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Auberginen-Krankheiten und Schädlinge: am Schadbild erkennen und bekämpfen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion

Grundlagen: Häufige Krankheiten im Gemüsegarten: Mehltau, Braunfäule und Kohlhernie erkennen und bekämpfen · Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Ein Symptom ist ein Hinweis, keine Diagnose: Sieh dir Blattunterseiten, Triebspitzen, Stängel und Wurzeln an.
  • Dauerhaft nasses Laub und unzureichender Luftaustausch im Gewächshaus begünstigen Pilzkrankheiten an Auberginen.
  • Grauschimmel zeigt sich als mausgrauer Belag, besonders an Blüten und Stängeln.
  • Einseitig vergilbende ältere Blätter und zunehmende Welke können auf Verticillium hinweisen.
  • Feine Gespinste und helle Häutungsreste auf der Blattunterseite sprechen für Spinnmilben.
  • Kartoffelkäfer und ihre Larven sammelst du regelmäßig von Hand ab.
Dunkelviolette Aubergine hängt glänzend an der Pflanze zwischen graugrünen, behaarten Blättern
Foto: leoleobobeo · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wenn ein Auberginenblatt fleckig wird oder sich kräuselt, drehe ich es als Erstes um. Auf der Unterseite zeigt sich vieles, was von oben verborgen bleibt: feine Gespinste, helle Häutungsreste oder kleine weiße Fliegen, die beim Berühren auffliegen. Je früher du ein Schadbild einordnest, desto mehr kannst du noch tun. Nicht jedes Symptom hat dabei einen Erreger, denn auch Kälte, Staunässe oder Wassermangel lassen Auberginen krank aussehen.

Hier findest du die Krankheiten und Schädlinge, die an Auberginen auftreten können, mit ihren Erkennungszeichen und den Schritten, die du selbst gehen kannst.

Welches Schadbild zeigt deine Aubergine?

Die Tabelle ordnet typische Beobachtungen möglichen Ursachen zu. Jedes Symptom ist nur ein Hinweis. Schau dir deshalb immer mehrere Stellen der Pflanze an, bevor du handelst.

Was du siehst Mögliche Ursache Erster Schritt
Mausgrauer Belag, besonders an Blüten und Stängeln Grauschimmel Befallene Teile entfernen, mehr lüften
Weißer, mehliger Belag auf den Blättern Echter Mehltau Befallene Blätter früh abnehmen
Ältere Blätter vergilben einseitig, die Pflanze welkt zunehmend Verticillium-Welke Bodenfeuchte prüfen, Pflanze genau beobachten
Welke Blätter trotz nasser Erde Faulende Wurzeln durch Staunässe Nicht nachgießen, Wasserabzug prüfen
Plötzliche Welke bei Wärme, Blätter ohne Verfärbung Möglicherweise bakterielle Welke Verdacht von einer Gartenberatung abklären lassen
Kleine, wässrige Flecken, später braun und eingetrocknet Bakterienflecken Nicht mehr über das Laub gießen
Mosaikartige Verfärbungen, verformte Blätter, gestauchter Wuchs Virusinfektion Nach Blattläusen und Thripsen suchen
Gekräuselte junge Blätter und Triebspitzen, klebriger Belag Blattläuse Triebspitzen absuchen, Läuse abstreifen
Fahlgrüne bis gelbe, gesprenkelte Blätter, feine Gespinste unten Spinnmilben Blattunterseite mit der Lupe prüfen
Silbrig schimmernde Saugstellen mit schwarzen Kotpunkten Thripse Auf bronzefarbene Flecken achten
Kleine weiße Insekten fliegen beim Berühren auf Weiße Fliegen Blattunterseiten kontrollieren
Große Fraßlöcher, gelb-schwarz gestreifte Käfer und Larven Kartoffelkäfer Käfer und Larven absammeln
Fraß an jungen Trieben, Schleimspuren Schnecken Tiere absammeln
Gallenartige Verdickungen an den Wurzeln Wurzelgallennematoden Fläche wechseln
Graubraune, feste Stellen auf der Schale Verkorkung nach kühlem Wetter oder Wassermangel Gleichmäßig gießen
Die Pflanze kümmert Fehlende Wärme, schlecht durchlüfteter Boden oder Nährstoffmangel Standort und Boden prüfen
Mini-Checkliste

Darauf schaue ich beim Kontrollgang an meinen Auberginen:

  • Blattunterseiten: Gespinste, helle Häutungsreste, Weiße Fliegen
  • Triebspitzen und junge Blätter: Kräuselungen, Läuse
  • Blüten und Stängel: grauer Belag
  • Blattoberseiten: silbrige Saugstellen mit Kotpunkten, Mosaik, mehliger Belag
  • Ältere Blätter: einseitiges Vergilben
  • Ganze Pflanze: Fraßlöcher, Käfer, Larven, Schleimspuren
  • Erde: Feuchte unter der Oberfläche prüfen, bevor ich gieße
Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Solanum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

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Saattiefe

Die Samen 0.5-1 cm tief säen.

