Ziermais im Garten: Begleitpflanzen für Farbe, Struktur und Mischkultur
- Ziermais wird vom Wind bestäubt: Plane ihn als Block, in versetzten Reihen oder im Kreis, nicht als einzelnen Stängel im Blumenbeet.
- Lichthungrige Begleiter setzt du nicht auf die Nordseite des Maisblocks.
- Mais liefert Bienen Pollen, aber keinen Nektar; Zinnien, Kornblumen und ungefüllte Tagetes ergänzen das Angebot.
- Bohnen und Kürbisse sind klassische Mischkulturpartner des Mais, Zierkürbisse sind aber nicht essbar.
- Unterpflanzungen im Block konkurrieren bei Trockenheit um Wasser, gerade während Blüte und Kornfüllung.

Ziermais wirkt im Beet erst mit passenden Partnern richtig. Setzt du ihn aber wie eine Staude einzeln zwischen Blumen, kann die Befruchtung der Kolben leiden, denn Mais wird vom Wind bestäubt. Ich plane deshalb zuerst den Maisblock und suche danach Begleiter aus, die mit Licht, Wasser und Nährstoffen am Mais zurechtkommen.
Für die Partnerwahl zählen drei Fragen: Passt die Farbe zum Korn, passt die Höhe vor den Block, und verträgt die Pflanze die Bedingungen, die der Mais schafft? Danach folgen Mischkultur und Themenbeete.
Was Ziermais von seinen Begleitern verlangt
Gute Begleiter teilen die Ansprüche des Mais oder kommen mit dem zurecht, was er dem Beet abverlangt. Die folgende Übersicht nutze ich als Filter, bevor ich eine Pflanze an den Block setze.
| Anspruch | Ziermais | Was das für Begleiter heißt |
|---|---|---|
| Licht | volle Sonne, warmer Standort | lichthungrige Partner nicht nördlich des Blocks |
| Boden | nährstoffreich, gut durchlässig | Pflanzen für magere Böden passen nicht in den Block |
| Wasser | viel, kritisch in Blüte und Kornfüllung | Unterpflanzung konkurriert bei Trockenheit |
| Nährstoffe | Starkzehrer, Nachdüngung im Juni | düngeempfindliche Partner an den Rand |
| BestäubungBestäubung nennt man die Übertragung von Pollen, dem Blütenstaub aus den Staubblättern, auf die Narbe einer Blüte. In unseren Breiten übernehmen vor allem Wind und Insekten diesen Transport. | Wind, deshalb im Block | keine Einzelstellung des Mais |
| Lebensdauer | einjährig, Anbaupause von 3 Jahren | die Maisfläche wandert, Stauden bleiben |
Den passenden Platz für den Mais selbst beschreibt der Ratgeber, welcher Standort mit Sonne, Wärme und Windschutz zu Ziermais passt. Wie du Licht, Platz und pH-Wert für die Sommerblumen ringsum einschätzt, steht in den Grundlagen zu Standort und Boden von Sommerblumen. Gießen, Düngen, Hacken und Stützen des Mais findest du im Ratgeber, wie du Ziermais gießt, düngst und stützt.
Den Maisblock planen: Form, Abstände, Licht
Mais wird vom Wind bestäubt, und ‘Glass Gem’ säst du für eine gute Befruchtung in einem Block. Für die Gestaltung heißt das: Einzelne Stängel als Akzent im Blumenbeet passen schlecht zum Mais, eine geschlossene Fläche passt gut. Neben dem kompakten Block funktionieren auch mehrere versetzte Reihen oder ein Kreis.
Plane für den Maisblock mindestens 4 m² ein. Mit den allgemeinen Mais-Abständen aus der Tabelle stehen darauf etwa 6 Pflanzen je Quadratmeter.
| Pflanzung | In der Reihe | Zwischen den Reihen | Anordnung |
|---|---|---|---|
| Mais allgemein | 25 bis 30 cm | etwa 50 cm | Block, etwa 6 Pflanzen je m² |
| Ziermais ‘Glass Gem’ | etwa 30 cm | 50 cm | Block für eine gute Befruchtung |
| Ziermais ‘Stars’n Stripes’ | Raster etwa 30 × 40 cm | im Raster enthalten | Block, auch als Wind- und Sichtschutz beschrieben |
Blumen setze ich außen um den Block. Zwischen den Maisreihen säe ich höchstens kurzlebige ZwischenkulturenEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht., dazu mehr bei der Mischkultur.
