Nachtschattengewächse
Nachtschattengewächse sind eine Pflanzenfamilie, zu der im Gemüsegarten Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen gehören. Weil sie für dieselben Krankheiten anfällig sind, sollen sie nicht direkt nacheinander auf demselben Beet stehen.
Arten einer Pflanzenfamilie ziehen oft dieselben Schädlinge an und entziehen dem Boden ähnliche Nährstoffe. Bei den Nachtschattengewächsen gehört die Kraut- und Knollenfäule zu den typischen Krankheiten, ihre Erreger können im Boden überdauern. In der Fruchtfolge sollen Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen deshalb möglichst nicht direkt nacheinander auf derselben Fläche stehen und schon gar nicht mehrere Jahre hintereinander. Empfohlen wird eine Anbaupause derselben Familie von drei bis vier Jahren.
Die Kartoffel zeigt, wie das in der Praxis aussieht: Durch Anhäufeln und Ernte lockert sie den Boden tief und gilt als ideale Vorfrucht. Im Folgejahr gehören aber keine Tomaten, Paprika oder Auberginen auf dieses Beet, sondern Mittelzehrer wie Möhren, Pastinaken, Zwiebeln, Salat oder Spinat.
Beispiel aus dem Garten
Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen sind alle Nachtschattengewächse, auch wenn sie im Beet ganz verschieden aussehen. Wo bei mir Kartoffeln standen, kommen im Jahr darauf deshalb keine Tomaten hin, sondern zum Beispiel Möhren oder Salat.
Quelle: BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) – „Fruchtfolge im naturnahen Gemüsegarten: So geht’s“, Abschnitte „Fruchtfolge anhand der Pflanzenfamilien“ und „Praxisfall: Die Fruchtfolge nach Kartoffeln“. Geprüft am .
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