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Sojabohnen im Garten: Krankheiten und Schädlinge erkennen, gesund ernten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion

Grundlagen: Häufige Krankheiten im Gemüsegarten: Mehltau, Braunfäule und Kohlhernie erkennen und bekämpfen · Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Weißes Pilzgeflecht mit kleinen schwarzen Dauerkörpern an welken Pflanzen kann auf Sklerotinia hindeuten.
  • Gelbliche Blattflecken mit gräulichem Flaum auf der Unterseite können auf Falschen Mehltau hinweisen.
  • Infiziertes Saatgut ist eine wichtige Quelle des Sojabohnenmosaikvirus, und Blattläuse können es schon beim kurzen Probestich übertragen.
  • Vögel und Bohnenfliegen können Keimlinge schädigen, deshalb ist ein zügiger Aufgang besonders wichtig.
  • Soja braucht 5 Jahre Fruchtwechselpause, und Kartoffeln, Kopfsalat und Klee teilen ihre Sklerotinia-Anfälligkeit.
  • Sojasaatgut wird vor der Aussaat geimpft, eine Stickstoff-Startdüngung kann die Knöllchenbildung behindern.
Sojabohne im dichten Feldbestand mit dreizähligen, breit ovalen Blättern an aufrechten Stängeln über rotbrauner Ackererde
Foto: Clinton Weaver · Pexels License · Quelle ↗

Wenn deine Sojabohnen welken oder die Blätter Flecken bekommen, willst du schnell wissen, was dahintersteckt: ein Erreger, ein Schädling oder der Standort. Ich schaue in solchen Fällen zuerst unter die Blätter und an den Stängelgrund, bevor ich irgendetwas abschneide. Im Sojaanbau in Hessen haben Krankheiten bisher nur eine untergeordnete Bedeutung. Eine Garantie für dein Beet ist das nicht, denn der Befund lässt sich nicht auf jeden Standort und jeden Gartenbestand übertragen.

Hier erfährst du, welche Krankheiten und Schädlinge an Sojabohnen vorkommen können und woran du sie erkennst. Danach geht es um die Vorsorge: gesundes Saatgut, eine weite Fruchtfolge und ein zügiger Start im warmen Boden.

Welche Krankheiten können Sojabohnen befallen?

Vier Krankheiten solltest du an Sojabohnen kennen: Sklerotinia, Falscher Mehltau, Diaporthe/Phomopsis und das Sojabohnenmosaikvirus. Die Symptome sind Hinweise, keine sichere Diagnose. Ähnliche Bilder können auch andere Ursachen haben, deshalb schaust du immer auf mehrere Merkmale zugleich.

Sklerotinia: welke Pflanzen mit weißem Geflecht

Sklerotinia kann Sojapflanzen welken lassen. Dazu kann ein weißes Pilzgeflecht kommen, in dem kleine schwarze Dauerkörper sitzen. Welke allein erlaubt häufig keine eindeutige Diagnose, weil auch Schäden ohne Erreger infrage kommen. Findest du zusätzlich das weiße Geflecht mit den schwarzen Körnchen, liegt der Verdacht auf Sklerotinia näher. Ich suche welke Pflanzen deshalb gezielt nach diesem Geflecht ab.

Sklerotinia betrifft nicht nur Soja. Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln, Kopfsalat und Klee teilen die Anfälligkeit, deshalb berücksichtigst du sie bei der Fruchtfolge. Befallene Pflanzenteile entsorgst du über den Haus- oder Biomüll, weil ein Gartenkompost die nötigen Temperaturen womöglich nicht erreicht.

Häufiger Fehler

Soja kommt auf ein Beet, auf dem zuvor Kartoffeln oder Kopfsalat standen, ohne dass jemand an Sklerotinia denkt. Beide teilen die Anfälligkeit mit Soja, deshalb gehören sie in deine Beetplanung.