Beim Licht gilt eine klare Regel: Lichtbedürftige Nachbarn gehören nicht auf die Nordseite des Mais. Dorthin passen Arten, die auch Halbschatten vertragen, also einen Platz mit Sonne nur zu einem Teil des Tages. Die Kosmeen-Mischung ‘Gazebo’ und die Liebeshainblume eignen sich für sonnige bis halbschattige Plätze. Den Elfenspiegel, der ebenfalls Halbschatten verträgt, setze ich trotzdem nicht an den Mais. Er reagiert empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen und sollte nicht mit Starkzehrern kombiniert werden.
Farbe: Begleiter passend zum Korn
Ich lege die Farbidee nach dem Korn der Sorte fest, weil die Kolben im Spätsommer und Herbst reifen. ‘Glass Gem’ bildet bunt schimmernde Körner, die Kolben von ‘Stars’n Stripes’ tragen dunkelrotes Korn. Für die Begleiter gibt es zwei Wege. Bei Ton in Ton kombinierst du hellere und dunklere Nuancen derselben Farbe. Für Kontrast nimmst du Komplementärfarben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen, etwa Orange und Blau oder Gelb und Violett.
| Farbidee | Begleiter und ihre Farbe |
|---|---|
| Ton in Ton zu dunkelrotem Korn wie bei ‘Stars’n Stripes’ | Roter Garten-Fuchsschwanz mit roten, überhängenden Rispen; Raublattaster ‘Rudelsburg’ in hellem Magentarot; Fuchsschwanz ‘Coral Fountain’ in Korallrosa |
| Ruhige Begleiter zu buntem Korn wie bei ‘Glass Gem’ | Kornblume ‘Blauer Junge’ in Blau; Raublattaster ‘Herbstschnee’ in Reinweiß; Fuchsschwanz ‘Emerald Tassels’ in Limettengrün |
| Kontrast Orange und Blau vor dem Block | Sonnenblume ‘Sonja’ mit kleinen orangefarbenen Blüten oder orangefarbene Schwefelkosmee, dazu blaue Kornblumen |
| Kontrast Gelb und Violett vor dem Block | Schmuckkörbchen ‘Xanthos’ in zartem Gelb mit Kornblume ‘Black Ball’ in Dunkelviolett-Schwarz |
Zu buntem Korn wähle ich einfarbige Begleiter, damit das Beet ruhig bleibt. Die Kontrastpaare setze ich in die vorderen Reihen vor den Block, wo du sie aus der Nähe siehst.
Struktur: Höhen staffeln, Boden bedecken
Höhen vor dem Block
Im Staudenbeet stehen hohe Leitpflanzen eher im Hintergrund, kleinere Begleiter ergänzen sie davor. Mit Ziermais baust du genauso: Der Block bildet den Hintergrund, davor folgen Übergang, Mitte und vordere Kante.
| Etage | Begleiter | Höhe |
|---|---|---|
| Hintergrund | Ziermais ‘Glass Gem’ | etwa 150 bis 200 cm |
| Hintergrund | Ziermais ‘Stars’n Stripes’ | 150 bis 180 cm |
| Übergang | Schmuckkörbchen ‘Sensation Mischung’ | etwa 100 bis 150 cm |
| Übergang | Patagonisches Eisenkraut ‘Argentinische Verbene’ | etwa 100 bis 150 cm |
| Übergang | Sonnenblume ‘Sonja’ | etwa 90 bis 120 cm |
| Mitte | Zinnie ‘Sonnenstrahl’ | etwa 60 bis 80 cm |
| Mitte | Sommeraster ‘Opus’ | 60 bis 80 cm |
| Mitte | Kornblume ‘Blauer Junge’ | etwa 50 bis 60 cm |
| Vorn | Zinnie ‘Profusion’ | etwa 20 bis 30 cm |
| Vorn | Studentenblume ‘Taishan’ (Tagetes erecta) | etwa 25 bis 30 cm |
| Vorn | Ringelblume ‘Fiesta Gitana Mischung’ | etwa 20 bis 30 cm |
| Vorn | Liebeshainblume | 10 bis 20 cm |
Kosmeen sind trotz ihrer Höhe meist standfest und brauchen nur bei Bedarf eine Stütze. Amarant kann dagegen umknicken, auch der rote Garten-Fuchsschwanz braucht dann Stützen. Das Patagonische Eisenkraut wird gern von Bienen und anderen nützlichen Insekten besucht. Sommerastern pflanzt du nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet, sie wandern also wie der Mais. Zinnien sind wärmeliebend und kommen erst Ende Mai bis Anfang Juni ins Beet.
