Mimose richtig düngen: wann, womit und wie oft
- In der Wachstumszeit gibst du der Mimose einmal im Monat einen ausgewogenen Flüssigdünger, so empfiehlt es die RHS.
- Den Dünger misst du nach der Dosierungsanweisung des Produkts ab und gibst die Lösung nur auf feuchte Erde.
- Vorgedüngte Topferde versorgt im Regelfall etwa 4 bis 6 Wochen, erst danach kommt Zusatzdünger.
- Kühl überwintert wirft die Mimose ihr Laub ab und braucht dann kaum zusätzliche Nährstoffe.
- Braune Blattränder, braune Wurzeln und weißer Belag auf der Erde können auf Überdüngung hinweisen.

Eine Mimose im Topf lebt von dem Vorrat, der in ihrer Erde steckt. Ist er aufgebraucht, kann das Laub hell werden und das Wachstum stocken. Gibst du dagegen zu viel Dünger, kann sich Salz im Topf anreichern und die Wurzeln schädigen. Ich dünge meine Mimose deshalb nach drei festen Regeln: in der Wachstumszeit einmal im Monat, abgemessen nach der Packung und immer auf feuchte Erde.
Warum braucht die Mimose im Topf Dünger?
Im Topf sind Wurzelraum und Erdvorrat begrenzt. Je weiter die Mimose wächst, desto stärker durchwurzelt sie ihre Erde und laugt sie dabei aus. Übliche Pflanzerde bringt ab Werk eine Grunddüngung mit, die bei Kübelpflanzen im Regelfall etwa 4 bis 6 Wochen vorhält. Die Mimose blüht dagegen von Mai bis September. Ihre Einzelblüte ist nach 1 Tag vorbei, dafür bildet sie laufend neue. Wer im Frühjahr frisch umtopft und danach nicht mehr düngt, lässt die Pflanze also über weite Teile ihrer Blütezeit aus ausgelaugter Erde leben.
Zu viel Dünger schadet allerdings ebenfalls. Überdüngung bringt viel Salz in die Erde, und das kann Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen, vor allem bei Pflanzen im Gefäß. Bei Zierpflanzen unterstützt das Vermeiden einer Stickstoffüberdüngung außerdem die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum zeigen dir, dass eine Topfpflanze gut mit Nährstoffen versorgt ist.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Geeignet ist lehmhaltige Kulturgrundlage.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale oder alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
In Gefäßen oder im Gewächshausbeet torffreies, lehmhaltiges Topfsubstrat verwenden.
- Anbauort
Im beheizten Gewächshaus im Gefäß oder Gewächshausbeet kultivieren.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Für die Hausanzucht Samen einen Tag in raumwarmem Wasser vorquellen, auf feuchte Anzuchterde säen und leicht bedecken.
Pflege
- Pflege
In der Wachstumszeit mäßig gießen, im Winter weniger. Auf Spinnmilben unter Glas achten.
- Düngung
Während der Wachstumszeit monatlich ausgewogenen Flüssigdünger geben,.
Bevor du düngst: Stimmen Platz und Wasser?
Botanisch zählt die Mimose (Mimosa pudica) nicht zu den Einjährigen, du kannst sie also überwintern. Sie braucht einen hellen, warmen Platz ohne heiße Sonne, geschützt vor Zugluft und häufigen Erschütterungen. Was Sommerblumen allgemein an Licht und Boden brauchen, steht im Sommerblumen-Überblick zu Standort und Boden.
Gegossen wird die Mimose in der Wachstumszeit mäßig und im Winter weniger. Staunässe und stehendes Wasser im Untersetzer vermeidest du. Menge, Rhythmus und Wasserqualität beim Gießen sowie die Luftfeuchte über das Jahr behandelt ein eigener Ratgeber dazu, wie du die Mimose gießt und ihre Luftfeuchtigkeit steuerst.
Welche Nährstoffe braucht die Mimose?
Die britische Royal Horticultural Society (RHS) empfiehlt für die Mimose einen ausgewogenen Flüssigdünger. Für Topf- und Kübelpflanzen kommen dafür flüssige VolldüngerEin Volldünger, auch NPK-Dünger genannt, enthält die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem Produkt. Häufig sind zusätzlich Magnesium, Kalzium oder Schwefel beigemischt. infrage, die Haupt- und Spurennährstoffe enthalten. Ein eigenes Mischungsverhältnis musst du für die Mimose nicht ausrechnen. Ein ausgewogener flüssiger Volldünger entspricht dem, was für sie empfohlen wird.