Falscher Mehltau: gelbe Flecken, grauer Flaum

Falscher Mehltau zeigt sich an Sojabohnen zunächst als gelbliche Flecken auf den Blättern. Auf der Blattunterseite kann sich dann ein gräulicher Flaum bilden. Ich drehe deshalb jedes Blatt mit gelben Flecken um, bevor ich es beurteile.

Verwechseln lässt er sich mit Echtem Mehltau. Echter Mehltau bildet typischerweise einen weißlichen Belag auf der Blattoberseite, den du abwischen kannst. Falscher Mehltau kann dagegen einen weißgrauen Belag an der Blattunterseite bilden, der sich nicht abwischen lässt. Zur Vorbeugung gießt du morgens direkt am Wurzelbereich, damit die Blätter nicht unnötig nass werden. Wächst neben der Soja auch Puffbohne, vergleich die Bilder mit dem Beitrag darüber, woran du Krankheiten und Schädlinge der Puffbohne erkennst.

Tipp

Streich mit dem Finger über den Belag. Lässt er sich oben vom Blatt abwischen, spricht das eher für Echten Mehltau. Bleibt ein weißgrauer Belag an der Unterseite haften, spricht das eher für Falschen Mehltau.

Diaporthe/Phomopsis: schwarze Punktreihen zur Reife

Gegen Ende der Saison kann Befall mit Diaporthe/Phomopsis an reifenden Sojapflanzen schwarze Punkte hervorrufen, die in Linien angeordnet sind. Auch die Samen können betroffen sein und schrumpfen dann, reißen auf oder tragen ein weißliches Pilzgeflecht. Solche Körner sortierst du bei der Ernte aus und nimmst sie nicht als Saatgut. Ich lege die gereinigten Bohnen dafür auf ein helles Tuch und gehe sie Korn für Korn durch.

Sojabohnenmosaikvirus: Mosaik und verformte Blätter

Das Sojabohnenmosaikvirus kann mosaikartige Verfärbungen und verformte Blätter auslösen. Für eine sichere Diagnose kann eine Laboranalyse nötig sein. Eine wichtige Infektionsquelle ist infiziertes Saatgut. Blattläuse können das Virus zudem schon bei kurzen Probestichen übertragen. Deshalb verhindert auch eine Spritzbehandlung gegen die Läuse die Übertragung nicht zuverlässig.

Weil das Virus mit dem Saatgut kommen kann und die Läuse es so schnell weitergeben, setzt die Vorsorge vor der Aussaat an. Du säst gesundes Saatgut und gewinnst eigenes Saatgut nur von gesunden, unauffälligen Pflanzen.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenreaktion

Geeignet sind Böden mit pH 6,5-7,0.

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Die Samen 3-4 cm tief säen.

Aussaatkalender Sojabohnen
GartenkalenderVorkultur: April; Aussaat: Mai, Juni; Ernte: August, September; Pflanzung: JuniJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: AprilAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniErnteErnte: AugustErnte: SeptemberPflanzungPflanzung: JuniVorkulturAussaatErntePflanzung

Woran erkennst du Schädlinge an Sojabohnen?

Vögel und Bohnenfliegen beim Aufgang

Während des Aufgangs können Vögel und Bohnenfliegen die Sojakeimlinge schädigen. Deshalb ist ein zügiger Aufgang besonders wichtig, und wie du ihn förderst, steht weiter unten beim Anbau. An Gartenbohnen hinterlassen die Larven der Bohnenfliege Fraßgänge im Wurzelhals, im Stängel oder in den Keimblättern. Solche Gänge an Sojakeimlingen können auf Bohnenfliegenlarven hinweisen.

Ein feinmaschiges Kulturschutznetz mit weniger als 1 mm Maschenweite legst du direkt nach der Saat auf und schließt es am Boden dicht ab. Ich beschwere dafür die Ränder rundum. Verlass dich aber nicht allein darauf: Sind schon zahlreiche Larven oder Puppen im Boden, verhindert auch das Netz Schäden nicht zuverlässig. Weitere schonende Maßnahmen findest du im Beitrag über sanfte Schutzmethoden für Buschbohnen.

