Tagetes pflegen und düngen: Gießen, Mulchen und Ausputzen für lange Blüte
- Studentenblumen bodennah gießen und das Laub dabei trocken halten.
- Gießen nach Bodenfeuchte, Temperatur und Regen, nicht nach festem Rhythmus.
- Roher Rindenmulch passt nicht ins Tagetes-Beet, angewelkter Grasschnitt in dünnen Schichten schon.
- Verblühtes vor der Samenbildung entfernen, um die Blütezeit zu verlängern.
- Beim Düngen Maß halten: Zu viel Stickstoff kann die Blütenbildung vermindern.
Studentenblumen können von Mai bis Oktober blühen. Wie lange deine Pflanzen Knospen nachschieben, beeinflusst du mit wenigen Handgriffen: bodennah gießen, passend mulchen und Verblühtes abnehmen, bevor sich Samen bilden. Ich gehe meine Tagetes dafür beim morgendlichen Gießen durch, knipse Verblühtes ab und schaue unter die Blätter. Beim Tagetes düngen halte ich mich dagegen zurück, denn zu viel Stickstoff kann die Blütenbildung vermindern.
Studentenblumen kurz eingeordnet
Studentenblumen sind einjährige KorbblütlerKorbblütler sind eine Pflanzenfamilie, zu der im Gemüsegarten unter anderem Kopfsalat, Endivie, Chicorée und Schwarzwurzel gehören. In der Fruchtfolge zählen sie zu den besonders gefährdeten Familien und sollten nicht zu häufig auf derselben Fläche stehen. und nicht winterhart. Alles, was du an Pflege investierst, gilt also dieser einen Saison. Was Sommerblumen allgemein auszeichnet, von der Lebensdauer bis zur Herkunft, fasst das Kurzporträt im Sommerblumen-Ratgeber zusammen.
Bei den Arten wächst Tagetes patula kompakter als Tagetes erecta, während sich die zierliche Tagetes tenuifolia für Beeteinfassungen eignet. Welche Art wohin passt und wie du sie als Zier- und Schnittblume nutzt, zeigt der Ratgeber, wie du Studentenblumen anbaust und vermehrst.
Vor jeder Pflege steht der Platz: Studentenblumen wollen volle Sonne und einen mäßig nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Wie du den passenden Standort für Studentenblumen findest und vorbereitest, erklärt ein eigener Ratgeber.
Wie gießt du Studentenblumen richtig?
Studentenblumen gießt du bodennah, ohne das Laub zu benetzen. So senkst du das Risiko für Pilzprobleme und bringst das Wasser direkt an die Wurzeln, wo weniger davon verdunstet. Ich gieße mit der Kanne ohne Brause und setze den Strahl am Fuß der Pflanze an.
Gieß vorzugsweise morgens. Dann geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren, und Pflanzen und Boden trocknen über den Tag wieder ab.
Einen allgemein gültigen Gießrhythmus gibt es nicht. Wie oft du gießt, hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlägen ab. Prüf deshalb vor dem Gießen die Bodenfeuchte, statt nach Kalender zu gießen.
Bei Hitze und Trockenheit gießt du das Beet durchdringend und verteilst die Menge auf mehrere Gießgänge. Gesammeltes Regenwasser eignet sich dafür gut, weil es weich und salzarm ist.
Ein Gartenbeet braucht bei Hitze und Trockenheit durchdringend etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge. Gemeint ist die Gabe in Hitzephasen, keine feste Tagesration.
Hängende Blätter sind kein sicheres Zeichen für Durst. Welke kann auf TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. hindeuten, aber auch auf beginnende Wurzelfäule durch Nässe. Wer dann nachgießt, ohne die Erde zu prüfen, macht einen nassen Wurzelballen noch nasser.
Im Topf und Balkonkasten
Im Gefäß gießt du so, dass das Substrat bis zum Topfboden durchfeuchtet ist. Überschüssiges Wasser muss durch die Abzugslöcher ablaufen, und Wasser im Untersetzer leerst du aus, damit keine Staunässe entsteht. Wie oft ein Topf Wasser braucht, hängt von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab.
Torffreie Erde kann an der Oberfläche schon trocken sein, während sie weiter unten noch nass ist. Prüf die Feuchte deshalb mit dem Finger im unteren Bereich des Gefäßes. Kästen mit Wasserspeicher helfen erst, wenn die Pflanzen eingewurzelt sind, etwa 2 bis 3 Wochen nach der Pflanzung. Bis dahin gießt du ganz normal.
