielle und virale Erreger lasse ich hier außen vor. Welche Bakterien- und Viruserkrankungen Prinzess-Astern treffen, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.
Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.
Pflege
- Pflege
Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.
- Düngung
Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Asternwelke: Woran erkennst du sie, und was dann?
Die Anzeichen
Die Asternwelke geht auf den Pilz FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault. oxysporum f. callistephi zurück. Bei dieser pilzbedingten Welke kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben. Typisch für eine Infektion mit Fusarium oxysporum ist außerdem, dass Pflanzen bei starker Einstrahlung welken und ältere Blätter einseitig vergilben.
Welke allein ist aber noch kein Befund. Auch TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. und beginnende Wurzelfäule lassen Blätter hängen. Ich drücke deshalb zuerst den Finger in die Erde, bevor ich eine schlappe Aster gieße oder herausnehme. Ist der Boden trocken, kann schlicht Wasser fehlen. Ist er nass, kommt Fäule durch Staunässe infrage.
Wenn sich der Verdacht bestätigt
Fusarium oxysporum gilt wegen seiner Lebensweise als unbekämpfbar. Eine erkrankte Pflanze nimmst du deshalb mitsamt Wurzeln aus dem Beet. Auf den Gartenkompost gehört sie nicht, weil die Erreger dort überdauern und mit dem Kompost verbreitet werden können. Werkzeug und Handschuhe reinigst du, bevor du damit an gesunden Pflanzen weiterarbeitest.
Der Erreger überdauert mehrere Jahre im Boden oder auf Kulturmaterial. Töpfe und Stützstäbe, die an kranken Astern standen, wasche ich deshalb gründlich, bevor sie wieder zum Einsatz kommen.
Welkekranke Astern landen auf dem Kompost. Widerstandsfähige Erregerstadien können so mit der Komposterde zurück in die Beete wandern. Ich gebe solche Pflanzen in den Restmüll.
Vorbeugen: neuer Platz, passende Sorte
Die Sporen der Asternwelke können viele Jahre im Boden überdauern, und Gieß- und Spritzmittel wirken gegen die Krankheit nicht. Nach einem Befall bleibt dir deshalb nur der Platzwechsel. Am betroffenen Standort hältst du für Astern eine Anbaupause von 5 bis 7 Jahren ein.
Auch ohne Befall setzt du Sommerastern nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet. Damit du nicht durcheinanderkommst, kannst du im Beetplaner festhalten, wo deine Astern standen.
Gegen Welkeerreger wie die Asternwelke setzt du am besten widerstandsfähige Sorten ein. Die ‘Standy Mischung’ ist vom Hersteller als resistent gegen Asternwelke ausgewiesen. Die Riesen-Prinzess-Mischung beschreibt ihr Hersteller als welkeresistente Schnittaster. In Sortenangaben gelten außerdem ‘Mona’ und ‘Starlight’ als widerstandsfähig gegen die Asternwelke. Eine solche Angabe senkt das Risiko, sie hebt die Anbaupause auf befallenem Boden aber nicht auf.
Zusätzlich bewahrst du Sommerastern vor übermäßiger Stickstoffdüngung und vor zu nassem Boden. Die Strahlen-Astern sind ebenfalls eine Sommerastern-Form. Wie du Krankheiten an Strahlen-Astern mit natürlichen Methoden angehst, steht in ihrem eigenen Ratgeber.
Echter Mehltau: Was bedeutet der weiße Belag?
Erkennen und unterscheiden
Echter Mehltau an Astern kann bei trocken-warmer Witterung auftreten. Er beginnt häufig mit weißen Blattflecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten und später bräunlich werden. Typisch sitzt dieser Belag auf der Blattoberseite und lässt sich abwischen.
Falscher Mehltau bildet dagegen einen nicht abwischbaren Belag auf der Blattunterseite, oben zeigen sich gelbliche bis braune Flecken. Bevor ich entscheide, wische ich mit dem Finger über den Fleck und drehe das Blatt um.
Handeln bei beginnendem Befall
Bei beginnendem Echtem Mehltau pflückst du kranke Blätter früh ab. Sind ganze Triebe befallen, schneidest du sie bis ins gesunde Gewebe zurück. Das kann die Ausbreitung eindämmen. Gegen Ende der Saison ist ein gewisser Befall an Sommerblumen tolerierbar.
Milch und Backpulver werden als Hausmittel gegen Echten Mehltau oft genannt. Bei mir kommt das Abpflücken kranker Blätter zuerst. Echten Mehltau und Rost speziell an Pompon-Astern behandelt der Ratgeber, wie du Pompon-Astern vor Mehltau und Rost schützt.