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Pilzkrankheiten an Auberginen erkennen

Dauerhaft nasses Laub und unzureichender Luftaustausch begünstigen Pilzerkrankungen an Auberginen, besonders im Gewächshaus. Ich gieße deshalb früh am Morgen und direkt an den Fuß der Pflanze, damit das Laub trocken bleibt. Im Kleingewächshaus sollte sich mindestens ein Viertel der Fläche zum Lüften öffnen lassen. Ein Minimum-Maximum-Thermometer und ein Hygrometer zeigen dir, wie sich Temperatur und Luftfeuchte entwickeln.

Grauschimmel: mausgrauer Belag an Blüten und Stängeln

Grauschimmel bildet einen mausgrauen Belag, besonders an Blüten und Stängeln. Auch Blätter und Früchte können betroffen sein. Der Pilz befällt bevorzugt Pflanzenteile, die schon beschädigt oder krank sind. Unter dem Belag faulen die Stellen und sterben ab.

Schneide befallene Teile heraus und entsorge sie im Hausmüll, nicht auf dem Kompost. Welke Blüten und verletzte Triebe nimmst du ebenfalls früh ab. Weil Grauschimmel bevorzugt an beschädigten Teilen ansetzt und nasses Laub Pilze begünstigt, setzt du mit trockenem Laub und frühem Ausputzen an zwei Stellen zugleich an.

Achtung

Eine Aubergine mit Schimmelbelag isst du nicht mehr. Bei weichem, wasserreichem Gemüse reicht es nicht, die sichtbare Stelle wegzuschneiden, deshalb kommt die ganze Frucht in den Müll.

Echter Mehltau: weißer, mehliger Belag

Echter Mehltau legt sich als weißer, mehliger Belag auf die Blätter. Anders als viele andere Pilze kommt er auch bei trockenem Wetter vor. Bei starkem Befall verfärben sich die Blätter und sterben ab. Nimm befallene Blätter früh ab, denn das kann die Ausbreitung bremsen.

Mythos-Check

Hilft es, die Blätter gegen Mehltau mit Wasser zu besprühen? Bei Auberginen lasse ich das. Dauerhaft nasses Laub begünstigt andere Pilzkrankheiten, deshalb halte ich die Blätter trocken.

Verticillium-Welke: Vergilben von unten und von einer Seite

Bei der Verticillium-Welke vergilben zuerst die älteren Blätter, und zwar oft nur auf einer Seite der Pflanze. Danach welkt die Aubergine zunehmend. Schneidest du einen welken Trieb quer durch, können die Leitungsbahnen bräunlich verfärbt sein. Der Erreger ist ein Pilz, der im Boden überdauert, und direkt bekämpfen lässt er sich schwer.

Erhärtet sich der Verdacht, ziehst du die Pflanze samt Wurzeln heraus und entsorgst sie im Hausmüll. Auberginen kommen erst nach 4 Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Andere Nachtschattengewächse sind ungünstige Vorfrüchte, gut passen dagegen Gurken, Zucchini, Bohnen und Salate. Damit du den Überblick behältst, kannst du deine Beete über mehrere Jahre im Beetplaner ordnen.

Eine weitere Möglichkeit sind veredelte Pflanzen. Der verwandte Pokastrauch (Solanum torvum) wird als Unterlage genutzt und kann zur Pflanzengesundheit beitragen. Einen sicheren Schutz bietet aber auch das nicht.

Häufiger Fehler

Eine welke Aubergine sofort kräftig gießen. Welke kann auch von faulenden Wurzeln bei zu viel Wasser kommen. Prüf deshalb zuerst mit dem Finger, ob die Erde unter der Oberfläche noch feucht ist.

Wurzelfäule: wenn Staunässe die Wurzeln angreift

Steht eine Aubergine dauerhaft im Nassen, können ihre Wurzeln faulen. Die Pflanze welkt dann trotz feuchter Erde. Nasse, faulig riechende Erde und verfärbte, weiche Wurzeln deuten auf Wurzelfäule hin. Auch Pythium kann an Auberginen Schäden verursachen.

