Pastinaken ernten und lagern: wann du gräbst und wie du sie vorbereitest
- Zwischen Oktober und März gräbst du Pastinaken, wann immer der Boden offen ist.
- Nach Frost können Pastinaken süßer schmecken, weil Stärke zu Zucker wird.
- Aus gefrorenem Boden gräbst du nicht, sonst können die Wurzeln abbrechen.
- Lockere die Erde dicht an der Pflanze mit der Grabegabel, bevor du die Wurzel herausziehst.
- Vor dem Neuaustrieb im Frühjahr sollte das Beet leer sein, danach werden die Wurzeln zäh und fade.
- Fürs Lager kommt das Laub ab, die Erde bleibt dran, gewaschen wird erst vor der Verarbeitung.
- Ohne Laub im feuchten Küchentuch bleiben Pastinaken im Gemüsefach bis zu 2 Wochen frisch.

Pastinaken lassen dir beim Ernten viel Zeit, trotzdem kosten zwei Fehler Qualität. Wer in gefrorenem Boden gräbt, riskiert abgebrochene Wurzeln. Wer im Frühjahr zu lange wartet, holt nach dem Neuaustrieb zähe und fade Wurzeln aus dem Beet. Ich ernte meine Pastinaken deshalb nach Bedarf und plane die letzte Grabung vor dem Austrieb ein.
Die Pastinake gehört wie Möhre und Sellerie zu den DoldenblütlernDoldenblütler (Apiaceae) sind eine Pflanzenfamilie, deren Blüten meist in Doppeldolden, seltener in einfachen Dolden stehen. Dazu gehören Nutzpflanzen wie Möhre, Petersilie, Sellerie, Dill und Kümmel, aber auch tödlich giftige Wildpflanzen wie Schierling.. Für ihre lange Rübe braucht sie ein Beet, das tief und gründlich gelockert ist. Verwandtschaft und Herkunft der ganzen Gruppe findest du im Kurzporträt der Wurzel- und Knollengemüse.
Wann sind Pastinaken erntereif?
Pastinaken gehören zu den langen Kulturen im Gemüsebeet. Zwischen Aussaat und Ernte liegen 160 bis 200 Tage, das ist deutlich mehr als bei Möhren. Dein Erntefenster reicht von Oktober bis März, gegraben wird immer dann, wenn der Boden offen ist. Hast du erst zwischen Ende April und Anfang Mai gesät, fallen die Wurzeln kleiner und zarter aus. Ich richte mich nach dem Kalender und hebe im Oktober zuerst eine einzelne Wurzel zur Probe.
| Eckdaten zur Ernte | Pastinake |
|---|---|
| Aussaat | März bis Mai |
| Kulturdauer ab Aussaat | 160 bis 200 Tage, teils auch 210 bis 240 Tage |
| Erntefenster | Oktober bis März, bei offenem Boden |
| Letzte Ernte | vor dem Neuaustrieb im Frühjahr |
Was vor der Ernte passiert, beschreibt die Anleitung für Aussaat und Pflege der Pastinaken. Die Saatmonate fürs nächste Jahr findest du im druckbaren Aussaatkalender für Wurzelgemüse.
Solltest du mit der Ernte auf den Frost warten?
Bekommen die Wurzeln Frost ab, wandeln sie Stärke in Zucker um und können dadurch süßer schmecken. Eine Bedingung für die Ernte ist der Frost aber nicht, dein Erntefenster öffnet sich schon im Oktober.
Beim Graben hat der Frost eine Kehrseite. Ist der Boden gefroren, lässt du die Grabegabel stehen, denn die Wurzeln können dir sonst abbrechen. Warte in diesem Fall auf mildere Witterung. Vlies oder Stroh über dem Beet erleichtert dir die Winterernte, wenn du es vor trocken-kalter Witterung auflegst.
Leg dir Vlies oder Stroh schon im Herbst neben das Pastinakenbeet. Kündigt sich trocken-kalte Witterung an, deckst du die Reihen gleich ab.
Alles auf einmal ernten oder nach Bedarf?
Ein Lager für Pastinaken sollte kälter als 1 °C und dazu feucht sein, sonst werden die Wurzeln pelzig und schwammig. So kalt und feucht ist es in einem normalen Hauskeller häufig nicht. Was du noch nicht brauchst, darf deshalb über Winter im Beet bleiben. Ich grabe nur so viele Pastinaken aus, wie ich in der Küche verarbeite.