Unter dem Mais: Bodendecker nur am Rand
Mais braucht sehr viel Wasser, kritisch sind vor allem Blüte und Kornfüllung. Eine UntersaatEine Untersaat ist eine zweite Pflanzenart, die du zusätzlich zwischen oder unter eine Hauptkultur säst. Sie wächst zunächst mit und entwickelt sich nach der Ernte der früher erntereifen Hauptkultur weiter. konkurriert bei Trockenheit genau um dieses Wasser. Fehlt es, setzen die Kolben weniger Samen an, besonders an der Spitze. Eine dichte Unterpflanzung im Block kann dich in trockenen Sommern also Korn kosten.
Ich halte den Boden im Block deshalb offen und hacke dort, solange die Maispflanzen klein sind. Eine Mulchdecke vermindert zusätzlich die Verdunstung aus dem Boden. BodendeckerBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz. bekommen ihren Platz am Rand des Blocks. Die Liebeshainblume kann als Bodendecker zwischen höheren Sommerblumen stehen, geht aber bei heißem und feuchtem Wetter zurück. Eine Ringelblumenmischung bildet rasch bodendeckende Grünmasse und füllt Lücken am Saum.
Lavendel als duftenden Teppich unter den Mais setzen. Lavendel wächst am besten auf einem mageren, trockenen und sandig-steinigen Platz, Mais braucht nährstoffreichen Boden und viel Wasser. Beide Ansprüche lassen sich im selben Beetteil kaum erfüllen.
Wenn der Mais abschirmen soll
Hoher Ziermais schirmt auch ab, ‘Stars’n Stripes’ wird ausdrücklich für Wind- oder Sichtschutz beschrieben. Wie du daraus eine dichte, windfeste Wand machst, zeigt der Ratgeber, wie du mit Ziermais einen dichten Sichtschutz anlegst. Die Begleiter aus der Höhentabelle setzt du dann auf die sonnige Seite der Wand.
Mischkultur: Mais, Bohne und Kürbis im Ziergarten
In seiner Heimat Lateinamerika gehören Bohnen und Kürbisse zu den klassischen Mischkulturpartnern des Mais. Das Trio läuft oft unter dem Namen Milpa, und du kannst es mit Ziermais und Zierkürbissen ins Blumenbeet übertragen. Was sich die Partner gegenseitig bringen, ist schwer belegbar. Ein Effekt ist nur bei guter Bodenverbesserung, richtigem Pflanzenabstand und ausreichender Wasserversorgung zu erwarten. Ich plane die Mischkultur deshalb zuerst als Gestaltung und prüfe Nachbarschaften im Mischkultur-Planer.
Zierkürbis als Bodendecker am Rand
Kleinfrüchtige Zierkürbisse wachsen bodendeckend oder klettern mit einer Rankhilfe. Ihre Ranken werden mehrere Meter lang, und jede Kürbispflanze braucht 1 bis 2 m² Fläche. Für die Zierkürbis-Kronenmischung gilt ein Raster von etwa 100 × 100 cm. Ein zu enger Abstand macht Kürbisse anfälliger für Pilzerkrankungen.
Kürbisse brauchen eine sonnige Lage, und lichtbedürftige Nachbarn stehen nicht nördlich des Mais. Ich lasse die Kürbisranken deshalb von der Südseite des Blocks nach außen laufen. Mais und Kürbis sind beide Starkzehrer, die Düngung richtest du nach einer Bodenuntersuchung aus.
Zierkürbisse enthalten oft hohe Mengen giftiger Bitterstoffe, die Cucurbitacine, und dürfen grundsätzlich nicht gegessen werden. Kochen, Einmachen oder Einfrieren zerstört diese Stoffe nicht. Zum Essen eignen sich nur ausdrücklich als Speisekürbis gekennzeichnete Früchte. Wachsen Zierkürbisse in der Nähe, verwende kein selbst geerntetes Saatgut von Speisekürbissen wie Zucchini.
