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Mandelröschen als Bienenweide: Blühfolge, Partner und Blühkorridor

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Mandelröschen blühen von Juli bis September, regelmäßiges Ausputzen verlängert die Blüte.
  • Ein rosafarbenes Angebot ist als Bienenweide ausgewiesen, andere Angebote werden unterschiedlich eingestuft.
  • Ungefüllte Blüten erleichtern Insekten den Zugang zu Nektar und Pollen.
  • Zu nährstoffreicher Boden fördert Laub auf Kosten der Blüten, deshalb mäßig nährstoffreich kultivieren.
  • Gesät wird von April bis Juni direkt an den endgültigen Platz, 1 bis 2 cm tief.
  • Krokus, Lungenkraut und Herbstastern ergänzen das Futter vor und nach der Mandelröschenblüte.
Dicht bepflanztes Sommerblumenbeet mit Zinnien und Tagetes in voller Blüte
Foto: hai pham tuan · Pexels License · Quelle ↗

Du willst im Sommer Futter für Bienen ins Beet bringen und suchst eine Blume, die du direkt an Ort und Stelle säst? Mandelröschen blühen von Juli bis September und kommen ohne Vorkultur aus. Ich säe sie dorthin, wo sie später blühen sollen, und plane die Nachbarpflanzen gleich mit. Ob dein Beet Bienen über die Saison versorgt, entscheiden nämlich Sortenwahl, Blühfolge und ein paar Handgriffe, nicht die Mandelröschen allein.

Was sind Mandelröschen?

Mandelröschen (Clarkia unguiculata) sind einjährige Sommerblumen, die nicht winterhart sind und jedes Jahr neu gesät werden. Die Pflanzen mögen Sonne, vertragen etwas Trockenheit und eignen sich für Beet, Hochbeet und Topf. Die Eckdaten für deine Planung stehen in der Tabelle.

Merkmal Mandelröschen
Lebensdauer einjährig, nicht winterhart
Wuchshöhe 40 bis 60 cm
Blütezeit Juli bis September
Blütenfarben je nach Angebot Rosa, Rosarot bis Rot oder Violett
Licht sonnig, auch Halbschatten
Boden mäßig nährstoffreich, leicht sauer, Lehm- oder Sandboden
Aussaat April bis Juni, direkt an den endgültigen Platz
Saattiefe 1 bis 2 cm, keine Lichtkeimer
Keimdauer 14 bis 21 Tage
Abstand bei Reihensaat 20 cm in der Reihe, 30 cm Reihenabstand
Duft keiner
Verwendung Beet, Balkon, Topf, Schnittblume

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, leicht saurer Boden.

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Direkt am endgültigen Standort säen.

Direktsaat; Umpflanzen vermeiden. Bei Herbstsaat Jungpflanzen über Winter mit Hauben schützen.

Saattiefe

Das angebotene Saatgut etwa 1 - 2 cm tief säen.

Pflege

Pflege

Zu nährstoffreichen Boden vermeiden, weil er Blatt- und Triebwachstum zulasten der Blüten fördern kann.

Düngung

Mäßig nährstoffreich kultivieren; zu reiche Böden fördern Laub auf Kosten der Blüten.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.

Aussaatkalender Mandelröschen
GartenkalenderAussaat: April, Mai, Juni; Blüte: Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberAussaatBlüte

Sind Mandelröschen gut für Bienen?

Ein rosafarbenes Mandelröschen-Saatgutangebot ist ausdrücklich als Bienenweide ausgewiesen, also als Futterpflanze für Bienen. Seine langen Ruten sind dicht mit rosaroten Blüten besetzt. Bei anderen Angeboten gehen die Einstufungen auseinander: Mal gilt ein Mandelröschen als nützlingsfreundlich, mal ausdrücklich nicht. Für dich heißt das: Über den Bienenwert entscheidet nicht der Name Mandelröschen, sondern das konkrete Angebot mit seiner Beschreibung.