Blattläuse an Trieben und Blüten

An Hülsenfrüchten sitzen Blattläuse häufig in Kolonien an jungen Trieben und Blüten. Die Schwarze Bohnenlaus kann zudem Verkrüppelungen und klebrigen Honigtau verursachen. Bei Soja kommt hinzu, dass Blattläuse das Mosaikvirus übertragen können. Beginnende Kolonien an einzelnen Trieben streifst du von Hand ab. Ich nehme dafür Daumen und Zeigefinger und lasse Marienkäferlarven sitzen. Natürliche Gegenspieler können den Befall zusätzlich begrenzen.

Blattrandkäfer: Buchten im Blattrand

Blattrandkäfer fressen an Hülsenfrüchten buchtenartige Stellen in die Blattränder. Die Larven können unterirdisch Wurzeln und Knöllchen schädigen. In den Knöllchen binden Bakterien Luftstickstoff und machen ihn für die Sojapflanze nutzbar. Fraß an den Knöllchen kann also genau die Stickstoffquelle treffen, dank der Soja ohne Stickstoffdüngung auskommt.

Krankheit, Schädling oder Standort: Wie deutest du die Anzeichen?

Viele Anzeichen sind mehrdeutig. Vergilbung und Welke erlauben häufig keine eindeutige Diagnose, weil auch Schäden ohne Erreger infrage kommen. Die Tabelle ordnet, was an Sojabohnen und anderen Hülsenfrüchten beschrieben ist.

Was du siehst Kann hindeuten auf So prüfst du weiter
Welke Pflanze mit weißem Pilzgeflecht und kleinen schwarzen Körnchen Sklerotinia Nach dem Geflecht suchen; klären, ob Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln, Kopfsalat oder Klee auf dem Beet standen
Gelbliche Blattflecken, darunter gräulicher Flaum Falscher Mehltau Blatt umdrehen; der Belag lässt sich nicht abwischen
Weißlicher Belag oben auf dem Blatt Echter Mehltau Wischprobe; der Belag lässt sich abwischen
Schwarze Punkte in Linien an reifenden Pflanzen, geschrumpfte oder rissige Samen Diaporthe/Phomopsis Samen bei der Ernte durchsehen und aussortieren
Mosaikartige Verfärbungen, verformte Blätter Sojabohnenmosaikvirus Laboranalyse für eine sichere Diagnose; Herkunft des Saatguts klären
Fraßgänge in Keimblättern, Stängel oder Wurzelhals Larven der Bohnenfliege Keimlinge genau ansehen, Netz rechtzeitig auflegen
Buchtenartige Fraßstellen am Blattrand Blattrandkäfer An die Larven im Wurzelbereich denken
Kolonien an Trieben und Blüten, klebriger Belag Blattläuse Triebspitzen und Blüten kontrollieren
Welke trotz feuchter Erde, gelbe Ränder an älteren Blättern Kaliummangel oder eine andere Ursache ohne Erreger Bodenuntersuchung
Vergilbung oder Welke ohne Belag und ohne Fraßspuren Viele Ursachen möglich, auch ohne Erreger Bodenfeuchte prüfen, bei Bedarf Laboruntersuchung

Bevor ich an einen Erreger denke, prüfe ich mit dem Finger die Bodenfeuchte. Steht Wasser im Beet, liegt die Ursache womöglich am Standort, denn Hülsenfrüchte brauchen einen Platz ohne Staunässe. Welken Pflanzen trotz feuchter Erde und vergilben ältere bis mittelalte Blätter an den Rändern oder zwischen den Adern, kann das auf Kaliummangel hindeuten. Eine Standard-Bodenuntersuchung erfasst Bodenart, pH-Wert, Phosphat und Kalium, und Magnesium lässt du ergänzen. Bleibt das Bild unklar, kann eine Laboruntersuchung der Pflanze nötig sein.