Bohnen: klassischer Partner mit Platzbedarf
Bohnen sind der klassische Partner des Mais, und Stangenbohnen können auch an hohen Sonnenblumen hochranken. Bei jeder Mischkultur planst du schon bei der Aussaat genug Raum für die endgültige Größe aller Kulturen ein. Junge Klettertriebe lenkst du in den ersten Wochen in die gewünschte Richtung und befestigst sie vorsichtig an ihrer Stütze. Die eintriebige Sonnenblume ‘Hohe Riesen’ wird etwa 300 bis 400 cm hoch. Sie überragt damit jeden der beiden Ziermais-Sorten und gehört deshalb nicht vor den Block.
Zwischen den Reihen und am Saum
Zwischen den Maisreihen kannst du Radieschen, Pflücksalat oder Kresse säen. Solche kurzlebigen Zwischenkulturen erntest du, bevor sie die länger stehende Hauptkultur bedrängen. Kapuzinerkresse bringt Farbe an den Saum, doch kletternde Sorten bilden bis zu 2,5 m lange Triebe. Mit diesen Trieben kann sie andere Pflanzen unterdrücken, deshalb nehme ich am Mais kompakte Sorten. Kapuzinerkresse kann außerdem als Lock- und Zeigerpflanze für schwarze Blattläuse dienen, befallene Pflanzenteile entfernst du.
Nützlinge und Bienen am Saum
Zu den Nützlingen am Mais gehören Marienkäfer und FlorfliegenlarvenFlorfliegenlarven sind die räuberischen Larven der zarten, hellgrünen Florfliege. Mit langen Saugzangen saugen sie Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und andere Kleininsekten aus und gelten deshalb im Garten als wichtige Nützlinge.. Fallen sie aus, kann starker Blattlausbefall folgen. Ungefüllte Ringelblumen und Kosmeen bieten erwachsenen SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. und Schwebfliegen Blütennahrung und können so die Blattlausfeinde unterstützen.
Mais selbst liefert Bienen zwar Pollen, aber keinen Nektar. Ein Saum aus Nektarblühern ergänzt also, was der Block nicht bietet: Zinnien, Kornblumen und ungefüllte Tagetes liefern Nektar. Bedenke dabei, dass Tagetes-Züchtungen Stoffe enthalten können, die Allergien auslösen.
„Tagetes am Mais hält NematodenNematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer im Boden. Verschiedene Gattungen können viele Pflanzenarten schädigen; bestimmte andere Arten werden dagegen gezielt als Nützlinge gegen Schädlingslarven im Boden eingesetzt. fern.” So pauschal stimmt das nicht. Gegen Pratylenchus-Nematoden wirkt Tagetes im flächigen Bekämpfungsanbau, und dort soll sie mindestens 3 Monate wachsen, damit der Boden ausreichend durchwurzelt wird. Ein paar Studentenblumen am Maisrand ersetzen diesen flächigen Anbau nicht. Als Nektarquelle bleibt Tagetes trotzdem ein Partner am Saum, achte nur auf Schnecken, die sie anlocken kann, und sammle sie ab.
Themenbeete mit Ziermais
Herbstbeet: Kolben, Astern und Gräser
Die Kolben von ‘Stars’n Stripes’ erntest du ab September bis Oktober, bei ‘Glass Gem’ reicht die Erntezeit von August bis September. Ein Herbstbeet stellt dem Mais deshalb Partner zur Seite, die bis in den Frost blühen. Raublatt-Astern blühen bis zum ersten Frost und werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht. Mit ihrem Wunsch nach Sonne und frischem bis feuchtem Boden passen sie zum Feuchtebedarf des Mais. Kurze Trockenheit überstehen sie weit besser als Glattblatt-Astern. Die Glattblatt-Aster lasse ich ohnehin weg, weil sie in Deutschland als invasive Art auf der Managementliste steht.
Hohe Fetthennen verdecken verkahlende Stängelbereiche der Raublatt-Astern, und hohe Ziergräser eignen sich als ihre Begleiter. Die Große Fetthenne ‘Indian Chief’ blüht im August und September purpurrosa. Bis zum ersten Frost blühen auch die orangefarbene Schwefelkosmee und die Mexikanische Sonnenblume. Stehen gelassene Samenstände von Chinaschilf können das Beet im Winter schmücken.
