Boden für Hülsenfrüchte vorbereiten: vom pH-Wert bis zum Keimen
- Einen pH-Wert für alle Hülsenfrüchte gibt es nicht, für Sojabohnen sind 6,5 bis 7,0 günstig.
- Für die Bodenprobe 10 bis 15 Einstiche aus demselben Beet mischen.
- Den Boden erst lockern, wenn er ausreichend abgetrocknet ist.
- Busch- und Stangenbohnen erst säen, wenn der Boden über 10 °C warm ist.
- Kein frischer Stallmist, keine Jauche und keine reine Stickstoffdüngung für Bohnen.
- Sojasaatgut mit Knöllchenbakterien impfen, bei Puffbohnen ist das in der Regel nicht nötig.
Wenn Bohnen nicht aufgehen, schaue ich zuerst in den Boden. Ist er noch zu kalt, steht Wasser in der SaatrilleEine Saatrille ist eine flache, gerade Furche im feinkrümeligen Saatbett, in die du Samen in einer Reihe säst. Nach der Aussaat schiebst du sie wieder zu und drückst die Erde an. oder hat sich eine Kruste gebildet? Diese Fragen klärst du, bevor das erste Korn in der Erde liegt. Gute Bodenvorbereitung beginnt deshalb mit der Bodenprobe und endet mit dem Thermometer am Saattag.
Zur Familie der Hülsenfrüchtler gehören rund 20.000 Arten, als Gemüse oder Körnerfrucht genutzt wird nur ein Teil davon. Welche Arten und Wuchsformen es gibt, zeigt der Überblick über Hülsenfrüchte mit Arten, Wuchsformen und Nutzungsgruppen. Stehst du ganz am Anfang, sieh dir vorher an, welche Hülsenfrüchte sich für den Einstieg eignen. Hier geht es um den Boden: vom pH-Wert über das Lockern bis zu Mulch und KnöllchenbakterienKnöllchenbakterien, auch Rhizobien genannt, sind Bodenbakterien, die mit Hülsenfrüchtlern wie Erbsen und Bohnen zusammenleben. In kleinen Knöllchen an deren Wurzeln binden sie Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanze nutzbar..
Warum gehen Bohnen nicht auf?
Bohnen brauchen zum Keimen einen warmen, gleichmäßig feuchten und lockeren Boden. Für die Direktsaat von Busch- und Stangenbohnen sollte die Bodentemperatur über 10 °C liegen. Auch knapp über dieser Grenze keimen Gartenbohnen nur langsam.
Bei 20 °C keimen Gartenbohnen in etwa 11 Tagen, bei 12 °C brauchen sie etwa 30 Tage. Bei 12 °C ist die empfohlene Bodentemperatur von über 10 °C also schon erreicht, und trotzdem dauert die Keimung lange. Eine leere Saatreihe in kühlem Boden heißt deshalb noch nicht, dass die Samen verloren sind.
Der zweite Blick gilt dem Wasser. Halte die Saatreihe bis zur Keimung gleichmäßig feucht, aber lass kein Wasser darin stehen. Hülsenfrüchte brauchen grundsätzlich einen Standort ohne Staunässe.
Danach prüfst du Oberfläche und Saattiefe. Stangenbohnen wollen einen tiefgründigen, humusreichen Boden, der nicht verkrustet ist. Busch- und Stangenbohnen legst du 2 bis 4 cm tief. Auf schweren Böden kannst du Buschbohnen als Horstsaat legen, also mehrere Samen zusammen.
Vorquellen ist möglich, aber kein Muss. Etwa 12 bis 24 Stunden in Wasser können die Keimung beschleunigen, bei Stangenbohnen ist das Vorquellen nicht nötig. In kühlen Lagen kann ein Vlies den Aufgang von Buschbohnen unterstützen. Hattest du schon Schäden durch die Bohnenfliege, kannst du Buschbohnen im Topf vorziehen oder das Beet mit KulturschutznetzenEin Kulturschutznetz, auch Gemüsefliegennetz genannt, ist ein engmaschiges Kunststoffnetz, das du locker über Gemüsebeete legst. Es hält Gemüsefliegen wie Möhren-, Kohl- und Zwiebelfliege von den Pflanzen fern, außerdem Vögel und Kaninchen. schützen.
Ich stecke vor jeder Bohnensaat ein Thermometer auf Saattiefe in die Erde und säe erst, wenn der Wert passt.