Die Grenze setzt das Frühjahr. Sobald die Pflanzen neu austreiben, werden die Wurzeln im Beet zäh und schmecken fade. Was dann noch in der Reihe steht, holst du vorher heraus.
Wie holst du Pastinaken mit der Grabegabel aus dem Boden?
Eine Pastinake ziehst du erst, wenn die Erde um sie herum locker ist, dann kommt die Wurzel leichter heraus. So gehst du vor:
- Wähle einen trockenen Tag, an dem der Boden nicht gefroren ist.
- Stich die Grabegabel nahe der Pflanzenbasis in die Erde.
- Lockere den Boden ringsum, bis die Wurzel nachgibt.
- Hebe die Pastinake vorsichtig aus dem gelockerten Boden.
Scheint beim Ernten kräftig die Sonne, ziehst du vorsichtshalber Handschuhe an. Kommen Inhaltsstoffe aus dem Laub bei Sonnenlicht auf deine Haut, sind Hautreaktionen möglich.
Ich stehe beim Graben neben der Reihe und arbeite mich von einem Ende zum anderen vor. Wo ich aufhöre, stecke ich einen Stab in die Erde, damit ich beim nächsten Erntegang die Stelle wiederfinde.
Stehen jüngere Kulturen dicht neben den Pastinaken, gräbst du besonders behutsam. Die Grabegabel kann dabei die FeinwurzelnFeinwurzeln sind die dünnen, fein verzweigten Wurzeln einer Pflanze. Sie nehmen vor allem Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf, während die dicken Wurzeln der Pflanze Halt geben und Stoffe weiterleiten. der jungen Nachbarn verletzen, die danach womöglich schlechter wachsen. Welche Beetnachbarn sich eignen, zeigt der Beitrag über passende Partner für Pastinaken in der Mischkultur.
Was machst du direkt nach der Ernte?
Zuerst entfernst du das Laub, weil es sonst Feuchtigkeit aus den Wurzeln zieht. Sollen die Pastinaken länger lagern, wäschst du sie nicht und lässt die anhaftende Erde dran.
Danach sortierst du. Ins Winterlager kommen nur Wurzeln, die gesund sind und weder Verletzungen noch Schimmel oder Fäulnis zeigen. Wurzeln mit Macken lege ich in einen eigenen Korb und verbrauche sie zuerst. Entdeckst du Schimmel an einer Pastinake, wirf die ganze Wurzel weg. Es genügt nicht, die befallene Stelle herauszuschneiden. Riecht eine Wurzel faulig, gehört sie ebenfalls weg.
Frisch geerntete Pastinaken gleich gründlich waschen. Fürs Lager bleiben sie ungewaschen, unter fließendes Wasser kommen sie erst, wenn du sie verarbeitest.
Laub entfernt · Erde dran und nicht gewaschen · nur gesunde, unverletzte Wurzeln fürs Lager · Wurzeln mit Macken für die Küche · Schimmeliges und Fauliges vollständig entsorgt
Du kannst die Wurzeln roh raspeln, im Ofen garen, in Suppen geben oder zu Püree verarbeiten. Ideen dafür findest du im Beitrag, wie vielseitig du Pastinaken in der Küche einsetzt, und bei den herzhaften und veganen Rezepten mit Pastinaken.
Und wie lagerst du die Pastinaken dann?
Für den baldigen Verbrauch wickelst du die Wurzeln ohne Laub in ein feuchtes Küchentuch, im Gemüsefach halten sie so bis zu 2 Wochen. Für den Keller schlägst du sie in feuchten Sand ein, Äpfel lagerst du woanders, denn ihr Ethylen kann die Pastinaken bitter machen. Sandkiste, Einfrieren und die Kontrolle im Lager beschreibt der Beitrag, wie du Pastinaken über Monate lagerst und konservierst.
Was kommt nach der letzten Pastinake ins Beet?
Auf ein Beet, auf dem gerade Pastinaken standen, gehört als Nächstes keine Art aus derselben Pflanzenfamilie. Möhren und Sellerie zählen wie die Pastinake zu den Doldenblütlern und kommen dort also nicht direkt danach. Ich trage die geräumte Reihe im Planer für die Beetbelegung ein und suche die FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. von dort aus.





