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Die richtige Aussaatzeit für Hülsenfrüchte: Wann du Puffbohnen, Erbsen und Bohnen säst

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Puffbohnen keimen schon ab 5 °C und können oft bereits im Februar in die Erde.
  • Palerbsen säst du ab März, Markerbsen ab April.
  • Busch- und Stangenbohnen kommen erst in Boden, der über 10 °C warm ist.
  • Buschbohnen säst du ab Mitte Mai nach den letzten Frösten, die letzte Aussaat liegt Anfang bis Mitte Juli.
  • Für Erbsensaaten im Juni oder Juli eignen sich nur frühe Sorten.
  • Sojabohnen brauchen in Saattiefe mindestens 10 °C und eine Sorte, die am Standort rechtzeitig abreift.
Eine behandschuhte Hand schüttet Erbsensamen aus einer Tüte in die Hände eines Kindes
Foto: RDNE Stock project · Pexels License · Quelle ↗

Säst du Bohnen zu früh in kalte Erde, zieht sich die Keimung deutlich in die Länge. Säst du Puffbohnen erst spät, verlierst du die Vorteile einer frühen Aussaat. Ich richte meine Aussaat deshalb nach Bodentemperatur, Frost und Sorte, nicht nach einem festen Datum. Die Spanne ist groß: Puffbohnen können oft schon im Februar in die Erde, Buschbohnen erst ab Mitte Mai.

Welche Faktoren den Aussaattermin bestimmen

Bodentemperatur

Bei Hülsenfrüchten richtet sich die Aussaat nach der Temperatur. Puffbohnen fangen schon ab 5 °C an zu keimen. Busch- und Stangenbohnen säst du erst dann direkt ins Beet, wenn die Bodentemperatur über 10 °C liegt. Bei Sojabohnen zählt die Wärme in Saattiefe, dort sollen es mindestens 10 °C sein. Ich stecke vor der Bohnensaat ein Bodenthermometer bis in Saattiefe und lese ab, bevor ich die ersten Samen lege.

Zahl im Blick

Gartenbohnen brauchen bei 12 °C etwa 30 Tage bis zur Keimung, bei 20 °C etwa 11 Tage. In kühler Erde liegt die Saat also deutlich länger im Boden, bevor sich Keimlinge zeigen.

Frost und Lufttemperatur

Frost vertragen Hülsenfrüchte sehr unterschiedlich. Puffbohnen halten im frühen Gartenanbau Frost bis etwa −5 °C aus. Palerbsen vertragen leichten Frost und lassen sich früh im Frühjahr säen. Buschbohnen kommen dagegen erst ab Mitte Mai nach den letzten Frösten in die Erde. Nach dem Auflaufen brauchen Busch- und Stangenbohnen Lufttemperaturen von mindestens 12 °C, damit sie sich günstig entwickeln. In kühlen Lagen kann ein Vlies den Aufgang von Buschbohnen unterstützen.

Achtung

Steigen die Temperaturen stark an, nimmst du Vlies oder Folie an einem trüben oder regnerischen Tag ab. So vermeidest du Hitzestau und eine abrupte Sonnenbelastung.

Bodenzustand

Früh säst du erst, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet und schon etwas warm geworden ist. Ich lockere mein Beet im Frühjahr erst nach dem Abtrocknen und nehme dafür Grabgabel oder Krail. Erbsen legst du im Freiland nicht in sehr nassen Boden, weil die Samen dort faulen können. Im Hochbeet erwärmt die Sonne auf den Seitenwänden die Erde schneller. Weil Bohnen erst bei einer Bodentemperatur über 10 °C in die Erde kommen, lohnt sich das Nachmessen dort früher als im Gartenbeet. In einem eigenen Beitrag liest du, wie du Hülsenfrüchte im Hochbeet anders anbaust als im Gartenbeet.

Sorte und Reifezeit

Bei Erbsen und Sojabohnen entscheidet die Sorte mit, wie spät du noch säen kannst. Für Erbsensaaten im Juni oder Juli eignen sich nur frühe Sorten. Bei Sojabohnen muss die Sorte am Standort rechtzeitig abreifen. Im Körnersojaanbau steht die Reifegruppe 000 für sehr frühe Sorten. Die Gruppe 00 bezeichnet frühe Sorten, und die frühere der beiden Gruppen ist für weniger warme Lagen vorgesehen.

