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Pompon-Astern schützen: Echten Mehltau und Rost erkennen und vorbeugen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 5 Min.Von der samen.de Redaktion

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Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Echter Mehltau beginnt an Astern oft mit weißen Flecken, die zu einem abwischbaren, mehlartigen Belag auf der Blattoberseite werden.
  • Gelbe bis rötlichbraune Flecken mit Pusteln auf der Blattunterseite können auf Rost hindeuten.
  • Kranke Blätter früh abpflücken, befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurückschneiden und die Schere danach reinigen.
  • Ausreichender Abstand, gute Belichtung, Durchlüftung und kein Stickstoffüberschuss unterstützen die Vorbeugung.
  • Von rostkranken Pflanzen keine Samen ernten und Pompon-Astern jedes Jahr an einen neuen Platz setzen.
Blattlausbefall an einer Blütenknospe – ein häufiges Problem an Sommerblumen
Foto: LeneA · Pixabay Content License · Quelle ↗

Weiße Flecken auf den Blättern oder Pusteln auf der Blattunterseite sind an Pompon-Astern ein Grund, genauer hinzuschauen. Solange erst einzelne Blätter betroffen sind, greifst du mit Schere und Eimer ein. Ich gehe während der Blüte durch meine Asternreihe und drehe dabei einzelne Blätter um, denn Echter Mehltau und Rost zeigen sich auf unterschiedlichen Blattseiten.

Pompon-Astern im Beet

Pompon-Astern sind Sommerastern (Callistephus chinensis) mit halbkugeligen, dicht gefüllten Blütenköpfen in mehreren Farben, die von Juli bis Oktober blühen. Gezogen werden sie einjährig, sie stehen sonnig bis halbschattig und tragen stabile Stiele für die Vase. Wie du Pompon-Astern im Garten einsetzt und als Schnittblume nutzt, zeigt ein eigener Ratgeber.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Callistephus
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.

Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.

Pflege

Pflege

Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.

Düngung

Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.

Verwendung

Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.

Aussaatkalender Gartenaster
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai; Blüte: Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberVorkulturAussaatBlüte

Welche Krankheiten an Pompon-Astern auftreten können

Sommerastern neigen zu Welkekrankheiten und können von Blattläusen und Erdraupen befallen werden. An den Blättern können dir zwei Pilzkrankheiten begegnen, die sich gut auseinanderhalten lassen: Echter Mehltau und Rost. Echter Mehltau kann an Astern bei trocken-warmer Witterung auftreten, Rostpilze werden dagegen durch hohe Luftfeuchte und lange nasse Blätter gefördert. Eine trockene Wetterphase schützt also nicht vor jeder Blattkrankheit: Nach trockenen Wochen schaust du zuerst auf die Blattoberseiten, nach Regenphasen auf die Unterseiten.

Was du siehst Wo es sitzt Kann hindeuten auf
Weiße Flecken, die zu einem abwischbaren, mehlartigen Belag werden Blattoberseite Echter Mehltau
Nicht abwischbarer Belag, oben gelbliche bis braune Flecken Blattunterseite Falscher Mehltau
Gelbe bis rötlichbraune Flecken mit Rostpusteln Pusteln auf der Blattunterseite Rost
Welke bei starker Sonne, ältere Blätter einseitig gelb, unterer Bereich braun bis schwarz Ganze Pflanze, Stängelgrund Asternwelke
Achtung

Welkt eine Pompon-Aster, prüfst du zuerst die Bodenfeuchte, denn auch Trockenstress lässt Blätter welken. Verfärbt sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz, kann das auf Asternwelke hindeuten. Ihre Erreger können viele Jahre im Boden überdauern, und Gieß- und Spritzmittel wirken gegen die Krankheit nicht. Befallene Pflanzen gehören nicht auf den Kompost, und an diesem Platz legst du für Astern eine Anbaupause von 5 bis 7 Jahren ein.

Gegen Welkeerreger setzt du auf widerstandsfähige Sorten. Die Sommeraster ‘Standy Mischung’ ist zum Beispiel vom Hersteller als resistent gegen Asternwelke ausgewiesen. Unabhängig davon bekommen Pompon-Astern jedes Jahr einen neuen Platz, weil Sommerastern nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen sollen. Ich notiere mir dafür, wo die Asternreihe stand, und du kannst den Wechsel im Beetplaner festhalten. Weitere Pilz-, Bakterien- und Viruskrankheiten der Sommeraster findest du im Ratgeber, wie du Krankheiten an Prinzess-Astern erkennst und integriert bekämpfst.

Echter Mehltau an Pompon-Astern

So erkennst du Echten Mehltau

Echter Mehltau beginnt an Astern häufig mit weißen Blattflecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten. Der Belag sitzt typischerweise auf der Blattoberseite und wird später bräunlich. Ich streiche mit dem Finger darüber, denn Echter Mehltau lässt sich abwischen. Falscher Mehltau bildet dagegen einen nicht abwischbaren Belag auf der Unterseite, und oben erscheinen gelbliche bis braune Flecken. Die Unterscheidung lohnt sich, weil Material mit Falschem Mehltau nicht auf den eigenen Kompost gehört.