Ein wichtiger Prüfpunkt ist die Blütenform. Ungefüllte Blüten erleichtern Insekten den Zugang zu Nektar und Pollen. Für bienenfreundliche Sommerbepflanzungen eignen sich viele ungefüllte und halbgefüllte Blüten, stark gefüllte meidest du besser. Gefüllte Zuchtformen sind häufig steril und bieten dann keine Nahrung für Bienen.

Mythos-Check

„Gefüllte Blüten sind für Bienen immer wertlos.“ So pauschal stimmt das nicht. Auch gefüllt blühende Zierpflanzen können noch zugänglichen Pollen oder Nektar bilden, die Füllung allein bestimmt den Bienenwert also nicht sicher. Vollständig gefüllte Blüten können als Pollenquelle aber ausfallen, deshalb bleiben ungefüllte Blüten die verlässlichere Wahl.

Tipp

Lies die Sortenbeschreibung vor dem Kauf auf zwei Punkte hin: die Blütenform und einen Hinweis wie Bienenweide oder nützlingsfreundlich. Ich nehme im Zweifel das Angebot, das beides klar benennt.

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Wie lange finden Bienen an Mandelröschen Futter?

Mandelröschen blühen von Juli bis September. Regelmäßiges Entfernen verwelkter Blüten verlängert ihre Blütezeit. Bei Sommerblumen begrenzt das Ausputzen die Samenbildung und kann weitere Blüten fördern. Ich putze meine Mandelröschen beim morgendlichen Gießen aus und knipse Verwelktes mit den Fingern ab.

Beim Düngen hältst du dich zurück. Mandelröschen werden mäßig nährstoffreich kultiviert, denn zu reiche Böden fördern Blatt- und Triebwachstum auf Kosten der Blüten. Wer kräftig düngt, bekommt also mehr Laub und weniger von dem, was Bienen an der Pflanze suchen. Was dein Boden bereits enthält, zeigt eine Bodenuntersuchung, nach der du die Düngung ausrichtest.

Welche Pflanzen ergänzen Mandelröschen für Bienen und Hummeln?

Hummeln brauchen ein möglichst durchgehendes Blütenangebot vom frühen Frühjahr bis in den Herbst. Mandelröschen decken davon nur die Monate Juli bis September ab. Für Frühjahr, Frühsommer und Herbst wählst du deshalb gezielt andere Pflanzen. Ich plane die Flächen im Winter Jahreszeit für Jahreszeit und lege fest, was vor und nach den Mandelröschen blüht. Dafür kannst du im Beetplaner Flächen für Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblüher einteilen.

Zeitraum Pflanzen Was sie Insekten bieten
Frühjahr Krokus, Lungenkraut ergänzen das Blütenangebot für Bienen
Juni bis Oktober Löwenmäulchen Nektarpflanze für Hummeln
Juni bis September Moschusmalve Pollen und Nektar für Hummeln, Bienen und Schwebfliegen
Juli bis September Mandelröschen ein rosafarbenes Angebot ist als Bienenweide ausgewiesen
Sommer Kornblume, Schmuckkörbchen ergänzen das Sommerangebot für Bienen
Herbst bis zum ersten Frost Raublatt- und Glattblatt-Astern besucht von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern; ungefüllte Sorten wählen
Oktober Myrten-Astern ergänzen das Blütenangebot für Bienen

Nicht jede Bienenpflanze liefert dasselbe. Klatschmohn bietet Wildbienen Pollen, aber keinen Nektar. Ungefüllte Tagetes-Sorten bieten Insekten dagegen frei zugänglichen Nektar. Ein bienenfreundlicher Garten verbindet solche unterschiedlichen Blütenpflanzen zu einem möglichst durchgehenden Nahrungsangebot über die Saison.