Kurz erklärt

Abiotische Schäden haben keinen Erreger als Ursache. Dahinter stecken etwa Staunässe oder ein Nährstoffmangel, und ihre Anzeichen können Krankheiten ähneln.

Was hilft allgemein gegen Krankheiten und Schädlinge?

Vieles gilt für alle Hülsenfrüchte gleich, deshalb hier nur das Wichtigste in Kürze.

Vorbeugen: Drei Dinge unterstützen bei allen Hülsenfrüchten die Vorbeugung: gesundes Saatgut, ein Fruchtwechsel, in dem auch verwandte Gründüngung mitzählt, und Gießen an die Wurzeln statt auf das Laub. Wie du Hülsenfrüchte allgemein vorbeugend schützt, kontrollierst und mechanisch absicherst, beschreibt der Abschnitt über Krankheiten und Schädlinge bei Hülsenfrüchten.

Nützlinge: Blattläuse haben natürliche Gegenspieler, darunter Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen und Blattlausschlupfwespen. Lebensraum finden sie in einem vielfältig bepflanzten, strukturierten Garten; wie du sie förderst, zeigt derselbe Überblick.

Chemische Mittel: Chemie kommt höchstens als letzter Schritt infrage, und dann nur mit Mitteln, die für nichtberufliche Anwender im Haus- und Kleingarten zugelassen sind. Du hältst dich genau an die Gebrauchsanweisung, trägst Schutzkleidung, beachtest die Wartezeit bis zur Ernte und entsorgst Reste nach Vorgabe. Bedenke, dass solche Mittel auch Nützlinge treffen können.

Kontrollieren: Beim Kontrollgang drehst du Blätter um und schaust auf Triebspitzen, Blüten und den Stängelgrund. Welche Kontrollstellen und Befallsmerkmale für alle Hülsenfrüchte gelten, fasst ebenfalls der Überblick zusammen.

Wie baust du Sojabohnen so an, dass sie gesund starten?

Sojabohnen brauchen einen sonnigen Platz und leicht erwärmbaren Boden mit lockerer Struktur. Staunässe meidest du. Günstig ist ein Boden-pH im schwach sauren bis neutralen Bereich von 6,5 bis 7,0. Die Eckdaten im Überblick:

Punkt Wert für Sojabohnen
Aussaat Mai bis Juni
Bodentemperatur in Saattiefe mindestens 10 °C
Saattiefe 3 bis 4 cm
Reihenabstand 30 bis 40 cm
Abstand in der Reihe 8 bis 40 cm
Edamame im Gartenbeet 3 Reihen auf 1,20 m Beetbreite, 8 cm Kornabstand in der Reihe
Wuchs ähnlich wie Buschbohnen
Boden-pH 6,5 bis 7,0
Fruchtwechselpause 5 Jahre
Ernte August bis September

Die ausführliche Anleitung zeigt dir, wie du Sojabohnen vom Standort bis zur Pflege anbaust. Hier geht es um die Punkte, die mit der Gesundheit deiner Pflanzen zu tun haben.

Aussaat: zügig aufgehen lassen

Gesät wird von Mai bis Juni. Achte zusätzlich auf die Bodentemperatur, denn in Saattiefe soll sie mindestens 10 °C erreichen. Bearbeite das Beet erst, wenn der Boden gut abgetrocknet ist, und das mit möglichst wenigen Arbeitsgängen. Das Saatbett bereitest du nicht zu fein vor, weil Sojakeimlinge Verkrustungen schwer durchdringen. Eine Kruste kann den Aufgang also genau in der Phase bremsen, in der Vögel und Bohnenfliegen die Keimlinge schädigen können. Die Termine aller Hülsenfrüchte hast du im druckbaren Aussaatkalender für Hülsenfrüchte auf einem Blatt.

Impfen und düngen

Sojasaatgut impfst du vor der Aussaat mit den sojaspezifischen Knöllchenbakterien Bradyrhizobium japonicum. Die passenden Stämme fehlen in heimischen Böden normalerweise. Bei funktionierender Knöllchensymbiose brauchen Sojabohnen keine Stickstoffdüngung, die übrigen Nährstoffe aber bedarfsgerecht. Wie viel Phosphor, Kalium und Magnesium nötig ist, richtet sich nach dem Ernteentzug und nach der Versorgung deines Bodens, die eine Bodenuntersuchung zeigt.