Wie du Mehltau vorbeugst

Ausreichender Pflanzabstand, gute Belichtung und Durchlüftung sowie eine Düngung ohne Stickstoffüberschuss unterstützen die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Mit genug Abstand zirkuliert die Luft besser, die Blätter trocknen schneller ab, und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt. Beim Pflanzen messe ich den Abstand nach, statt nach Augenmaß zu setzen.

Zahl im Blick

Pflanzabstand der ‘Pompon Mischung’: ca. 25 cm. Für Gartenastern allgemein liegt der Reihenabstand bei 20 bis 40 cm. Die Pflanzen wachsen frei, hohe Sorten bekommen eine Stütze.

Mythos-Check

„Wer abends nicht gießt, bekommt keinen Mehltau.“ Der Verzicht auf abendliches Gießen gilt bei Echtem Mehltau an Sommerblumen als Maßnahme mit nicht gesicherter Wirkung. Trockenes Laub bleibt trotzdem sinnvoll, weil lange nasse Blätter den Rost fördern.

Was du bei Mehltaubefall tust

Bei beginnendem Mehltau pflückst du kranke Blätter früh ab. Sind ganze Triebe befallen, schneidest du sie bis ins gesunde Gewebe zurück. Werkzeug und Handschuhe reinigst du danach, bevor du an gesunde Pflanzen gehst. Gegen Ende der Saison ist ein gewisser Befall mit Echtem Mehltau tolerierbar. Milchspritzungen werden als Hausmittel gegen Mehltau genannt, für deine Astern bleiben sie ein unverbindlicher Versuch ohne Wirkversprechen.

Marias Erfahrung

Zum Ausschneiden nehme ich einen Eimer mit ins Beet und lasse kein krankes Blatt zwischen den Pflanzen liegen. Die Schere wische ich ab, bevor ich von einer befallenen zu einer gesunden Aster wechsle.

Rost an Pompon-Astern

So erkennst du Rost

Bei Sommerblumen zeigt sich Rost durch gelbe bis rötlichbraune Blattflecken und Rostpusteln auf der Blattunterseite. Als besonders anfällig gelten andere Arten, etwa Stockrosen, Bartnelken und Löwenmaul. Entdeckst du solche Flecken an deinen Pompon-Astern, drehst du das Blatt um, denn Pusteln auf der Unterseite können auf Rost hindeuten. Blattflecken können allerdings auch ohne Erreger entstehen. Bei unklarem Bild kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Ursache und die passende Maßnahme klären.

Wie du Rost vorbeugst

Rostpilze werden durch hohe Luftfeuchtigkeit, über längere Zeit nasse Blätter, dicht stehende Bestände und eine einseitige Stickstoffdüngung gefördert. Daraus ergeben sich die Gegenmaßnahmen: nicht zu eng pflanzen, einen gut durchlüfteten Platz wählen und das Laub möglichst trocken halten. Ich gieße morgens direkt in den Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen, damit Pflanzen und Boden tagsüber abtrocknen.

Was du bei Rost tust

Befallene Blätter entfernst du sofort, und bei Bedarf schneidest du die Pflanze zurück. Mittel wirken gegen Rost nur vorbeugend, bei sichtbarem Befall bleibt also das Ausschneiden. Rostkranke Pflanzenreste nimmst du aus dem Beet und vernichtest sie, um überwinternde Infektionsquellen zu beseitigen.

Pompon-Astern sind einjährig und werden jedes Jahr neu gesät, und Rostsporen können am Saatgut haften und die Jungpflanzen im Folgejahr infizieren. Wer Samen von befallenen Pflanzen sammelt, sät den Rost also womöglich gleich mit aus. Samen nehme ich deshalb nur von Astern, an denen ich keinen Rost gesehen habe.

Blattläuse, Spinnmilben und Erdraupen

Blattläuse findest du oft an Triebspitzen und Blattunterseiten, und bei schwachem Befall genügt häufig ein Wasserstrahl. Spinnmilben verraten sich durch gelblich-weiße Blattsprenkel mit teils feinen Gespinsten, und auch Erdraupen können Sommerastern befallen. Wie du Schädlinge an Sommerastern erkennst und eindämmst, zeigt ein eigener Ratgeber.

Vorsorge und Pflanzenschutz ohne Chemie

Die Grundlage bilden ein sonniger bis halbschattiger Platz, ein Boden, der nicht zu nass ist, und eine Düngung, die sich nach einer Bodenuntersuchung richtet. Wie du Sommerblumen vorbeugend pflegst und bei Befall von Hand eingreifst, beschreibt der Sommerblumen-Überblick.