Auf dem Balkon

In Untersuchungen an der LWG bewährten sich Zweizahn, Lobelie, Ziersalbei und Strohblume als bienenattraktive Balkonpflanzen. Die Lobelie, auch Männertreu genannt, liefert Blütenbesuchern Nektar und Pollen. Mittagsgold zählt ebenfalls zu den Balkonpflanzen, die heimische Bestäuber nutzen können. Mandelröschen sind topfgeeignet, und ich säe sie direkt in den Kasten, in dem sie blühen sollen. Lobelien vertragen Trockenheit schlecht, Mandelröschen und Mittagsgold tolerieren sie dagegen. Deshalb setze ich Lobelien in einen eigenen Kasten und gieße ihn nach ihrem Bedarf.

Wie legst du mit Mandelröschen einen Blühkorridor an?

Mit Blühkorridor meine ich einen durchgehenden Streifen aus Sommerblumen, der sich durch den Garten zieht. Mandelröschen passen hinein, weil sie direkt gesät werden und einen sonnigen Platz mögen.

Wähle einen sonnigen Streifen und entferne dort eine bestehende Grasnarbe vollständig. Lockere den Boden, befreie ihn von Bewuchs und harke ein feines, gut durchlüftetes Saatbett. Lass das Beet danach zwei bis drei Wochen liegen und entferne in dieser Zeit auflaufendes Unkraut, bevor du säst.

Für einen bunten Streifen nimmst du eine einjährige Mischung mit Mandelröschen. In der Mischung Veitshöchheimer Sommertöne stehen rosa bis rote Mandelröschen zusammen mit blauen Kornblumen, weißer Schleifenblume und gelben bis orangefarbenen Ringelblumen. Die einjährigen Veitshöchheimer Mischungen bleiben mit ihrer maximalen Wuchshöhe unter 1 m. Bis die Saat aufgelaufen ist, gießt du in Trockenzeiten täglich, wenn die Blüte früh beginnen soll.

Zahl im Blick

Einjährige Sommerblumenmischungen säst du mit 1 bis 3 g/m² auf das vorbereitete Saatbeet. Nach einer Aussaat ab Mitte April beginnt ihre Blüte nach etwa 6 bis 8 Wochen. Kommen in der Ansaat Samenunkräuter auf, kann ein einmaliger Schnitt auf etwa 10 bis 15 cm Höhe helfen.

Kornblumen brauchen als Ackerbegleitpflanzen offenen, bearbeiteten Boden und sind keine eigentlichen Wiesenpflanzen. In einer dauerhaften Blumenwiese werden einjährige Sommerblumen zudem zunehmend von konkurrierenden Wildpflanzen verdrängt. Plane deinen Korridor deshalb als Saisonfläche, die du für jede Gartensaison neu ansäst. Wann welche Sommerblume in die Erde kommt, zeigen dir die Aussaattermine für Sommerblumen als Kalender zum Ausdrucken.

Achtung

Reicht dein Streifen über den Garten hinaus in die freie Landschaft, gelten andere Maßstäbe. Dort sind heimische Pflanzen regionaler Herkunft vorgesehen, im privaten Garten können auch nichtheimische Arten stehen. Für Blühstreifen wird regionales, artenreiches Wildpflanzensaatgut mit zertifizierter Herkunft empfohlen, und bei geförderten Flächen gelten die jeweiligen Fördervorgaben.

Was tragen Mandelröschen zur Artenvielfalt bei, und was nicht?

Mandelröschen keimen, blühen, bilden Samen und sterben innerhalb einer Vegetationsperiode ab. Wildbienen brauchen neben Blüten aber auch Nistplätze. Eine Mandelröschenfläche liefert also vor allem Sommerfutter, Nist- und Überwinterungsplätze planst du mit anderen Strukturen dazu.