Bei Adzukibohnen kommt die Tageslänge dazu. Sie sind meist Kurztagspflanzen und beginnen bei höchstens zwölf Stunden Tageslicht zu blühen. Weil das je nach Sorte abweicht, stimmst du die Sortenwahl auf diese Reaktion ab.

Schädlinge und Sommerhitze

Eine frühe Puffbohnenaussaat senkt das Risiko, dass die Schwarze Bohnenlaus die Pflanzen befällt. Früh gesäte Puffbohnen brauchen am meisten Wasser schon im Mai und Juni und entgehen so teilweise der Trockenheit im Sommer. Bei Puffbohnen kann heiße Witterung die Blüte vorzeitig beenden und schon angesetzte Hülsen abfallen lassen.

Erbsenwickler legen ihre Eier im Mai und Juni ab. Säst du Gemüseerbsen früh und wählst früh blühende Sorten, kann das den Befall verringern, sofern die Blüte dann nicht in den Hauptflug fällt. Im Beitrag über den Bioanbau steht, wie du Hülsenfrüchte ohne chemische Mittel vorbeugend schützt. Einen eigenen Beitrag gibt es auch dazu, wie du den Hülsenfruchtanbau an Hitze und Trockenheit anpasst.

Aussaatzeiten je Art im Überblick

Die Tabelle zeigt, wann du im Freiland säst und worauf du beim Termin achtest.

Art Aussaat im Freiland Worauf du achtest
Puffbohne ab Februar, wenn Boden und Witterung passen keimt ab 5 °C, Keimdauer 7 bis 14 Tage
Palerbse März bis Mai Keimtemperatur 10 bis 16 °C, verträgt leichten Frost
Markerbse April bis Mai Keimtemperatur 12 bis 18 °C, Keimdauer 7 bis 14 Tage
Zuckererbse Beginn je nach Anbauhinweis Anfang März bis April, Aussaat bis Juni Keimtemperatur 12 bis 18 °C, zeitige Frühjahrsaussaat vorziehen
Buschbohne ab Mitte Mai nach den letzten Frösten, letzte Aussaat Anfang bis Mitte Juli Boden über 10 °C, Keimdauer 7 bis 21 Tage
Stangenbohne Mai bis Juni Boden über 10 °C, Kletterhilfe vor der Saat aufstellen
Feuerbohne Mai bis Juni Keimdauer 7 bis 20 Tage
Sojabohne Mai bis Juni Boden in Saattiefe mindestens 10 °C, Keimdauer 14 bis 21 Tage
Adzukibohne April bis Juni in der Gartenkultur nur in bereits erwärmten Boden, Keimtemperatur 15 bis 20 °C
Linse Ende März bis Mitte Mai im ökologischen Gemengeanbau Termin richtet sich nach dem Gemengepartner
Kichererbse Vittoria ab Mai direkt, ab Mitte Mai auspflanzen Vorkultur im Topf ab April

Puffbohnen: Start im Februar

Passen Boden und Witterung, kannst du Puffbohnen oft schon im Februar säen. Ihre Aussaatzeit reicht zwar bis in den August. Ich säe meine Puffbohnen trotzdem so früh, wie Boden und Wetter es zulassen. Für den Herbst gibt es eine Ausnahme: Die Zollinger-Puffbohne kannst du von Ende Oktober bis Ende November säen. Das gilt allerdings nur für Regionen mit milden Wintern.

Erbsen: Palerbse, Markerbse, Zuckererbse

Bei Erbsen hängt der Termin an der Nutzungsgruppe. Palerbsen säst du vorzugsweise ab März, Markerbsen ab April. Bei Zuckererbsen liegt der Beginn je nach Anbauhinweis zwischen Anfang März und April. Säen kannst du sie bis in den Juni, eine zeitige Frühjahrsaussaat ist aber vorzuziehen. Folgesaaten staffeln die Erbsenernte nur bedingt, Sorten aus verschiedenen Reifegruppen dagegen schon.