Im Kübel brauchst du freie Abzugslöcher, und der Topf darf nicht im Wasser stehen. Erde mit Wurzelfäule-Erregern verwendest du nicht wieder. Gesunde Topferde vom Vorjahr kannst du dagegen nach dem Entfernen der alten Wurzelballen weiter nutzen. Wie du Gefäß, Erde und Platz insgesamt wählst, steht im Ratgeber, wie du Auberginen im Kübel auf Balkon und Terrasse ziehst.

Bakterien und Viren an Auberginen

Bakterielle Welke und Bakterienflecken

Auch Bakterien können Auberginen schädigen. Bei der bakteriellen Welke welken die Pflanzen plötzlich, oft bei warmem Wetter. Die Blätter hängen schlaff herab, ohne sich zu verfärben, später können sich die Stängel bräunlich färben. Bakterienflecken beginnen als kleine, wässrige Flecken auf den Blättern, die braun werden und eintrocknen. Bei starkem Befall können auch die Früchte leiden.

Gieß nicht über das Laub, verwende gesundes Saatgut und räume Pflanzenreste nach der Ernte ab. Einen Verdacht auf bakterielle Welke lässt du am besten von einer Gartenberatung abklären, bevor du Pflanzen entfernst.

Viren: Mosaik, Bronzeflecken und gestauchter Wuchs

Viruskrankheiten zeigen sich an Auberginen als mosaikartige Verfärbungen der Blätter, als Verformungen oder als gestauchter Wuchs. Das Gurkenmosaikvirus wird hauptsächlich von Blattläusen übertragen. Das Tomatenbronzefleckenvirus übertragen Thripse, typisch sind dann bronzefarbene Flecken auf Blättern und Früchten.

Heilen lässt sich eine virusbefallene Pflanze nicht, auch nicht mit Pflanzenschutzmitteln. Verdichtet sich der Verdacht, entsorgst du sie über den Haus- oder Biomüll statt über den Kompost. Halte außerdem die Umgebung frei von Unkraut, denn viele Unkräuter können Viren als Wirt dienen.

Kräuselungen an jungen Blättern können auch von Blattläusen selbst stammen, und dieselben Läuse übertragen Viren. Bei gekräuselten Triebspitzen suchst du deshalb zuerst nach Läusen: Das klärt die einfachere Ursache und kann zugleich das Virusrisiko senken.

Marias Erfahrung

Kranke Blätter und Triebe sammle ich beim Kontrollgang in einer Papiertüte. Die Tüte kommt danach in den Hausmüll und nie auf den Kompost.

Schädlinge an Auberginen erkennen und bekämpfen

Saugende Schädlinge sitzen an Auberginen meist dort, wo du nicht direkt hinsiehst: an den Triebspitzen und auf den Blattunterseiten. Blattläuse, Weiße Fliegen und Spinnmilben befallen auch die Pepino, die als ungünstiger Nachbar für Auberginen gilt. Ziehst du beide, findest du die Besonderheiten der Pepino im Ratgeber, wie du Birnenmelonen vor Krankheiten und Schädlingen schützt.

Blattläuse: gekräuselte Triebspitzen und Honigtau

Blattläuse saugen besonders an den jüngsten Blättern und Trieben. Diese kräuseln sich, verkrüppeln und wachsen schlechter weiter. Die Läuse scheiden außerdem klebrigen Honigtau aus, auf dem sich Rußtaupilze ansiedeln können.

Kleine Kolonien streifst du mit den Fingern ab. Im Gewächshaus kommen Aphidius-Schlupfwespen als Nützlinge infrage.

Spinnmilben: Sprenkel und feine Gespinste

Spinnmilben sitzen auf der Blattunterseite und sind mit bloßem Auge kaum zu sehen. Ein Befall beginnt häufig mit kleinen, weißlich gelben Sprenkeln auf den Blättern. Später werden die Blätter fahlgrün bis gelb, und unten findest du feine Gespinste, die Milben selbst und helle Häutungsreste. Bei starkem Befall trocknen die Blätter aus und fallen ab. Warme, trockene Luft kommt den Milben entgegen.

Ich nehme für die Blattunterseiten eine Lupe mit, weil die Tiere so klein sind. Stark befallene Blätter entfernst du. Im Gewächshaus kommt die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis als Nützling infrage.