Zu den HauptnährstoffenHauptnährstoffe sind die Nährstoffe, die Pflanzen in größeren Mengen brauchen: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel. Beim Düngen im Garten stehen Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium im Vordergrund. zählen Stickstoff, Phosphor und Kalium. Spurennährstoffe wie Eisen braucht eine Pflanze nur in geringen Mengen, ein Mangel kann sich trotzdem an den Blättern zeigen. Ein Volldünger liefert beide Gruppen in einem Produkt.
Woran erkennst du einen Nährstoffmangel?
Blätter geben dir Hinweise, aber keine sichere Diagnose. Allgemeiner Nährstoffmangel und Stickstoffmangel lassen sich am Aussehen allein kaum auseinanderhalten. Die Tabelle zeigt, worauf ein Bild hindeuten kann und was ich zuerst tue.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Mein erster Schritt |
|---|---|---|
| Helles Laub, gehemmtes Wachstum, zuerst gelbe ältere Blätter | allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel | nachsehen, wann ich zuletzt gedüngt habe |
| Gelbe junge Blätter und Triebspitzen bei grünen Adern | Eisenmangel | Untersetzer leeren, Erde auf Nässe prüfen |
| Aufhellungen an älteren Blättern bei zunächst grünen Adern | Magnesiummangel | die Zusammensetzung auf der Düngerpackung lesen |
| Dunkelgrüne bis rötlich-purpurne Blätter, gehemmtes Wachstum | Phosphormangel, allein aber keine sichere Diagnose | die Pflanze weiter beobachten |
| Braune Ränder an älteren bis mittelalten Blättern | Kaliummangel, aber auch Trocken- oder SalzschädenSalzschäden sind Schäden an Pflanzen durch zu viel Salz im Boden oder Substrat, etwa nach zu hohen Düngergaben oder durch Streusalz. Typisch sind Blätter, die vom Rand her braun werden, und ein gehemmtes Wachstum. | Wurzeln und Erdoberfläche ansehen |
| Braune Blattränder mit braunen Wurzeln und weißem, trockenem Belag auf der Erde | zu viel Salz durch Überdüngung | das Düngen einstellen |
Bei gelben jungen Blättern lohnt der Blick nach unten. Hoher Kalkgehalt oder Staunässe können die Eisenverfügbarkeit einschränken, auch wenn genug Eisen vorhanden ist. Weil Staunässe bei der Mimose ohnehin vermieden werden soll, kann ein voller Untersetzer hier die eigentliche Ursache sein und nicht ein fehlender Dünger.
Gelbe Blätter heißen nicht automatisch, dass Dünger fehlt. Bei Zimmerpflanzen können Vergilbung und Blattfall auch von Lichtmangel, Temperaturschwankungen oder WasserstressWasserstress bedeutet, dass eine Pflanze zu wenig Wasser bekommt. Bei Gehölzen zeigt er sich oft erst einige Monate später durch Blatt- oder Nadelfall, schwaches Wachstum und höhere Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. kommen. Erst wenn Platz und Gießen stimmen, liegt der Verdacht auf Nährstoffmangel nahe.
Wann und wie oft düngst du die Mimose?
Die RHS empfiehlt, die Mimose in der Wachstumszeit einmal im Monat zu düngen. Wachstumszeit heißt: Die Pflanze treibt aus, bildet neue Blätter und blüht. Was außerhalb dieser Phase gilt, hängt davon ab, wie du sie überwinterst. Ich lege mir für die Monatsgabe einen festen Tag im Kalender fest und prüfe davor die Erde.