Buschbohnen: ab Mitte Mai, Folgesaaten bis Juli

Buschbohnen säst du ab Mitte Mai, wenn die letzten Fröste vorbei sind. Manche Empfehlungen nennen schon Anfang Mai und raten dazu, die örtliche Frostgefahr zu berücksichtigen. Für die letzte Aussaat reichen die Empfehlungen von Anfang bis Mitte Juli.

In wärmeren Regionen Deutschlands erntest du einen Buschbohnensatz je nach Saattermin und Sorte etwa 7 bis 14 Tage lang. Weil die Aussaat bis in den Juli möglich ist, verteilst du die Ernte mit mehreren Sätzen über einen längeren Zeitraum. Für die Sorte Stanley wird empfohlen, die Direktsaat ab Mai im Abstand von zwei Wochen zu wiederholen. Zu jedem Satz stecke ich ein Etikett mit dem Saattag in die Reihe.

Stangen- und Feuerbohnen: Mai bis Juni

Stangenbohnen und Feuerbohnen säst du von Mai bis Juni. Die Samen legst du direkt an Kletterhilfen, die schon vor der Saat stehen. Ich stelle die Stangen deshalb auf, bevor ich die erste Bohne lege. In wärmeren Regionen Deutschlands kannst du von einem Stangenbohnensatz als Richtwert etwa 30 Tage lang ernten, je nach Sorte und Pflanzengesundheit. Bei den Sorten zählt Cobra zu den frühen Stangenbohnen, Neckarkönigin hat eine mittlere Erntereife.

Sojabohnen und Edamame

Als Aussaatzeit für Sojabohnen gilt Mai bis Juni. Im ökologischen Sojaanbau in Bayern liegt das Fenster ungefähr zwischen Mitte April und Anfang Mai. Unabhängig vom Fenster entscheidet die Bodentemperatur in Saattiefe über den Start. Am liebsten stehen Sojabohnen in lockerem Boden, der sich leicht erwärmt. Vor der Aussaat impfst du das Sojasaatgut mit den sojaspezifischen Knöllchenbakterien Bradyrhizobium japonicum. Die passenden Stämme fehlen in heimischen Böden normalerweise. Edamame säst du auf warmem Boden in mehreren Sätzen, der letzte kommt bis Anfang Juli in die Erde.

Linsen, Kichererbsen und Adzukibohnen

Im ökologischen Gemengeanbau säst du Linsen von Ende März bis Mitte Mai. Den genauen Termin gibt dabei der Gemengepartner vor. Linsen und Kichererbsen mögen kalkreiche, nährstoffarme Böden. Die Kichererbse Vittoria kannst du ab April im Topf vorziehen oder ab Mai direkt säen. Vorgezogene Pflanzen setzt du ab Mitte Mai ins Beet. In der Gartenkultur kommen Adzukibohnen von April bis Juni in die Erde, im Freiland nur in bereits erwärmten Boden.

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Direktsaat oder Vorkultur: was sich am Termin ändert

Erbsen, Busch- und Stangenbohnen kannst du direkt ins Beet säen oder in Töpfen vorziehen. Frühe Erbsensorten ziehst du ab Februar oder März in Töpfen vor, um früher zu ernten. Gartenbohnen säst du etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanzen in Töpfe. Bei Buschbohnen kann die Vorkultur im Topf außerdem vor Schäden durch die Bohnenfliege schützen, ebenso ein Kulturschutznetz.

Mini-Checkliste

Töpfe von etwa 10 cm Größe, Anzucht- oder Komposterde, 5 Bohnensamen je Topf, Aussaat etwa zwei Wochen vor dem Auspflanzen, Erde bis zur Keimung gut feucht halten.

Stehen Jungpflanzen zu warm und bekommen zu wenig Licht, wachsen sie bleich, dünn und weich. Meine Anzuchttöpfe stehen deshalb am hellsten Fenster und nicht auf der Heizung. Vor der Aussaat kannst du Erbsen und Bohnen etwa 12 bis 24 Stunden in Wasser quellen lassen, damit sie schneller keimen.