Wenn Bohnen nicht aufgehen, gehe ich diese Punkte durch.
- Ist der Boden wärmer als 10 °C?
- Ist die Saatreihe feucht, ohne dass Wasser darin steht?
- Ist die Oberfläche locker und ohne Kruste?
- Liegen die Samen 2 bis 4 cm tief?
- Passt die Wartezeit zur Bodentemperatur?
Welcher pH-Wert passt zu welcher Hülsenfrucht?
Einen gemeinsamen Idealwert für alle Hülsenfrüchte gibt es nicht. Jede Art hat ihre eigene Spanne und ihren bevorzugten Boden.
| Art | Bevorzugter Boden | pH-Wert |
|---|---|---|
| Buschbohne | sandig-lehmig | geeignet von 5,8 bis 7,5 |
| Stangenbohne | tiefgründig, locker, humusreich, nicht verkrustet; schwere Böden weniger geeignet | neutral |
| Markerbse | tiefgründig, humos, gut strukturiert, mit gutem Wasserabzug | neutral |
| Puffbohne (Ackerbohne) | mittel bis schwer, tiefgründig | besonders gut bei 6,5 bis 7,2 |
| Sojabohne | leicht erwärmbar, locker | günstig bei 6,5 bis 7,0 |
| Adzukibohne | verschiedene Bodenarten, gut drainiert | bevorzugt 5,5 bis 6,5, toleriert 5 bis 7,5 |
Linsen und Kichererbsen bevorzugen kalkreiche Böden, mehr dazu weiter unten bei den einzelnen Arten.
Kalk gibst du nur, wenn der Bodenbefund es verlangt. Bei sandigem Lehmboden ist ab einem pH-Wert von 7 keine Kalkung erforderlich. Ich entscheide über das Kalken deshalb erst, wenn das Ergebnis der Bodenprobe vorliegt.
Wie nimmst du eine Bodenprobe und liest den Befund?
Eine Bodenprobe zeigt dir, was dein Beet mitbringt. Die Standarduntersuchung im Gemüsegarten erfasst Bodenart, pH-Wert, Phosphat und Kalium. Lass sie um Magnesium ergänzen, denn das gehört nicht zum Standardumfang.
Für eine Bodenprobe stichst du 10 bis 15 Mal über das Beet verteilt ein, jeweils bis in 25 bis 30 cm Tiefe. Die Erde aus allen Einstichen mischst du und schickst ungefähr 500 g davon ins Labor.
Alle Einstiche stammen von derselben Fläche, also nur aus dem Gemüsebeet. Ich sammle die Erde in einem sauberen Eimer und mische sie dort gründlich durch.
Liegt der Befund vor, vergleichst du zuerst den pH-Wert mit der Spanne deiner Art aus der Tabelle oben. Danach richtest du die Nährstoffversorgung am Befund aus. Bei Erbsen kann Kompost dabei eine Mineraldüngung ersetzen, bei Bohnen behältst du die Kaliumversorgung im Blick.
Welche Nährstoffe brauchen Hülsenfrüchte wirklich?
Bohnen und Erbsen sind SchwachzehrerSchwachzehrer sind Gemüse und Kräuter mit geringem Stickstoffbedarf, etwa Feldsalat, Radieschen, Rucola, Bohnen und Erbsen. Sie sind die genügsamste der drei Gruppen, nach denen man Kulturen für die Fruchtfolge einteilt.. Auf ausreichend versorgtem Boden brauchen sie keine zusätzliche Düngung, und Puffbohnen decken ihren Nährstoffbedarf gewöhnlich aus dem Boden. Zeigt der Befund einen Bedarf, gelten für Kompost Richtwerte von 1 bis 3 l/m² im Jahr.
Beim Stickstoff hältst du dich zurück. Bohnen bekommen keine reine Stickstoffdüngung, auch wenn andere Beete im Garten gerade gedüngt werden.
Frischer StallmistStallmist ist ein Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung, etwa von Rindern oder Pferden, bei dem der Dung der Tiere meist mit Einstreu vermischt ist. Er verbessert den Boden und liefert zugleich reichlich Nährstoffe. oder Jauche direkt zur Bohnenkultur. Beides gehört nicht unmittelbar zu Bohnen. Wenn du Kompost gibst, nimm reifen.