Marias Erfahrung

Ich ziehe zuerst die Saatrillen und mische das Impfmittel erst danach unter das Saatgut. Dann säe ich ohne Pause und lasse die Bohnen nicht in der Sonne liegen. Geimpftes Saatgut schützt du vor direkter Sonne, vor Temperaturen ab etwa 24 °C und vor langem Herumstehen.

Mythos-Check

„Ein wenig Stickstoff zum Start schadet nie.“ Bei Sojabohnen soll eine Stickstoff-Startdüngung unterbleiben, weil sie die Knöllchenbildung behindern kann.

Unkraut und Wasser

Sojabohnen entwickeln sich in der Jugend langsam und reagieren deshalb empfindlich auf Unkrautkonkurrenz. Nach dem Auflaufen hältst du die Reihen mit der Hacke frei. Schon vor der Aussaat kann ein falsches Saatbeet die spätere Konkurrenz begrenzen: Du lässt Unkraut auflaufen und entfernst es oberflächlich, ohne den Boden wieder tief zu mischen. Ab der Blüte und während sich die Körner ausbilden, ist die Wasserversorgung besonders wichtig. Auch dann gießt du am Wurzelbereich und nicht über das Laub.

Sorte mit rechtzeitiger Abreife

Ein entscheidendes Kriterium bei der Sortenwahl ist, dass die Sorte an deinem Standort rechtzeitig abreift. Im Körnersojaanbau steht die Reifegruppe 000 für sehr frühe Sorten. Die Gruppe 00 bezeichnet frühe Sorten, und die frühere Gruppe ist für weniger warme Lagen gedacht. Toleranzen und Resistenzen gegen Krankheiten sind im ökologischen Gemüsebau ebenfalls wichtige Auswahlkriterien, deshalb liest du die Sortenbeschreibung genau.

Welche Fruchtfolge braucht Soja?

Sojabohnen kommen erst nach einer Fruchtwechselpause von 5 Jahren wieder auf dasselbe Beet. Der wiederholte Anbau derselben Pflanzenfamilie kann bodenbürtige Schädlinge und Krankheiten vermehren. Zur Familie zählen auch Klee, Wicke und Lupine, wenn du sie als Gründüngung säst. Klee zählt damit doppelt: als Verwandter in der Fruchtfolge und als Pflanze mit derselben Sklerotinia-Anfälligkeit wie Soja. Als Vorkultur für Hülsenfrüchte eignen sich Spinat, Mangold und Rote Bete.

Ich trage jedes Jahr in meinen Plan ein, wo Soja, Kartoffeln und Kopfsalat standen. Für den Überblick über mehrere Jahre kannst du den Beetplaner nutzen.

Wie bleiben Ernte und Vorrat gesund?

Edamame erntest du, wenn die Körner ausgewachsen, aber noch weich und die Hülsen noch grün sind. Für Körnersoja wartest du, bis die Hülsen braun, vollständig ausgereift und trocken sind und beim Schütteln rascheln. Im Garten pflücke ich die reifen Hülsen einzeln. Die Bohnen reinigst du danach rasch von Pflanzenresten, Unkrautsamen, Erde und Steinen und sortierst beschädigte Körner aus. Achte dabei auch auf geschrumpfte, rissige oder weißlich überzogene Samen.

Getrocknete Sojabohnen lagerst du kühl, trocken und lichtgeschützt in fest schließenden Gefäßen. Feuchtigkeit lässt getrocknete Hülsenfrüchte aufquellen und schnell verderben. Kontrolliere den Vorrat regelmäßig auf Vorratsschädlinge. In gelagerten Bohnensamen hinterlässt etwa der Speisebohnenkäfer Fraßgänge, Löcher und Bohrmehl. Saatgut für das nächste Jahr nimmst du nur von gesunden, ertragreichen Pflanzen und bewahrst es nach dem Nachtrocknen trocken, kühl und dunkel auf.