Timing-Fehler und wie du sie vermeidest

Bohnen nach Datum statt nach Bodentemperatur säen. Mitte Mai ist ein Richtwert, den Ausschlag gibt der Boden. In kühler Erde keimen Gartenbohnen deutlich langsamer. Miss deshalb nach und säe erst, wenn der Boden über 10 °C warm ist.

Erbsen in nassen Boden legen. In sehr nassem Boden können Erbsensamen faulen. Warte mit der Saat, bis das Beet abgetrocknet ist, auch wenn der März schon begonnen hat.

Puffbohnen spät säen. Wer erst spät sät, gibt das geringere Risiko für die Schwarze Bohnenlaus auf. Auch der Vorteil, der Sommertrockenheit teilweise auszuweichen, gilt nur für früh angebaute Puffbohnen.

Späte Erbsen mit der falschen Sorte. Säst du im Juni oder Juli, eignen sich nur frühe Sorten. Achte deshalb schon beim Saatgutkauf auf die Reifegruppe.

Sojasorte ohne Blick auf die Reife. Eine Sorte, die am Standort nicht rechtzeitig abreift, passt nicht in deinen Garten. In weniger warmen Lagen greifst du zur früheren Reifegruppe.

Die letzte Buschbohnensaat zu spät ansetzen. Die Empfehlungen für die letzte Aussaat reichen nur bis Anfang oder Mitte Juli. Plane deine Folgesätze so, dass der letzte in dieses Fenster fällt.

Anbaukalender für Hülsenfrüchte

Hier siehst du Monat für Monat, womit du beginnst. Wie lange das Fenster je Art offen bleibt, steht in der Übersicht oben.

Zeitraum Was du säst
Januar Zuckererbse Norli in geschützter Winterkultur
Februar Puffbohnen, wenn Boden und Witterung passen; frühe Erbsensorten zur Vorkultur in Töpfen
März Palerbsen; Zuckererbsen je nach Anbauhinweis ab Anfang März; Linsen im Gemengeanbau ab Ende März
April Markerbsen; Adzukibohnen in bereits erwärmten Boden; Kichererbse Vittoria zur Vorkultur im Topf; im ökologischen Anbau in Bayern Sojabohnen ab Mitte April
Mai Buschbohnen ab Mitte Mai; Stangen- und Feuerbohnen; Sojabohnen; Kichererbse Vittoria direkt ins Beet
Juni Folgesaaten von Buschbohnen; späte Erbsen nur mit frühen Sorten
Juli letzte Buschbohnen Anfang bis Mitte Juli; Edamame bis Anfang Juli; späte Erbsen nur mit frühen Sorten
September und Oktober Zuckererbse Norli in geschützter Winterkultur
Ende Oktober bis Ende November Zollinger-Puffbohne, nur in Regionen mit milden Wintern

Nach früh geräumten Erbsen kannst du zum Beispiel Mitte Juni Rosenkohl pflanzen. Solche Folgen trage ich vorab als Vor- und Nachkulturen im Beetplaner ein. Alle Termine auf einem Blatt bekommst du mit dem druckbaren Aussaatkalender für Bohnen, Erbsen und Co. Stehst du noch am Anfang, zeigt dir ein eigener Beitrag, welche Hülsenfrüchte sich für den Einstieg eignen.

Marias Erfahrung

Ich führe für meine Beete ein Gartenheft. Zu jeder Reihe schreibe ich den Saattag und die gemessene Bodentemperatur auf. Im nächsten Frühjahr schlage ich darin nach, bevor ich den ersten Termin festlege.

Rund um die Aussaat in Kürze

Standort, Saattiefe, Pflege, Fruchtfolge und Ernte gehören zur Aussaat dazu, bestimmen aber nicht den Termin. Ausführlich findest du sie im Überblick zu Standort, Aussaat und Pflege von Bohnen und Erbsen, hier nur das Wichtigste.

Standort und Boden. Wähle für Hülsenfrüchte einen Platz, an dem sich kein Wasser staut. Als Schwachzehrer kommen Bohnen und Erbsen auf ausreichend versorgtem Boden ohne zusätzlichen Dünger aus.

Saattiefe. Busch- und Stangenbohnen legst du 2 bis 4 cm tief, Puffbohnen kommen tiefer in die Erde. Erbsen säst du je nach Angabe 3 bis 5 cm tief.