Weiße Fliegen: fliegen beim Berühren auf

Weiße Fliegen sitzen auf den Blattunterseiten und fliegen auf, sobald du die Pflanze berührst. Die Tiere saugen Pflanzensaft und hinterlassen einen klebrigen Belag, auf dem sich Pilze ansiedeln können. Im Gewächshaus kommt Encarsia formosa als Nützling gegen Weiße Fliegen infrage.

Thripse: silbrige Saugstellen mit Kotpunkten

Thripse hinterlassen silbrig schimmernde Saugstellen auf den Blättern. Erst zusammen mit schwarzen Kotpunkten spricht das Bild für Thripse. Weil Thripse das Tomatenbronzefleckenvirus übertragen können, achtest du bei einem Befall auch auf bronzefarbene Flecken.

Kartoffelkäfer: Fraßlöcher bis zum Kahlfraß

Kartoffelkäfer erkennst du an ihren gelb-schwarzen Streifen. Käfer und Larven fressen große Löcher in die Auberginenblätter, bei starkem Befall bleibt von den Blättern kaum etwas übrig. Sammle Käfer und Larven regelmäßig von Hand ab. Ich halte dafür ein Gefäß unter das Blatt und schaue auch auf die Unterseiten.

Schnecken: Fraß und Schleimspuren

Schnecken fressen an Blättern und jungen Trieben. Ihre Schleimspuren zeigen dir den Befall, auch wenn die Tiere selbst nicht zu sehen sind. Ich sammle sie ab, sobald ich Fraß und Schleimspuren entdecke.

Im Boden: Wurzelgallennematoden, Drahtwürmer und Engerlinge

Manche Schäden entstehen unter der Erde. Gallenartige Verdickungen an den Wurzeln können auf Wurzelgallennematoden hinweisen, auch beim weißfrüchtigen Eierbaum. Drahtwürmer, die Larven des Schnellkäfers, fressen an den Wurzeln und können junge Pflanzen absterben lassen. Engerlinge, etwa die Larven des Maikäfers, stören durch Wurzelfraß die Wasser- und Nährstoffversorgung.

Kümmert eine Aubergine ohne sichtbaren Grund oberhalb der Erde, lohnt ein Blick auf die Wurzeln. Tagetes als Zwischenanbau kann bestimmte freilebende Nematoden reduzieren. Gegen andere Bodenschädlinge bleibt eine weite Fruchtfolge nötig, deshalb wechselst du bei Wurzelgallen die Fläche.

Krank ohne Erreger: Stress-Schäden an Auberginen

Nicht hinter jedem Schadbild steckt ein Pilz oder ein Schädling. Verkümmertes Wachstum kann auf fehlende Wärme, schlecht durchlüfteten Boden oder Nährstoffmangel zurückgehen. Schon bei der Anzucht zählt die Wärme: Jungpflanzen brauchen bis zum Auspflanzen Temperaturen über 15 °C.

Graubraune, feste Stellen auf der Schale können auf eine Verkorkung hindeuten, die kein Erreger auslöst. Als Auslöser gelten kühles Sommerwetter und Wassermangel, deshalb kann gleichmäßiges Gießen vorbeugen. Wenn Blüten abfallen, Früchte ausbleiben oder Blätter ohne erkennbaren Schädling gelb werden, findest du Antworten auf typische Fragen zum Auberginenanbau.

Vorbeugen und behandeln: die Grundlagen kurz gefasst

Vorbeugung, Nützlinge und Pflanzenschutzmittel folgen bei Auberginen denselben Grundsätzen wie bei anderem Fruchtgemüse. Ausführlich stehen sie im Überblick zu Krankheiten und Schädlingen bei Exoten und Gemüse-Raritäten.

Vorbeugen: Ein sonniger Platz, gleichmäßige Feuchte ohne Staunässe und genug Luft zwischen den Pflanzen senken das Risiko für viele der beschriebenen Probleme. Mischkultur kann unterstützen, ihre Wirkung hängt aber von Standort, Licht, Boden und Pflege ab; passende Nachbarn kannst du im Mischkultur-Planer prüfen. Wie Standort, Beet, Gießen und Düngen zusammenspielen, zeigt der Ratgeber, wie du Auberginen von der Beetvorbereitung bis zum Düngen kultivierst.

Nützlinge und Hausmittel: Im Gewächshaus kommen die bei den einzelnen Schädlingen genannten Nützlinge infrage, und eine Blühmischung für Nützlinge kann am Beetrand mehr bringen als unter den dicht beschattenden Auberginen. Hausmittel wie Schmierseife oder Knoblauchbrühe werden oft gegen Läuse genannt, weil ihnen eine schwächende oder abschreckende Wirkung nachgesagt wird. Verlass dich nicht darauf, dass sie einen Befall stoppen.