Achtung

Sojabohnen und Edamame isst du nur nach geeigneter Hitzebehandlung, denn Trypsininhibitoren und Lektine müssen vorher deaktiviert werden. Soja kann Allergien hervorrufen, und bei einer Birkenpollenallergie sind darunter auch schwere Kreuzreaktionen möglich. Betrifft dich das, besprich den Verzehr vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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Häufige Fragen

Welche Krankheiten können Sojabohnen im Garten befallen?
An Sojabohnen können Sklerotinia, Falscher Mehltau, Diaporthe/Phomopsis und das Sojabohnenmosaikvirus auftreten. Sklerotinia zeigt sich durch Welke und weißes Pilzgeflecht mit kleinen schwarzen Dauerkörpern. Falscher Mehltau beginnt mit gelblichen Blattflecken und kann an der Blattunterseite einen gräulichen Flaum bilden. Das Mosaikvirus kann mosaikartige Verfärbungen und verformte Blätter auslösen.
Wie erkennst du Schädlingsbefall an Sojabohnen?
Beim Aufgang können Vögel und Bohnenfliegen die Keimlinge schädigen, und Fraßgänge in Keimblättern, Stängel oder Wurzelhals können auf Bohnenfliegenlarven hinweisen. Blattläuse sitzen häufig in Kolonien an jungen Trieben und Blüten und können klebrigen Honigtau hinterlassen. Buchtenartige Fraßstellen am Blattrand können von Blattrandkäfern stammen, deren Larven im Boden Wurzeln und Knöllchen schädigen können.
Was unterscheidet Insektenschäden von Virusbefall bei Sojabohnen?
Insekten hinterlassen Spuren wie Fraßstellen, Fraßgänge oder Läusekolonien mit Honigtau. Das Sojabohnenmosaikvirus zeigt sich dagegen an mosaikartigen Verfärbungen und verformten Blättern. Beides kann zusammenhängen, weil Blattläuse das Virus schon bei kurzen Probestichen übertragen können. Für eine sichere Virusdiagnose kann eine Laboranalyse nötig sein.
Welche Fruchtfolge senkt das Krankheitsrisiko bei Sojabohnen?
Soja kommt erst nach einer Fruchtwechselpause von 5 Jahren wieder auf dasselbe Beet. Wegen der gemeinsamen Sklerotinia-Anfälligkeit berücksichtigst du auch Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln, Kopfsalat und Klee. Klee, Wicke und Lupine als Gründüngung zählst du in der Fruchtfolge mit, weil sie zur selben Pflanzenfamilie gehören. Als Vorkultur für Hülsenfrüchte eignen sich Spinat, Mangold und Rote Bete.
Worin unterscheiden sich Soja und Edamame beim Pflanzenschutz?
Edamame sind Sojabohnen, die du erntest, wenn die Körner ausgewachsen, aber noch weich und die Hülsen noch grün sind. Körnersoja bleibt stehen, bis die Hülsen braun und trocken sind und beim Schütteln rascheln. Bei Körnersoja achtest du deshalb zusätzlich auf Diaporthe/Phomopsis an reifenden Pflanzen und Samen und kontrollierst später den Vorrat auf Schädlinge. Gesundes Saatgut, eine weite Fruchtfolge und ein zügiger Aufgang gelten für beide.
Stimmt es, dass Sojabohnen besonders anfällig für Pilzkrankheiten sind?
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Im Sojaanbau in Hessen haben Krankheiten bisher nur eine untergeordnete Bedeutung, auf jeden Standort und jedes Gartenbeet lässt sich das aber nicht übertragen. Pilzkrankheiten wie Sklerotinia oder Falscher Mehltau können auftreten, deshalb planst du eine weite Fruchtfolge und gießt am Wurzelbereich statt über die Blätter.
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