Offene, besonnte und möglichst ungestörte Bodenstellen dienen bodennistenden Wildbienen als Lebensraum. Totholz sowie Stein- und Holzhaufen ergänzen das Angebot um Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten. Ich lasse am sonnigen Rand meines Blühstreifens eine Stelle frei, die ich weder hacke noch mulche.

Einige spezialisierte Wildbienen sind auf bestimmte heimische Pflanzen angewiesen, deshalb gehören solche Pflanzen ergänzend in den Garten. Wie eng diese Bindung sein kann, zeigt die Malven-Langhornbiene. Diese Biene sammelt Pollen ausschließlich an Malvengewächsen und legt ihre Nester an schütter bewachsenen Bodenstellen an. Dicke, holzige Malvenstängel, die über Winter stehen bleiben, können Insekten einschließlich Wildbienen als Winterquartier dienen.

Auch Schmetterlinge brauchen mehr als Blüten. Für die Raupen von Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs sind Brennnesseln wichtige Nahrungspflanzen. Wildmalven dienen verschiedenen Schmetterlingsarten als Raupenfutter.

Marienkäfer sowie die Larven von Florfliegen und Schwebfliegen gehören zu den natürlichen Feinden von Blattläusen. Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten fördern ihre Ansiedlung. Über Winter stehen gelassene Staudenstängel bieten Insekten Quartiere, und Samenstände können Vögeln Nahrung liefern. In meinem Staudenbeet schneide ich die vorjährigen Stängel deshalb erst im Frühjahr ab.

Marias Erfahrung

Ich notiere über den Sommer, wann ich welche Besucher an den Mandelröschen sehe, mit Datum, Uhrzeit und Wetter. Im Winter lege ich die Notizen neben meinen Beetplan und entscheide danach, welche Partner ich ergänze.

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Anbau in Kürze: Standort, Aussaat und Pflege

Mandelröschen wollen Sonne und einen mäßig nährstoffreichen, leicht sauren Boden, heiß-feuchte Bedingungen sind für sie ungünstig. Was Sommerblumen grundsätzlich an Licht, Platz und pH-Wert brauchen, erklärt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt zu Standort und Boden.

Gesät wird von April bis Juni direkt an den endgültigen Platz, Umpflanzen solltest du vermeiden. Wie du Mandelröschen von der Aussaat bis zur Samenernte anbaust, zeigt ein eigener Anbau-Ratgeber.

Für Bienen zählen in der Pflege zwei Handgriffe: Verblühtes entfernen und zurückhaltend düngen. Wie du Sommerblumen ausputzt und Unkraut im Griff behältst, steht im Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt zur Pflege.

Schädlinge: bienenschonend eingreifen

In einem Garten für Insekten verzichtest du auf chemische Pflanzenschutzmittel, denn das schont auch nützliche Insekten. Bei schwachem Blattlausbefall achtest du zuerst auf Nützlinge und spritzt die Läuse nötigenfalls mit Wasser ab, Schnecken sammelst du ab. Wie du Krankheiten, Schädlinge und Mangelerscheinungen an Mandelröschen unterscheidest, beschreibt ein eigener Beitrag.

Gestaltung in Beet, Topf und Balkonkasten

Mandelröschen eignen sich als Beet- und Balkonpflanze, für Hochbeet und Topf sowie als Schnittblume. In welchen Gartenstilen und Gestaltungsrollen Mandelröschen wirken, liest du in einem eigenen Ratgeber. Farbkombinationen, Höhenstaffelung und Pflanzpartner findest du im Beitrag darüber, wie du Mandelröschen ins Staudenbeet einbindest.

Samen, Jahreslauf und die nächste Saison

Mandelröschen sind einjährig und nicht winterhart, eine Überwinterung entfällt also. Für eigenes Saatgut lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen, statt alles auszuputzen. Die reifen Samen erntest du bei trockenem, sonnigem Wetter, trocknest sie auf Papier nach und lagerst sie kühl, dunkel und trocken. Wie du Mandelröschen mit Jahreskalender und Samengewinnung durchs Gartenjahr begleitest, erklärt ein weiterer Ratgeber.