Raublatt-Astern sind mehrjährige Stauden, Mais braucht dagegen 3 Jahre Pause auf derselben Fläche. Im Staudenbeet wandert die Maisfläche darum jedes Jahr weiter, während Astern und Gräser stehen bleiben.
Krokusse und Traubenhyazinthen ergänzen die Pflanzung um ein Blütenangebot im zeitigen Frühjahr, bevor der Mais wächst. Ich setze sie an den festen Beetrand und nicht in die wandernde Maisfläche, die ich hacke.
Amerika-Beet: Pflanzen aus der Neuen Welt
Ein Themenbeet lässt sich auch nach Herkunft ordnen. Mais stammt aus Lateinamerika, die Raublatt-Aster aus Nordamerika. Goldmohn kommt aus dem Südwesten der USA und aus Mexiko, die Liebeshainblume aus dem westlichen Nordamerika. Gelb-oranger Goldmohn und die himmelblaue Liebeshainblume mit weißer Mitte ergeben vorn das Komplementärpaar Orange und Blau.
Beim Goldmohn musst du abwägen. Er wächst auf nährstoffarmem, gut durchlässigem Boden ohne zusätzliche Düngung und gehört deshalb an einen mageren Rand, nicht neben den gedüngten Block. Alle Pflanzenteile des Goldmohns gelten als giftig. Die Raublatt-Astern bilden im Herbst den Abschluss, wenn die Kolben reifen.
Dekobeet: Partner für Herbststräuße
Willst du die Kolben später mit anderen Trockenblumen verarbeiten, säst du die Partner gleich ans Maisbeet. Garten-Strohblumen behalten beim Trocknen ihre Farbe, du erntest sie im noch geschlossenen Blütenstadium. Hohe Strohblumenmischungen erreichen etwa 80 cm und passen damit in die mittlere Etage. Beim Geflügelten Strandflieder behalten die farbigen Kelchblätter beim Trocknen ebenfalls ihre Farbe.
Die Jungfer im Grünen liefert Samenkapseln, die du für Trockensträuße vor der Samenreife schneidest. Wer verwelkte Blüten ausputzt, entfernt damit aber auch die Kapseln, und für den Strauß lasse ich sie deshalb stehen.
Die Lampionblume trägt ihre Beere in einem aufgeblasenen orangeroten Kelch, der zu dunkelrotem Korn passt. Sie ist eine winterharte Staude mit AusläufernAusläufer sind Triebe, an denen eine Pflanze wie die Erdbeere aufgereihte Jungpflanzen bildet. Diese bewurzeln sich und lassen sich abtrennen, so vermehrt sich die Pflanze vegetativ, also ohne Samen. und gehört an einen festen Platz außerhalb der Maisfläche. Die grüne Pflanze, besonders die unreifen Beeren, und der Wurzelstock sind giftig.
Wann die Kolben reif sind, hängt von der Sorte ab. ‘Glass Gem’ reift möglichst lange an der Pflanze aus und trocknet danach an einem schattigen, luftigen Ort nach.
Vom Plan ins Beet
Den Block und die Etagen zeichne ich vorher im Beetplaner ein. Danach richtet sich die Reihenfolge der Begleiter. Zierkürbisse säst du ab Mitte Mai frostfrei direkt, Kapuzinerkresse von Mitte Mai bis Ende Juni. Zinnien setzt du erst Ende Mai bis Anfang Juni ins Beet. Die Aussaattermine der übrigen Partner findest du im Aussaatkalender für Sommerblumen.
Ich stecke im Frühjahr zuerst die Blockfläche mit Schnur ab. Die Blumen am Rand säe ich erst, wenn der Mais aufgelaufen ist, damit ich beim Jäten seine Keimlinge sicher von den Blumen unterscheide.
- Blockfläche abgesteckt, mindestens 4 m²
- lichthungrige Partner nicht auf der Nordseite
- Nektarblüher wie Zinnien, Kornblumen oder ungefüllte Tagetes im Saum
- Boden im Block offen oder gemulcht, Bodendecker am Rand
- Zierkürbis mit eigenem Raster, kein Speisekürbis-Saatgut aus seiner Nähe
- Stauden und Zwiebelblumen außerhalb der wandernden Maisfläche