„Hülsenfrüchte brauchen nie Dünger.“ Für Bohnen und Erbsen stimmt das nur auf ausreichend versorgtem Boden, denn dort brauchen sie als Schwachzehrer keine zusätzliche Düngung. Ob dein Boden so gut versorgt ist, zeigt erst die Bodenprobe. Bei Bohnen gehört außerdem die Kaliumversorgung dazu.
Im Hochbeet sieht die Lage im ersten Jahr anders aus. Ein klassisch mit Reisig, Kompost und Gärtnererde aufgebautes Hochbeet setzt dann viel organisch gebundenen Stickstoff frei. Was das für die Planung bedeutet, liest du im Beitrag darüber, was du beim Anbau im Hochbeet anders machst.
Wann und wie lockerst du den Boden?
Im Frühjahr lockerst du den Boden erst, wenn er ausreichend abgetrocknet ist. Dafür nimmst du eine Grabgabel oder eine Krail. Für frühe Aussaaten muss der Boden zusätzlich schon etwas erwärmt sein.
Ich stecke die Grabgabel vor dem Lockern probeweise in das Beet. Hängt die Erde noch schmierig an den Zinken, lasse ich das Beet in Ruhe und versuche es später noch einmal.
Beim Lockern ziehe ich Wurzelunkräuter gleich mit heraus. Mehr Humus und eine gute BodenstrukturDie Bodenstruktur, auch Bodengefüge genannt, beschreibt, wie die festen Bestandteile des Bodens räumlich angeordnet sind. Sie bestimmt, wie viele und welche Poren es gibt, in denen sich Luft und Wasser halten. verbessern die Wasserspeicherung des Gartenbodens. Reifen Kompost arbeite ich nur ein, wenn der Befund einen Bedarf zeigt. Für Puffbohnen lockerst du das Saatbett bis in die Tiefe, in der die Samen später liegen.
Stangenbohnen säst du direkt an Kletterhilfen, die schon stehen. Stell die Stangen deshalb beim Vorbereiten des Beets auf und wähle sie so hoch, dass du ohne Leiter ernten kannst. Wie du Stangen, Netze und Reisig aufstellst, steht im Hülsenfrüchte-Überblick unter Rankhilfen und Pflege.
Wie vermeidest du Bodenverdichtung?
Hülsenfrüchte wollen lockere, gut strukturierte Erde mit gutem Wasserabzug. Ich betrete meine Beete deshalb nicht und arbeite von den Wegen aus. Die Beete lege ich so schmal an, dass ich von beiden Seiten bis zur Mitte reiche. Ein von beiden Seiten zugängliches Hochbeet sollte höchstens 1 bis 1,20 m breit sein. Wie breit Beete und Wege werden, kannst du vorab im Beetplaner einzeichnen. Nasse Erde bearbeite ich nicht, auch wenn der Saattermin drängt.
Manche Arten kommen mit schwerem Boden besser zurecht als andere. Für Stangenbohnen sind schwere Böden weniger geeignet, und bei Erbsen solltest du schwere, nasse Böden meiden. Puffbohnen wachsen dagegen auf mittleren bis schweren, tiefgründigen Böden besonders gut. Auf schwerem Boden liegt die Puffbohne deshalb näher als die Stangenbohne.
Ab welcher Bodentemperatur kannst du säen?
Wann du säst, richtet sich nach der Temperatur im Boden, nicht nur nach dem Kalender. Die Tabelle zeigt, wann die einzelnen Arten starten.
| Art | Temperatur und Boden | Aussaat |
|---|---|---|
| Puffbohne | keimt ab 5 °C, verträgt im frühen Anbau Frost bis etwa −5 °C | oft schon ab Februar, wenn Boden und Witterung passen |
| Palerbse | verträgt leichten Frost | ab März |
| Zuckererbse | Boden abgetrocknet und etwas erwärmt | Beginn je nach Kulturhinweis Anfang März bis April |
| Markerbse | Boden abgetrocknet und etwas erwärmt | ab April |
| Buschbohne | Boden über 10 °C | ab Mitte Mai nach den letzten Frösten, letzte Saat Anfang bis Mitte Juli |
| Stangenbohne | Boden über 10 °C | Mai bis Juni |
| Sojabohne | in Saattiefe mindestens 10 °C | sobald der Boden diese Temperatur erreicht |
| Adzukibohne | im Freiland nur in bereits erwärmten Boden | April bis Juni |
Nach dem Auflaufen brauchen Busch- und Stangenbohnen Lufttemperaturen von mindestens 12 °C für eine günstige Entwicklung. Im Hochbeet wird die Erde schneller warm, wenn Sonne auf die Seitenwände fällt. Deckst du ein Beet mit Vlies oder Folie ab, nimm die Abdeckung bei stark steigenden Temperaturen an einem trüben oder regnerischen Tag herunter. So vermeidest du Hitzestau und eine abrupte Sonnenbelastung der Pflanzen.