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Häufige Fragen

Warum gelten Mandelröschen als bienenfreundlich?
Ein rosafarbenes Mandelröschen-Saatgutangebot ist ausdrücklich als Bienenweide ausgewiesen, seine langen Ruten sind dicht mit rosaroten Blüten besetzt. Bei anderen Angeboten fällt die Einstufung als nützlingsfreundlich unterschiedlich aus, deshalb lohnt der Blick in die jeweilige Sortenbeschreibung. Ungefüllte Blüten sind die verlässlichere Wahl, weil sie Insekten den Zugang zu Nektar und Pollen erleichtern.
Wie lange blühen Mandelröschen?
Mandelröschen blühen von Juli bis September. Wenn du verwelkte Blüten regelmäßig entfernst, verlängert sich ihre Blütezeit. Damit Bienen auch davor und danach Futter finden, kombinierst du sie mit Frühjahrsblühern wie Krokus und Lungenkraut und mit ungefüllten Herbstastern.
Welche Wuchshöhe erreichen Mandelröschen und wie sehen ihre Blüten aus?
Mandelröschen werden 40 bis 60 cm hoch. Je nach Angebot blühen sie rosa, rosarot bis rot oder violett, bei einem rosafarbenen Angebot sind die langen Ruten dicht mit rosaroten Blüten besetzt. Einen Duft haben die Blüten nicht, als Schnittblume eignen sie sich aber.
Wie kombiniert man Mandelröschen am besten mit Lavendel und Salbei im Garten?
Lavendel bevorzugt wie die Mandelröschen einen sonnigen Platz, und Salbei lässt sich mit Lavendel an trockenen Standorten kombinieren. Lavendel braucht guten Wasserabzug und wenig Dünger, Mandelröschen kommen mit mäßig nährstoffreichem Boden aus und vertragen etwas Trockenheit. Säe die Mandelröschen direkt in die Lücken zwischen Lavendel und Salbei, weil Umpflanzen bei ihnen vermieden werden sollte. Ziersalbei hat sich außerdem als bienenattraktive Balkonpflanze bewährt.
Stimmt es, dass Mandelröschen nur in mediterranen Klimazonen gedeihen?
Nein, Mandelröschen werden botanisch der gemäßigten Klimazone zugeordnet. Bei uns zieht man sie als einjährige Sommerblume, die von April bis Juni direkt ins Freiland gesät wird und von Juli bis September blüht. Winterhart sind sie nicht, deshalb säst du jedes Jahr neu. Ungünstig sind vor allem heiß-feuchte Bedingungen, etwas Trockenheit vertragen sie dagegen.
Was ist der Unterschied zwischen einjährigen Mandelröschen und mehrjährigen Blühpflanzen?
Einjährige Pflanzen wie Mandelröschen keimen, blühen, bilden Samen und sterben innerhalb einer Vegetationsperiode ab, ungünstige Zeiten überdauern sie als Samen. Stauden sind dagegen ausdauernde krautige Pflanzen, die über mehrere Jahre im Beet bleiben. Eine Mandelröschenfläche legst du deshalb für jede Saison neu an. Für Insekten ergänzen sich beide: Mandelröschen bringen Sommerblüten, über Winter stehen gelassene Staudenstängel bieten Quartiere.
Wie erfolgt die Aussaat von Mandelröschen im Freiland richtig?
Gesät wird von April bis Juni direkt an den endgültigen Platz, weil Umpflanzen bei Mandelröschen vermieden werden sollte. Die Samen kommen 1 bis 2 cm tief in ein fein geharktes, unkrautfreies Saatbett, Lichtkeimer sind sie nicht. Bis zur Keimung vergehen 14 bis 21 Tage, in dieser Zeit darf die Saat nicht austrocknen.
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