Pflege und Gießen. Gartenbohnen hältst du vor allem in den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat gründlich frei von Unkraut. Mehr Wasser brauchen die Pflanzen wieder, sobald die Hülsen wachsen. Ob du nachgießen musst, prüfst du mit dem Finger in der Erde.

Fruchtfolge und Mischkultur. Busch- und Stangenbohnen kehren erst nach einer Pause von 4 Jahren auf dasselbe Beet zurück. Erbsen, Puffbohnen und Sojabohnen brauchen 5 Jahre Pause. Passende Beetnachbarn findest du mit dem Werkzeug für passende Mischkulturpartner.

Ernte und Lagerung. Grüne Bohnen pflückst du, wenn die Hülse beim Biegen glatt bricht und die Bruchstelle grün und saftig aussieht. Ein eigener Beitrag erklärt, wie du Hülsenfrüchte erntest, trocknest und als Vorrat lagerst.

Saatgut. Kühl und trocken gut gelagert, kannst du Erbsensaatgut etwa 3 bis 4 Jahre lang verwenden. Nachlesen kannst du auch, wie du eigenes Saatgut von Bohnen und Erbsen gewinnst und bis zur nächsten Aussaat aufbewahrst.

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Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Hülsenfrüchten?
Das hängt von der Art ab. Passen Boden und Wetter, können Puffbohnen oft schon im Februar in die Erde, Palerbsen folgen ab März und Markerbsen ab April. Busch- und Stangenbohnen säst du erst, wenn der Boden über 10 °C warm ist, Buschbohnen ab Mitte Mai nach den letzten Frösten.
Welche Rolle spielt die Bodentemperatur bei der Keimung von Hülsenfrüchten?
Sie entscheidet, wie schnell die Saat aufläuft. Puffbohnen fangen schon ab 5 °C an zu keimen. Busch- und Stangenbohnen legst du erst in Boden, der über 10 °C warm ist, denn in kühler Erde keimen Gartenbohnen deutlich langsamer.
Warum können Erbsen bereits ab März gesät werden, während Bohnen bis Mai warten müssen?
Palerbsen vertragen leichten Frost und lassen sich früh im Frühjahr säen, Markerbsen folgen ab April. Busch- und Stangenbohnen brauchen dagegen Boden über 10 °C. Nach dem Auflaufen sollten es in der Luft mindestens 12 °C sein, damit sie sich günstig entwickeln. Buschbohnen säst du deshalb erst ab Mitte Mai nach den letzten Frösten.
Worin unterscheidet sich die Direktsaat von der Vorkultur bei Hülsenfrüchten?
Bei der Direktsaat legst du die Samen gleich an ihren endgültigen Platz, Stangenbohnen an die vorher aufgestellte Kletterhilfe. Bei der Vorkultur ziehst du Pflanzen in Töpfen vor, Gartenbohnen etwa zwei Wochen vor dem Auspflanzen. Frühe Erbsensorten kannst du so ab Februar oder März vorziehen, um früher zu ernten. Bei Buschbohnen kann die Vorkultur zudem vor Schäden durch die Bohnenfliege schützen.
Welche typischen Fehler passieren beim Anbau von Hülsenfrüchten am häufigsten?
Bohnen säst du nicht nach dem Datum, sondern erst, wenn der Boden über 10 °C warm ist. Erbsen gehören nicht in sehr nassen Boden, weil die Samen dort faulen können. Für Erbsensaaten im Juni oder Juli nimmst du nur frühe Sorten, und Puffbohnen säst du so früh, wie Boden und Wetter es zulassen. Außerdem brauchen Hülsenfrüchte einen Platz, an dem sich kein Wasser staut.
Wie wirkt sich die Tageslänge auf das Wachstum verschiedener Hülsenfrüchte aus?
Bei Adzukibohnen spielt sie eine Rolle: Sie sind meist Kurztagspflanzen und beginnen bei höchstens zwölf Stunden Tageslicht zu blühen. Weil das je nach Sorte abweicht, stimmst du die Sortenwahl darauf ab. Bei Erbsen und Gartenbohnen richtest du den Termin nach Temperatur und Frost.
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