| Phase | Was bei der Mimose passiert | Düngung |
|---|---|---|
| Kühles Winterquartier, nach Herstellerangabe 5 bis 15 °C bis März | wirft das Laub ab und ruht | kaum zusätzlicher Nährstoffbedarf |
| Warmes Zimmer im Winter | bekommt weniger Licht | weniger Nährstoffe, größere Abstände zwischen den Gaben |
| Frühjahr nach dem Winterquartier | steht zunächst halbschattig, windgeschützt und warm | erste Gabe, sobald sie sichtbar neu austreibt |
| Nach dem Umtopfen in vorgedüngte Erde | wurzelt in frischer Erde ein | im Regelfall etwa 4 bis 6 Wochen kein Zusatzdünger |
| Wachstumszeit mit Blüte von Mai bis September | treibt aus und blüht laufend neu | einmal im Monat ausgewogener Flüssigdünger |
Den Sommer kann die Mimose an einem geschützten Platz im Freien verbringen. Leere dann nach Regen den Untersetzer, damit kein Wasser an den Wurzeln steht. Die übrige Pflege im Jahreslauf beschreibt der Ratgeber dazu, wie du die Mimose durch die Jahreszeiten pflegst.
Im Winter: Die Art der Überwinterung entscheidet
Kühl überwintert wirft die Mimose ihr Laub ab. Für diese Phase gibt ein Hersteller in seiner Kulturanleitung 5 bis 15 °C bis März an. Ruht eine Kübelpflanze tatsächlich, wächst sie kaum und braucht deshalb kaum zusätzliche Nährstoffe. Ohne Laub und ohne Zuwachs kann die Mimose im kühlen Quartier mit Dünger also wenig anfangen. Ich lasse ihn in dieser Zeit weg und gieße nur so viel, dass die Erde nicht austrocknet.
Ist das Laub gefallen, kannst du die kühl überwinterte Mimose auf 15 bis 20 cm einkürzen. Wie du dabei schneidest, erklärt der Ratgeber zum Rückschnitt und Formschnitt der Mimose.
Bleibt deine Mimose warm im Zimmer, bekommt sie im Winter weniger Licht. Zimmerpflanzen brauchen dann weniger Nährstoffe, und die Düngergaben rücken weiter auseinander.
Im Frühjahr: erst eingewöhnen, dann düngen
Aus dem Winterquartier kommt die Mimose zunächst an einen halbschattigen, windgeschützten und warmen Platz. Mit der ersten Monatsgabe warte ich, bis sie sichtbar neu austreibt. Topfst du sie im Frühjahr in frische, vorgedüngte Erde um, rechnest du deren Grunddüngung an. Steht eine Kübelpflanze frisch in ausreichend vorgedüngter Blumenerde, kommt sie zunächst 4 bis 6 Wochen ohne Zusatzdünger aus.
Einmal im Monat in der Wachstumszeit: So oft empfiehlt die RHS, die Mimose zu düngen. Etwa 4 bis 6 Wochen hält die Grunddüngung vorgedüngter Erde bei Kübelpflanzen im Regelfall vor. Für die kühle Überwinterung nennt ein Hersteller 5 bis 15 °C bis März.
Welcher Dünger passt zur Mimose?
Neben dem flüssigen Volldünger kommen für Topf- und Kübelpflanzen auch Langzeitdünger infrage. Welche Form besser passt, hängt davon ab, wie stark der Bedarf deiner Pflanze über das Jahr wechselt.
Flüssigdünger misst du bei jeder Gabe neu ab und gibst ihn als Lösung auf feuchte Erde. So entscheidest du jedes Mal neu: Kränkelt die Pflanze oder geht sie in die Winterruhe, lässt du die nächste Gabe einfach aus. Langzeitdünger mischst du dagegen unter das Pflanzsubstrat. Bei umhüllten mineralischen Depotdüngern bremst die Hülle die Abgabe der Nährstoffe, sodass du seltener an die Düngung denken musst.
Kranke Topfpflanzen sollen allerdings erst nach ihrer Erholung wieder Dünger bekommen. Steckt der Vorrat schon im Substrat, kannst du diese Pause kaum einhalten. Für meine Mimose, deren Bedarf zwischen Blütezeit und kahlem Winterquartier stark wechselt, nehme ich deshalb Flüssigdünger.
Wie viel und wie düngst du richtig?
Die Menge richtet sich nach der Dosierungsanweisung des Produkts, das du verwendest. Steht die Mimose in vorgedüngter Erde, rechnest du diese Grunddüngung bei jeder zusätzlichen Gabe mit ein. Die Düngerlösung kommt nur auf bereits feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Achte darauf, dass die Abzugslöcher offen sind und überschüssiges Wasser frei ablaufen kann.