Alle Termine auf einem Blatt findest du im druckbaren Aussaatkalender für Hülsenfrüchte.
Wie mulchst du Hülsenfrüchte richtig?
Mulch kann Beikraut unterdrücken, ausdauernde Wurzelunkräuter reduziert er aber nur bedingt. Rasen- und Grasschnitt verteilst du angewelkt und in dünnen Schichten, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Der Boden darf darunter noch leicht durchscheinen, deshalb legst du lieber wiederholt nach. Ich lasse den Schnitt vor dem Auslegen welken und verteile ihn locker zwischen den Reihen.
Bei Gartenbohnen ist das gründliche Entfernen konkurrierender Unkräuter besonders in den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat wichtig. Weil Mulch Wurzelunkräuter nur bedingt zurückdrängt, holst du sie schon beim Lockern vor der Saat heraus. Nach dem Auflaufen regulierst du Unkraut mechanisch mit der Hacke.
Bei Adzukibohnen kann ein falsches Saatbett die spätere Unkrautkonkurrenz begrenzen.
Beim falschen Saatbett bereitest du das Beet wie für die Saat vor, lässt die ersten Unkräuter keimen und entfernst sie, bevor du säst.
Wie du Hülsenfrüchte ohne chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel anbaust, beschreibt der Beitrag zum biologischen Anbau von Hülsenfrüchten.
Wie unterstützt du die Knöllchenbakterien?
Hülsenfrüchte leben an ihren Wurzeln mit Knöllchenbakterien zusammen, die Stickstoff binden. Wie diese Symbiose funktioniert, erklärt der Kasten zu Knöllchenbakterien im Hülsenfrüchte-Überblick unter Düngen.
Was die Knöllchenbakterien brauchen
- Luft im Boden: Bei Erbsen unterstützt eine gute Bodenbelüftung die StickstoffbindungStickstoffbindung heißt, dass Knöllchenbakterien an den Wurzeln von Leguminosen wie Bohnen, Erbsen oder Klee Stickstoff aus der Luft aufnehmen und in eine Form umwandeln, die Pflanzen nutzen können..
- Keine Stickstoffdüngung: Sojabohnen brauchen bei funktionierender Knöllchensymbiose keine Stickstoffdüngung, Bohnen keine reine Stickstoffdüngung.
- Die übrigen Nährstoffe: Auch Sojabohnen müssen bedarfsgerecht mit den übrigen Nährstoffen versorgt sein, und die richtest du nach dem Bodenbefund aus.
Ich lockere das Erbsenbeet deshalb nur, wenn es abgetrocknet ist, und betrete es danach nicht mehr.
Wann lohnt sich das Impfen des Saatguts?
Bei Sojabohnen empfiehlt sich die Impfung. Die passenden Stämme fehlen in heimischen Böden normalerweise. Deshalb impfst du Sojasaatgut vor der Aussaat mit den sojaspezifischen Knöllchenbakterien Bradyrhizobium japonicum.
Bei Puffbohnen ist eine Saatgutimpfung in der Regel nicht erforderlich. Das gilt auch nach langer Anbaupause und auf Flächen, auf denen bisher keine Puffbohnen standen.
Welche Rolle Hülsenfrüchte über den Garten hinaus für Bodenfruchtbarkeit und Klima spielen, beschreibt der Beitrag über Hülsenfrüchte in der nachhaltigen Landwirtschaft.
Wie bereitest du den Boden für einzelne Hülsenfrüchte vor?
Die Grundschritte bleiben gleich, doch jede Art setzt eigene Schwerpunkte.
Erbsen: humos, locker und ohne Nässe
Erbsen wollen einen tiefgründigen, gut strukturierten und humosen Boden mit gutem Wasserabzug. Schwere, nasse Böden und Staunässe meidest du, denn in sehr nassem Boden können die Samen faulen. In den meisten Böden brauchen Erbsen keine Zusatzdüngung.