Chemische Mittel: Chemische Pflanzenschutzmittel kommen erst als letzter Schritt infrage, wenn alle anderen Maßnahmen nicht reichen. Dann nur mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten, nach Gebrauchsanweisung, mit Schutzkleidung und unter Einhaltung der Wartezeit bis zur Ernte; Reste entsorgst du fachgerecht. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen, und gegen Viren hilft keines.

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Häufige Fragen

Welche Krankheiten treten an Auberginen auf und woran erkennst du sie?
An Auberginen können Pilzkrankheiten wie Grauschimmel, Echter Mehltau und Verticillium-Welke auftreten, außerdem Wurzelfäule bei Staunässe sowie Bakterien- und Viruskrankheiten. Grauschimmel zeigt sich als mausgrauer Belag an Blüten und Stängeln, Echter Mehltau als weißer, mehliger Belag auf den Blättern. Einseitig vergilbende ältere Blätter mit zunehmender Welke können auf Verticillium hindeuten, mosaikartige Verfärbungen und verformte Blätter auf ein Virus. Jedes Symptom ist nur ein Hinweis, denn auch Kälte, Nässe oder Wassermangel erzeugen ähnliche Bilder.
Wie schädigen Blattläuse und Spinnmilben Auberginen?
Blattläuse saugen an den jüngsten Blättern und Trieben, die sich dadurch kräuseln und verkrüppeln können. Auf ihrem klebrigen Honigtau können sich Rußtaupilze ansiedeln, und manche Viren wie das Gurkenmosaikvirus werden von Blattläusen übertragen. Spinnmilben saugen auf der Blattunterseite, sodass die Blätter gesprenkelt und fahlgrün bis gelb werden. Bei stärkerem Befall erkennst du feine Gespinste und helle Häutungsreste, später können die Blätter austrocknen und abfallen.
Woran erkennst du Verticillium-Welke an Auberginen?
Typisch ist ein Vergilben, das an den älteren Blättern beginnt und oft nur eine Seite der Pflanze betrifft, dazu welkt die Aubergine zunehmend. Im Querschnitt eines welken Triebs können die Leitungsbahnen bräunlich verfärbt sein. Prüfe vorher die Bodenfeuchte, denn auch faulende Wurzeln durch zu viel Wasser lassen Pflanzen welken. Der Erreger überdauert im Boden, deshalb hältst du die Anbaupause von 4 Jahren für Auberginen besonders genau ein.
Welche Nützlinge helfen gegen Schädlinge an Auberginen?
Im Gewächshaus kommen gegen Blattläuse Aphidius-Schlupfwespen infrage, gegen Spinnmilben die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis und gegen Weiße Fliegen Encarsia formosa. Blühende Pflanzen können Nützlingen Nahrung und Unterschlupf bieten. Eine Blühmischung säst du dafür besser am Beetrand als unter die dicht beschattenden Auberginen. Nützlinge können einen Befall bremsen, eine Garantie für schädlingsfreie Pflanzen sind sie nicht.
Wie beeinflusst der Boden die Anfälligkeit von Auberginen für Krankheiten?
Staunässe kann Wurzeln faulen lassen, deshalb brauchen Auberginen gut durchlässigen Boden und im Kübel freie Abzugslöcher. Schlecht durchlüfteter Boden kann wie fehlende Wärme oder Nährstoffmangel zu verkümmertem Wachstum führen. Regelmäßig eingearbeiteter Kompost verbessert bei schweren Böden die Krümelstruktur und damit Luftführung und Wasserdurchlässigkeit. Bodenbürtige Erreger wie Verticillium überdauern in der Erde, ein Grund mehr, die Anbaupause von 4 Jahren einzuhalten.
Wie kontrollierst du Auberginen systematisch auf Schädlinge und Krankheiten?
Geh regelmäßig von unten nach oben durch die Pflanze und dreh dabei Blätter um, denn Spinnmilben und Weiße Fliegen sitzen auf der Unterseite. An den Triebspitzen achtest du auf Kräuselungen und Läuse, an Blüten und Stängeln auf grauen Belag und an älteren Blättern auf einseitiges Vergilben. Prüfe vor dem Gießen die Feuchte unter der Erdoberfläche, weil Welke auch von zu viel Wasser kommen kann. Notiere Funde mit Datum, damit du wiederkehrende Probleme erkennst.
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