Marienkäfer und die Larven von Florfliegen und Schwebfliegen gehören zu den natürlichen Feinden von Blattläusen, und Verstecke sowie Überwinterungsplätze fördern ihre Ansiedlung. Jauchen aus Brennnessel oder Schachtelhalm wird nachgesagt, Pflanzen zu stärken, doch ihre Gehalte schwanken, und eine allgemein gültige Menge gibt es nicht. Wie du Strahlen-Astern mit natürlichen Methoden schützt, zeigt ein eigener Ratgeber.

Kehrt starker Befall Jahr für Jahr wieder, kommt ein chemisches Mittel höchstens als letzter Schritt infrage. Infrage kommt dann nur ein Mittel mit Zulassung für Haus- und Kleingarten, das du nach Gebrauchsanweisung und mit Schutzkleidung anwendest, mit Blick auf die Wartezeit und mit fachgerechter Entsorgung der Reste. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen, und der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz schont nützliche Insekten im Garten.

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Häufige Fragen

Welche Krankheiten können Pompon-Astern befallen?
Pompon-Astern sind Sommerastern, und Sommerastern neigen zu Welkekrankheiten wie der Asternwelke. An den Blättern kann Echter Mehltau auftreten, der mit weißen Flecken beginnt und sich zu einem abwischbaren, mehlartigen Belag auf der Blattoberseite ausbreitet. Gelbe bis rötlichbraune Flecken mit Pusteln auf der Blattunterseite können auf Rost hindeuten, dessen Pilze durch lange nasse Blätter und dichte Bestände gefördert werden.
Worin unterscheiden sich Echter und Falscher Mehltau bei Astern?
Echter Mehltau bildet typischerweise einen weißen Belag auf der Blattoberseite, den du abwischen kannst, und an Astern kann er auch bei trocken-warmer Witterung auftreten. Falscher Mehltau zeigt einen nicht abwischbaren Belag auf der Blattunterseite und gelbliche bis braune Flecken auf der Oberseite. In beiden Fällen entfernst du befallene Blätter früh, und Material mit Falschem Mehltau gehört nicht auf den eigenen Kompost.
Wie erkennt man Schädlinge bei Pompon-Astern?
Blattläuse sitzen an Zierpflanzen häufig an Triebspitzen und Blattunterseiten und können gekräuselte oder verkrüppelte Blätter und Triebe verursachen. Spinnmilben sind etwa 0,5 mm groß und hinterlassen gelblich-weiße Sprenkel auf den Blättern, teilweise mit feinen Gespinsten. Außerdem können Sommerastern von Erdraupen befallen werden. Bei schwachem Blattlausbefall genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl.
Wie wirken sich Fruchtfolge und Mischkultur auf die Pflanzengesundheit aus?
Pompon-Astern bekommen jedes Jahr einen neuen Platz im Beet, denn Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen. Nach Asternwelke ist an diesem Standort eine Anbaupause für Astern von 5 bis 7 Jahren einzuhalten, weil die Erreger viele Jahre im Boden überdauern können. Positive Effekte von Mischkultur sind dagegen schwer belegbar und nur bei guter Bodenverbesserung, richtigem Pflanzenabstand und ausreichender Wasserversorgung zu erwarten.
Sind chemische Pflanzenschutzmittel bei Pompon-Astern wirklich notwendig?
Zuerst greifst du von Hand ein: kranke Blätter abpflücken, befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurückschneiden und die Pflanzen nicht zu eng stehen lassen. Gegen Ende der Saison ist ein gewisser Befall mit Echtem Mehltau tolerierbar, gegen Rost wirken Mittel nur vorbeugend, und gegen Asternwelke helfen Gieß- und Spritzmittel nicht. Kommt bei jährlich starkem Befall ein Mittel als letzter Schritt infrage, dann nur eines mit Zulassung für Haus- und Kleingarten, angewendet nach Gebrauchsanweisung und mit Schutzkleidung, mit Blick auf die Wartezeit und mit fachgerechter Entsorgung der Reste. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen.
Wie kann man Pompon-Astern erfolgreich überwintern lassen?
Pompon-Astern sind einjährige Sommerastern und nicht winterhart, deshalb werden sie nicht überwintert, sondern jedes Jahr neu gesät. Für eigenes Saatgut lässt du einzelne Blüten gesunder Pflanzen ausreifen und erntest sie bei trockenem Wetter, von rostbefallenen Pflanzen sammelst du keine Samen. Rostsporen können nämlich am Saatgut haften und die Jungpflanzen im Folgejahr infizieren. Die Samen trocknest du auf Papier nach und lagerst sie beschriftet kühl, dunkel und trocken.
Welche praktischen Schritte sind bei der Vermehrung von Pompon-Astern zu beachten?
Die Sommeraster 'Pompon Mischung' kannst du von März bis April im Haus vorziehen oder im April und Mai direkt ins Freiland säen. Gesät wird 0,5 bis 1 cm tief. Die Samen keimen bei 15 bis 20 °C. Den Platz im Beet wechselst du jedes Jahr, weil Sommerastern nicht zweimal hintereinander auf demselben Beet stehen sollen.
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