Ich hebe meine Balkonkästen direkt nach dem Gießen kurz an und merke mir das Gewicht. Vor dem nächsten Gießen hebe ich wieder an und vergleiche.
Gefäß, Substrat und Pflege im Topf vertieft der Ratgeber, wie du Studentenblumen im Kübel kultivierst.
Unkraut jäten und den Boden locker halten
Zwischen jungen Studentenblumen jäte ich von Hand, solange das Unkraut noch klein ist. So ziehe ich es mit der Wurzel heraus, ohne an den Tagetes zu zerren.
Den Boden lockerst du mit einem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Das Beet selbst betrittst du möglichst nicht, damit seine Poren und seine Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben. Muss ich doch zwischen die Pflanzen, stelle ich mich auf ein Brett. Ein festgetretenes Beet hält also weniger von dem Wasser, das du im Hochsommer durchdringend gibst.
Eine dünne Mulchdecke schützt offenen Boden vor Verkrustung und Verdunstung. Ich mulche deshalb, sobald das Beet sauber gejätet ist.
Mulchen: Welches Material passt zu Studentenblumen?
Mulch vermindert die Verdunstung aus dem Boden und bremst seine Aufheizung. Organisches Mulchen baut zudem Humus auf, der die Wasseraufnahme und Wasserspeicherung des Bodens verbessert.
Stickstoffarme Stoffe wie Stroh, Holz und Rinde können bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden. Ich nehme stattdessen gesunden, unkrautsamenfreien Grasschnitt. Den lasse ich anwelken und bringe ihn wiederholt in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt.
Roher, nicht kompostierter Rindenmulch im Tagetes-Beet. Für Beete mit Einjahresblumen ist er ungeeignet, zumal Rinde beim Zersetzen Stickstoff im Boden binden kann.
Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du Mulch nur dünn aus. Für Studentenblumen gilt das besonders, denn die Pflanzen können Schnecken anlocken. In nassen Wochen halte ich die Mulchschicht deshalb flach und schaue darunter nach Schnecken, die ich absammle.
Ausputzen: Verblühtes vor der Samenbildung entfernen
Verblühte Köpfe nimmst du ab, bevor sich Samen bilden. So kannst du bei Studentenblumen die Blütezeit verlängern. Ich knipse weiche Blütenstiele mit den Fingern ab und nehme für feste Stiele die Schere.
Bei der Hohen Studentenblume achtest du außerdem auf BotrytisGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten., den Grauschimmel. Er bildet bei hoher Luftfeuchte einen grauen Belag auf faulenden Pflanzenteilen, die du zur Eindämmung entfernst. Das AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. kann also die Blüte verlängern und lässt zugleich weniger faulende Köpfe stehen, an denen Grauschimmel ansetzen kann.
Nach Arbeiten an kranken Pflanzen reinigst du Schere und Handschuhe, bevor du an gesunde Pflanzen gehst. Möchtest du eigene Samen ernten, lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen.
Mein Rundgang durchs Tagetes-Beet
- Bodenfeuchte prüfen, bevor ich gieße
- bodennah gießen, das Laub bleibt trocken
- Verblühtes vor der Samenbildung abknipsen
- geknickte Stiele und faulende Teile entfernen
- unter Blättern und Mulch nach Schnecken schauen
Rückschnitt: Wann greifst du zur Schere?
Bei Studentenblumen schneide ich gezielt statt pauschal. Vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele nehme ich ab, weil sie an Balkonpflanzen zu Befallsstellen für Grauschimmel werden können. Erkrankte Pflanzenteile zu entfernen, gehört bei Sommerschnittblumen ohnehin zu den mechanischen Pflegemaßnahmen.
Anders sieht es beim Einkürzen gesunder Triebe aus. EntspitzenEntspitzen heißt, die weiche Triebspitze einer Pflanze mit den Fingern abzuzwicken oder mit der Schere zu kürzen. Die Pflanze treibt darunter meist mehrfach aus, verzweigt sich und wächst buschiger. ist eine artspezifische Maßnahme. Bei vielen blühenden Kübelpflanzen fördert es die Verzweigung, verzögert aber zunächst die Blüte. Bevor ich eine Studentenblume mitten in der Blüte einkürze, wäge ich deshalb ab, ob mir spätere Verzweigung wichtiger ist als die Blüten, die gerade kommen.