Bei torffreier Erde täuscht die Oberfläche leicht. Sie kann schon trocken sein, während es weiter unten noch nass ist. Prüfe deshalb mit dem Finger im unteren Topfbereich, bevor du vor dem Düngen zusätzlich gießt. Sonst landet Wasser auf nasser Erde, und gerade Staunässe soll bei der Mimose vermieden werden.
Ich dünge meine Mimose nur, wenn die Erde ohnehin feucht ist, und verschiebe die Monatsgabe sonst bis nach dem nächsten Gießen. Vorher stecke ich einen Finger tief in den Topf und schaue in den Untersetzer. Den Dünger messe ich jedes Mal nach der Packungsanweisung ab und notiere das Datum auf einem Zettel am Fensterbrett.
Eine kränkelnde Mimose mit Dünger aufpäppeln wollen. Kranke Topfpflanzen bekommen erst nach ihrer Erholung wieder Dünger. Bis dahin geht es darum, die Ursache zu finden: Platz, Wasser und Wurzeln.
Vor jeder Düngergabe gehe ich vier Fragen durch.
- Wächst die Mimose gerade, oder ruht sie im Winterquartier?
- Liegt das Umtopfen in vorgedüngte Erde schon etwa 4 bis 6 Wochen zurück?
- Ist die Erde auch unten im Topf feucht und der Untersetzer leer?
- Habe ich die Menge nach der Packungsanweisung abgemessen?
Blattdüngung: Lohnt sie sich bei der Mimose?
Blattdünger werden gern als schnelle Hilfe bei Mangelerscheinungen empfohlen. Bei der Mimose spricht einiges dafür, beim Weg über die Erde zu bleiben. Die Düngerlösung kommt bei Topfpflanzen auf feuchte Erde und erreicht die Pflanze über die Wurzeln.
Dazu kommt die Diagnose. Am Blatt allein lässt sich selten sicher sagen, was fehlt, und hinter gelben Blättern können auch Licht, Temperatur oder Wasser stecken. Wer auf Verdacht Blattdünger sprüht, kann die eigentliche Ursache also verfehlen.
Die Mimose selbst reagiert auf Berührung, indem sie ihre Fiederblättchen zusammenklappt. Sie soll ohnehin vor häufigen Erschütterungen geschützt stehen. Ich lasse das Laub beim Düngen deshalb in Ruhe und gebe den Dünger nur über die Erde.
Was tun bei Über- oder Unterdüngung?
Überdüngung erkennen und beheben
Braune Blattränder zusammen mit braunen Wurzeln und einem weißen, trockenen Belag auf der Erde können auf zu viel Salz durch Überdüngung hinweisen. Dann stellst du das Düngen ein. Die Salze wäschst du mit langsam fließendem Wasser aus, das unten frei ablaufen muss. Bei deutlichen Salzschäden kannst du die Erde im Topf austauschen.
Braune Ränder allein sind allerdings mehrdeutig. An älteren bis mittelalten Blättern können sie auf Kaliummangel hinweisen, sie ähneln aber Trocken- und Salzschäden. Wer bei braunen Rändern sofort nachdüngt, kann einen Salzschaden also verstärken. Ich nehme die Mimose deshalb vorsichtig aus dem Topf und sehe mir die Wurzeln an, bevor ich etwas gebe.
Unterdüngung erkennen und ausgleichen
Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zuerst gelbe ältere Blätter können auf allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel hinweisen. Prüfe dann, wann du zuletzt gedüngt hast und ob die Grunddüngung der Erde längst verbraucht sein kann. Liegt die Ursache dort, nimmst du die Monatsgabe in der Wachstumszeit wieder auf, abgemessen nach der Packung.
Bei unklaren Blattflecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären. Unter Glas achtest du bei der Mimose außerdem auf Spinnmilben. Andere Ursachen für Kümmerwuchs findest du im Ratgeber dazu, wie du Pflegefehler bei der Mimose erkennst und vermeidest.
Wie düngst du die Mimose in jeder Lebensphase?
