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Vorziehen

Vorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus.

Im Garten meint Vorziehen nicht „bevorzugen“: Du säst Gemüse oder Blumen nicht direkt ins Beet, sondern in Schalen oder Töpfe an einem hellen, warmen Platz, etwa am Fenster, im beheizbaren Gewächshaus oder im Frühbeet. Nach dem Keimen werden die Sämlinge pikiert oder getopft und wachsen zu Jungpflanzen heran, die du später auspflanzt. Das Gegenstück ist die Direktsaat ins Beet.

Entscheidend sind viel Licht und die passende Temperatur. Ist das Fenster zu dunkel oder der Raum nach dem Pikieren zu warm, werden die Jungpflanzen bleich, dünn und weich. Nach dem Auspflanzen sind sie anfälliger für Krankheiten und brauchen länger, um im Beet Fuß zu fassen. Kohlrabi, Frühkohl, Blumenkohl und Sellerie sollten nicht unter 14 bis 16 °C angezogen werden, sonst droht frühzeitiges Schossen, also die vorzeitige Bildung von Blütenständen.

Beispiel aus dem Garten

Beim Vorziehen von Tomaten säe ich Mitte März in eine Schale und setze die Sämlinge danach einzeln in 8–10 cm große Töpfe, die ich hell und nicht zu warm aufstelle. Mitte Mai pflanze ich sie ins Beet. Die ersten Kopfsalat-Jungpflanzen, die schon im März ins Beet kommen, kaufe ich dagegen in der Gärtnerei.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift 2110 „Jungpflanzen – selbst anziehen oder kaufen?“, Einleitung, Kulturtabellen und Schlussabsatz. Geprüft am .

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