Für Gartenerbsen wird eine Saattiefe von etwa 5 cm empfohlen, auch damit Vögel die keimenden Samen schlechter aufnehmen. Steht auf deinem Saatgut eine andere Tiefe, richtest du dich nach der Sortenangabe. Erbsensaatgut bleibt bei guter, kühler und trockener Lagerung etwa 3 bis 4 Jahre verwendbar. Hohe Sorten stützt du mit Reisig oder Maschendraht. Was beim Boden für Zuckererbsen zusätzlich zählt, liest du im Beitrag darüber, worauf es beim Zuckererbsenbeet ankommt.
Busch- und Stangenbohnen: warm, locker, humusreich
Buschbohnen mögen sandig-lehmigen Boden an einem sonnigen, warmen Platz. Zur Vorbereitung kannst du etwa 2 l reifen Kompost je m² einarbeiten. Stangenbohnen brauchen einen tiefgründigen, lockeren und humusreichen Boden an einem warmen, sonnigen und windgeschützten Platz. Plane bei ihnen den Schattenwurf auf die Nachbarkulturen mit ein.
Puffbohnen: früh im Jahr und auf schwerem Boden
Puffbohnen, auch Ackerbohnen genannt, vertragen mittlere bis schwere, tiefgründige Böden. Die großen Samen kommen tiefer in die Erde als Gartenbohnen, deshalb lockerst du bis zu dieser Ablagetiefe. Bei geeigneten Boden- und Witterungsverhältnissen kannst du oft schon im Februar säen. Eine frühe Aussaat vermindert das Risiko eines Befalls mit der Schwarzen Bohnenlaus. Früh gesäte Puffbohnen können außerdem sommerlicher Trockenheit teilweise ausweichen, weil ihr größter Wasserbedarf bereits im Mai und Juni liegt.
Sojabohnen: leicht erwärmbar und unkrautfrei
Sojabohnen bevorzugen leicht erwärmbare Böden mit lockerer Struktur. Wegen ihrer langsamen Jugendentwicklung reagieren sie empfindlich auf Unkrautkonkurrenz. Bereite ihr Beet deshalb sorgfältig unkrautfrei vor. Wähle eine Sorte, die an deinem Standort rechtzeitig abreift. Plane in der Fruchtfolge auch Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln, Kopfsalat und Klee mit ein, weil sie wie Soja für Sklerotinia anfällig sind. Edamame kannst du auf warmem Boden in mehreren Sätzen bis Anfang Juli säen.
Linsen und Kichererbsen: kalkreich und mager
Linsen und Kichererbsen bevorzugen kalkreiche, nährstoffarme Böden. Ein frisch mit Kompost angereichertes Beet brauchen sie deshalb nicht.
Adzuki- und Helmbohnen: viel Wärme
Adzukibohnen kommen im Freiland erst in bereits erwärmten Boden. Auf verschiedenen gut drainierten Böden lassen sie sich kultivieren. Versorge sie mit Gartenkompost und verzichte auf stickstoffreiche Dünger. Helmbohnen brauchen einen sehr warmen, sonnigen und möglichst geschützten Platz, eine mäßige Nährstoffversorgung und ein Klettergerüst.
Standort, Fruchtfolge und Gießen in Kürze
Die meisten Hülsenfrüchte wollen einen sonnigen Platz ohne Staunässe. Wie du den passenden Platz findest, steht im Hülsenfrüchte-Überblick unter Standort und Boden.
Für Busch- und Stangenbohnen gilt auf demselben Beet eine FruchtwechselpauseDie Fruchtwechselpause ist die Zeit, in der auf einem Beet weder dieselbe Gemüseart noch eine verwandte Art aus derselben Pflanzenfamilie wächst, damit sich Krankheitserreger und Schädlinge im Boden nicht so leicht vermehren. von 4 Jahren, für Erbsen, Puffbohnen und Sojabohnen eine längere. Gründüngung mit Klee, Wicke oder Lupine zählt dabei mit, weil sie zur selben Pflanzenfamilie gehört. Welche Vorkulturen passen, erklärt der Beitrag darüber, wie du den Fruchtwechsel mit Hülsenfrüchten über mehrere Jahre planst.
Wie viel Wasser deine Hülsenfrüchte in welcher Wachstumsphase brauchen, liest du im Beitrag darüber, wie du Hülsenfrüchte je nach Phase, Boden und Wetter bewässerst.