Vorbeugen
Ausreichender Pflanzenabstand, gute Belichtung und Durchlüftung unterstützen die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Dazu gehört auch, Stickstoffüberdüngung zu vermeiden. In der Reihe brauchen Gartenastern 15 bis 30 cm Abstand. Zwischen den Reihen planst du 20 bis 40 cm ein.
Wer abends nicht gießt, hält den Echten Mehltau fern? Für Echten Mehltau an Sommerblumen und Stauden gilt dieser Verzicht als Maßnahme mit nicht gesicherter Wirkung. Morgens bodennah zu gießen bleibt trotzdem sinnvoll, weil Pflanzen und Boden dann tagsüber abtrocknen und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinken kann.
Grauschimmel: Warum faulen Blüten und Stängel?
Grauschimmel bildet bei hoher Luftfeuchtigkeit einen grauen Belag auf faulenden Pflanzenteilen. Bei Sommerastern schaue ich dafür vor allem in verblühte Blütenköpfe und an verletzte Stängel. Ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen die Ausbreitung. Auch vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können zu Befallsstellen werden.
Hohe Sommerastern brauchen ohnehin eine Stütze. Weil geknickte Stiele dem Grauschimmel als Befallsstelle dienen können, beugt das Anbinden zugleich dieser Eintrittspforte vor.
Faulende Teile entfernst du, damit sich der Befall eindämmen lässt. Verblühtes und abgestorbene Pflanzenteile nimmst du ebenfalls ab, denn sie können zu Krankheitsherden werden. Gegossen wird morgens direkt im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Nach Regentagen gehe ich durch die gefüllten Sorten und zupfe braune, matschige Blütenblätter heraus.
Wurzel- und Stängelgrundfäule: Was steckt hinter der Fäule am Fuß?
Sommerastern sollten vor zu nassen Bodenverhältnissen bewahrt werden. Stehendes Wasser begünstigt Wurzelfäulnis, und eine Pflanze mit geschädigten Wurzeln kann welken, obwohl die Erde feucht ist. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit und begünstigt Staunässe.
Bei Verdacht ziehe ich eine Pflanze vorsichtig heraus und schaue mir die Wurzeln an. Braune, weiche und leicht abreißende Wurzeln gelten bei Geranien als Hinweis auf Staunässeschäden. Auf dasselbe Bild achte ich bei Astern.
Ein dunkler Stängelgrund trennt Fäule allein nicht sicher von der Asternwelke, denn auch dort kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben. Bleibt das Bild unklar, kann die Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Ursache klären.
Gegen Nässe arbeitest du am Standort. Tonige Böden lassen sich durch Lockern und gröberen Humus, Kompost und gegebenenfalls groben Sand verbessern. Im Topf bleiben die Abzugslöcher frei, und den Untersetzer leerst du nach Regen.
Bei der Vorkultur beginnt die Vorsorge schon vor der Aussaat, denn Jungpflanzen in nassem, unsauberem Substrat sind schnell geschwächt.
Frische, ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnete Erde mit einem Salzgehalt unter 0,5 g je Liter verwenden. Saubere Aussaatgefäße mit Wasserabzug nehmen. Durchsichtige Abdeckungen nicht luftdicht schließen. Unter der Haube die Luftfeuchte unter 85 % halten, ein Richtwert gegen Grauschimmel an Zierpflanzen.
Welche Schädlinge gehen an Sommerastern?
Schnecken: Fraß vom Blattrand und Schleimspuren
Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken. Auch Fraßschäden mit eingetrockneten Schleimspuren gelten an Sommerblumen als Hinweis. Zuerst sammelst du die Tiere ab. Wandern immer neue Schnecken ins Beet, schränkt ein Schneckenzaun die Zuwanderung ein, und Schneckenkragen können einzelne gefährdete Pflanzen schützen.
Mulch hält Feuchte im Boden, doch eine zu dicke Schicht bietet Schnecken Unterschlupf. Kaffeesatz und Eierschalen als Barriere werden oft empfohlen. Ich verlasse mich lieber auf Absammeln und Zaun und gehe dafür in der Abenddämmerung mit der Taschenlampe durchs Beet, frisch gepflanzte Astern schaue ich dabei besonders genau an.