Sämlinge in der Anzuchterde
Mimosen säst du von Januar bis April auf feuchte AnzuchterdeAnzuchterde ist eine nährstoffarme, feinkrümelige Erde für die Aussaat und das Vorziehen junger Pflanzen. Die geringe Nährstoffmenge regt die zarten Wurzeln zum Wachsen an.. Die Keimtemperatur liegt bei 20 bis 25 °C. Dann keimen die Samen gewöhnlich innerhalb von 1 Woche. Gute Aussaaterde ist nährstoffarm und sollte einen Salzgehalt unter 0,5 g je Liter haben. Umgetopft werden die Sämlinge erst etwa 6 Wochen nach der Keimung, weil ihre Wurzeln so fein sind. Bis dahin stehen die feinen Wurzeln also in einer Erde, die bewusst salzarm gehalten wird. Ich gebe in dieser Zeit keinen Dünger dazu, weil Dünger den Salzgehalt der Erde anhebt.
Wann welche Sommerblume gesät wird, zeigt der Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Jungpflanzen nach dem ersten Umtopfen
Beim ersten Umtopfen kannst du 3 bis 4 Jungpflanzen zusammen in einen Topf setzen. PikiererdePikiererde ist ein humoses, nur schwach gedüngtes Substrat, in das du Sämlinge beim Pikieren einzeln umsetzt. Sie kommt nach der Aussaat zum Einsatz, wenn die Jungpflanzen aus der Aussaatschale in eigene Töpfe wandern. für Sämlinge enthält etwas Dünger, die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt. Solange dieser Vorrat reicht, bekommt die junge Mimose keinen Zusatzdünger. Danach steigt sie in die Monatsgabe der Wachstumszeit ein, abgemessen nach der Packung und auf feuchte Erde. Ich schreibe das Datum des Umtopfens auf das Stecketikett, damit ich den Beginn der Monatsgabe nicht verpasse.
Die überwinterte Mimose im zweiten Jahr
Als kurzlebige Staude startet die überwinterte Mimose im Frühjahr neu. Für sie gelten dann dieselben Schritte wie bei einer jungen Pflanze. Du gewöhnst sie ein, wartest den Neuaustrieb ab und rechnest eine vorhandene Grunddüngung an. In der Wachstumszeit bekommt sie danach ihre Monatsgabe.
Nachhaltig düngen: Erde, Hausmittel und Vorrat
Torffreie Erde und ihr Stickstoff
Für die Mimose wird ein torffreies, lehmhaltiges Topfsubstrat empfohlen. Beim Kauf achtest du auf eine torffreie Qualitätserde mit mindestens drei transparent deklarierten Torfersatzstoffen. Torfersatzstoffe können allerdings dazu führen, dass selbst in vorgedüngter torffreier Erde zu wenig Stickstoff für die Pflanze verfügbar ist. Auf die etwa 4 bis 6 Wochen, die eine Grunddüngung im Regelfall vorhält, verlasse ich mich bei torffreier Erde deshalb nicht. Nach dem Umtopfen schaue ich genauer auf die Blattfarbe und darauf, ob die Mimose zügig weiterwächst.
Hausmittel und organische Dünger
Kaffeesatz, Bananenschalen, Eierschalen, KompostteeKomposttee ist ein flüssiger Auszug aus Kompost: Ein Stoffbeutel mit Kompost hängt 3 bis 24 Stunden im Gießwasser. Der Tee enthält gelöste Nährstoffe und Mikroorganismen und wird zum Düngen und Stärken gegossen oder gesprüht. und BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. gelten vielen als Dünger zum Nulltarif. Nachgesagt wird ihnen, dass sie Nährstoffe aus Küchen- und Gartenresten zurück an die Pflanze bringen. Organische Dünger geben ihre Nährstoffe allerdings je nach Witterung frei. Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe kommt wenig an. Feuchtwarmes Wetter kann dagegen starke Nährstoffschübe auslösen, die mit dem Wasser ausgewaschen werden können. Eine Dosierungsanweisung wie bei einem gekauften Dünger gibt es für Küchenreste nicht. Für meine Mimose im Topf bleibe ich deshalb beim ausgewogenen Flüssigdünger und bringe Küchenreste auf den Kompost. Wo Kinder mitgärtnern, gehört der Dünger kindersicher unter Verschluss.