Schneidest du Blüten für die Vase, nimmst du sie bei Tagetes erecta vollständig geöffnet. Die Blätter, die in der Vase unter Wasser stehen würden, entfernst du.
Wie ändert sich die Pflege im Lauf der Saison?
Von Mai bis Oktober verschieben sich die Aufgaben im Tagetes-Beet. Ich passe meine Handgriffe an die jeweilige Phase an und schaue nach jedem Regen zuerst nach faulenden Köpfen.
| Phase | Worauf du achtest |
|---|---|
| Nach dem Auspflanzen | Unkraut jäten, solange es klein ist; auf Schnecken kontrollieren; Kästen mit Wasserspeicher normal gießen, bis die Pflanzen eingewurzelt sind; vor Mitte Mai bepflanzte Kästen bei drohendem Spätfrost schützen |
| Hochsommer und Hitze | durchdringend gießen, auf mehrere Gießgänge verteilt; Mulch gegen Verdunstung; Verblühtes laufend abknipsen |
| Nach Regenphasen | faulende Köpfe und geknickte Stiele entfernen; Untersetzer leeren; Mulch flach halten |
| Spätsommer bis Oktober | weiter ausputzen; einzelne Blüten für Samen ausreifen lassen |
Nach dem Auspflanzen geht es vor allem um sauberen Boden und um Schnecken. Im Hochsommer rücken Wasser und Ausputzen nach vorn, nach Regen die Hygiene am Beet.
Tagetes düngen: Wie viel brauchen Studentenblumen?
Beim Tagetes düngen gilt Zurückhaltung: Allenfalls zur Pflanzung bekommen Studentenblumen einen Universaldünger, denn überschüssiger Stickstoff kann die Blütenbildung vermindern. Im Beet richtest du jede weitere Gabe nach einer Bodenuntersuchung aus, im Topf nach der VordüngungVordüngung nennt man den Dünger, der fertiger Blumen- und Pflanzerde schon ab Werk beigemischt ist. Er versorgt frisch eingetopfte Pflanzen in den ersten Wochen, danach musst du selbst nachdüngen. der Erde und der Dosieranweisung auf der Packung. Welcher Dünger wann passt, erklärt der Ratgeber, womit und wann du Studentenblumen düngst; die Grundsätze für alle Sommerblumen stehen im Sommerblumen-Ratgeber unter Gießen und Düngen.
Aussaat, Schädlinge, Samen und Winter in Kürze
Aussaat
Studentenblumen säst du von Februar bis Mai, ins Freiland kommen vorgezogene Pflanzen erst nach dem AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten. bei frostfreier Witterung. Wie du Studentenblumen zum richtigen Zeitpunkt aussäst, zeigt der Aussaat-Ratgeber. Die Termine aller Sommerblumen hast du mit dem Aussaatkalender zum Ausdrucken im Blick.
Schädlinge und Krankheiten
Studentenblumen können Schnecken anlocken. Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken, die du dann absammelst. Schwachen Blattlausbefall an Zierpflanzen spritzt du häufig schon mit einem Wasserstrahl ab; Vorbeugung und Befall behandelt der Anbau-Ratgeber für Studentenblumen ausführlich.
Natürliche Helfer im Garten
Im flächigen Anbau wirkt vor allem Tagetes patula gegen Pratylenchus-Nematoden, und die Pflanzen sollen dafür mindestens 3 Monate wachsen. Eine einzelne Studentenblume zwischen den Gemüsereihen ist kein solcher Bekämpfungsanbau; wie du Tagetes als Bodenkur und Partner im Gemüsegarten einsetzt, erklärt ein eigener Ratgeber.
Für Bienen eignen sich ungefüllte und halbgefüllte Blüten als Pollen- und Nektarquellen, stark gefüllte meidest du besser. Wie Studentenblumen Bienen und Nützlinge fördern, zeigt ein weiterer Ratgeber.
Samen und Winter
Studentenblumen werden einjährig kultiviert und sind nicht winterhart, ihre Saison endet im Herbst. Nachwuchs fürs nächste Jahr sicherst du dir über Samen: Die Samenstände reifen an der Pflanze braun und trocken aus und trocknen danach an der Luft nach. Wie du sie erntest und lagerst, beschreibt der Anbau-Ratgeber; Topf und Überwintern bei Sommerblumen allgemein behandelt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Topf, Überwintern und StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze..