Blattläuse an Triebspitzen
Die Sommeraster kann von Blattläusen befallen werden. Sie sitzen häufig an Blattunterseiten und Triebspitzen und können Blätter und Triebe kräuseln oder verkrüppeln. Schau zuerst, ob schon Nützlinge an der Kolonie sind. Marienkäfer sowie Larven von Florfliegen und SchwebfliegenSchwebfliegen sind Fliegen mit oft schwarz-gelber, wespenähnlicher Zeichnung, die in der Luft auf der Stelle schweben können. Sie gelten als Nützlinge: Die erwachsenen Tiere bestäuben Blüten, die Larven vieler Arten fressen Blattläuse. gehören zu den natürlichen Feinden der Läuse. Bei schwachem Befall genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl.
Die dicht gefüllte Sommeraster Prinzess Mischung stuft ihr Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Erwachsene SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. und Schwebfliegen brauchen dagegen leicht zugängliche Nahrung aus ungefüllten Korbblüten. Wer vor allem gefüllte Astern setzt, ergänzt das Beet deshalb sinnvoll mit ungefüllten Ringelblumen oder Kosmeen, die diesen Blattlausfeinden Blütennahrung bieten.
Erdraupen
Auch Erdraupen können an Sommerastern auftreten. An Pelargonien sind Raupen meist nachtaktiv und fallen am ehesten bei Kontrollen in der Abenddämmerung mit Taschenlampe auf. Das Asternbeet suche ich bei meinem Schneckengang genauso ab und sammle Raupen dabei mit ab.
Spinnmilben und Thripse
Spinnmilben sind etwa 0,5 mm groß und verursachen an Zierpflanzen gelblich-weiße Blattsprenkel, teils mit feinen Gespinsten. Bei Pelargonien und Petunien gelten trockene, heiße Bedingungen als Befallsrisiko. In solchen Phasen schaue ich deshalb auch bei den Astern unter die Blätter.
Thripse hinterlassen silbrig graue Saugstellen, bei starkem Blütenbefall verformen sich die Blüten. Bei beiden Schädlingen entfernst du befallene Pflanzenteile. FlorfliegenlarvenFlorfliegenlarven sind die räuberischen Larven der zarten, hellgrünen Florfliege. Mit langen Saugzangen saugen sie Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und andere Kleininsekten aus und gelten deshalb im Garten als wichtige Nützlinge. fressen neben Blattläusen auch Thripse und Spinnmilben, ein weiterer Grund, Nützlinge im Garten zu halten.
Vorbeugen, Nützlinge, Chemie: kurz eingeordnet
Gesunde Sommerastern beginnen mit einem sonnigen Platz, gut durchlässigem Boden und einer Pflege, die weder zu viel Wasser noch zu viel Stickstoff bringt. Wie du Standort, Gießen und AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. über die Saison einrichtest, steht im Ratgeber, wie du Sommerastern von der Aussaat bis zur Blüte begleitest. Die artübergreifende Abwehr erklärt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.
Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten fördern die Ansiedlung von Nützlingen, und ungefüllte Blüten liefern den erwachsenen Blattlausfeinden Nahrung. Mischkultur kann das unterstützen, garantiert aber nichts; welche Nachbarn zusammenpassen, prüfst du im Mischkultur-Planer. Mehr zur Förderung von Nützlingen steht im genannten Sommerblumen-Abschnitt.
Chemischer Pflanzenschutz ist an Sommerastern nur das letzte Mittel, wenn der Schaderreger sicher bestimmt ist und sanftere Wege versagt haben. Dann kommt nur ein für Haus- und Kleingarten zugelassenes Mittel infrage, angewendet nach Gebrauchsanweisung, mit Schutzkleidung, Wartezeit und sachgerechter Entsorgung. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen, und gegen die Asternwelke wirken Spritzmittel ohnehin nicht.
Was passiert am Saisonende mit kranken Pflanzen?
Sommerastern sind einjährig und sterben am Ende der Saison ab. Beim Abräumen trennst du kranke von gesunden Pflanzen. Welkekranke Astern und von Falschem Mehltau befallenes Material kommen nicht auf den eigenen Kompost. Samen sammle ich nur an Pflanzen, die bis zum Schluss gesund aussahen. Außerdem notiere ich mir, wo die Astern standen, weil sie im nächsten Jahr auf ein anderes Beet kommen.
Geh vor dem Abräumen durchs Asternbeet und markiere Pflanzen, deren unterer Bereich braun bis schwarz verfärbt ist. Bestätigt sich dort die Asternwelke, bekommt diese Stelle 5 bis 7 Jahre lang keine Astern.





